Ich und So

Wie eine Krankheit mein Leben auf den Kopf stellt

28. Januar 2016

Ich bin krankWie ein emotionale Instabilität mein Leben auf den Kopf stellt
Das ich anders bin, weiß ich und das viele Schicksale in meinem Leben ihren Anteil daran haben weiß ich auch. Hier und bei Bettie von Frühes Vogerl schrieb ich auch über meine dunklen Momente.

Seit Monaten ist das Thema Depression allgegenwärtig und ich wurde das Gefühl nicht los, dass es viele Menschen gibt die sich vollends darüber definieren.

Genau das wollte und will ich nicht. Ich möchte mich nicht über eine Krankheit definieren. Ich suche nach einem Job. Mein Blog macht mein Leben gewissermaßen öffentlich und die Sorge, dass mich Menschen anders ansehen oder sogar behandeln ist immer da. Vielleicht schaut genau der Personaler, bei dem ich ein Gespräch hatte, hier nach und stellt mich nicht ein, da ich eine Belastung wäre statt eine Bereicherung.Damit muss ich immer rechnen und ob es gerecht wäre oder nicht, so kann es im Leben gehen.

Nun war ich heute seit 6 Jahren das erste Mal wieder bei einem Psychiater und wie das Menschen dann öfters mal tun, postete ich ein #wazifubo- Bild. Ein was? Ein Wartezimmerbild und schrieb auch dazu wo ich bin. Es schwappte eine Art Anteilnahme auf mich über, die mich voller Wärme zurückließ und wieder darin bestätigte, das man sich gewiss nicht schämen muss, für das was man hat oder ist und vor allem, dass die virtuelle Gemeinschaft so wichtig ist.

Nun gut. Ich bin krank. Ich habe eine impulsive Persönlichkeitsstörung(emotionale Instabilität ist der Oberbegriff)

Stellt euch eine Autofahrt über die Alpen vor. Ihr fahrt eine Serpentine nach oben und es kribbelt im Bauch, ihr könnt die Wolken förmlich anfassen und euch wird schwummrig vor Glück. Dann rast ihr innerhalb von Sekunden ins Tal. Euer Magen wird flau, der Kopf wird schwer und Dunkelheit macht sich breit. Diese Berg- und Talfahrt nennt man auch Stimmungsschwankungen- eben emotional instabil. Stimmungsschwankungen haben eigentlich alle Menschen-aber eben nicht alle in der Intensität.Gedanken um eine Krankheit

Der Winter ist für viele ganz typisch für extreme Stimmungsschwankungen. Es werden weniger Glückshormone(Serotonin) ausgeschüttet da es z.B. weniger Sonnenlicht gibt und eben eine Neujustierung der Gedanken und des Körpers stattfindet. Für Menschen wie mich, ist die dunkle Jahreszeit die schlimmste Hürde des Jahres. Ich werde nicht nur noch instabiler was meine Gefühlswelt angeht, ich werde auch noch körperlich krank. Das 3. Jahr in Folge hatte ich ab Oktober einen schlimmen Husten, ständig Schnupfen und eine Schlappheit, die mich am liebsten im Bett belassen würde. Ich kämpfe dagegen an und versuche mit natürlichen Mitteln wie Hustensaft, Inhalation und Ruhe, Stabilität in den Körper zu bringen aber wir haben Ende Januar und in den letzten drei Monaten war ich vielleicht 7 Tage gesund.

Die körperlichen Beschwerden kennen alle Eltern und Sie alleine kann man irgendwie bewältigen aber kommen noch die tiefsten Tiefs und die höchsten Hochs in regelmäßigen Abständen dazu, kommt man an Grenzen die einen des Öfteren mal am aktuellen Leben zweifeln lassen. 

Ich habe keine Suizidgedanken oder dergleichen aber ich bin einfach am Ende. Ich bin kraftlos und frage mich ob das nun mein ganzes Leben so weitergehen soll.

So ein Leben möchte ich nicht. Die letzten 2,5 Jahre haben die Krankheit extrem verschlimmert und ich bin nun an einem Punkt angekommen, mir neben meiner Gesprächstherapie noch andere Alternativen anzuschauen.

Die beste Alternative, gegen die ich mich seit über 10 Jahren vehement sträube, ist eine medikamentöse Begleitung. Wieso ich mich sträube?

Puhhhh vor vielen Jahren war es wirklich verpönt zu sagen, das man denkt psychisch ist etwas nicht in Ordnung. Ich hatte schon immer große Angst vor Medikamenten. Ich schrieb auch bei der lieben Mama Schulze wieso.

Doch nun war ich bei einem Psychiater und er ist wirklich toll, denn er versteht mich. Er nimmt es ernst, dass ich Vorbehalte habe. Das ich Verantwortung für mich und meine Familie habe und immer 1000% geben will. Wir redeten und einigten uns auf die geringste Dosis eines Präparates. Wir einigten uns, dass ich anfange wenn ich bereit bin. Ein Rezept muss innerhalb von 30 Tagen eingelöst werden und diese Zeit habe ich um mich endgültig zu entscheiden.

Weg raus aus der Krankheit

Es gibt immer einen Weg raus

Wieso ich es nicht einfach nehme? Tja wenn es so einfach wäre. Ich bin Angstpatient. Es gibt immer Nebenwirkungen und ich warte drauf, das sie eintreten. Es geht nicht alles davon weg. Es dauert ein paar Wochen bis erste Erfolge zu sehen sind. Es gibt noch andere Aspekte der Krankheit, die abgeklärt werden müssen und die über dieses Medikament nicht behandelt werden können. 

Ich bin ein Kopfmensch. Ich glaube immer wieder, ich schaffe das auch so aber ich schaffe es nicht mehr. Ich habe in den letzten Wochen soviel geweint wie lange nicht mehr. Die Anstrengung von himmelhochjauchzend zu zu Tode betrübt ist kaum mehr zu bewältigen. Ich bin das nicht. Das ist nicht mein Wesen. Ich mag mich so nicht mehr und viele andere mögen mich auch nicht mehr. 

Einige Menschen habe ich bereits verloren aber ich will nicht immer Kontakte knüpfen um Sie dann durch diese blöde Erkrankung zu vergraulen und mich so immer mehr zu isolieren.

Ich möchte ganz normal traurig sein und ganz normal glücklich sein.

Mein Arzt gibt mir Hoffnung, das mein Gehirn emotional wieder in Gang kommt und ich vielleicht in ein paar Jahren keine Medikamente mehr brauche, da mein Körper die Signale dann verstanden hat und selbständig dahingehend arbeitet.
Ich werde mich aber niemals über meine Krankheit definieren und ihr werdet auch nicht jede Woche hier darüber lesen denn es gibt so viele Themen, die ihre Berechtigung haben und die ich euch nahe bringen will.

Diese Erkrankung ist irgendwie ein roter Faden und viele Geschichten hängen damit zusammen aber dennoch bin ich Dani und nicht Dani die mit der Bipolaren Störung.
Krankheiten sind wie unsere Haut. Sie ist immer bei uns und man muss sie pflegen und schützen aber Sie ist nur „sichtbar“ wenn man selbst nicht mehr zu sehen ist.
Ich will gesehen werden aber eben wie ich wirklich bin und das wünsche ich allen „Leidensgenossen“. Seht euch so wie ihr seid und nicht wie die Krankheit euch macht. Ich weiß es ist verdammt schwer und es funktioniert auch nicht immer aber kurze Momente reichen um nie ganz unter der Krankheit zu verschwinden.

Bei meiner lieben Kollegin Jessi von Feiersun gibt es eine Reihe, die heisst „unsichtbar krank“. Dort kann man auch Hoffnung schöpfen, denn viele Menschen haben den Mut gehabt über ihre Krankheit zu sprechen.
Mein Leben wäre sicherlich ohne diese Erkrankung anders verlaufen aber wie, weiß ich nicht und deshalb ist es auch nicht relevant.

Ich versuche nach vorne zu schauen und die Hoffnung immer bei mir zu tragen.
Ich wollte euch einfach an diesen vielen Gedanken in meinem Kopf heute teilhaben lassen und mich für eure Unterstützung bedanken. Ihr seid immer bei mir.
Eure Glucke

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30 Comments

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    […] ihr alle wisst, befasse ich mich schon lange mit dem Thema Depressionen. Nicht nur weil ich selbst betroffen bin, sondern auch um aufmerksam zu machen, damit Erkrankungen […]

  • Reply Holz,Wäsche,Sonne und Ostereier-12v12 im März ~ Glucke und So 12. März 2017 at 17:04

    […] Ja das bin ich öfters mal und so zog ich mich zurück und werkelte ein wenig mit Holzresten rum und baute für den Prinzen ein Flugzeug. Der Prinz  fing mit dem Papa letzte Woche schon an und ich vollendete es.Er hat sich total gefreut, besonders da ich auch einen kleinen Bagger darauf verewigte. Ich liebe es Holz zu sägen und daraus etwas Schönes zu bauen. Nebenbei lief die Wäsche und der Geschirrspüler. Der Müll wollte auch entsorgt werden und zwischendurch schaue ich mir dann immer die Frühlingsboten an. […]

  • Reply Weißt Du wie sehr ich dich liebe? ~ Glucke und So 31. Januar 2017 at 17:08

    […] klingt vielleicht blöd aber wenn ich richtig schlechte Tage habe dann ist es gut wenn die Stabilität meines Mannes ihn und auch mich […]

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    […] und echt nicht so gut drauf- das führt dann auch immer zu Missverständnissen mit meinem Mann. Diese Berg- und Talfahrt ist manchmal so anstrengend. Sie kommt so plötzlich. Das nervt mich sehr…diese blöden […]

  • Reply Herr Bock-Depressionist und eine starke Stimme ~ Glucke und So 3. Januar 2017 at 21:02

    […] –Wie eine Krankheit mein Leben auf den Kopf stellt. […]

  • Reply Wieso mir keine Überschrift dazu einfällt ~ Glucke und So 3. Januar 2017 at 20:04

    […] Ich bin Betroffene psychischer Erkrankungen und lese auch deshalb viele Beiträge zu diesem Thema. Ich verfolge auch medizinische Berichte dazu, denn Betroffene brauchen vor Allem eins- Hilfe, Achtsamkeit und vielleicht sogar Rettung. […]

  • Reply Katharina 6. Dezember 2016 at 15:28

    Hallo!
    Zuerst möchte ich sagen: Viel Respekt für diesen Beitrag, ich könnte mir nur vorstellen, wie schwierig es ist, darüber veröffentlicht zu sprechen.
    Und ja, es gibt schlimme Tage und auch schöne Tage, was man erinnern muss, ist dass die Sonne jeden Tag aufgeht 🙂 Bleib stark!
    LG
    Katharina

    • Reply Glucke 6. Dezember 2016 at 22:09

      Liebe Katharina,

      danke für deine lieben Worte. Ich habe ja nie Dinge verheimlicht in meinem Umfeld aber klar ich erzähle auch nicht sofort davon, was mit mir ist. Inzwischen ist ja eine andere Krankheit-bzw. ein Teil der Hauptkrankheit sehr sehr präsent und dagegen nichts tun zu können ist für mich viel viel schlimmer-man ist irgendwie dem ganzen so ausgeliefert.
      Wie gehts Dir?
      Liebe Grüße
      Dani

  • Reply Glucke und So - gemütlich machen und lesen | Familienblogs 4. Februar 2016 at 21:43

    […] Wie eine Krankheit mein Leben auf den Kopf stellt 28. Januar 2016 […]

  • Reply Karin 1. Februar 2016 at 19:28

    Hallo Dani,

    Respekt, dass du so offen und auch öffentlich damit umgehst.

    Ich kenne so eine handfeste Depression aus eigener Erfahrung und kann deshalb nachvollziehen, wie schlimm das für dich sein muss. Bei mir war 2010 das endgültige „Aus“ für mich und es war am Anfang echt schwer für mich. Ich bin dann auch stationär (mit Medikamenten und allem) behandelt worden und habe noch ein Jahr ambulante Therapie benötigt. Mann, das war vielleicht ein schwere Zeit für mich. Zu der Depression kommt noch hinzu, dass ich an Arthrose erkrankt bin und das macht es auch nicht immer leicht für mich und erschwert es mir, den für mich richtigen Job zu finden.

    Aber was soll´s? Mittlerweile benötige ich keine Medikamente mehr und ich mache und tue so, wie ich kann. Viel hilft mir, dass das Kind Depression endlich einen Namen hat und ich damit umgehen kann seitdem.

    Ich kann mich Danielle nur anschließen…wenn dir die Medikamente helfen, dann nimm sie. Es geht irgendwann dann vielleicht auch wieder ohne. Aber solange lass dir ruhig helfen. So blöd es auch klingt…die Zeit hilft dir außerdem. Setz dich nicht unter Druck, denn das stresst nur zusätzlich und hindert dich nur.

    Lass dich von mir mal virtuell drücken und ich drücke dir ganz doll die Daumen.

    LG von Karin

    • Reply Glucke 1. Februar 2016 at 20:07

      Liebe Karin,
      wow vielen Dank auch für deine Offenheit.Es macht mir Mut und Hoffnung dass ich wieder die alte werden kann.
      Liebe Grüße
      Dani

      • Reply Karin 2. Februar 2016 at 11:45

        Hallo Dani,

        na klar. Ich weiß, wie es sich anfühlt und ich entscheide ja auch, mit wem ich über meine Erkrankung spreche. Gut ist ja, dass man an solchen Situationen den Charakter der Menschen erkennt und dann selektieren kann, wer bleibt und wer besser geht.

        Ich habe aus genau diesem Grund mit meiner Ursprungsfamilie gebrochen. Die hatten kein Verständnis dafür und versucht, mich immer wieder runter zu ziehen. Und was soll ein kranker Mensch mit solchen (ich nenne sie jetzt mal Unmenschen). Tut nicht gut und braucht man nicht. Aber das ist ja eher etwas, was mich betrifft.

        Jedenfalls habe ich einen tollen Mann, der mir immer wieder Rückhalt gibt und mich stärkt. Und ich habe Dinge, die mir sehr viel Spaß machen und mir einfach gut tun – handarbeiten und neuerdings schreibe ich über mein Leben mit nur wenig oder gar kein Plastik. Das hat ja auch etwas damit zu tun, dass ich achtsam mit mir umgehe und ist deshalb sehr wichtig für mich.

        Gib jedenfalls die Hoffnung nicht auf. Wenn du nicht wieder ganz die Alte wirst, ist das doch nicht schlimm. Dann wirst du eben einen neuen und vielleicht sogar besseren oder einfach einen anderen Weg finden. Lass dir einfach Zeit. Der Weg erschließt sich dir…glaub es ruhig. Und denke daran, dass du nichts erzwingen solltest oder etwas machen MUSST. Das ist absoluter Tinneff.

        Lass dich einfach noch einmal drücken und ich wünsche dir alles alles Gute.

        LG von Karin

        • Reply Glucke 2. Februar 2016 at 12:49

          Danke, dass Du Dir soviel Zeit für mich nimmst. Ich bin immer so hin und hergerissen. Es ist schwer ohne festen Freundeskreis der für einen da ist so etwas durchzustehen. Ich werde die Medikamente versuchen und einfach darauf vertrauen das es mich so stabilisiert das ich wieder zu mir finden kann.
          Ich halte dich auf dem Laufenden
          liebe Grüße
          Dani

          • Karin 3. Februar 2016 at 10:24

            Das mache ich sehr gerne. Vor allem, weil ich denke, dass diese Zeit auch für mich nicht verschenkt ist.

            Ich kann so nämlich noch einmal reflektieren, was sich bei mir tut oder auch nicht. Und das ist echt wichtig…einfach mal ruhig dasitzen und schauen, ob alles noch gut ist.

            Das mit dem hin- und hergerissen habe ich auch immer mal wieder. „Will ich das jetzt? Ich bin noch immer nicht so toll. Ich bin es nicht wert.“ wechselt sich immer mal wieder mit „Mir geht es gut.“ ab. Und das wird auch wohl für den Rest meines Lebens so bleiben.Aber das finde ich nicht schlimm und mittlerweile ist das zweite auch meistens da..

            Mittlerweile kann ich es sagen, wenn es mir nicht so gut geht und das wird akzeptiert. Und ich habe meine Krankheit voll und ganz angenommen. Das ist echt wichtig und dann wird vieles leichter für einen selber. Ich bin inzwischen auch dankbar, dass es so gekommen ist. Denn sonst hätte ich immer weiter meinen alten Trott gelaufen und wäre immer kranker geworden.

            Es hört sich jetzt alles so easy-peasy an, wenn ich darüber schreibe. Aber das war es nicht. Es hat fast 5,5 Jahre gedauert, bis ich wieder so stabil bin wie jetzt.

            Zu dem Freundeskreis…ich selber kenne so etwas nicht, da ich immer schon ein absoluter Einzelgänger war und bin. Aber ich denke mal, dass es besser ohne Freunde als mit den falschen Freunden ist.

            Dani…Kopf hoch. Lass dir viel Zeit und setze dich nicht unter Stress. Es wird sich alles lösen und lockern und dann wird es auch für dich wieder einfacher. Ich kenne dich nicht, aber das ist ja auch nicht schlimm. Aus deinen Zeilen lese ich einfach, dass du richtig bist, so wie du bist. Sieh es einfach als Chance für eine positive Veränderung an.

            Ach ja… und auch das ist wichtig…wenn es dir mal einen oder zwei Tage nicht so gut geht, macht das nichts. Das ist normal und sollte zugelassen werden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich bei solchen Momenten dann einfach mal innehalte und nach den Ursachen forsche. Meistens klappt das gut. Und ich habe noch einen kleinen psychologischen Trick auf Lager, der mir immer sehr gut hilft.

            Wenn ich merke, dass ich mich auf dem Weg abwärts befinde (Gruß an den schwarzen Hund, der mir immer Böses will), dann sage ich ganz laut „STOPP!! ES REICHT UND ICH WILL DAS NICHT!“
            Das hilft immer.

            Und wenn dann mal wieder negative Gedanken an meine Ursprungsfamilie kommen, hilft es mir, wenn ich laut sage „Du hast das nicht verdient, dass du der Mittelpunkt meiner Gedanken wirst. Also verschwinde.“ Und auch das hilft schnell bei mir.

            Allerdings ist es bei mir „nur“ eine mittelschwere Episode (blöder Ausdruck, aber die Psychologin nannte es so) und keine bipolare Störung. Und vielleicht passen meine Erfahrungen ja auch überhaupt nicht auf dich.

            Ganz liebe Grüße von Karin

            Oh Mann, jetzt hätte ich doch fast noch was vergessen.

            Wenn du dich dazu entschließt, dir Medikamente verschreiben zu lassen, dann frage deinen/deine Arzt/Ärztin nach Medikamenten, die nicht abhängig machen. Da gibt es Unterschiede.

          • Glucke 3. Februar 2016 at 12:08

            Hi,
            danke nochmals. Ich habe ein Medikament verschrieben bekommen, es ist eigentlich das älteste was es gibt. Aber in Tropfenform und somit sehr gut dosierbar. Ich muss es nicht für immer nehmen, es macht nicht dick so wie die meisten und auch nicht abhängig.
            Ich werde es versuchen und in ein paar Monaten wissen wir mehr.
            Dir alles ganz genau zu erklären wieso weshalb warum wäre fast ein Aufsatz aber du hilfst mir sehr.

          • Karin 3. Februar 2016 at 12:34

            Schön, dass ich dir helfen konnte. Und nein, erklären musst du mir gar nichts.
            Ich drücke dir die Daumen.

  • Reply widerstandistzweckmaessig 1. Februar 2016 at 5:59

    Hallo Dani!

    Erst einmal meinen Respekt, dass Du so offen darüber schreibst! Ich glaube nicht, dass ich das so könnte.

    Vor 3 Jahren ging es mir aus verschiedenen Gründen gar nicht gut, ich war selbst in eine schwere Depression hinein gerutscht. Es war ein langer Weg wieder heraus und hat viel Arbeit bedeutet. Heute geht es mir wieder richtig gut.

    Ich möchte Dir Mut machen, dass es zu überwinden ist. Alles Gute!

    lg
    Maria

    • Reply Glucke 1. Februar 2016 at 8:52

      Hi,
      Danke ich glaube auch daran…nur die richtigen Helfer fehlen noch.

  • Reply Isa 29. Januar 2016 at 14:22

    Ach Maus! Glaube ganz fest an dich! Du wirst das schaffen! Und darüber zu reden ist doch auch immer ein Schritt nach vorne.
    Ganz liebe Grüße
    Isa

    • Reply Glucke 30. Januar 2016 at 13:10

      Danke du liebe.

  • Reply Danielle 29. Januar 2016 at 9:48

    Liebe Dani,

    ich kenne depressive Phasen (bei mir lange nach dem Wochenbett) und bin Emetophobikerin – ich kann Deine Gefühle also zumindest einordnen.

    Ich möchte Dich ermutigen, die Tabletten zu versuchen – wenn man ganz ehrlich zu sich ist: es kann zwar noch schlimmer sein, aber nicht so richtig viel. Es könnte aber sehr VIEL besser sein. Es ist definitiv einen Versuch wert – wenn Du damit gar nicht klar kommst, kannst Du sie wieder absetzen. Vielleicht aber geht es Dir tatsächlich sehr viel besser!

    Wenn ich eine schwere bakterielle Lungenentzündung habe, nehme ich auch ein AB – klar könnte es der Körper auch ohne schaffen – vielleicht aber auch nicht. Auch psychische Erkrankungen sind Krankheiten, die manchmal einfach eine medikamentöse Behandlung erfordern. Und oft wird es eben massiv besser. Bitte nimm Dir diese Chance nicht!

    Liebe Grüße
    Danielle

    • Reply Glucke 30. Januar 2016 at 13:12

      Liebe Danielle,
      ich werde noch einige andere Dinge abklären und dann entscheide ich mich. Ich denke aber das ich es vielleicht versuchen werde.
      Wieder so zu sein wie früher wäre unglaublich.
      Danke für deinen Zuspruch
      LG Dani

  • Reply Niggelo 29. Januar 2016 at 8:25

    Hallo,
    Toll, deine ehrlichen Worte. Es tut bestimmt gut, dass deine Krankheit ein Gesicht hat, einen Namen hat. So kann man therapieren. Ich hoffe für dich, dass du den passenden Job findest, und zwar schnell!

    • Reply Glucke 30. Januar 2016 at 13:15

      Einen Namen zu haben finde ich ganz wichtig obwohl es ja eigentlich egal ist aber man hat Klarheit.
      Liebe Grüße

  • Reply Frida Mercury 28. Januar 2016 at 22:44

    Wow ein sehr ehrlicher Post… ich kann nur erahnen wie schwierig es für dich sein muss. Ich wünsche dir alles Gute ((( ))) ich denke Medikamente sind in deinem Fall mehr als lebensnotwendig 🙂 GlG Frida

    • Reply Glucke 30. Januar 2016 at 13:14

      Liebe Frida,
      vielen Dank…
      ich versuche noch einige andere Sachen abzuklären und werde aber dann wohl doch versuchen es damit zu versuchen.
      Schön das du vorbeigeschaut hast und vielen Dank für deinen Zuspruch.

  • Reply gedankenpotpourri 28. Januar 2016 at 22:03

    Das hast du toll geschrieben. Sehr ehrlich, sehr herzlich. Du bist eine großartige Frau, die ihre Weg geht.
    ❤️

    • Reply Glucke 28. Januar 2016 at 22:13

      ohhhh…ach Nina vielen Dank… ich versuche großartig zu sein…leider klappt das meistens nicht mehr so gut.

      • Reply gedankenpotpourri 28. Januar 2016 at 22:38

        Gerade wenn man denkt man ist ganz und gar nicht großartig – gerade dann ist man es oft doch. Weil man wächst, weil man kämpft, weil man weiter geht. Und du gehst weiter. Sprichst darüber und reflektierst alles ganz wunderbar.
        ❤️ Weiter so! Auch wenn es sich oft nicht nach weitermachen anfühlt. Eines Tages – eines Tages wirst du sehen, wie diese Zeit dich geprägt und weiter gebracht hat.
        Auf Dunkelheit folgt Licht. Und wenn dazu zwischenzeitlich „Hilfsmittel“ wie Tabletten nötig sind, dann du das.
        Aber was auch immer du tust, du wirst die richtige Entscheidung für dich treffen. Hab Vertrauen.

        • Reply Glucke 30. Januar 2016 at 13:13

          Du bist unglaublich deswegen wirst du auch eine tolle Ärztin werden.
          Danke danke…

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