Do it Yourself

wirkungsvoll & nachhaltig- Die Deocreme

25. April 2017

Wirkungsvoll-nachhaltigSeit der Prinz da ist und wir irgendwie automatisiert Wegwerfwindeln genutzt haben,

war ich genervt von den Massen an Müll, die wir produzieren.

Wir haben immer Müll getrennt und versucht so wenig wie möglich Lebensmittel wegzuschmeissen aber wir haben nie wirklich darauf geachtet, wieviel Plastik wir verwenden und wie wenig wir die Ressourcen nutzen, die um uns rum sind.

Bereits im letzten Jahr habe ich verstärkt darüber nachgelesen, was wir ändern können, wie wir es ändern können und was es für unglaubliche Möglichkeiten gibt. Wir haben vieles über Monate hinweg getestet und ausprobiert, denn wir sind ehrlich, wir sind keine „Ultras“ auf dem Gebiet.

Wir sind weder 100% no plastic oder 100% nachhaltig aber diese Blogreihe, dient auch nicht dazu, den Finger zu erheben und zu sagen: Ihr müsst alle nachhaltiger leben oder ätschibätschi schaut mal, wie Öko wir sind, denn das sind wir nicht.

Wir bzw. ich habe einfach entschieden weniger Plastik zu produzieren, mehr die Natur zu nutzen und auch mehr auf die Kräfte der Natur zu vertrauen.

Mein angesammeltes Wissen und den Prozess der Experimente, sowie meine Rezepte und Tipps, die wirklich für uns super funktionieren, möchte ich euch nun in regelmäßigen Abständen weitergeben.

In Teil 2 meiner Reihe möchte ich euch heute ein wenig über Kokosöl und unsere selbstgemachte Deocreme erzählen.

Kokosöl ist gefühlt seit 6 Monaten circa voll der Hype. Überall liest man Artikel darüber, was Kokosöl alles kann. Wir nutzen Kokosöl schon lange zum braten und um unsere Haut vor Mücken und Zecken zu schützen. Das funktioniert im Übrigen wirklich gut.

In der Küche ist es nicht mehr wegzudenken, da es viel gesünder als Butter oder andere Öle ist und irgendwie auch besser brät. Vielleicht bilde ich mir das aber auch nur ein. Natürlich ist es wichtig, welches Kokosöl man kauft. Ich habe mich eine Weile dazu belesen und auch einige Sorten durchprobiert. Ich bin aber inzwischen hier hängengeblieben. Wenn ihr auf das Bild klickt und über diesen Link, das Kokosöl kauft, dann erhalte ich ein paar Cents, da es sich um ein Affiliatelink handelt. Wenn ihr aber noch eine bessere Sorte habt, dann immer her damit.

Kokosöl kann aber so viel mehr.

Es ist antibakteriell, es pflegt Haut & Haare und ist wunderbar um eine Deocreme herzustellen. Vor einigen Jahren kamen auch wir auf den Trichter, dass Deos mit Alumniniumsalzen nicht gesund sein können und entschieden uns, umzustellen. Bis dato benutzte ich seit Jahren Rexona und war sehr zufrieden. Die weissen Ränder auf den Klamotten gabs immer aber das Deo hielt was es versprach.

Ja was sollen Deos eigentlich machen: Die wohl wichtigste Eigenschaft für die Meisten ist, das ein Deo gleichzeitig auch ein Antitranspirant ist. Das bedeutet das Deo soll Schwitzen verhindern. Schwitzen wird von Vielen gleichgesetzt mit Geruch, Flecken und ein ungutes Gefühl.

Jedoch ist Schwitzen etwas Gutes. Es reguliert unsere Körpertemperatur und ist-siehe da geruchlos.

Jedoch haben wir ja Millionen Bakterien auf unserer Haut die arbeiten, indem Sie unsere Körperflüssigkeit zersetzen und somit auch den typischen Schweißgeruch verursachen. In 2. Linie sollen Deos, diesen Schweißgeruch verhindern. Die meisten Deos enthalten eben anti-bakterielle Stoffe, Alkohol, Antitranspirantien(Aluminiumsalze) und meist noch Parfüm.

Das diese Stoffe unsere Haut und Flora beschädigen ist ja inzwischen in aller Munde und Alternativen müssen her. Wir haben einiges ausprobiert. Mehrere Preiskategorien und wir waren von allen enttäuscht und waren tatsächlich wieder dazu geneigt, zu den altbewährten Deos zurückzukehren.

Doch dann kam ich bei Recherchen auf mein Kokosöl und was ich alles damit machen kann. Ich fand eine einfache Variante, um eine Deocreme selbst herzustellen. Ihr benötigt nur 4 Dinge dafür.

 Wie ihr eine selbstgemachte Deocreme herstellt und was ihr benötigt?

  1. einen Salbentiegel(gibts in Drogeriemärkten oder Apotheken)
  2. 2 TL Maisstärke
  3. 2 TL Natron
  4. 3 TL Kokosöl

deocreme-kokosöl-zutatenDas Kokosöl ist fest. Portioniert es euch und stellt es kurz in die Mikrowelle, in den Backofen oder auf die Heizung. Es dauert Sekunden und es ist flüssig.

In der Zwischenzeit vermischt ihr die Maisstärke mit dem Natron. Vermischt es wirklich gut miteinander. Nun fügt ihr ungefähr die Hälfte des flüssigen Kokosöl hinzu und rührt. beim Rühren gebt ihr nach und nach den Rest des Öles hinzu.

Nun füllt ihr alles in den Behälter eurer Wahl und fertig ist eure Deocreme.

So einfach soll das sein? Ja so einfach ist das. Da ich alleine als Testperson ja vielleicht nicht vollständig glaubwürdig bin, habe ich das Deo einer guten Freundin, der Tochter einer Kollegin und meinem Mann weitergegeben.

  • Die Tochter meiner Kollegin macht im Moment ihr Abitur und ist total verzweifelt gewesen, da Sie immer so viel schwitzt und dann auch riecht. Ja was soll ich sagen, mein Deo macht Sie sehr sehr glücklich.
  • Meine Freundin war anfangs auch sehr begeistert, meinte aber dann, das der körpereigene Geruch sich ändert und Sie das Gefühl hatte, nach dem Duschen wieder duschen zu müssen. Ich denke Sie benutzt es inzwischen nicht mehr.
  • Mein Mann ist genauso begeistert wie ich es bin. Allerdings haben wir beide festgestellt, dass nach stressigen Tagen der Geruch sich so nach 10 Stunden bemerkbar macht. Auch das der körpereigene Geruch sich ein wenig ändert, dem kann ich zustimmen aber ich empfinde es nicht als negativ.

Ich bin super glücklich mit dieser Deocreme.

Ich kann schwitzen aber habe keine Flecken, habe keine Deospuren und ein Schweißgeruch setzt deutlich später ein als bei allen anderen Deos die wir benutzt haben.

Wir haben die Natur genutzt, sparen Plastikmüll, da wir die Tiegel ja immer wieder benutzen. Wir schonen unsere Haut, da wir nur natürliche Mittel benutzen. Bei frisch rasierten Achseln könnte das Natron übrigens zu kleinen roten Pusteln führen, demnach benutzt das Deo erst am nächsten Morgen, wenn ihr Abends rasiert.

Wenn ihr die Deocreme als Deoroller verwenden wollt dann ist das auch kein Problem. Nehmt einen leeren Deocreme-Roller und füllt ihn mit der Creme und stellt es über Nacht in den Kühlschrank. Dann muss man nicht die Hände benutzen.

Habt ihr Lust auf noch mehr super einfache Tipps die wirkungsvoll & nachhaltig sind und die Umwelt  und auch den Geldbeutel schonen?

Dann freut euch auf Teil 3 meiner neuen Blogreihe. Im Übrigen freue ich mich auch auf Gastbeiträge. Ein sehr interessanten Artikel einer lieben Kollegin werdet ihr dann in Teil 3 lesen können.

Teil 1, wie ich selber ein Geschirrspülermittel herstelle könnt ihr hier nachlesen.

Bis dahin erzählt mir doch mal von euren Erfahrungen mit Kokosöl?

Eure Glucke

 

 

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14 Comments

  • Reply Janina 12. März 2018 at 12:12

    Habe es heute früh ausprobiert, da mein Deo alle war und ich alle Zutaten zu Hause hatte.
    Zusätzlich habe ich noch einen Tropfen Lavendelöl reingerührt.
    Den Kurztest (Schweißtreibendes weinendes Baby, Einkaufen… und das alles ungeduscht ::eek:: ) hat das Deo super gemeistert. Ich rieche jetzt zwar wie die selbstgemachten Feuchttücher vom Baby 😉 aber das macht nichts, da ich sowohl den Geruch von Kokos als auch Lavendel sehr gerne mag.
    Lieben Dank für das Rezept.

    • Reply Glucke 12. März 2018 at 20:47

      Hi Janina,
      ja super das es Dir gefällt. Ich werde jetzt noch Mandelöl dazu nehmen, da das ja auch sehr gut für die Haut ist.
      Viele Grüße
      Dani

  • Reply Sonne-Regen-Sonne-Regen-WiB 22.-23.07.17 ~ Glucke und So 23. Juli 2017 at 17:57

    […] einen neuen Anstrich in seinem Zimmer und ich habe die Farbe dafür geholt. Wieder zu Hause war es Zeit unsere Deocreme zu machen, denn es ist alles aufgebraucht. Gerade jetzt bei den heissen Temperaturen ist Sie gold […]

  • Reply Unser Urlaub auf Sardinien Teil 4 ~ Glucke und So 2. Juli 2017 at 15:08

    […] Kokosöl-einfach den Körper nach dem Duschen damit eincremen und/oder […]

  • Reply Wirkungsvoll & nachhaltig-Teil 3-Die Menstruationstasse ~ Glucke und So 5. Juni 2017 at 15:50

    […] Teil 2 ging es um meine selbstgemachte Deocreme, die ich über alles schätze und nicht mehr missen […]

  • Reply WiB 06.-07.05.17 mit spontanem Trip & Gewinnern ~ Glucke und So 7. Mai 2017 at 19:17

    […] wir uns aus. Zwischendurch gab es einiges an Wäsche, die wegsortiert werden musste und unsere selbstgemachte Deocreme war […]

  • Reply Paju 27. April 2017 at 17:31

    Danke für den Beitrag. Habe ich gestern abend gleich umgesetzt und heute den ersten Tag getestet. Bis jetzt überzeugt es mich.

    Ich bin auch schon seit Monaten auf der Suche und habe diverse Biodeos ausprobiert und schlussendlich wieder am Aluminiumstick hängen geblieben.

    Wenn es nach längerem Gebrauch weiterhin funktioniert, so werde ich mal probieren, die Masse in einen leeren Deostick einzufüllen, dann wäre der Gebrauch ideal.

    • Reply Glucke 27. April 2017 at 21:23

      oh ich bin gespannt was du so in 2 Wochen sagst… danke für dein Feedback…

  • Reply Lara 26. April 2017 at 13:00

    Das klingt sehr gut und werde ich mal austesten! Ich habe mir vor ein paar Wochen Sprühdeo selber gemixt und es klappt schon ganz gut. Doch bei „ernsteren“ Termine habe ich dann doch zum Deo meines Freundes gegriffen. 😉

  • Reply Sylvia 25. April 2017 at 19:31

    Ich lese mit Begeisterung diese Reihe (und den ganzen Blog) und wollte sich das kokosöl bestellen. Leider ist eine Lieferung nach Österreich nicht möglich

    • Reply Glucke 26. April 2017 at 8:09

      Oh nein wie blöd, das wusste ich nicht…

  • Reply Ella 25. April 2017 at 8:17

    Liebe Dani,

    meine Deocreme von Wolkenseifen ist gerade leer geworden und ich überlege auch schon die ganze Zeit mir selbst eine zu machen. Ich liebe Kokosöl, nur leider kann mein Mann den Geruch garnicht haben. Ich werde vielleicht auf Sheabutter o.ä. ausweichen müssen. Vielen Dank auf jeden Fall für deine Erfahrungen, ich rieche mit dem Cremedeo (da ist auch Natron drin) auch lange nicht unter den Armen. Kann ich jedem nur empfehlen und es ist auch so ergiebig. Bin jetzt 4 Monate mit dem von Wolkenseifen ausgekommen.

    LG Ella

    • Reply Glucke 25. April 2017 at 12:17

      Ich mochte Kokos als Geruch auch gar nicht aber es ist sehr dezent. Wenn du das Kokosöl weglässt dann fallen eben die antibakteriellen Eigenschaften raus – die Shea Butter hat diese Eigenschaften ja nicht oder?

    • Reply Sonja 28. Mai 2017 at 21:12

      Kokosöl gibt es auch raffiniert, das ist dann geruchlos. Habe ich noch nicht ausprobiert, weil ich den Kokosgeruch mag, sollte aber genauso funktionieren!

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