Ich die Glucke

PMDS-das Monster in meinem Gehirn

4. September 2016

PMDSLange habe ich überlegt über dieses Thema, diese Krankheit zu schreiben. Sehr sehr persönlich ist doch genau diese. Schon einmal wagte ich es und schrieb über meine psychische Erkrankung. Ich erhielt viel Zuspruch von euch aber auch viel Kopfschütteln in meinem Umfeld/Familie. Zu offen, zu persönlich. Wenn das Arbeitgeber lesen. Das waren Argumente-die ich verstehen kann.

Jedoch bin ich gegen eine Tabuisierung von psychischen Erkrankungen. Wir Betroffenen sind nicht schuld, bekloppt oder Psychos. Wir sind krank und ja, es ist eine oftmals unsichtbare Krankheit auf den 1. Blick jedoch auf den Zweiten, ist Sie es ganz und gar nicht.

Heute möchte ich über eine Teilerkrankung des großen Ganzen in meinem Gehirn sprechen. Eigentlich ist diese Teilerkrankung sogar der schlimmste Part-

PMDS-das Monster in meinem Gehirn

Was ist PMDS?

PMDS heisst -prämenstruelle dysphorische Störung. Ihr alle habt schon einmal von PMS gehört oder? Das prämenstruelle Syndrom. Brustschmerzen, Kopfschmerzen, Gereiztheit kurz vor Eintreten der Menstruation. Viele Frauen fühlen sich wirklich schlecht in dieser Zeit.

Bei PMDS kommen neben unzähligen körperlichen nun auch extreme psychische Beschwerden dazu, die erst enden wenn der Zyklus beendet ist. 15% aller Frauen im gebärfähigen Alter leiden inzwischen an dieser schweren Krankheit. 7% davon an der schweren Form, die den Alltag komplett auf dem Kopf stellt. Man geht davon aus, dass es mit den Hormonen Progesteron und Estrogen zu tun hat und dem Serotoninhaushalt im zentralen Nervensystem.

Wieso schwere Krankheit?

Mein  Zyklus dauert ca. 30-40 Tage und 75% davon stecke ich in der PMDS. 75% von einem Zyklus bin ich ein anderer Mensch mit Aggressionen, körperlichen Schmerzen(Rücken, Brüste) Antriebslosigkeit, Heißhunger auf Zucker. Ich habe Wassereinlagerungen. Ich nehme zu. Ich leide an Schlaflosigkeit und extremer Müdigkeit. Glaubt mir die körperlichen Beschwerden kann man alleine gut verkraften und wegstecken aber die psychischen noch oben drauf, nicht.

Die Aggressionen kommen ohne Vorwarnung.

Das Monster in meinem Gehirn nistet sich ab dem Tag des Eisprungs in meinem Gehirn ein und wütet. Es wütet so sehr, dass wir inzwischen versuchen keinen Urlaub, Ausflüge oder dergleichen in diesen Zeitraum zu legen.

Alleine das hier aufzuschreiben, treibt mir die Tränen in die Augen, denn ich bin kein Mensch mehr. Denn ich erlebe das jeden Monat aufs Neue und ich ersehne jeden Monat aufs Neue den Tag meiner Periode, denn dann kommt Erleichterung. Dann werde ich wieder ich selbst. Ich werde fröhlich, gelassen und mein Kopf ist frei aber schon nach 7 Tagen kommt wieder die Angst. Wie wird die neue Phase. Wird es wieder so schlimm. Die vielen Streits mit vielen Menschen, die Beschwerden. Mein Immunsystem leidet, meine sozialen Kontakte leiden. Ich bin dann sehr einsam. Ich versuche zu funktionieren, es zu unterdrücken, mir Erleichterung zu verschaffen aber bis jetzt hat eigentlich nichts wirklich geholfen.

Wie kam ich auf PMDS?

In der Schwangerschaft mit dem Prinzen veränderte sich sehr viel. Nach der Geburt wurde es schlimmer. Irgendwann führte ich ein Zyklustagebuch. Ich schrieb auf was während meines Zyklus passiert. Wie es mir geht? Wann die Aggressionen auftreten. Wann die Heißhungerattacken auftreten. Irgendwann sah ich die eine Gemeinsamkeit.

Alles kam ab Tag des Eisprungs und ging ab 1. Tag der Periode. Ich ging zu meiner Therapeutin und besprach das mit ihr. Ich ging zum Psychiater und zum Frauenarzt.  Meine Therapeutin war der Meinung es hängt mit meiner allgemeinem psychischen Erkrankung zusammen. Mein Psychiater sah es ähnlich und hatte von PMDS noch nie etwas gehört.

Mein Frauenarzt war meine letzte Hoffnung.

Mein Mann begleitete mich, da er am Meisten mit mir zusammen unter dieser Situation leidet. Wir erklärten alles meinem Frauenarzt. Er erzählte uns von einem Ärztekongress. Dort ging es genau um dieser Erkrankung. Er selber hatte noch nie davon gehört. Er versprach aber die betreffende Kollegin anzurufen und sich wieder zu melden.

Er meldete sich und erklärte mir ein wenig und stellte mir ein Rezept aus. Ich bekam Citalopram. Eines der ältesten Antidepressiva. Dasselbe Medikament verschrieb mir auch der Psychiater. Ich wehrte mich jahrelang gegen Medikamente. ich versuchte viel über Vitamine, gesunde Ernährung und Gesprächstherapie.

An diesem Punkt an dem ich nun war, musste ich einsehen das ich andere Wege gehen muss.

Ich fing mit der Behandlung an. Ich hatte viele Nebenwirkungen aber ich nahm es weiter. Es besserte sich. Die Aggressionen wurden etwas weniger und etwas weniger heftig. Ich steigerte stetig die Dosis wie vereinbart. Wir waren zuversichtlich.

Die Besserung kam aber eine Heilung gab es nicht. Die Nebenwirkungen wurden aber nicht besser. Wir entschieden das Präparat schleichend abzusetzen.

Die leichte Besserung konnte nicht gegen die schlimmen Nebenwirkungen wie Schwindel, Übelkeit und Magen-Darm-Erkrankungen gewinnen. Das war eindeutig nicht das richtige Präparat.

Seitdem stehe ich wieder bei Null.

Ich bin verzweifelt denn ich benötige einen Arzt, einen Psychiater, der sich bestenfalls auf endokrinologische Störungen spezialisiert haben sollte oder sich für geschlechtsspezifische Medizin interessiert. Denn so einfach ist ein Medikation mit dieser Erkrankung eben nicht, da sie kaum erforscht ist und man eigentlich immer noch nicht genau weiss wie, wo und warum Sie uns Frauen so quält.

Was tue ich noch zur Besserung?

Man geht davon aus, dass Alkohol die Symptome verstärkt und eventuell Koffein die Symptome verringert. Ich trinke sehr wenig Alkohol aber habe auch in dem Zeitraum festgestellt, das ich mehr trinke und es vielleicht auch dadurch schlimmer wird.

Koffein hat für mich bis jetzt Null Auswirkungen auf die Erkrankung.

Große Hoffnung habe ich in einem Vitamin B-Komplex. Vitamin B 6 hat bei einigen Betroffenen wohl zur Linderung geführt. Linderung klingt gut, Symptomfreiheit wäre mein Traum.

Pflanzliche Lösungen könnten Mönchspfeffer und Traubensilberkerze sein- jedoch rate ich davon ab eigenhändig an sich rumzuexperimentieren.

Jedoch sind viele Frauen dazu gezwungen, da uns einfach niemand helfen kann. Im Blutbild ist nichts zu finden. Im Hormonhaushalt ist es auch schwierig und dennoch existiert diese Krankheit.

Einige Experten raten zu Sport-auspowern. Ich bin aber eher der Typ für geistiges Auspowern, wie nähen, basteln oder andere handwerklichen Aktivitäten. All das versuche ich aber ich habe nicht viel Zeit dafür und in der 2. Zyklushälfte eben auch nicht viel Kraft. Glaubt mir, dass sind keine Ausreden. ich wünsche mir nichts sehnlicher als endlich Freiheit über mein Gehirn und meinen Körper.

Jetzt kommt ihr ins Spiel.

Kennt ihr vielleicht solch einen Experten, mit dem ich in Kontakt treten kann? Ich glaube ich fahre überall hin, Hauptsache mir wird geholfen. Jede Frau reagiert anders und hat andere Lebensumstände, die beachtet werden müssen. Seid ihr selber betroffen und könnt mir von euren Erfahrungen berichten?

Ich bin wirklich am Ende. Wir sind am Ende. Unser Alltag wird sehr extrem davon bestimmt und alle Familienmitglieder leiden.

Meine liebe Bea hat gestern einen sehr schönen Artikel veröffentlicht indem es um das Sichtbarmachen von Depressionen geht. Sie hat mich damit ermutigt, euch von meiner Krankheit zu erzählen und Hoffnung zu schöpfen, dass ich einen Arzt finde, der sich meiner Problematik annimmt.

Ich wäre euch unglaublich dankbar wenn ihr Ideen habt um mein Leiden zu beenden. Wenn ihr Fragen zu der Erkrankung habt, immer her damit. Ich bin kein Arzt aber ich habe 3 Jahre lang schon meine Erfahrungen und viele viele Berichte studiert, aber es sind MEINE ERFAHRUNGEN.

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76 Comments

  • Reply simone 15. Oktober 2018 at 1:10

    hallo
    waehrend der schwangerschaft war ich so entspannt, danach brach die hoelke fuer mein umfeld los – und auch fuer mich.
    den vater meines kindes hab ich verkrault.
    meinen job verloren wegen konzentrationsschwaeche und unbestaendigkeit.

  • Reply Luise 13. Oktober 2018 at 20:48

    Hallo Dani!

    Ich habe vor kurzem PMDS diagnostiziert bekommen und habe im deutschsprachigen Internet kaum etwas dazu gefunden, bis ich hier auf diesen Blog stieß.
    Ich bin 25 und habe PMDS seit mindestens 12 Jahren, aber mit der Zeit ist es bestimmt schlimmer geworden.

    Ich habe das Glück in Berlin zu wohnen, hier gibt es ein psychiatrisches Zentrum mit 3 Ärztinnen, die die Krankheit kennen (meine Gynäkologin wollte mir einreden, alles sei normal) und behandeln – ich nehme jetzt Escitalopram, ein SSRI-Antidepressivum in Tropfen, das ich dadurch selbst dosieren kann und das SOFORT gewirkt hat: Von Depression, Aggression, Panik, Herzrasen in wenigen Stunden zu fröhlich, friedlich, sozial. Die Nebenwirkungen sind ein trockener Mund und ganz leichte Kopfschmerzen, aber NICHTS !!! im Vergleich zu meinen PMDS-Beschwerden. Ich muss sagen, ich nehme die erst seit ein paar Tagen. Aber ich bin wirklich beeindruckt. Diese Woche wäre meine Monster-Woche und stattdessen geht es mir einfach nur GUT!
    Ich weiß natürlich nicht, wie sich das Medikament auf andere Menschen auswirkt oder auf mich auf lange Sicht.
    Ich setze jetzt die Pille ab um in ein paar Monaten eine Hormonanalyse zu machen, was dann passiert, weiß ich noch nicht.

    Hier ist der Link zu meinen Ärztinnen: https://www.vivantes.de/fuer-sie-vor-ort/humboldt-klinikum/fachbereiche/zentren/zentrum-fuer-seelische-frauengesundheit/unser-team/

    Falls dir das zu weit weg ist, vielleicht ist München näher? https://www.psychiatriepraxis-muenchen.de/aktuell/praemenstruelle-dysphorische-stoerung-pmds.php (die kenne ich aber nicht)

    Ich wünsche dir alles Gute – vielleicht hast du ja auch schon was gefunden? Ich habe nicht alle Kommentare gelesen
    Beste Grüße!

  • Reply Lulu 17. August 2018 at 19:24

    Hallo Dani,
    ich bin Ende 20 und lerne erst seit wenigen Jahren mein Monster kennen. Bis 2016 musste ich wegen anderer Sachen die Pille durchnehmen, aber mein Körper hat sie nicht gut vertragen. Sie hat mich sehr krank gemacht. Physisch krank. Weshalb die Pille leider für mich keine Alternative darstellt. Ich bin gerade wieder kurz vor dem Ende meiner Monsterpause. Immer wieder mache ich so dumme Sachen, wenn mein Monster sehr wild wird (gestern auch wieder), die ich selbst niemals tun würde, wenn ich bei Verstand wäre. Immer so 1-2 Wochen vor der Periode. Ich habe Angst, dass mir das mein (Arbeits-)Leben kaputt macht. Ich kann ja nicht jedes Mal, wenn ich die Kontrolle verliere sagen: „Es tut mir leid, ich habe PMDS. In 2 Wochen wird es besser.“ Vor allem, weil ich eigentlich sehr friedlich bin. Immer wenn die Phase vorbei ist, schäme ich mich zu Tode für mein Verhalten. Ich bin so wütend und verzweifelt, dass so viele Erkrankungen, die fast ausschließlich Frauen haben, nicht richtig erforscht und behandelt werden. Ich habe noch weitere Erkrankungen, auf die das zutrifft und es macht mich so hilflos. Warum lassen die Ärzte uns allein? Wo ist die verdammte Gleichberechtigung, wenn man sie braucht? Wo bleibt das Ende der dummen Lippenbekenntnisse?

    • Reply Glucke 23. August 2018 at 22:07

      Liebe Lulu,
      ich weiss es nicht, wieso diese ganzen Themen so stiefmütterlich behandelt werden. Ich wäre mehr als glücklich wenn die Forschung da mal etwas unternehmen würde.
      Hast Du schon andere Dinge probiert? Schau mal bei meinem 2. Teil, dort wird einiges empfohlen.
      Ich drücke Dich unbekannterweise.
      Liebe Grüße
      Dani

  • Reply PMDS, PMS, PCO Teil 2 und heute vor einem Jahr ~ Glucke und So 21. April 2018 at 7:27

    […] September 2016 nach vielem hin und her überlegen, entschied ich mich euch von meiner Erkrankung PMDS zu erzählen.Jahrelang schleppte ich das bereits mit mir rum und wollte euch teilhaben lassen aber auch ganz […]

  • Reply Eve 25. Februar 2018 at 11:36

    Liebe Dani, vielen Dank für Deinen Post. Ja ich bin auch betroffen vom PMSD, was für mich die Hölle ist. Seit der Geburt meiner jüngsten Tochter (8 Jahre) ist es nur noch Hölle für mich! Ich habe Arzttortouren hinter mir, ob Frauenärzte, Psychiater, Endokrinologen und Hausärzte! Diagnosen von Fibromyalgie, über schwere Depressionen und aussagen wie, du brauchst eine Gehirnwäsche anders ist dir nicht zu helfen…. alles schon gehört…. Aber das oben genannte Buch, die Hormonrevulation, haben mich nach und nach zum Thema PMSD gebracht…. Durch Zufall wurde bei mir ein Vitamin B 12 Mangel festgestellt, das bedeutet bei mir das ich durch einen bestimmten Faktor im Magen kein B 12 aufnehmen kann und somit täglich 3000 ug einnehme damit mein Spiegel normal ist, somit wurde die Diagnose Fibromyalgie aufgehoben. Aber meine Stimmungsschwankungen waren noch da. Da ich wegen schweren Depressionen ( mit Suizidgedanken) in Behandlung war, und fast kein Antidepressiva vertragen habe, habe ich langsam mit Cipralex in Tropfenform begonnen. Mir ging es damit gut, begonnen hatte ich mit 2 Tropfen am Tag… aber irgendwann fühlte ich mich so gut und meine Psychiaterin war auch der Meinung, das ich es abgesetzt habe…. aber in kürzester Zeit ging wieder wie ich jetzt weiß die PMSD los… und damit schlag ich mich nun 5 Jahre rum…. Versucht habe ich es auch mit einer Progesteron Salbe (frei verkäuflich, ohne Rezept), was mir auch viel gebracht hat und auch heute noch bringt in diesen 2 Wochen. Es beruhigt mich und lässt mich ruhiger werden, 2 x am Tag Trag ich diese Salbe auf. Jetzt habe ich gerade einen Zyklus lang es nicht gemacht und bin durch die Hölle wieder gegangen. Daraufhin habe ich mich entschieden auf die Pille zurückzugreifen. Da ich keine Östrogene vertrage ( mehrere Pillen damit ausprobiert und immer in schwere Depressionen verfallen) habe ich mich für eine Pille mit Gestagene entschieden. Die unterbindet den Eisprung und wird durchgängig genommen. Viel kann ich noch nicht dazu sagen, da ich sie erst vor 4 Tagen begonnen habe. Darauf bin ich gekommen durch Artikel von einer Ärztin in Bonn Uni Klinik, die sich auf dieses Thema spezialisiert hat. Da die Zusammenarbeit mit meinem Frauenarzt nicht klappt (. Seine Aussage : gewöhnen Sie sich dran, das ist die Umstellung auf die Wechseljahre (damals war ich 33 Jahre alt!!)), habe ich mir das Rezept über einen Online Arzt ausstellen lassen… sobald ich Erfahrung damit gesammelt habe, werde ich darüber berichten…. Liebe Dani, ich wünsche dir das du deinen Weg findest und uns allen das es bald als offizielle Krankheit anerkannt wird, soviel ich mitbekommen habe gibt es aber zumindest schon einen ICD Schlüssel dafür…;) …. Ich werde das hier weiter verfolgen und auf weitere Infos von euch warten…. Dankeschön

    • Reply Glucke 25. Februar 2018 at 19:49

      Liebe Eve,
      wow da hast du ja auch eine Tortur hinter dir. Ich bin gespannt wie die Pille bei Dir wirkt. Ich arbeite gerade an Teil 2 des Artikels und hoffe genau wie Du, das ein größeres Bewusstsein für diese Erkrankung kommt.
      Vielen Dank für deine Offenheit.
      Liebe Grüße
      Dani

    • Reply Maria 14. August 2018 at 13:38

      Hallo Liebe Eve,

      ich selbst leide auch stark unter PMDS und finde den Ansatz mit der Pille, die den Eisprung verhindert – außerst interessant. Hast du damit mittlerweile schon Erfahrungen machen können? Ich würde mich sehr über ein kleines Update freuen!

      Ich bin langsam sehr verzweifelt und suche dringendst kompetente Hilfe, die ich in meiner Umgebung (kein Ballungsgebiet) leider nicht finden kann.

      Diesen Satz „So schlimm kann das doch nicht sein, stellen sie sich nicht so an“ kann ich langsam nicht mehr hören!

  • Reply Jule 5. Januar 2018 at 22:30

    Hallo Dani,

    bin Mitte 20 und schleppe dieses „Leiden“ auch schon seit Jahren mit mir herum, wobei bei mir die psychische Komponente am ehesten ausgeprägt ist. Bei mir war es auch wieder vor zwei Wochen soweit: Extreme Unruhe und Rastlosigkeit, Heißhunger, aufgeblähter Bauch. Zudem Angstzustände und das Gefühl, nicht mehr ich selbst zu sein und unfähig „normal“ denken zu können. Zum Ende hin (kurz vor der Mens) kamen noch Aggressionen und das Gefühl, fremd im eigenen Körper zu sein hinzu. Und heute, mit Einsetzen der Periode: Unterschied wie Tag und Nacht. Ich bin entspannt, habe das Gefühl, wieder „normal“ zu sein und kann auch wieder kognitive Sachen abrufen. Von mir aus kann die Periode ewig verlaufen. Leider habe ich noch keine Lösung für mich finden können. Diverse Verhütungspillen verschlimmerten die Symptome, Antidepressiva vertrage ich nicht, Sport und eine Ernährungsumstellung halfen auch nicht bzw. härteten mich nicht ab. Therapie mache ich auch (auch noch aus anderen Gründen), kann aber die erlernten Verhaltensweisen in der PMDS-Phase nicht umsetzen. Fühle mich völlig ausgeliefert.

    Es gibt eine Studie, bei der PMDS-Betroffene mit einem Hormon künstlich in die Menopause versetzt wurden und dadurch die PMDS-Symptome nicht bekamen. Seitdem kann ich es kaum erwarten, die 40 zu erreichen und endlich in die Menopause zu kommen.

    Würde mich wirklich freuen, wenn es zu dem Thema noch ein Fortsetzung wie im vorherigen Kommentar angekündigt geben wird. Vielen Dank, dass du das Thema öffentlich teilst und mit unterstützt, ein Bewusstsein dafür zu schaffen. Das es eben nicht das Typische „Die hat doch nur wieder ihre Tage“, „Kein Wunder, Frauen!“ ist, sondern wirklich eine Störung aufgrund der Hormone.

    Liebe Grüße!

    • Reply Glucke 6. Januar 2018 at 17:09

      Liebe Jule,
      das tut mir sehr leid, das auch du dieses Monster in dir tragen musst. Ein weiterer Beitrag ist auf alle Fälle geplant aber eben erst wenn ich weitere Schritte und Gedanken zum Thema einleiten kann. Da ich im Moment ganz frisch Mama bin spielen meine Hormone ja sowieso noch verrückt. Über eine Langzeitpille denke ich auch nach bzw. über die vorzeitige Einleitung der Menopause-denn das geht auch vor 40 aber der Kinderwunsch muss eben abgeschlossen sein.
      Und vielen Dank genau deswegen hatte ich diesen Beitrag geschrieben, da ich mir dachte das viele Frauen mit diesem Leiden zu tun haben aber gar nicht wissen was es ist oder nicht richtig damit umgehen können.
      Ich melde mich sobald ich was weiss.
      liebe Grüße
      Dani

      • Reply Jule 17. Januar 2018 at 22:10

        Wünsche Dir eine schöne Elternzeit und danke für Deine Antwort.

        Alles Gute!

    • Reply Lena 17. Januar 2018 at 10:04

      Hallo ihr Lieben,

      auch ich leide an der prämenstruellen dysphorischen Störung, was mir bereits sehr viele Probleme bereitet hat. Konflikte am Arbeitsplatz, in der Familie und in der Partnerschaft. Die psychische Veränderung ist wirklich massiv, ich bin in dieser Zeit ein ganz anderer Mensch,wie ausgewechselt, und habe mich absolut nicht unter Kontrolle, bin impulsiv und aggressiv. Oft sehr weinerlich.Ausserdem leide ich an einer ausgeprägten körperlichen Schwäche,Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen.

      Bei den Ärzten wurde diese Problematik leider nicht Ernst genommen. Die Diagnose PMDS habe ich mir selber gestellt.
      Als Ursache wird ja ein Mangel an Serotonin genannt, was durch die Verschiebung der Geschlechtshormone hervorgerufen wird.
      Ich arbeite in einer Psychiatrie und habe mir nach langen Recherchen im Internet über PMDS ein paar aussortierte Tabletten Cipralex (Escitalopram, SSRI- selektiver Serotonin -Wiederaufnahmehemmer) mitgenommen. Habe eine Dosis von 5- 10mg am Morgen ungefähr jeden 2.Tag und nur in der 2.Zyklushälfte eingenommen. Die Wirkung war sehr gut. Die Beschwerden waren so gut wie verschwunden. Es ist zeitweise sogar ein richtiges Glücksgefühl aufgetreten, was sich wahrscheinlich mit dem Serotonin erklären lässt. Auch die Heisshungerattacken wurden weniger.
      Allerdings möchte ich ungern Antidepressiva einnehmen, weil diese je nach Verträglichkeit erhebliche Nebenwirkungen haben können.
      Also habe ich weiter im Internet recherchiert und bin auf natürliche „Serotonin- Booster“ gekommen. Ich probiere gerade L-Tryptophan aus. Es ist eine Aminosäure, die der Körper nicht selber produzieren kann und meist wird nicht ausreichend über die Nahrung aufgenommen. L-Tryptophan ist eine Vorstufe vom Serotonin.
      Ich nehme es seit ca 8 Tagen zur Nacht, weil es auch als Vorstufe für das Schlafhormon Melatonin wirkt.
      Die Wirkung ist beeindruckend. Es macht mich nach Einnahme sehr müde, ich schlafe tief und fest und wache am nächsten Morgen fit und entspannt auf.
      Ein guter Bekannter, der als Heilpraktiker tätig ist, hat mir eine bestimmte Firma zum Kauf von L-Tryptophan empfohlen.Aber es gibt viel Auswahl im Internet, zB bei Amazon mit Bewertungen.
      Ich hoffe die Wirkung hält an, es ist eine riesen Entlastung!
      Probiert es aus!
      Ich wünsche euch alles Gute!
      Eure Lena

      • Reply Glucke 18. Januar 2018 at 10:42

        Hallo Lena,

        kann man denn diese Tryptophane einfach so nehmen? Verträgt sich das mit Allem? Nachts tief und fest schlafen geht bei mir nicht, da gerade mit Neugeborenem. Aber es klingt mega spannend.
        Liebe Grüße
        Dani

      • Reply Freya 28. Februar 2018 at 9:25

        Hallo an alle, Hallo Lena!
        Ich leide seit dem Absetzen der Pille vor drei Jahren schlimmen PMDS Symptomen zum Eisprung sowie 1 Woche vor bis 5 Tage nach der Menstruation. Ich empfinde mich, als ob ich zwei Wesen bin, es ist schrecklich. Meine Wutanfälle, die aufgrund von Irritation entstehen, sind an meine Partnerschaft gekoppelt. Ich bin in Psychotherapie und bei einem Homöopathen und ich nehme Supplemente nach Anordnung. Da ich noch keine Kinder habe (36), möchte ich die Pille nicht mehr einnehmen.
        Meine Frage: Wie hat dein Versuch mit der Aminosäure funktioniert? LG Freya

        • Reply Glucke 28. Februar 2018 at 10:52

          Liebe Freja,
          PMDS Symptome hören ab dem Tag der Menstruation auf demnach klingt es eher nach PMS.
          Ist nicht wirklich besser aber hast du mal ein Zuyklustagebuch geführt?
          Viele Grüße
          Dani

          • Freya 28. Februar 2018 at 14:20

            Hi,
            bei mir verursachen Hormonschwankungen die Symptome. Das dauert meist 2-3 Tage. Danach bin ich wieder stabil. Kopfschmerzen kommen immer am Ende auch dazu. Insgesamt habe ich dieses Horrorszenario 4 x im Monat. Echt belastend. Ich habe dementsprechend schon eine Odysee an Heilungsversuchen hinter mir. SSRI wären der letzte Weg … LG

  • Reply Emine 4. Dezember 2017 at 19:40

    Hallo Dani,
    ich muss sagen, dass ich froh bin auf deine Seite gestoßen zu sein. Wenn ich mir so die Beschwerden lese gibt es mir Mut und vor allem Ansatzpunkte die ich angehen werde. Vor über einem Jahr hat es bei mir angefangen, dass es mir plötzlich schlecht ging. Ich hatte Gedanken wie „warum bin ich am Leben, welchen Sinn hat das Leben“ etc. Seid dem bin ich in Therapie. Die Gesprächstherapien taten mir gut dennoch habe ich Stimmungsschwankungen, negative Gedanken, Angststörungen, bin Antriebslos etc (Affektstörungen). Allerdings geht es mir seid 2 Monaten erneut sehr schlecht und meine Therapeutin ist schwer erkrankt. Erneut habe ich diese Gedanken über das Leben ständig in meinem Kopf, ich fühle mich leer und wie in einem Traum. Aber sobald ich beisinn bin denke ich mir jedes Mal das kann doch nicht sein. Auf PMSD hat mich meine Freundin gebracht weil es ihr aufgefallen ist, dass es mir jedes Mal schlecht geht wenn ich kurz vor meiner Periode stehe daraufhin habe ich angefangen zu recherchieren. Ich war heute bei einer Frauenärztin die mich bislang noch nie behandelt hat, ich schilderte ihr meine Situation aber wirklich darauf eingegangen ist sie nicht sie meinte das eine Blutabnahme sinnlos wäre weil es im Blut nicht sichtbar wäre und die Pille wollte sie mir auch nicht aufschreiben weil es dadurch schlimmer werden könnte. Sie war nicht mal an meinem Zyklustagebuch interessiert. Ihr Tipp war das ich mich in eine Klinik einweisen lassen und mich auf Antidepressiva einstellen lassen soll. Sie meinte das es ein Mix zwischen klassische Depression und PMSD ist, aber rein PMSD wäre es nicht. Ich muss zu meiner Person sagen, dass ich eine ziemlich sensible und emotionale Person bin ich spüre ebenso oft negative Schwankungen sei es in Räumen oder in Personen. Natürlich bin ich nicht zur Klinik gegangen sondern zu meinem Hausarzt der hat mir heute Citalopram 10mg verordnet und die Nebenwirkungen haben sich auch ziemlich schnell sichtbar gemacht da muss ich wohl erstmal durch bis mein Körper sich dran gewöhnt. Ich bin eigentlich gegen Antidepressiva aber momentan fand ich keinen anderen Ausweg. Deswegen habe ich mir heute einen Heilpraktiker für Psychotherapie kontaktiert mal schauen was er zu all dem so sagen wird. Ich mein egal zu welchem Arzt man geht und die Symptome beschreibt die ich empfinde würde jeder sagen das ich unter klassische Depressionen leide aber mein Körper und geist vermittelt mir etwas anderes. Ich schildere hier mal kurz mein Zyklustagebuch.

    Am 28.10.17 hat es wieder angefangen das es mir psychisch nicht gut ging und am 3. 11 habe ich meine Periode bekommen. Dann ging es eigentlich wieder zwar sehr ambivalent aber es ging mir besser das hat auch meine Freundin beobachtet.

    Dann fing es wieder am 23.11 an das es psychisch wieder bergab ging und bis heute hält es an wir haben den 4.12 und meine Periode ist immer noch nicht im Sicht.

    Mal schauen wie es mit mir so weiter gehen wird. Ich wünsche dir und alle anderen betroffenen viel Kraft und Glück

    Lg
    Emine

    • Reply Glucke 4. Dezember 2017 at 19:50

      Liebe Eine,
      danke für deinen Kommentar. PMDS beginnt ja mit dem Eisprung und endet mit Beginn der Periode, also konzentrier dich auf deinen kompletten Zyklus. Wie lang geht dein Zyklus? Wann fangen die Beschwerden an. Rein von dem was ich lese- würde ich jetzt auf „klassische“ Depressionen mit PMS schließen aber dafür kenne ich eben deinen Zyklus nicht gut genug.
      Wenn du Citalopram in Tablettenform nicht gut verträgst könntest du auf Escitalopram ausweichen, das sind Tropfen. Vielleicht hilft es Dir ja.
      Gut wäre wenn du einen Endokrinologen findest denn nur die können deine Hormone wirklich testen.Ich muss bald mal eine Fortsetzung schreiben zu meinem Beitrag, denn einige Erkenntnisse konnte ich in der Zwischenzeit gewinnen. Ich wünsche Dir alles alles Liebe und halt mich gerne auf dem Laufenden. So können wir für alle Betroffenen ein großes Bild schaffen, was helfen könnte.
      liebe Grüße
      Dani

    • Reply Caro 4. Dezember 2017 at 22:04

      Wahnsinn, du hast heute vor wenigen Stunden hier geschrieben…und dein Text hätte von mir sein können, jedes Wort! Sogar die Datumsangaben. Wir haben beinahe den gleichen Zyklus. Es erleichtert mich gerade so sehr, von dir/euch zu lesen. Auch ich habe seit Jahren mit PMDS zu kämpfen und leide sehr. Ich stecke gerade voll drin in den PMDS Tagen und habe Angst, dass es nie wieder was wird mit mir 🙁 Meine 5 Jährige braucht mich… Bin Alleinerziehende.Und sie leidet auch darunter. Ich lese mich mal durch hier…

      • Reply Glucke 5. Dezember 2017 at 13:45

        Liebe Caro,
        das tut mir so leid, dass Du da auch noch alleine durchmusst.
        Hast Du schon ein paar Anlaufstellen aufsuchen können?
        Ich wünsche Dir nur das Beste und melde Dich gerne.
        Dani

      • Reply Emine 5. Dezember 2017 at 15:15

        Hallo Caro,

        du solltest auch einige Ärzte abklappern und dich testen lassen. Ich glaube das AMDS noch unterschätzt wird und man alles auf die Vollskrankheit
        “klassische Depression“ geschoben wird weil es der einfache Weg ist. Ich drücke dir die Daumen.

        Lg
        Emine

        • Reply Glucke 5. Dezember 2017 at 15:22

          es wäre schön wenn die klassische Depression eine Volkskrankheit wäre, dann würde man uns Betroffene wenigstens ernst nehmen aber leider ist dem nicht so. Es wird abgetan und PMDS hängt nunmal stark mit der Depression zusammen, das sollte keine Abwertung deiner Beschwerden sein. Wichtig ist, dass gewisse Medikamente oder Vorgehensweisen helfen.
          Liebe Grüße
          Dani

  • Reply Dani 26. November 2017 at 13:25

    Hey ich dani ,
    Ich leide seit dem ich 41 bin unter PDMS …erst schleichend…und seit Monaten richtig heftig
    Teste grad Thryptopan http://amzn.to/2jYUNMG und fühle mich entspannter

    Heilende Grüße
    Dani

  • Reply Zeyno 10. Oktober 2017 at 20:35

    Liebe Dani, durch Zufall bin ich auf deinem Blog gestoßen. Ich leide seit 2 Jahren an psychischen Symptomen. Hormone waren vor 2 Jahren alle im normalbereich. Ich fühle mich extrem erschöpft habe kaum Kraft mich mit meinen beiden Jungs zu beschäftigen. Ich suche derzeit einen Therapieplatz für Verhaltenstherapie. Heute hatte ich ein erstgespräch und die Therapeutin hat mich auf PMS aufmerksam gemacht. Während des googelns bin ich auf PMDS gestoßen. Ich vermute, dass ich auch darunter leide. Aber wer diagnostiziert das? Bin total verzweifelt

    • Reply Glucke 10. Oktober 2017 at 22:19

      Fang an ein Zyklustagebuch zu führen und suche einen Endokrinologen auf. Dann kannst du feststellen lassen ob Du das hast oder ob es klassische Depressionen sind.
      Du kannst mir gerne auch eine Email schreiben.
      Liebe Grüße
      Dani

  • Reply Steffi 6. Oktober 2017 at 5:34

    Hallo zusammen! Ich weiß nicht, ob das hier noch jemand lesen wird, der Beitrag ist ja schon vom letzten Jahr, aber ich versuch’s mal. Ich leide seit 2002 an PMDS, es war wirklich extrem, ich hatte dadurch sogar Klinikaufenthalte. Durch meine Therapeutin bin ich dann erst darauf gekommen, dass es hormonell sein könnte meine schlechten Phasen, was ich dann auch bestätigt hat. Ich habe erst Agnus Castus probiert, ohne Erfolg. Vitamin B6 und Fischölkapseln, auch ohne Erfolg. Ein Versuch, in den ich sehr viel Hoffnung gesetzt habe, weil meine Hormone nicht okay sind war die Gabe von naturidentischen Hormonen, was er aufwendig war, ich musste weit zum Arzt fahren und alles selber bezahlen. Den gewünschten Erfolg hat leider das auch nicht gebracht. Der Grund, warum wir alle so extrem reagieren ist ja aber auch kein zu niedriger Hormonspiegel, sondern eine Hypersensibilität gegenüber Hormonschwankungen. Was jetzt letztendlich dazu führte, dass ich die Pille desirett angefangen habe zu nehmen vor 3 Monaten und seitdem symptomfrei bin ich kann mein Glück noch gar nicht glauben und bin noch etwas skeptisch, ob es das jetzt war nach 15 Jahren aber es sieht alles sehr gut aus. Bei dir desirett handelt es sich um eine Pille die man durchgehend nimmt, man hat also irgendwann auch seine Tage nicht mehr. Dadurch dass der Eisprung Weg fehlt gibt es kaum noch hormonelle Schwankungen und somit kein Problem. Ich kann nur jedem raten, einen Versuch zu starten, bei mir hat es ab dem ersten Monat sofort geklappt. Und lieber die Pille als Psychopharmaka. Und selbst mit Kinderwunsch kann man die Pille ja schnell wieder absetzen. Für mich hat sich jetzt alles zum Positiven geändert seitdem, das Leben ist wieder leicht und ich muss es nicht um meine schlechten Phasen herum planen wie vorher. Auch bei der Arbeit hätte ich ja theoretisch jeden Monat 2 Wochen krank machen können, was ich mir natürlich wenn es ging verkniffen habe, aber in dem Zuständen den ich dann arbeiten gegangen bin, war es auch fast kriminell. Euch allen viel Erfolg, die Erkrankung ist ja leider noch nicht so bekannt, auch fehlt eine Zusammenarbeit von Psychiatern und Gynäkologen, bzw eine Überschneidung der Fachbereiche. Liebe Grüße Steffi

    • Reply Glucke 6. Oktober 2017 at 20:44

      Liebe Steffi,
      wie heisst die Pille? Aber wie ist es da um die Nebenwirkungen bestimmt? ich habe zum Beispiel immer Migräne von der Pille bekommen. Ich denke auch schon lange darüber nach wieder eine Pille nach der Geburt des 2. Kindes zu nehmen um diese Beschwerden endgültig loszuwerden.
      Ich danke dir für deinen Kommentar und natürlich lese ich das. 😉
      liebe Grüße
      Dani

      • Reply Steffi 9. Oktober 2017 at 5:36

        Hallo Dani!

        Meine Pille heißt desirett, sie ist sehr preiswert im Vergleich zu den Pillen, die ich als Teenager genommen habe. Sechs Packungen kosten unter 30 €. 28€ noch was waren das glaube ich. Natürlich hat sie die gleichen Risiken, wie andere Pillen auch, aber meine Freundin, die sie auch nimmt, hatte z.b. als schlanker Mensch zwei Thrombosen (pillenunabhängig) und es ist wohl eine Pille, die da ein geringeres Risiko hat. Das ist schon mal beruhigend für mich. Wenn du von der Antibabypille grundsätzlich Migräne bekommst, muss man natürlich abwägen, was schlimmer ist, Kopfschmerzen zu haben oder unzurechnungsfähig und kreuzunglücklich durch das PMDS durch die Gegend zu laufen. Wie lange hattest du denn immer die Migräne Zyklus?

        LG

        • Reply Glucke 11. Oktober 2017 at 11:47

          Migräne sind keine normalen Kopfschmerzen demnach kann man da nicht abwägen. Eine so günstige Pille hat meist Haken aber ich belese mich mal dazu und frage auch mal meinen Frauenarzt. Mich freut das es dir so gut geht und Danke für den Tipp

      • Reply Karin 24. November 2017 at 13:56

        hallo Dani,
        ich leide massiv an PMDS – DANKE, dass Du einen Artikel darüber veröffentlicht hast! Ich bin ein hochsensibler Mensch und mein Körper leidet an jeder erdenklichen Schwankung seit ich denken kann…das PMDS ist das Schlimmste, das ich bisher erlebt habe, völlig unberechenbar und ja, ein Monster! Genauso habe ich es gestern im Gespräch mit meinem Mann beschrieben…
        ich arbeite als Shiatsu Praktikerin und beschäftige mich seit langen Jahren mit meinem Körper, den Zusammenhängen von Körper und Geist, habe schon echt schwierige Phasen hinter mir, aber das ist jetzt echt zu viel. Ich weiß, dass ich es durch NICHTS beeinflussen kann.
        Ich war lange ein Gegner von Hormonen wie der Pille, habe bioidente Hormone ausprobiert und auch phasenweise Psychopharmaka…bin da noch am Ausloten, aber ich denke ernsthaft darüber nach, wieder die Pille zu nehmen…der Leidensdruck ist unglaublich groß!
        ich wünsche allen, dass sie den Mut haben, nach Außen zu gehen mit dem Thema!
        Herzliche Grüße,
        Karin

        • Reply Glucke 24. November 2017 at 19:56

          Liebe Karin,
          ich stehe ja nun nach meiner Schwangerschaft auch wieder vor der Frage wie es weitergeht.
          Interessant, dass auch du zur Pille tendierst.
          Eine Leserin von mir nimmt inzwischen eine Langzeitpille und ist seitdem beschwerdefrei.
          Danke für deine Offenheit
          Dani

        • Reply Caro 4. Dezember 2017 at 22:06

          Ich bin auch hochsensibel und kenne alles beschriebene zu gut!!!
          Es ist sehr hart :/

  • Reply Ich hab Akne und nix was hilft. ~ Glucke und So 11. Januar 2017 at 7:15

    […] weiss ich, dass ich eine hormonelle Akne habe, gegen die man nicht all zuviel machen […]

  • Reply Therapie online?-Ja mit Selfapy ~ Glucke und So 3. November 2016 at 6:57

    […] wir ihr ja wisst ist mir wichtig die Depression und alles was dazu gehört, zu zeigen. Nicht nur zu zeigen sondern viel mehr zu zeigen, dass Menschen mit Depressionen nicht böse oder kaputt sind. Wir sind „normal“. Wir leben unser Leben wie viele Andere auch. Wir können meist sogar sehr gut „verstecken“ wie es in uns aussieht. Ein geregelter Alltag gibt uns Durchhaltevermögen. Liebe Menschen um uns rum geben uns Kraft weiterzumachen. […]

  • Reply Susi 28. September 2016 at 13:01

    Hallo.

    Ich leide auch schon seit Jahren. PMS dann PMDS und es ist furchtbar.
    Frauenarzt hat mir auch eine Pille und Therapie verschrieben.
    Davon halte ich aber GAR NICHTS. Die Nebenwirkungen der Pille verstärken alle meine Symptome? Ich dachte, ich spinne wie ich dies las. Kommt nicht in Frage.
    Therapie brauch ich auch keine.
    Wenn ich nicht unter PMDS leide, bin ich die lieblichste, lustigste und lebenslustigste Person überhaupt. ICH bin dann diejenige zu der man kommt. Ich selber bin mit mir selbr VOLL im Reinen.

    Ich habe mich in andere Richtungen auch informiert.
    Und habe THC für mich gefunden.
    THC (Cannabis) hilft gegen all diese Störungen.
    Ich fand sogar eine Sorte Pineapple Kush gegen PMS.
    Es hilft mir gegen meine Depressionen.
    Es beruhigt mich wenn ich unentspannt bin und kurz vorm ausrasten bin.
    Es hilft auch gegen meine Schmerzen.
    Es lässt mich wieder durchatmen.
    Es lässt mich schlafen wie ein Baby.

    Es hilft besser als alles andere. Und aus.
    Ich bin es meiner Familie schuldig. Sie brauchen mich auch an diesen Tagen.

    • Reply Dani 28. September 2016 at 13:36

      Darüber habe ich ehrlich gesagt auch schon nachgedacht aber wo beziehe ich das legal her? Ich wünsche mir genau das auch für mich. Ich freue mich dass es dir hilft. Danke dass du mir das anvertraut hast

  • Reply Selma 19. September 2016 at 20:15

    Hallo Dani,

    Das Monster in meinem Gehirn finde ich sehr passend! Oder Dr. Jekyll und Mrs. Hyde.
    Ich leide seit mehr als 7 Jahren unter PMDS.
    In den 3 Wochen nach dem Eisprung und vor dem einsetzen der Periode ist es eine Qual. Ich habe auch schon ne Menge ausprobiert um meine „Phasen“ für meine Familie und mich erträglicher zu machen. Z. B. Antidepressiva (Escitalopram) ist besser verträglich als Citalopram, Kundalini Yoga, Meditation, Aufenthalt in einer Tagesklinik. Zur Zeit versuche ich es mit Bioidentischen Hormonen, denn bei mir wurde ein Progesteron Mangel festgestellt. Ich nehme seit einer Woche Progestan. Bin also noch in der Testphase und kann leider noch nicht viel dazu sagen. Mir ging es die letzten Tage ganz gut, aber im Heute ist es wieder schlechter. Also kein so gutes Zeichen…
    Ich kann dir das Buch „Die Hormonrevolution“ Michael E. Platt empfehlen.
    Sorry, ich hab grad voll das Vakuum im Kopf. Würde gerne noch mehr schreiben, kriege aber grade keinen anständigen Satz mehr hin. Kennst du das auch? Lg Selma

    • Reply Dani 19. September 2016 at 20:54

      Hallo Selma,
      Escitalopram hab ich als erstes genommen aber Schwindel und Durchfall waren bei beiden Medis ganz schlimm. Wer hat denn den Mangel festgestellt? Ich verstehe einfach nicht wieso da nichts gemacht wird? Das Buch kenne ich nicht, hast du es?
      Liebe grüße
      Dani

      • Reply Selma 19. September 2016 at 21:19

        Meine Frauenärztin hat den Hormontest gemacht. Bei mir wurde schon vor einigen Jahren ein Hormontest gemacht, der aber vollkommen unauffällig war. Das war für mich so frustrierend, weil ich ja gemerkt habe, dass da etwas nicht stimmt! Diesmal habe ich, nachdem ich das oben erwähnte Buch gelesen habe, nach einem Gynäkologen gesucht der sich mit bioidentischen Hormonen Auskennt und ihm mein Problem geschildert. Warum das Thema PMDS noch so unbekannt ist, ist mir auch schleierhaft!
        http://www.gesundheitsstadt-berlin.de/prof-dr-med-stephanie-krueger-5266/
        Ich bin durch Zufall auf Prof. Dr. med. Stephanie Krüger im Internet gestoßen. Ihr Behandlungsschwerpunkt ist unter anderem PMDS. Wenn es mit dem Progestan auch nicht klappen sollte, ist das wohl der nächste Schritt.
        Vielleicht sollten wir eine Aufklärungskampagne starten 🙂

        • Reply Dani 19. September 2016 at 21:32

          Ich hab Frau Krüger angeschrieben aber nie ne Antwort bekommen, leider… ja ich bin dabei…
          Hast Du das Buch und willst es mir leihen?
          In meiner Stadt gibt es kaum Spezialisten für irgendwas.

          • Selma 19. September 2016 at 21:40

            Wird etwas schwierig mit ausleihen. Ist nämlich auf meinem eBook 🙂
            Du kannst es dir über Amazon bestellen. Ich kann es dir nur empfehlen! Ich hatte viele ‚Aha-Momente‘ beim lesen!

          • Dani 19. September 2016 at 22:10

            Haha ok ich schau mal…

    • Reply Dani 19. September 2016 at 21:01

      Wer hat es bei dir herausgefunden? Danke Dir für dein Vertrauen, das du das hier erzählst.

      • Reply Selma 19. September 2016 at 21:29

        Ich selbst, in dem ich ein Zyklustagebuch geführt habe.

  • Reply Elke 6. September 2016 at 10:54

    Hallo Dani,

    du sprichst mir aus der Seele! Ich wusste bislang nicht, dass es dafür tatsächlich einen Fachausdruck gibt. Jeden Monat aufs Neue ist es für mein Umfeld eine Gratwanderung. Und ich?! Ich will überhaupt nicht so sein wie ich dann bin, aber ich kann es nicht abstellen. Ich stecke fest in dem Monster das ich dann bin. 🙁

    Ich habe – mit den neu gewonnenen Erkenntnisse aus deinem Bericht – mal etwas recherchiert. Anbei ein Link, der dir vielleicht weiterhilft bzw. findest du dort hoffentlich Hilfe (www.frauengesundheitszentren.de).

    Scheinbar gibt es einige wenige Ärzte die sich auf psychosomatische Gynäkologie spezialisiert haben. Vielleicht hilft dir dieses Schlagwort weiter? Ich würde mich sehr freuen, wenn du uns weiterhin mitteilst wie es dir ergeht und ob du Hilfe finden konntest.

    Alles Gute für dich und deine Familie.

    • Reply Dani 6. September 2016 at 11:37

      Oh liebe Elke, vielen Dank für den Link den schau ich mir an und natürlich halte ich euch auf dem Laufenden. Ich hoffe auch für dich dir geholfen wird und wir wieder so sind wie wir eigentlich sind. Fühl dich umarmt

  • Reply Daniela 6. September 2016 at 4:34

    Hi, ich habe eben tatsächlich das erste Mal von diesem Syndrom gehört und dementsprechend leider keine Therapieerfahrungen oder Ratschläge. Mir ist nur aufgefallen, dass Ängste ebenfalls eine Rolle zu spielen scheinen, die die Symptomatik verschlimmern, oder schlimmstenfalls aufrecht erhalten können. Zum einen die Angst vor dem Rückfall und zum anderen die sozialen Ängste. Ist denn das ein Thema bei der Behandlung? Alles Gute!

    • Reply Dani 6. September 2016 at 7:48

      Ja die Ängste spielen eine große Rolle aber deshalb gibt es ja oft eine Kombi aus Stimmungsaufhellern und Hormonen.

  • Reply Anja 5. September 2016 at 9:31

    Hallo, das liest sich wie meine „Geschichte“! Ich habe gerade wieder eine Phase überstanden und genieße gerade diese unbeschwerte Zeit….gepaart mit der Angst, was mich nächstes Mal erwartet. Mein Mann tut mir sehr leid….er ist großartig. Schon allein um seinetwillen will ich, dass es aufhört und weg geht….

    • Reply Dani 5. September 2016 at 9:37

      Ok und du hast also auch nichts was die geholfen hat bis jetzt? Ja mein Mann tut mir sehr leid und die Angst dass alles zusammenbricht ist sehr groß. Ich drücke auch für dich die Daumen.

      • Reply Anja 5. September 2016 at 9:47

        Ich habe bis vor kurzem gar nicht gewusst, dass das, was sich da abspielt, einen Namen hat. Ich habe es hingenommen, auf den Tag hingearbeitet von dem ich wusste, dass es da wieder vorbei ist und fertig. Aber ich habe das Gefühl, dass die Phasen stärker werden und das macht mir zusätzlich Angst.
        Wenn es vorbei ist, dann denke ich immer: Beim nächsten Mal lässt du das nicht wieder so in deinen Alltag rein, dann kontrollierst du das Ganze. Und dann ist es da…und ich kann es eben nicht kontrollieren. Ich habe dann Gedanken in meinem Kopf, die sind einfach nur grausam….

        • Reply Dani 5. September 2016 at 12:41

          Ja so geht es mir auch- immer wenn es vorbei ist nehme ich mir vor das es das nächste mal nicht so weit kommt- keine Aggressionen, kein Streit, keine Tränen aber es kommt immer wieder- mein Körper und Geist ist total fremdgesteuert und ich schäme mich über alle Maßen, was für ein Monster ich dann bin.

  • Reply Bine 5. September 2016 at 9:19

    Hallo Dani,
    ich habe mich mit dem Mist auch ein paar Jahre herumgeärgert. Ich habe von meiner FÄ das Hormonpräparat „Lafamme“ bekommen. Durch die immer gleiche Hormonmenge, gibt es logischerweise keinen Zyklus mehr und auch die Blutung gehört der Vergangenheit an. Laut meiner FÄ pendelt sich der ursprüngliche Zyklus leicht wieder ein, wenn man das Präparat absetzt (bzgl. Kinderwunsch o.ä.). Bei mir wurden damit 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Erstens sind die extremen Stimmungsschwankungen, Aggressionen, etc. komplett verschwunden und zweitens hat sich meine Migräne sehr verbessert. Ich habe seit Jahrzehnten schwere chronische Migräne mit teilweise 20 Tagen im Monat. Momentan war meine letzte Migränewoche Anfang August. Besser geht es nicht!! Frag doch mal Deinen Arzt nach dem Präparat, mir hat es wirklich in jeder Hinsicht geholfen. Toitoitoi un liebe Grüße Sabine

    • Reply Dani 5. September 2016 at 9:21

      Liebe Sabine, Wow vielen Dank für deinen Tipp das spreche ich an.

  • Reply Berdien 5. September 2016 at 2:27

    Hi Dani, mir geht es absolut ähnlich. Agnus Castus hat mir super geholfen (nach einer gewissen Zeit, ähnlich wie Antidepressiva ja auch) und was noch viel ausmacht ist meine Ernährung. Lasse ich Weizen und Zucker weg, geht es mir viel besser, körperlich und psychisch. Auch Sport tut gut, wenn ich mich überwinden kann. Leider kenne ich auch keinen Arzt, der das im Blick hat… Alles Liebe für dich!

  • Reply Beatrice 4. September 2016 at 23:07

    Guck mal hier. Das war´s https://www.uni-marburg.de/fb04/ag-klin/forschung/pmsd

    Ach mensch, das ist schon eine blöde Sache. Zumal man ja auch oft nicht ernst genommen wird. Als hätte man ne Meise.

    Ich hoffe, du findest zum Gleichgewicht zurück!

  • Reply mamamitmacken 4. September 2016 at 20:03

    Hallo Dani!

    Ich hatte ähnliche Probleme, wie du sie beschreibst. Gerade in den 1-2 Wochen vor meiner Periode litt ich heftig. Nicht nur physisch, sondern gerade auch psychisch. Die letzte Zykluswoche stürtze ich dann richtig in ein tiefes Loch. Kein Antrieb, nur müde, deprimiert. Seit über einem Jahr nehme ich schon Citalopram, was mir allgemein gut hilft. Zusätzlich hat mir meine Gynäkologin Agnus Castus empfohlen, ein pflanzliches Mittel. Das soll die Symptome der zyklusbedingten Hormonschwankungen dämpfen. Und ich muss sagen, dass ich eine deutliche Verbesserung spüre seitdem. Es dauert ein paar Wochen bis es seine volle Wirkung zeigt.

    Ob es dir hilft, weiß ich nicht. Aber vielleicht könnte es was für dich sein.

    LG, M.

    • Reply Dani 4. September 2016 at 20:12

      Liebe M,
      Vielen Dank. Citalopram hab ich ja leider gar nicht vertragen aber Agnus Castus hat mir noch eine weitere Betroffene beschrieben und darüber werde ich mich jetzt auf jeden Fall sehr genau informieren. Ich danke dir und freue mich, dass dir die Medikamente so gut helfen. Liebe Grüße dani

  • Reply Beatrice 4. September 2016 at 16:16

    Ich kenne das zwar nicht ganz so ausgeprägt, aber auch ich bin diesem Auf-und Ab ausgeliefert.
    Bei mir war es früher viel schlimmer als nach den drei Geburten und sogar unter Einahme hormoneller Verhütung war es schlimmer.
    Da ich die Hormonspirale nicht vertragen habe und ich keine Kupferspirale will (weil ich ohnehin so stark und lange menstruiere) bin ich seit einem guten halben Jahr komplett ohne Hormone unterwegs. ES GEHT MIR BESSER! Ich möchte sagen, so gut wie noch nie, hat sich dieses Gefühlschaos beruhigt. Was nicht heißt, dass es garnicht mehr auftaucht.
    In einer Phase, wo es besonders schlimm war, fand ich eine Internetseite von einer Forschungsgruppe. Da gab es einen Fragebogen und ein länger angelegtes Projekt….ich ärgere mich…denn es will mir nicht mehr einfallen….Ich habe schon gesucht. Ich find´s nicht ….

    Ich gucke heute Abend nochmal weiter.

    LG

    LG Beatrice

    • Reply Dani 4. September 2016 at 16:23

      HI, ich bin seit über vier Jahren mit kurzer Pause Hormonfrei und es geht mir immer schlechter. Es wäre toll wenn du es findest und ich freue mich sehr dass es dir besser geht. Liebe Grüße Dani

  • Reply Nicole G 4. September 2016 at 14:34

    Hallo Dani,

    ich finde es super das Du über das Thema schreibst, denn ich finde man muss viel mehr über solche Sachen schreiben. Typische Krankheiten werden als normal eingestuft, alles andere abgetan und das sollte nicht sein. Es muss aufgerüttelt werden, damit auch solche Krankheiten endlich akzeptiert werden.
    Ich bin immer wieder erstaunt welche Parallelen doch bei uns sind. Auch ich leide unter PMDS, allerdings zu einem anderen Zeitpunkt. Bei mir geht es los kurz vor der Regel und zieht sich bis kurz nach dem Eisprung. Danach geht es mir gut. In der PMDS-Zeit bin ich auch sehr launisch, meine Angststörung verstärkt sich, ich habe Rückenbeschwerden, manchmal das Gefühl schlecht Luft zu bekommen, mir ist schwindelig und manchmal leicht übel, auch Verdauungsprobleme kommen oft dazu und ich ertrage Gerüche schlechter usw. Bei mir trat es ca. ein halbes Jahr nach der Geburt der Kleinen das erste Mal auf, zusammen mit der Angststörung die zu diesem Zeitpunkt verstärkt zurückkam. Hormonell darf ich nicht mehr verhüten wegen Thrombosegefahr und eine Lösung kann ich Dir leider auch nicht sagen. Ich hasse diese zeit in der es mir nicht gut gehr, man fühlt sich nur als halber Mensch und gepaart mit der Angststörung ist rausgehen total schwer.

    Liebe Grüße,
    Nicole.

    • Reply Dani 4. September 2016 at 14:41

      Hi Nicole, dann kann es bei dir aber nicht PMDS sein, da der Zeitpunkt fest ist- der Tag der Periode ist das Ende der Symptome- dann hast du eine andere hormonelle Erkrankung aber danke dir für die aufbauenden Worte

      • Reply Nicole G 4. September 2016 at 14:42

        Muss es wirklich immer genau zu dem Zeitpunkt sein? Weil die Symptome passen haargenau.

        • Reply Dani 4. September 2016 at 14:45

          Ja es muss zu diesem Zeitpunkt sein- das ist der Verlauf der Krankheit wenn es bei dir während der Periode ist, dann ist es etwas anderes.

          • Nicole G 4. September 2016 at 14:50

            Also sagen wir es so, es geht bei mir mit einsetzen der Regel nicht ganz weg, aber da ich ja auch die Angststörung noch habe ist es schwer einzuschätzen ob es nicht doch eher daher rührt. Richtige Beschwerden habe ich in der kompletten fruchtbaren Zeit. Ist diese vorbei geht es mir solange gut bis ca. zur nächsten Regelblutung. Der Eisprung ist bei mir fast unmittelbar nach der Blutung, also mittig sozusagen. Ich habe also normalerweise 2 gute Wochen, eine nicht so gute (Regelzeit) und eine schlechte (fruchtbare Zeit).

          • Dani 4. September 2016 at 14:52

            Ok aber dann hast du genau dann die Beschwerden wo PMDS Partienten beschwerdefrei sind und demnach muss es etwas anderes sein- obgleich es egal ist Beschwerden hast du ja trotzdem und solltest es abklären lassen.

          • Nicole G 4. September 2016 at 15:48

            Ok, dann muss ich mir hier wieder ausklinken, dann scheine ich das doch nicht zu haben, aber wie Du sagtest, Beschwerden sind da und egal wann man sie hat, sie dürfen thematisiert werden und sind wichtig akzeptiert zu werden.

          • Dani 4. September 2016 at 15:50

            Auf jeden Fall… Ein Bewusstsein schaffen auch wenn ich großen Respekt vor der Öffentlichkeit habe

          • Nicole G 4. September 2016 at 17:45

            Das glaube ich Dir, oft wird man leider als Simulant hingestellt, was ich nicht verstehen kann. man sucht sich sowas doch nicht aus :-(.

          • Dani 4. September 2016 at 20:12

            Ja genau das meine ich- man sagt einfach man ist ein Hypochonder

          • Chris 7. November 2018 at 21:21

            Der Eintrag ist sehr lange her. Dennoch muss ich sagen, dass diese Antwort so nicht stimmt. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-272007/individuelle-loesungen-sind-gefragt/
            Hier steht: „Es gibt auch den biphasischen Verlauf: begrenzt auf die Zeit des Eisprungs und dann wieder am Ende der Lutealphase (5).“

          • Glucke 7. November 2018 at 21:40

            Liebe Christin,
            in dem Artikel geht es um PMS ich spreche aber von der PMDS.

  • Reply SilkeAusL 4. September 2016 at 13:11

    Hi, so etwas ähnliches wie bei Dir vermute ich bei mir auch. Die Aggressionen kommen bei mir allerdings erst immer ca.zwei Tage „vor den Tagen“, dann aber sehr heftig. Ausserdem habe ich neben den psychischen noch jede Menge andere körperliche „Nebenwirkungen“gehabt, sodass ich mich nach Jahren der „Abstinenz“ wieder für ein Verhütungsmittel entschieden, obwohl ich es eigentlich nicht bräuchte…
    Ich habe mir eine 3-Monats-Spritze geben lassen, da ich damit vor Jahren schon einmal gute Erfahrungen gemacht habe, und zwar, dass die Periode dann ganz ausbleibt und somit hoffentlich auch ihre begleitenden „Probleme“. Ich bin jetzt im dritten Monat der „Testphase“ und ich muss sagen-bis jetzt hilft es wirklich. Meine FA meinte zwar, wenn es nur wegen der Begleiterscheinungen sei, könne man auch etwas pflanzliches versuchen…aber ich möchte nichts „versuchen“, wenn ich weiß, was hilft.
    Die Müdigkeit ist zwar auch weiterhin da(vielleicht muss sich der Eisenspiegel erst wieder regenerieren; ich hab ihn noch nicht wieder checken lassen, aber vor über einem Jahr war er sehr niedrig und bei „starkem Blutverlust“-Du verstehst was ich meine-kein Wunder), aber die Aggressionen sind nicht mehr da, worüber sich besonders meine Kinder freuen werden, die in der Zeit nichts richtig machen konnten.
    Vielleicht käme für Dich eine hormonelle „Behandlung“ auch infrage? Wir wissen ja quasi, woran es liegt, dann kann man doch vielleicht auch mit Hormonen gegensteuern, oder möchtest Du das nicht?
    LG Silke(@gisela7809)

    • Reply Dani 4. September 2016 at 13:14

      Hi Silke,

      doch hormonell wäre für mich auch eine Option nur erst wenn der Kinderwunsch abgeschlossen ist.Aber ich würde gerne mit einem Arzt besprechen welche Pille, Hormonring oder Spritze geeignet ist, da ich einige Pillen nicht vertragen habe und schwere Migräne bekommen habe.
      Solange wir aber noch Kinderwunsch haben fällt das leider aus.
      Ich freue mich sehr, dass es bei dir sofort geholfen hat und das macht mir Mut, dass es irgendwann wieder einen Normalzustand geben wird
      Liebe Grüße und danke.
      Dani

      • Reply SilkeAusL 4. September 2016 at 13:17

        Hi Dani, ja, mit dem Absetzen ist bei der Spritze glaube ich etwas schwierig, da es relativ lange dauert, bis sich der Zyklus dann wieder einspielt. Dann versuch es mal mit einer „leichteren“Variante(wie Du schon schriebst, Pille o.ä.)…Ich hoffe, Du findest da was!
        LG Silke

        • Reply Dani 4. September 2016 at 13:21

          Ja genau das muss ich mit einem Arzt besprechen der sich mit dieser Erkrankung auskennt.

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