Ich die Glucke

was soll das Alles? – regrettingmotherhood

9. April 2015

 Motherhood

Worüber ich mich aufrege? Darüber
Dieser Artikel schwirrt durch meine Bloggerblase und fast jede Bloggerin, die ich „kenne“ hat dazu etwas geschrieben. Ich habe erst heute angefangen, in Ruhe einige der Artikel zu lesen und einige der Kommentare.

PUHHHHHHH sag ich da nur. regrettingmotherhood sprengt den Rahmen, irgendwie. Meine Gefühle fahren Achterbahn.
In allen Berichten gibt es Passagen, die ich mit Kopfnicken bestätigt habe. In vielen Berichten gibt es Passagen, die mich erschaudern lassen.
Einige Fragen stellten sich mir beim Lesen und vielleicht möchte Sie mir jemand beantworten.
Wenn man nach einem Kind merkt, dass das Elternsein, nicht gefällt, wieso bekommt man dann ein zweites oder drittes Kind?
Wenn man die Welt bereisen möchte, fertig studieren möchte, Party machen möchte oder sonst was. Wieso bekommt man dann ein Kind? Wieso wartet man nicht? Wieso verhütet man nicht?
Die Wichtigste Frage für mich aber überhaupt, lässt man seine Kinder das spüren, dass man es bereut Sie zu haben?

All das ging mir heute durch den Kopf und vielleicht kann mir wirklich jemand das ganz sachlich erklären. Ich würde mich freuen.
Nun möchte ich auch meine Geschichte zu #regrettingmotherhood erzählen.

Unsere Schwangerschaft war „geplant“ soweit man das planen kann. Wir haben darüber gesprochen, dass wir ein Kind möchten. Ich habe mit dem Arzt geredet, die Pille abgesetzt und joah knapp eineinhalb Jahre später war ich schwanger.
Toll war das, aber auch irgendwann körperlich anstrengend und mein Kopfkino wurde mit fortschreitenden Schwangerschaftswochen Oscarreif. Kennt ihr Mamas alle oder?

Uns war bewusst, dass sich unser Leben komplett verändern wird. Wir haben bereits vor der Schwangerschaft eine große Reise unternommen, die unser Traum war und bei der wir wussten, dass Sie mit Kind erst in ein paar Jahren, so möglich wäre. Wir haben unsere Zeit genossen und wir haben die Schwangerschaft genossen.
Jeder der meinen Blog etwas verfolgt, weiß das die Geburt und die darauffolgende Zeit sehr schwierig wahr und teilweise auch immer noch ist.
ABER das liegt nicht daran, dass ich Mama geworden bin. Vielleicht chemisch(hormonell) aber in meinem Herzen, gefühlstechnisch liebte ich unseren Prinzen und mich als Mama, ab der 1. Sekunde und das Wort „bereuen“ ist soooooo unendlich traurig und verletzend.
Unser bisheriges Leben ist seit der Geburt unseres Kindes nicht mehr existent. Wieso?
Wir sind einer mehr! Wir brauchten mehr Raum(Umzug) Wir bräuchten ein größeres Auto(Kindersitz hätte nicht reingepasst) Wir haben weniger Geld( logisch, einer bleibt erst mal zu Hause) Wir haben keine Verwandten in der Nähe(auf uns alleine gestellt) Wir Dritteln unser Bett(Zweisamkeit wird weniger) Wir unterhalten uns über Stuhlgang, Kinderarzttermine, Babymöbel(das Fernsehprogramm ist nicht mehr interessant)
So und nun???
Das wussten wir vorher! Wir empfinden es nicht als weniger lebenswert! Die Prioritäten haben sich verschoben, nicht verschlechtert! Das Leben hat sich verändert, nicht verschlechtert! NEIN
Unser Kind bringt uns zum Lachen. Wir werden wieder zu Kindern. Wir sehen die Welt ganz anders. Wir empfinden eine Dusche als Wellnessoase. Wir genießen Dinge bewusster.

Ich will nicht so rüberkommen, als ob hier alles schnieke ist und ich will jetzt nicht noch 5Kinder aber das liegt eben an uns. Wir entscheiden das ganz alleine. Wir besprechen was für unser Familienmodell am besten passt. Wir wägen ab, was jetzt besser laufen könnte oder gerade voll Scheisse ist.
Deswegen sage ich doch nicht, ich bereue es ein Kind bekommen zu haben.

Ich stelle mir das so vor, dass ich als Kind das irgendwann spüre. Ich werde spüren, dass ich gewollt wurde, aber als ich da war, war alles schlechter.
Vereinbarkeit funktioniert für mich auch noch nicht richtig und ich weiß nicht ob Sie je für mich funktionieren wird. Ich kenne aber Menschen bei denen funktioniert es und Sie bereuen nicht ihre Kinder.
Jedes Elternteil ist mehr oder weniger oft fertig mit der Welt, fühlt sich unverstanden von der Welt, fühlt sich schlecht behandelt von der Welt und ist genervt von der Welt.
Die Welt kann alles sein!!! das Kind, der Partner, die Verwandten, der Arbeitgeber, die Politik, andere Mamas usw.
Hey wir sind Menschen. Es ist unser Recht Dinge in Frage zu stellen, Dinge blöd zu finden und es ist unser Recht es zu äußern ohne dafür verurteilt zu werden aber dennoch sollte man doch unterscheiden können zwischen menschlichem Versagen/Ängsten oder einen Menschen zu bereuen.

Ich finde nicht, dass es einem Menschen zusteht einen anderen Menschen zu bereuen. Denn man sagt damit, dass die Existenz eines anderen Menschen nicht gewollt ist. ABER dieser Mensch ist bereits da.

Also liebe Eltern, bitte überlegt ob ihr wirklich solch eine weitreichende Aussage für richtig erachtet oder nicht lieber euer Kind mit voller Liebe anseht und anfangt nach Lösungen für eure Unzufriedenheit zu suchen, ohne der unschuldigsten Person, an dieser Misere, die Schuld zu geben.

Wie seht ihr das Thema? Es ist harte Kost für mich.
Ich bin gespannt auf eure Stimmen dazu.
Eure Glucke

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24 Comments

  • Reply Katharina 29. Dezember 2015 at 17:46

    Ich habe diesen Artikel erst jetzt gelesen und möchte mich dazu äussern, auch wenn er schon länger zurück liegt.

    Ich finde es schwierig – und auch etwas arrogant – über die Gefühle anderer Frauen zu urteilen, solange man nicht in ihren Schuhen steckt. Gerade auch weil die Studie in einem Land durchgeführt wurde, wo die Frauen so ganz anders leben als wir hier in Mitteleuropa und auch ganz andere Anforderungen an sie gestellt werden.
    Ich muss zugeben, dass ich die besagte Studie und ihre Fragestellung für wichtig halte: Woran liegt es, dass manche Frauen ihre Mutterschaft bereuen? Denn das Gefühl des Bereuens können diese Frauen ja nicht einfach auf Knopfdruck ausschalten. Sollen sie ein Leben lang „so tun, als ob“ (vielleicht sogar mit medizinischer Hilfe) und dabei unglücklich bleiben (und ziemlich sicher auch die Kinder unglücklich machen)? Oder sollen sie ehrlich zu sich selber sein und die Konsequenzen ziehen? Was ist langfristig besser für die Kinder? Eine unglückliche, unzufriedene Mutter, die bleibt oder eine Mutter die geht und vielleicht auf andere Weise Zufriedenheit findet?
    Ich denke nicht, dass die letzte Frage so einfach zu beantworten ist, wie Du es hier darstellst. Es reicht manchmal einfach nicht, „sein Kind mit Liebe anzuschauen“.

    • Reply Glucke 29. Dezember 2015 at 18:32

      Liebe Katharina,
      Ich kann nicht nachvollziehen seine Kinder zu bereuen, muss ich aber auch nicht aber man geht damit nicht an die Öffentlichkeit denn die besagten Kinder sind die Leidtragenden und man setzt auch nicht noch mehr Kinder auf die Welt. Man hat eine Verantwortung. Die Mütter gehen ja nicht, sie bleiben und sind frustriert. Mir tut das leid für die Mütter und die Kinder
      Ich war sehr erbost über diese Studie und die folgenden Artikel, jedoch würde ich mich heute etwas diplomatischer ausdrücken. Ich zensiere mich aber nicht selbst.

      • Reply Katharina 29. Dezember 2015 at 19:05

        Ja, manche dieser Mütter bleiben und sind frustriert. Wie mein eigener Vater nur aus Pflichtgefühl geblieben ist und frustriert war. Trotzdem bin ich ihm dafür dankbar.
        Wie einfach wäre denn in einem jüdisch-orthodoxen Umfeld (die Studie stammt ja aus Israel) die Alternativen? Welche Alternativen hat eine Frau dort überhaupt, ausser jung zu heiraten und Mutter zu werden? Ich kenne das Milieu nicht, aber andere traditionelle Milieus. Und dort wird sehr oft getan, was getan werden muss oder „was man tut“, ohne nach individuellen Wünschen zu fragen. Eine Mutter, die ihre Familie verlässt, wäre dort absolut undenkbar.
        Welche Alternativen hat eigentlich eine Frau in Israel (auch ausserhalb der orthodoxen Gruppierungen), wenn sie ungewollt Schwanger wird? Ich weiss nicht, ob Schwangerschaftsabbrüche dort legal sind (und ich weiss auch nicht, ob ein Abbruch für jede Frau eine Alternative ist, die ungewollt schwanger wird).
        Wie zugänglich / leicht erhältlich sind eigentlich Verhütungsmittel in Isreael? Notfallverhütung?

        Wie viel Not und Leid hat wohl eine Mutter schon durchlebt, die vor sich selber zugeben muss, dass sie besser keine Kinder bekommen hätte?

        Ich möchte nun nicht länger über das Thema diskutieren. Mir gings nur darum zu erwähnen, dass solche Situationen oft um einiges komplizierter sind, als Du es hier darstellst und dass alle Beteiligten unser Mitgefühl verdienen!

        • Reply Glucke 29. Dezember 2015 at 19:16

          Es waren nicht nur Frauen aus Israel und mein Post bezog sich auch nicht auf Frauen in solchen brikären Situationen, demnach ist es etwas unfair, das jetzt darauf zu minimieren und überhaupt zu beziehen. Mein Post ist nicht politischer Natur, aber du machst es daraus.
          Ich akzeptiere deine Meinung, werde aber nicht mit Dir über Religionen, Traditionen und ungewollte Schwangerschaften sprechen, denn darum geht’s hier einfach nicht.

          • Katharina 29. Dezember 2015 at 20:11

            Ich dachte, Dein Posting und Deine Kritik beziehe sich auf die Studie, die aus Israel stammt und in der nur israelische Frauen befragt wurden. Sorry, wenn ich das missverstanden habe!
            Ich wünsche Dir einen schönen Abend und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

          • Glucke 29. Dezember 2015 at 21:44

            Hi,
            nein…damals gab es einen Riesen Knall in der Elternbloggerszene, viele Bloggerinnen brachen das Schweigen und schrieben wie sehr sie ihre Mutterschaft bereuen. alles natürlich auf die Studie bezogen aber mein Text entstand aufgrund der vielen Postings, die in der Öffentlichkeit standen, sogar die Presse berichtete.
            Ich wünsche Dir auch einen guten Rutsch.

  • Reply Emi 10. April 2015 at 4:56

    Ich habe Zwillinge, 16 Monate alt. Die beiden sind Wunschkinder, nach vielen Jahren Kinderwunsch und etlichen künstl. Befruchtungen und einem Himmelskind, durfte ich die zwei in meine Arme schließen. Von daher sehe ich die Dinge vermutlich eh etwas anders. Aber eins ist wohl klar: ja! Ein Kind spürt mit Sicherheit, wenn es nicht gewollt ist, als störend empfunden wird, etc. Echt, mir blutet das Herz, wenn ich so etwas lese 🙁 Hier ist auch nicht immer alles rosa Zuckerwatte…aber wir lieben unsere Kinder mehr als alles andere…und zeigen und sagen es ihnen auch!
    Toll, dass du dies Thema aufgegriffen hast!

    • Reply Glucke 10. April 2015 at 5:34

      Hi,

      Danke für deine Worte, es ist ein schwieriges Thema aber ich stehe zu meiner Meinung.
      Dir ein schönes Wochenende und weiterhin viel Spaß mit den Zwilingen
      Liebe Grüße
      Dani

  • Reply Melli T. 9. April 2015 at 20:19

    Hallo, ich sehe das ähnlich. Ich wollte lange Zeit keine Kinder bzw kein Kind, und wurde darin auch von meiner Oma (!) bestärkt, welche selber 4 Kinder zur Welt brachte. Irgendwann kam dieses Gefühl nicht komplett zu sein und das etwas oder besser jemand fehlt in unserem Leben. Also „beschlossen“ wir ein Kind zu kriegen.
    Ich liebe mein Kind über alles auf der Welt und würde es für nichts auf der Welt hergeben! Aber: ich bin nicht gerne Mutter. Ich kann das schlecht beschreiben, es ist einfach so ein Gefühl… und trotzdem könnte ich mir vorstellen ein zweites zu bekommen, nicht sofort aber vielleicht in ein paar Jahren.
    Trotzdem würde ich nicht sagen, ich würde es gerne rückgängig machen, das wäre gelogen, denn mein Kind ist trotz dieser Gefühle das beste was mir passieren konnte (mit meinem Mann zusammen).
    Also von daher kann ich diese Frauen schon ein Stück weit verstehen.

    LG Melli

    • Reply Glucke 9. April 2015 at 20:30

      Hey Melli,
      Ich sage ja, nicht jeder ist auf der Welt um die geborene Mama zu sein und doch finde ich nicht, dass man sagen oder fühlen sollte, dass man sein Kind bereut.
      Liebe Grüße
      Dani

      • Reply Melli T. 9. April 2015 at 21:28

        Ich hab den Artikel „der Welt“ so verstanden, dass die betroffenen Mütter nicht ihre Kinder bereuen, sondern das sie „Mütter“ sind. Es wird ja auch eine Frau zitiert, die explizit sag, dass sie ihre Kinder über alles liebt aber eben nicht das Mutter sein.
        Für mich ist das schon ein grosser Unterschied. Denn nur weil ich nicht gerne Mutter bin heisst das noch lange nicht, das ich meine Kinder bereue.
        Wie gesagt es ist schwierig diese Gefühle zu erklären.

        • Reply Melli T. 9. April 2015 at 21:29

          Sorry, „Süddeutsche“ nicht „die Welt“

        • Reply Glucke 10. April 2015 at 5:35

          Hi,
          Die Studie geht los mit der Frage, würden Sie, wenn Sie die Zeit zurückdrehen können, nochmal Kinder bekommen? Die Antwort war bei allen Befragten Müttern NEIN! Also bereuen Sie es Mutter zu sein, ergo Sie bereuen Kinder zu haben.
          Da ist für mich kein Unterschied. Ich weiß was du meinst aber das ist etwas völlig anderes oder spürt dein Kind, dass du das alles eigentlich gar nicht willst?

          • Melli T. 10. April 2015 at 6:01

            Aber genau da liegt ja ,meiner Meinung nach, das Problem. „Was wäre wenn“ So etwas ist immer leicht gesagt, da es ja nicht möglich ist. Ich bin mir nicht sicher ob die Befragten, wenn es denn wirklich möglich wäre, es auch täten!
            Wie schon gesagt für mich ist das ein Unterschied ob ich bereue Mutter zu sein oder ob ich mein Kind bereue.
            Ich seh das wie bei nem Job, der mir zwar riesig Spass macht aber mein Arbeitsumfeld nicht. Die Arbeitsstelle kann man wechseln, Mutter ist man sein Leben lang.
            Ich hoffe nicht, das mein Kind es spürt, das ich nicht gerne Mutter bin, aber wissen kann ich es nicht.

          • Glucke 10. April 2015 at 8:07

            Für mich macht es keinen Unterschied. Man sollte hinterfragen was man bereut und wieso? Ich empfinde das Mutter sein als fantastisch aber mein Leben so wie es vorher war existiert nicht mehr und doch bereue ich doch nix.
            Puhh es ist soooo schwierig und ich verstehe was du meinst aber ich kann das nicht so sehen.

  • Reply Nadin 9. April 2015 at 19:14

    Hey,
    ich verstehe solche Äußerungen auch nicht.Klar, jeder hat mal einen schlechten Tag, fühlt sich nicht gut, hat auch einfach mal die Schnauze voll. Aber ich z.B. habe doch nicht die ganzen Probleme und Komplikationen während der Schangerschaft durch die Epilepsie auf mich genommen und mehr schlecht als recht überstanden….um mich dann über mein neues Leben durch den Knirps zu beschweren.Klar gibt es immer mal Schwierigkeiten, aber „man wächst mit seinen Aufgaben“ 😉 LG Nadin

    • Reply Glucke 9. April 2015 at 19:27

      Hey Nadin,

      deswegen musste ich mich dazu äußern, ich kann es nicht gut heißen, zu sagen, dass man sein Kind bereut.
      DANKE Dir…
      Liebe Grüße
      Dani

    • Reply Nadin 9. April 2015 at 19:30

      Und ich käme nicht auf die Idee, wenn ich nach meinem ersten KInd schon die Gefühle/Empfindungen gehabt hätte…dass ich einen „neuen“ Versuch starte.:-( Das ist dem Nachwuchs gegenüber nicht fair.Was sagt man dem dann später?

      • Reply Glucke 9. April 2015 at 19:46

        ja das verstehe ich eben auch nicht, nach einem Kind kann man es gut einschätzen ob man bereit ist, dass nochmal zu machen.
        Es ist ein heikles Thema und ich werde mir nicht nur Freunde damit machen aber ich stehe dazu, dass das Elternsein das schwierigste aber auch schönste Erlebnis ist.

  • Reply lareine 9. April 2015 at 19:06

    Hmm … ich habe bisher noch bei keiner Bloggerin gelesen, dass sie wirklich ihre Mutterschaft bereut.
    Aber ich habe auch noch nicht alle Artikel zu diesem Thema durch, muss ich sagen.
    Wo finde ich denn diese Aussage – außer natürlich im Ursprungsartikel? Davon würde ich mir gerne ein Bild machen.

    Wenn man ein Kind bekommt und lieber doch studiert hätte oder mehr gereist wäre, dann hat man vielleicht vorher nicht gewusst, wie stark man eingeschränkt sein wird. Nicht jeder kann das gut verarbeiten/verkraften. Wieso man mehrere Kinder bekommt, wenn man schon das Erste zu viel fand, das kann ich mir nicht erklären. Verhütung funktioniert ja manchmal nicht – vielleicht bekommen die Mütter ihre Kinder und merken danach, dass es einfach nicht das Richtige ist?

    Man wird mit den Jahren und einer wachsenden Kinderzahl oft auch einfach etwas tougher. Früher, als meine Nummer 1 klein war, hätte ich solche Artikel bestimmt zum Weinen gefunden. Inzwischen sehe ich das eher psychologischer. Das Ganze spricht für Frustration und Reue – fast wie eine Midlife-Crisis, eine kleine Depression. Enttäuscht und irgendwie, ja, frustriert.

    Ich sehe auch den Punkt, dass man ja schließlich seine Kinder nicht hätte, wenn man keine Mutter wäre. Was für ein furchtbarer, schrecklicher Gedanke für mich persönlich. Aber offensichtlich geht es manchen Müttern so. Denen aus der Umfrage – wobei diese ja auch sagten, sie würden auf ihre Kinder als Personen nicht verzichten wollen aber wären lieber nicht Mütter geworden.

    Ich finde, man darf als Mutter manchmal genervt sein oder mal eine Phase haben, in der man einfach seinen Job nicht erträgt. Denn man ist ja meist nicht nur Mutter, sondern auch noch Hausfrau. Und das kann nerven. Letztlich wäre dann einfach eine Auszeit gut oder eben regelmäßige Auszeiten, damit es gar nicht erst so weit kommt.

    Ich weiß nicht, ob die Kinder spüren, dass ihre Mütter nicht gerne Mama sind – das wäre sicher sehr traurig für sie. Ich persönlich kenne das Gefühl recht gut, habe mir oft genug anhören dürfen, dass ich absolut nicht geplant war (obwohl meine Mutter sagte, dass ich ihr Wunschkind gewesen sei, als ich dann da war) und das fand ich manchmal recht verletzend.

    • Reply Glucke 12. April 2015 at 11:15

      Hier Saskia,
      Du bist in meinem Spam gelandet und ich weiß nicht wieso und deshalb sehe ich es erst jetzt.
      Also im Urspungsartikel war ja die Aussage mehrfach drin und auch für mich so rüberkommend in noch zwei weiteren Artikeln, die Autoren möchte ich jetzt aber hier nicht nennen. Anna von Berlin Mitte Mom und auch Andrea vom Rinzelfüsschen haben es auch sehr gut beschrieben. Das man einfach mal gestresst ist und auch überfordert, dass finde ich menschlich und geht mir auch so aber es ist für mich kein Grund zu bereuen. Also diese Aussage finde ich einfach gar nicht gut und diese Kinder werden das irgendwann mal lesen. Ich finde ganz normale Durchschnitts- Erwachsene treffen bewusst die Entscheidung für Kinder und sich dann wünschen, die Zeit zurückzudrehen ohne Kinder, das finde ich ganz schlimm. Ich gebe dir aber Recht, für mich wirken diese extremen Aussagen auch eher psychologisch, Depression, Posttraumatisches Stresssyndrom und etc. und auch das kann ich gut verstehen, da auch bei mir die Wochenbettdepression sehr lange ging und doch würde ich es mir nie anders wünschen. Mein Prinz ist eine Bereicherung für unser Leben.

      • Reply lareine 12. April 2015 at 14:01

        Hey Dani,

        Ich finde es auch heftig, wenn ich mir vorstelle, die Kinder könnten das irgendwann lesen. Aber sie spüren es ja vielleicht ja auch schon vorher.

        Dass Mütter sich nicht beklagen „dürfen“ finde ich ganz schlimm. Denn nicht jeder stressige oder auch frustrierende Phase bedeutet, dass man unzufrieden mit der eigenen Lebensentscheidung ist.

        Liebe Grüße

        • Reply Glucke 12. April 2015 at 15:09

          Sich beklagen und äußern dürfen ist wichtig und richtig aber das ist ein Unterschied zu ich bereue es Muttr zu sein…finde ich…

          Liebe Grüsse

          • lareine 12. April 2015 at 19:29

            Ja, wirklich.
            Das sehe ich ganz genau so.

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