Montagspost

Keine Lust mehr auf Einheitsbrei-Raiseandshine reloaded

18. Dezember 2017
Montagspost-Raiseandshine

Keine Lust mehr auf Einheitsbrei-Raiseandshine

Guten Morgen ihr Lieben,

noch 6 Tage und der Heiligabend ist da. Ich hoffe ihr habt alles beisammen und könnt die letzten 2. Wochen des Jahres nur noch ohne Stress genießen. Heute ist der vorletzte Montag des Jahres und auch die allerletzte Montagspost des Jahres.

Zwischen den Jahren ist ja bei fast jedem nochmal eine Zeit der Veränderung. Man geht in sich und sieht was war und was kommen wird. Mein heutiger Gast ist diese Metamorphose auch durchlaufen aber bezüglich ihres Blogs.

Ich freue mich, dass Regine von Raiseandshine euch und mir genau darüber und vieles mehr erzählt und somit einen schönen Abschluss für das Jahr an sich und meine Montagspost bietet.

Liebe Regine, stell Dich doch erst mal kurz vor.

Herzlichen Dank, liebe Dani, dass ich mich und meinen Blog hier vorstellen darf. Los geht´s: Ich bin Regine, 37 Jahre alt und Mama von zwei, bald drei Kindern. Ich blogge seit 2016 unter www.raiseandshine.de. Als ich mit der Bloggerei angefangen habe, war ich gerade in Elternzeit. Ich suchte damals eine neue Herausforderung, etwas, bei dem ich meiner Kreativität freien Lauf lassen konnte. Und so entstand mein Blog, auf ich mich bisher vor allem Mode-, Beauty- und allerlei Lifestyle- und Kinderthemen gewidmet habe. Die Mischung war dabei sehr bunt: Von Kinderbuchtipps über Rezepte bis hin zur Vorstellung von Beauty-Produkten war so ziemlich alles dabei. Weil ich in der letzten Zeit damit unzufrieden war, verpasse ich meinem Blog derzeit ein klareres Profil: Ich möchte einen Blog schaffen, in dem es nur um uns Mamas geht. Einen Ort, an dem Mama auch mal ein bisschen egoistisch sein darf. Ein Blog, auf dem es wirklich nur um sie und ihre Bedürfnisse geht.Dickbauch

Du bist mit deinem 3. Kind schwanger und erzähl doch mal. Ist alles gleich oder vieles anders? Wie gehts dir?

Jede Schwangerschaft verläuft irgendwie anders. Die Vorfreude auf das dritte Baby ist aber genauso groß wie bei Kind Nummer eins und zwei. Dennoch: Je mehr Kinder bereits da sind, desto weniger Zeit bleibt, sich auf die Schwangerschaft und den eigenen Körper zu konzentrieren. Der Alltag mit zwei Kindern und Job fordert mir schon ziemlich viel Energie ab und es gab in den letzten Wochen immer wieder Tage, an denen mein Körper mir ganz klar signalisiert hat: „Es reicht. Mach mal eine Pause. Ich bin hier mit etwas wichtigem beschäftigt.“ Mir ist das zunächst sehr schwer gefallen, weil ich eigentlich ein sehr umtriebiger Mensch bin. Aber ich habe mich dann doch gezwungen, die Beine hochzulegen und mir und meinem Bauchbewohner eine Pause zu gönnen. Das ist nicht nur körperlich sondern auch seelisch wichtig. Schließlich ist eine Schwangerschaft eine ganz besondere Zeit, die ich auch bewusst wahrnehmen und genießen möchte. Denn auch beim dritten Mal bin ich immer noch erstaunt und glücklich darüber, was mein Körper leisten kann.

Du erzähltest letztens, dass du dich mit deiner Blogidentität auf Raiseandshine nicht mehr wohlfühlst. Du hast Nägel mit Köpfen gemacht und deinem Blog eine Rundumerneuerung verpasst. Was sind die Gründe dafür?

Dafür gibt es gleich mehrere Gründe: Zum einen habe ich das Gefühl, dass es immer mehr Elternblogs gibt, die sich immer mehr angleichen. Sowohl optisch als auch von den Inhalten. Jeder meint, er müsse sich an den etablierten, großen Blogs orientieren und würde dann automatisch auch erfolgreich. Ich gebe zu, dass ich anfangs auch so gedacht habe. Natürlich hole ich mir Inspirationen und schaue, was andere Blogs machen.

Aber ich nehme eine Übersättigung an gewissen Themen wahr.Blog-Krise- Warum mich viele Elternblogs nerven

Ich habe für mich entschieden, dass ich eben nicht den 3792. Post zum Thema Trotzphase und Stillen schreiben muss. Weil ich das auch selbst nicht mehr lesen möchte.Außerdem möchte ich meinem Blog einen klaren Fokus geben und eben nicht über alles mögliche schreiben, was Mütter so beschäftigen könnte. Ich will mich auf eine Nische konzentrieren: Ich möchte eine Plattform schaffen, auf der es auch in Ordnung ist, mal an sich zu denken. Sich selbst etwas Gutes zu tun.

Für mehr Ausgeglichenheit, Gelassenheit und Selbstliebe im Mama-Alltag.

Denn ich bin überzeugt davon, dass ausgeglichene Mütter auch ihren Kindern gut tun. Kinder-Themen werden daher komplett vom Blog verschwinden. Ich sehe mich eher als Lifestyleblog für Mütter und weniger als Mamablog mit Lifestyle-Schwerpunkt.

Glaubst Du, das die Haltbarkeit eines Blogs nach ein paar Jahren abläuft aber die meisten nur betriebsblind sind?

So würde ich das nicht unbedingt ausdrücken. Im Netz verändert sich alles rasend schnell und natürlich sollte jeder Blogger regelmäßig kritisch auf seine Seite und seine Inhalte schauen. Das heißt aber nicht, dass man sich immer gleich komplett neu erfinden muss. Es gibt viele Beispiele für Blogs, die schon vergleichsweise lange erfolgreich sind. Aber genau hier liegt auch das Problem für kleinere, neue Blogs: Das Angebot ist inzwischen unglaublich groß. Daher glaube ich, dass es wichtig ist, seine eigene Nische zu finden und dem eigenen Blog ein klares Profil zu geben.

Beauty und Lifestyle sind Hauptthemen auf deinem Blog, wie lange brauchst du morgens im Bad und wie wichtig ist es dir, was andere denken, wenn Sie dich das 1. Mal sehen?

Ich würde schon sagen, dass ich ein bisschen eitel bin. Perfekt gestylt bin ich deswegen aber noch lange nicht rund um die Uhr. Mir geht es da nicht anders wie den meisten Müttern: Morgens im Bad muss es schnell gehen. Mehr als eine halbe Stunde habe ich nicht zum duschen, föhnen und schminken. Und auch während dieser Zeit steht meist mindestens ein Kind neben mir und fragt, wann ich endlich fertig bin. Was ich mir nicht nehmen lasse, ist eine ausführliche Maniküre. Aber dazu komme ich meist erst nach 22 Uhr. Beauty-Routine ist kostbare Zeit für mich, während der ich einfach gut entspannen kann.Logo  Raiseandshine Relaunch November 2017

Der Prinz kann ja anziehen was er möchte egal welche Marke oder ob es zusammenpasst. Gibst du das bei deinen Kindern vor? Achtest  Du auf Markenkleidung?

Mein Zweijähriger ist da noch sehr unkompliziert und zieht an, was ich ihm aussuche. Bei meiner Tochter ist das schon anders. Mit fünf Jahren hat sie natürlich schon ihre eigenen Vorstellungen und das respektiere ich auch. Solange ein Pferd oder ein Einhorn auf dem Shirt oder Kleid ist, ist sie happy. Zum Glück gibt es da ein paar wirklich schöne Sachen, mit denen wir dann beide zufrieden sind. Wobei ihre Farb- und Musterkombinationen für mich manchmal „gewöhnungsbedürftig“ sind.

Markenkleidung ist mir bei Kindersachen nicht so wichtig.

Ich mische hochwertigere Teile mit Basicsteilen, die oft von H&M und Co. sind. Einzige Ausnahme: Schuhe. Die müssen einfach richtig gut sitzen und strapazierfähig sein. Daher kaufe ich Kinderschuhe auch nur im Fachgeschäft mit guter Beratung und gebe dafür auch vergleichsweise viel Geld aus.

Ihr ernährt euch auch gesund und es gibt einige leckere Rezepte auf deinem Blog. Sind deine Kinder gute Esser oder eher schwierig?

Leider sind meine Kids sehr wählerisch, was das Essen angeht. Sie essen beide gerne Obst, was ja schon einmal ein guter Anfang ist. Bei Gemüse wird es dagegen oft schwer. Wenn es nach meinem Sohn ging, würde er sich ausschließlich von Bananen, Butterbrot und Gurke ernähren.

Dir ist es wichtig Zeit nur für Dich zu haben und nicht ausschließlich über die Mamarolle definiert zu werden. Klappt das im Alltag gut? Hast du 3 Tipps?

Natürlich bestimmt meine Familie meinen Alltag. Aber ich versuche mir bewusst auch mal eine Auszeit zu gönnen und wenn es nur ein paar Minuten am Tag sind. Wenn es mir gut geht, bin ich auch eine bessere Mutter. Zum Glück ist mein Mann auch sehr präsent im Familienalltag und übernimmt einiges. Außerdem gibt mir mein Job in dieser Hinsicht viel.

Es tut mir gut, mich auch mit Dingen zu beschäftigen, die nichts mit meiner Mutterrolle zu tun haben.

Und dann sind da natürlich noch diese kleinen Inseln im Alltag, die sich jede Mutter gönnen sollte. Ein ausgiebiges Bad, in aller Ruhe ohne Kindergebrüll eine Tasse Kaffee trinken oder fünf Minuten bewusst nichts tun. Mir fällt das auch oft schwer: Weil ich an den Wäscheberg denke, an die Einkaufsliste oder daran, dass ich noch dringend einen Termin beim Kinderarzt vereinbaren muss. Ich zwinge mich trotzdem dazu, denn ich glaube, diese kurzen Momente sind das, was am besten gegen Familienstress hilft.Raiseandshine-Familie-SPiel

Deine Tochter ist ja nun schon 5 Jahre alt. Weiss Sie was du im Internet machst und wie handhabt ihr die Mediennutzung?

Meine Tochter weiß, dass ich eine Website habe, viel mehr aber auch nicht. Und ehrlich gesagt, interessiert sie das auch nicht besonders. Ich halte meine Kinder bewusst aus meinem Blog raus. Es gibt keine Fotos von ihnen und ich schreibe auch immer nur zwischen den Zeilen über sie.

Ich würde mich nicht wohl dabei fühlen, wenn ich ihr Leben in der Öffentlichkeit breit treten würde.

Ich blogge meist abends oder nachts, so dass der Blog für meine Kinder auch nicht wirklich präsent ist. Außerdem versuche ich, nicht ständig auf mein Handy zu schauen, wenn ich Zeit mit meinen Kindern verbringe. Meinem Blog und meinen Social Media Kanälen schadet das zwar vielleicht, aber für meine Kinder ist das definitiv besser so. Und das hat für mich Priorität.

Liebe Regine, vielen Dank für die Einblicke. Ich bin gespannt, wie sich dein Blog weiter entwickelt. Ich sehe auch, dass es eine Art Übersättigung gibt aber für mich sind eher die Designs und Namen der Blogs die Übersättigung. Die Themen werden durch die Schreibstile für mich nach wie vor spannend bleiben.

Regine findet ihr im Übrigen auch auf Facebook, Twitter und Instagram.

Was denkt ihr? Habt ihr auch genug von den vielen Familienblogs? Sind für euch Blogs mit Geschichten rund um die Kinder interessanter? Ich finde das Thema nach wie vor sehr sehr zwiespältig und überlege auch nochmal dazu etwas zu schreiben.

Bis dahin wünsche ich euch eine fantastische Vorweihnachtswoche und sage Danke an meine fantastischen Gäste dieses Jahr. Wer im Nächsten Jahr dabei sein will und keine Scheu hat, sich meinen Fragen zu stellen, der schreibt mir einfach an herzätgluckeundsopunktde.

Eure Glucke

 

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2 Comments

  • Reply Ja Ja dieses Internet... ~ Glucke und So 1. Juli 2018 at 22:09

    […] uns 55 Fragen weiter, die sich ihr nach der Veranstaltung stellten. Ich hab euch Regine in meiner geliebten aber total vernachlässigten Montagspost […]

  • Reply Regine 21. Dezember 2017 at 22:08

    Liebe Glucke,

    vielen Dank, dass ich hier dein Gast sein durfte. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht auf deine Fragen zu antworten.

    Ganz liebe Grüße

    Regine

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