Ich und So

Wieso Mutterschutz nicht automatisch Schutz bedeutet?

3. November 2017

Wieso Mutterschutz nicht automatisch Schutz bedeutet2011 fand ich meinen Traumjob. Ich liebte alles an meinem Job. September 2013, also im Mutterschutz, kam per Mail ein Hausverbot. Da war der Prinz 7 Wochen alt.

Ab dem Moment klärten Anwälte den Sachverhalt.

Was ich wusste, war aber das ich in meinem Traumjob nicht mehr arbeiten werde. Schon bevor ich in die Elternzeit wusste ich also, das danach eine neue Jobsuche anstand. 2015 wurde dann auch offiziell per Gericht das Arbeitsverhältnis beendet. Ein Jahr lang suchte ich nach einem Teilzeitjob. Die kuriosesten Vorstellungsgespräche ließen mich Lachen aber auch verzweifeln. Verzweifeln daran, das es schier unmöglich schien, unsere Vereinbarkeit zu leben.

Dann letztes Jahr ein Vorstellungsgespräch, das super war. Ich fühlte mich wohl in dem Gespräch. Ein Ehepaar, selber 2 Kinder. Familienunternehmen und genau die Arbeitszeiten, die ich brauchte. Kurze Zeit später kam die Absage. Ich fiel aus allen Wolken.

Monate später ein Anruf. Ob ich noch suche? Ob ich nochmal vorbeikommen will? Ich wollte. Der Arbeitsvertrag war schon vorbereitet. Es gab große Abstriche im Gehalt und Urlaub aber ich fühlte mich wohl. Ein neues Thema, das mich herausfordern wollte.

Ein Job der mich aus dem Alltag rausholt und dennoch meine Vereinbarkeit unterstützt.

Ich bekam schnell Einblicke in alles. Viele Aufgaben und auch viele Baustellen aber es machte mir Spaß. Meine Chefin und mein Chef waren sehr zufrieden. Unterstützten mich, als die alte Kita uns einfach kündigte. Ich war die rechte Hand meiner Chefin und so langsam wurde die Arbeit definitiv zu viel für mich, als 4 Stundenkraft.

Wir suchten nach Personal. Das lief eher weniger gut, das Arbeitsklima verschlechterte sich etwas. Die neue Kollegin passte nicht ins Team und Sie ging. Aber der Schaden war schon angerichtet. Man fühlt einfach, wenn sich etwas ändert. Die Stimmung unter den übrigen Kollegen war aber fantastisch. Wir trafen uns privat, hatten viel Spaß und Vertrauen ineinander. Ich war aber beruflich unzufriedener. Bestimmte Vereinbarungen wurden nicht umgesetzt und ich erstickte in Arbeit, die locker für 2 Vollzeitkräfte gereicht hätte.

Bereits im Januar 2017 wurde ich krank. Nicht wegen der Arbeit aber der Stress dort verbesserte sicherlich nicht viel.

Mir ging es sehr sehr schlecht, aber ich ging arbeiten. Ich fehlte mal ein paar Tage aber nur wenn wirklich gar nichts mehr ging. Eine Ärzteodyssee begann. Medikamente wurden ausprobiert und mir ging es immer schlechter. Erst im späten Frühling, als schon von Operation die Rede war, sahen wir etwas, das alles auf den Kopf stellte.

Da war ein Babyprinz am Wachsen. Damit hatte niemand gerechnet. Als wirklich mehrere Untersuchungen das Ergebnis nochmal bestätigten, sagte ich meiner Chefin unter großer Angst, was los ist. Ich hätte das nicht so früh tun müssen aber so bin ich halt. Sie reagierte sehr verhalten aber gab sich Mühe. ich wusste jedoch, jetzt wird’s anders.

Meine Schwangerschaft verlief gleich zu Beginn sehr turbulent. Notaufnahme und Bettruhe folgten. Nichtmal ein „Gute Besserung“ oder „wie gehts Ihnen“ kam von meinem Arbeitgeber.

Keine Reaktionen mehr auf Emails, Nachrichten oder dergleichen. Absolute Funkstille. Da war Wut-das spürte ich.

Als die Beschwerden einfach nicht besser wurden, war das Beschäftigungsverbot die logische Konsequenz. Auch im Hinblick auf Entlastung für meinen Arbeitgeber. Bei einem Beschäftigungsverbot bekommt der Angestellte weiterhin Gehalt. Aber auch der Arbeitgeber erhält das volle Gehalt zuzüglich dem Sozialversicherungsanteil von der Krankenkasse des Angestellten erstattet und kann demnach ohne finanzielle Einbußen sofort neu Einstellen.

Ja es ist ein schwacher Trost und ich verstehe durchaus den Schock beim Arbeitgeber, wenn man von jetzt auf gleich komplett wegfällt aber was dann folgte, ist noch immer ein Alptraum.

Unser Sommerurlaub stand an. Als wir wieder kamen flatterte per Mail die Abmeldung von den Sozialversicherungen rein. Auf deutsch: Meine Arbeitgeberin beendete mein Arbeitsverhältnis.Ich bekam ein Zeugnis, den Lohnsteuernachweis und mein letztes Gehalt.

Ich fiel nicht aus allen Wolken, da ich mir schon irgendwie so etwas dachte aber der Schock saß trotzdem. Ich suchte mir einen Anwalt. Ging zur Krankenkasse und zur Arbeitsagentur. Ich rannte von A nach B und C und wieder zurück.

Was meine Chefin wohl vergaß war, dass ich unbefristet verlängert wurde. Was Sie aber wohl nicht vergaß war, eine Wortkombination in der Verlängerung zu verwenden, die eine Art Lücke im Arbeitsrecht darstellte.

Für uns war es ein klassischer Verstoß gegen das AGG( das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz ) -eine Diskriminierung wegen meiner Schwangerschaft, denn wir führten erst kurz vorher ein Personalgespräch und nie war die Rede von Unzufriedenheit etc.

 2 Werktage vor dem Gütetermin kam von der gegnerischen Seite ein 3seitiges Schreiben-das wirklich das Fass zum Überlaufen brachte. Da wurden Lügen erzählt, die mich wirklich trafen. Ich war und bin schwanger, das kommt natürlich emotional erschwerend hinzu.

Inzwischen hatten wir September. Der Gütetermin stand an. Wir konnten die Lügen komplett entkräften und es wurde zu meinen Gunsten entschieden. Ich wurde auf dem Papier wieder eingestellt. Meine Arbeitgeber wieder zu sehen, war bewegend. Ich war voller Wut und Sie auch.

Auch wenn für mich entschieden wurde-es war Glück, dass wir so schnell Gegenbeweise vorlegen konnten. Es hätte tatsächlich auch anders ausgehen können. Der Diskriminierung wurde zugestimmt aber tatsächlich nur auf Grundlage der Lügen, die da verschriftlicht wurden.

Wir dachten es sei vorüber.

Tja falsch gedacht. Geld habe ich bis dato noch immer nicht gesehen. Die Krankenkasse unterstützte mich zwischenzeitlich, forderte aber nun das Geld zurück, da ich ja wieder eingestellt war. Aber ohne Geld kann ich nichts zurückzahlen, denn das vergaß mein Arbeitgeber. Er vergaß völlig unabsichtlich mich zu bezahlen.

Wir haben November und gestern saß ich wieder beim Gericht- denn Überraschung, in 2 Monaten hat mein Arbeitgeber es nicht geschafft mich zu bezahlen. Es wurde natürlich wieder zu meinen Gunsten entschieden. Mein Arbeitgeber ist angewiesen alle offenen Zahlungen(2 Gehälter) zu zahlen. Das 3. Gehalt ist inzwischen auch fällig aber müsste nun wieder eingeklagt werden.Ja und das ist das Unverständlichste von Allen für mich.

Es gibt keine Strafen für Arbeitgeber, die den Mutterschutz mit Füßen treten.

Bestraft werde tatsächlich nur ich.

  • Denn ich muss warten.
  • Ich muss klagen.
  • Ich muss zusehen, wie ich in der Zeit ohne Gehalt zurechtkomme.
  • Ich muss hochschwanger vor Gericht erscheinen, da nur ein Attest mich davon befreit. Meine Chefin ist in den Urlaub gefahren.
  • Ich werde bestraft dafür, dass ich schwanger bin.
  • Ich werde bestraft dafür, dass meine Schwangerschaft schwierig verläuft und ich nicht mehr arbeiten kann.
  • Ich werde bestraft dafür, dass ich trotz schlechter Arbeitsbedingungen voller Enthusiasmus und Loyalität wieder in einer kleinen Firma angefangen habe, in der man als Arbeitnehmer einfach die Po-Karte hat.Es gibt keine Strafen für Arbeitgeber, die den Mutterschutz mit Füßen treten.

Ich bin unbefristet eingestellt. Nach 2 Jahren Elternzeit gehe ich in diesen Job zurück. So wäre die Pflicht obwohl ich dort nicht gewollt bin. Ich mache mir jetzt keine Gedanken was bis dahin ist aber ich mache mir Sorgen über die Vorgehensweise unseres Rechtssystems.

Das Mutterschutzgesetz greift aber dennoch fühle ich mich wie die größte Verliererin überhaupt und das Demütigendste daran ist, das es schon zum 2. Mal passiert.

Was mir in den letzten Monaten seelisch angetan wurde, interessiert in unserem Rechtssystem niemand. Die RICHTERIN meinte, dass Sie kein Fan des AGG ist und sehr selten wird tatsächlich dagegen verstoßen. Das aber sehr oft dagegen verstoßen wird aber irgendwelche Satzkombinationen schon ausreichen um Schlupflöcher zu bilden, da unsere Gesetze viel zu viel Spielraum lassen, das wird nicht erwähnt.

Das Arbeitgeber, die weniger als 10 Mitarbeiter haben eigentlich machen können was Sie wollen, das erwähnen auch die Wenigsten. Denn mein unbefristeter Vertrag bringt mir gar nix, in so einer kleinen Firma. Das Kündigungsschutzgesetz greift dann eigentlich kaum.

Somit bin ich als Schwangere in einem Unternehmen unter 10 Mitarbeitern tatsächlich schon zum Scheitern verurteilt. Dieses Thema scheint für viele ermüdend aber eigentlich kann man nicht oft genug öffentlich darüber reden was da passiert.

Aber ich wollte seit Monaten darüber reden und nun habe ich es mir endlich von der Seele geschrieben auch wenn es natürlich nicht so detailliert ist, wie ich es gerne gemacht hätte. Ich glaube ihr versteht wieso ich das nicht tun kann.

Das Thema ist ja leider auch immer noch nicht vorbei. Ich hoffe das es das bald ist aber erst wenn alle Zahlungen bei mir eingegangen sind, kann ich in meine Elternzeit gehen und mich auf die wichtigen Themen konzentrieren.

Ich habe tatsächlich ein wenig den Glauben an Gerechtigkeit verloren aber es nützt ja nix.

Was soll ich tun? Viele Mütter können nicht mal vor Gericht gehen, da Sie nicht Rechtsschutzversichert sind. Viele Verstöße gegen das Mutterschutzgesetz werden nie an die Öffentlichkeit kommen.Es ist einfach nur ein Armutszeugnis auf so vielen Ebenen.

Wem erging es ähnlich? Konntet ihr etwas unternehmen? Fühlt ihr euch auch so machtlos?

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Ich wünsche euch einen familienfreundlichen Arbeitgeber.

Mir scheint dies nicht vergönnt zu sein.

Eure Glucke

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11 Comments

  • Reply Claudi 9. November 2017 at 19:16

    Oh man, das is himmelschreiend ungerecht und macht mich sowas von wütend! Und dass es öfter vorzukommen scheint, ebenfalls. Leider wird das neue Mutterschutzgesetz es nich unbedingt besser machen, da bin ich mal gespannt.
    Ich hab sowas noch nicht erlebt und hoffe das bleibt auch so. Meine Erfahrung ist dagegen ja schon fast harmlos.
    Ich hatte, schwanger im vierten Monat, ein Vorstellungsgespräch, hab auch meine Schwangerschaft erwähnt. Zwei Monate später wurde mir tatsächlich ein auf ein Jahr befristeter Arbeitsvertrag angeboten. Ich nahm den natürlich an, erstens konnte ich zum Familienunterhalt beitragen und zweitens gab mir der Vertrag auch Sicherheit. Ich hab die Arbeit sehr gern gemacht, hab auch nur Lob für meine Arbeit erhalten. Als ich dann aber einige Wochen vorm Mutterschutz eben daran erinnerte, war Schluss mit freundlich. Ich hätte doch was sagen müssen, sonst hätte man mir doch den Vertrag garnicht erst angeboten. Hä, hab ich was falsch verstanden? Erstens ist das verboten, Diskriminierung und so, und ist das mein Problem, dass sich niemand meine Schwangerschaft notiert hat?! Und einmal sagen reicht meiner Meinung nach, schließlich hätte man es bei Vertragsunterzeichnung im sechsten Monat schon locker sehen können. Und jetzt bin ich die Dumme bei denen. Von Freundlichkeit keine Spur mehr. Der Vertrag läuft aus, wenn mein Sohn zehn Monate alt ist. Nach ner Verlängerung frag ich nich, da will ich einfach nich mehr arbeiten. Ich bau mir jetzt selbst was auf, in einem Bereich, der mir viel mehr liegt. Wird nich einfach, aber es hat ja auch was Gutes – ich weiß jetzt, was meine Passion ist und kann diese hoffentlich auch gewinnbringend um- und einsetzen.
    Liebe Frauen, denen so viel Unrecht und Leid zugefügt wird mit solchem, abgrundtief zu verachtendem, Verhalten, haltet durch, kämpft für euer Recht und bleibt stark! Ich drücke euch die Daumen, dass es gut ausgeht für euch!
    Eure Claudi

  • Reply MamaZ 7. November 2017 at 23:51

    Hallo Dani,
    uff, das ist hart. Ich habe etwas Ähnliches erlebt und habe mir danach geschworen, nie mehr in einer kleinen Firma zu arbeiten. Erst hat man ein ach so freundschaftliches Verhältnis zum Chef, dass man sich kaum traut, mal eine Gehaltserhöhung anzusprechen. Und dann im Mutterschutz werden schwere Geschütze aufgefahren… nie wieder…

  • Reply Regine 7. November 2017 at 21:28

    Liebe Dani,

    ich habe es dir ja schon auf anderem Wege mitgeteilt: Ich bin wirklich schockiert davon, was du erleben musstest. Es ist unglaublich, dass wir das Jahr 2017 schreiben und so etwas tatsächlich noch immer an der Tagesordnung ist. Leider habe ich ähnliche Geschichten auch schon von anderen Frauen gehört. Ich persönlich habe zwar Glück gehabt, aber trotzdem: Hier muss sich endlich etwas tun. Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und viel Erfolg bei deinem Kampf.

    Liebe Grüße

    Regine

  • Reply Katja 3. November 2017 at 14:52

    Agghhhhhh! Ich hasse das !wie kann zugelassen werden, dass die, die für unsere Zukunft sorgen mit Füßen getreten werden? Und was ist das bitte für ein Quatsch, dass du das dritte Gehalt mit wieder einklagen müsstest?
    Nächsten Sommer komme ich vorbei und beschmeiß die mit Eiern!

    • Reply Glucke 3. November 2017 at 16:53

      Haha Danke Du Liebe… Du kennst es ja selber… wir haben einfach wenig Möglichkeiten…
      ich vermisse euch

  • Reply Julia 3. November 2017 at 13:21

    Puh, das klingt alles sehr anstrengend und ist ewig entfernt von“seine Schwangerschaft“ geniessen. Ich wünsche dir Kraft, auch den Rest noch durchzustehen. Ich kann sehr gut mitfühlen. Ich wurde letztes Jahr als Bürokraft auf 450€ angestellt- um uns kennenzulernen u zu sehen, wie die Vereinbarkeit (kinder jetzt 3 und 2) klappt. Mit der verabredeten Aussicht darauf, ab Januar bei Eignung zu einem angemessenem Gehalt (jetzt erst Mindestlohn als studierte BWLerin) auf 50% und Assistenz der GF zu wechseln. Es wurde Februar bis wir das umsetzten. Ich wurde schwanger ind musste gleich zu Beginn strikt liegen. Meine Chefin war not amused u legte mir nahe ins BV zu gehen, da ich nur ein Kostenfaktor sei. 6Wochen später stellte mir der Frauenarzt ein BV aus. 3Tage später verlor ich mein Baby und teilte das meiner Chefin mit(email) und sagte ihr, dass ich mich melde, wenn es mir besser ginge. Zum Glück war vorher eine MuKi Kur genehmigt worden, die vom Zeitpunkt jetzt perfekt lag. Nach der Fehlgeburt ließ ich mich 3Wochen krankschreiben und wollte nahtlos in Kur (davon wusste meine Chefin schon vor der SS). 1Woche vor Kurbeginn rief ich sie an- das hat mich riesige Überwindung gekostet. Auch sonst war das Verhältnis sehr unterkühlt – sie meinte, sie hätte meineAufgabem übernommen und meine Stelle gestrichen u ich soll mich melden, wenn ich aus der Kur zurück bin- dann lernt sie mich woanders an. Ok- das sass, allerdings dachte ich mir- solang ich mein Gehalt bekomme, ists mir egal, was ich mache und ich such mir dann in Ruhe, mit der Sicherheit des Jobs was neues. 3Tage später musste ich plötzlich nochmal operiert werden, da sich meine GM nicht richtig zurück gebildet hatte und das Blut nicht abfloss. Als ob diese Situation nicht schon schlimm genug ist, berichtete mir mein Mann, als ich wieder wach war, dass er meine Kündigung entgegen genommen hätte – das war mir alles zuviel und so sass ich 1Tag nach meiner 2. Op beim Arbeitsamt und beim Anwalt. Ich hab mich noch nie im Leben so schlecht und ungerecht behandelt gefühlt. Vor Gericht bekam ich recht, allerdings liessen auch hier die Zahlungen auf sich warten u verschiedene Dinge wurden falsch berechnet, so dass es auch hinterher ewig Thema war.und unzähliche Telefonate mit der Personalabteilung folgten. Ich wollte nur noch meine Ruhe. Zwischendrin wurde mein Abstrich auch noch als auffällig diagnostiziert, was mir eine 3.op in3Monaten einbrachte. Die mich körperlich sehr mit genommen hat. Jetzt kann ich endlich sagen, alles ist vorbei und wird langsam wieder gut. Ich stelle fest, ein „sicheres“ Netz hat man auch mit einem.unbefristeten Vertrag nicht. Im nachhinein bin ich froh dass ich dort raus bin, denn sonst hätte mein Pflichtbewusstsein mich garantiert zwischen den Ops oder zu früh danach wieder auf arbeit gehen lassen- so hatte ich wenigstens die Möglichkeit, abgesehen von dem hick hack, mir die Zeit zu nehmen um gesund zu werden – physisch u psychisch. Und es stimmt- es geht immer weiter und nichts ist so wichtig wie Gesundheit.

    • Reply Glucke 3. November 2017 at 16:56

      Ohhhhhhhh Gott sage ich da nur. Erstmal mein Beileid für das verlorene Wunder und dann- Respekt auch vor deiner Kraft- das alles neben Trauer und Schmerzen durchzustehen. Man hat nie ein sicheres Netz- Arbeitgeber haben einfach zu viele Möglichkeiten.
      Aber was zählt ist tatsächlich unsere Gesundheit.
      Danke das Du mir das alles erzählt hast.
      Viele Grüße
      Dani

  • Reply Düse 3. November 2017 at 9:31

    Liebe Dani,

    ich kann Deine Wut so nachvollziehen.
    Mir geht es gerade ähnlich, aber doch komplett anders.
    Ich würde auch so gerne darüber schreiben, meiner Wut freien Lauf lassen, aber ich kann es leider nicht in dem Maße, wie ich es gerne tun würde.
    Zuerst mal: Respekt, dass Du den Weg gegangen bist und geklagt hast.
    Solche Leute leben ja quasi davon, dass andere einbrechen und sie so „durchkommen“.
    Sie haben nur Macht, wenn man ihnen diese Macht gibt.

    In der Schwangerschaft sollte man sich eigentlich zurücklehnen und sich nicht um so einen Mist kümmern müssen.
    Vor allem mit dem Hintergrund, dass wir uns hier in Deutschland und nicht in ABSURDistan befinden. Rechts- und Sozialstaat und so.
    Aber komischerweise nie für einen selber.
    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du Ruhe finden kannst.

    Alles Liebe!

    • Reply Glucke 3. November 2017 at 11:58

      Hey Du,
      es schockiert mich wirklich immer wieder, wie viele dasselbe erleben müssen. Ja man sollte in einer Schwangerschaft eigentlich nicht mit so etwas konfrontiert werden.
      Ich hoffe bei dir klärt sich alles zu deinen Gunsten.
      Viele Grüße
      Dani

  • Reply Andrea 3. November 2017 at 9:00

    Liebe Dani, ich hatte einfach Glück und habe in einem recht großen Unternehmen gearbeitet. Mein Problem waren nicht die Arbeitgeber, eher die direkten Kolleginnen (kinderlos). Meine Schwangerschaft war zwar nicht ganz so schwer, aber auch nicht ohne Probleme. Ich denke aber, dass sobald man Kinder bekommt die Arbeitswelt nicht darauf eingestellt ist. Kinder stören und von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf möchte ich nicht sprechen. Ich hoffe Du wirst irgendwann Deinen Frieden finden und Dich auf den neuen Prinzen einstellen können. Viele liebe Grüßle Andrea

    • Reply Glucke 3. November 2017 at 12:00

      Hi Andrea,
      ja in großen Unternehmen passiert so etwas viel seltener. Ich weiss was du meinst, die Arbeitswelt ist nur für dich als Mutter bereit wenn Du volle Power Vollzeit zurückkehrst und wirklich ohne Rücksicht auf irgendwas dem Unternehmen zur Verfügung stehst. Nur das wollen ja eigentlich sehr wenige Mütter.
      Viele Grüße
      Dani

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