Buchrezension

„Erziehen ohne Schimpfen“- Ihr ganzen bindungs- und bedürfnisorientierten Eltern seid Aliens?

17. November 2019

Erziehen ohne Schimpfen- Ihr ganzen bindungs- und beduerfnisorientierten Eltern seid AliensJetzt mal ehrlich Glucke,

Seid ihr ganzen bindungs- und bedürfnisorientierten Eltern nicht wie Außerirdische?

Euer Leben mit Kindern ist immer auf Augenhöhe und ihr quatscht eure Kinder so lange voll, bis sie denken, ach ich mache lieber was Sie sagt, sonst hört Sie nie auf.
Was ihr da immer im Internet auf Blogs oder Instagram zeigt, diese Harmonie zwischen Eltern und ihren Kindern, das kann doch nicht wahr sein? Merkt ihr nicht, welch Druck ihr auf Familien ausübt? Lügt ihr euch nicht in die eigene Tasche? Wieso denken wir Anderen immer wir machen alles falsch? Wenn es doch so schön ist mit Kindern und diesem Bindungsmist, warum gibt es dann so viele Tyrannenkinder oder Ratgeberbücher? Wieso zeigt ihr nie wie es wirklich ist, nämlich sauanstrengend und auslaugend!

So in dieser Form und ähnlich wurde ich schon öfters konfrontiert und ich denke viele meiner KollegInnen, die im BO- Bereich arbeiten oder leben, kennen solche Argumente.
Heute möchte ich euch ein bisschen erzählen, wie es denn wirklich bei uns ist obwohl ich glaube, dass ich nie fanatisch irgendwas an meiner Elternschaft beschrieben habe.
An diesem Wochenende ist die FEBUB in Essen.  Eine Konferenz rund um Bindung und Bedürfnisse einer ganzen Familie. Sofort sind unfassbar gute Vorträge zu hören und ich bin sehr traurig, dass ich nicht dabei sein kann. Besonders Nicola Schmidt hätte mich sehr interessiert.

Vor einigen Monaten schickte mir ihr Verlag ihr neuestes Buch „Erziehen ohne Schimpfen“ zu und genau daran kann man ja schon sehen, das uns hier nicht jeden Tag die Sonne aus dem Po scheint.

Schon oft erzählte ich, das mein bzw. unser Weg der ist, das wir unsere Kinder in Liebe und einer bedürfnisorientierten Umgebung aufwachsen lassen möchten. Ich interessiere mich seit vielen Jahren für die Bindungsforschung und Wege, wie man als Familie auf Augenhöhe zusammen wachsen kann. Menschen wie Susanne Mierau, Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten und viele mehr begleiten mich seit dem ich den ersten Schwangerschaftstest in der Hand hielt.
Ich hatte immer in meinem Kopf, wie ich meine Kinder begleiten und sehen möchte aber das ist nur eine Seite der Medaille.

Bindungsorientierte Elternschaft ist ja kein Gen in meinem Gehirn, das ich einfach anklicken kann.

Unser Gehirn besteht aus einem Genpool. Dieser Pool enthält Material meiner Vorfahren, angelegtes eigenes Material und immer wieder neu angelegtes Material durch das Wachsen. Diesen Genpool kann man zu wenigen Teilen beeinflussen,(leider) aber es ist nicht unmöglich unser Gehirn zu polen.

erziehen ohne schimpfen warum wir eltern ausrastenWarum raste auch ich als bedürfnisorientiertes Elter aus?

Das ist ganz einfach. Wir sind Menschen und keine Roboter. Wir haben einen Rücksack auf dem Rücken oder vor der Brust. Dieser Rucksack enthält alles was wir bereits erlebt haben und wie wir als Kind geprägt wurden. Er enthält unser inneres Kind, unsere Glaubenssätze, unsere Trigger aber auch unsere Wert- und Wunschvorstellungen.

Also warum raste ich aus? Ich gebe euch ein Beispiel. Ich bin hochsensibel und geplagt von schlimmen Stimmungsschwankungen durch die PMDS. Es ist ein normaler Tag in der Woche. Das eine Kind kränkelt etwas und man ahnt schon, das es wohl die Kita ein paar Tage nicht besuchen kann. Das andere Kind will nicht so recht in die Schule, weil da eben ein Fach ist, das es nicht mag und schon morgens beim Anziehen quatschen mich 3 Menschen voll, die alle irgendwas von mir wollen. Ich will aber einfach erstmal aufwachen, meine Struktur einbehalten um pünktlich alles und jeden an seinen Platz zu bringen.

Da ist es 9Uhr und man ist schon kurz vorm Platzen.

Ich versuche dann in den 2 Stunden, die mir bleiben alles zu machen was ansteht. Einen Kaffee zu trinken um kurz innezuhalten und wieder runter zu kommen.
Dann geht das Abholmanöver los. Vorher noch Mittagessen kochen und hoffen das heute alle das Essen was auf dem Tisch steht. Dem ist nicht so. Der Kleine muss Schlafen, der Große hat seine Medien- und Ausruhphase. Die Einschlafbegleitung geht recht schnell aber das heißt nicht, das es ein langer Mittagschlaf wird. Ich selbst schlafe fast mit ein aber freue mich auch auf einen 2. Kaffee und überlege was wir nachmittags bei grauestem Wetter machen können.

Der Große fährt derweil mit irgendwas durchs Wohnzimmer, knallt gegen die Wand, das Babyphone springt an. Der Kleinste ist nach 20 Minuten wach. Ich bin innerlich schon nicht mehr ruhig. Ich sprinte hoch und versuche einen neuen Einschlafversuch aber zwecklos. Es wird bitterlich geweint und ich weiß, das wird ein langer Nachmittag. Ich sage dem Prinzen, das wir doch eine Vereinbarung haben, wenn der Kleine schläft. Er ist aber schon dabei mit Bällen zu jonglieren während der Kleinste noch immer weint. Mein Geräusch- und Stresspegel ist am Limit. Nebenbei läuft irgendein Lied, der Geschirrspüler rumort und ich trage und versuche das Kleinkind zu beruhigen. Dieses beruhigt sich langsam und beide spielen. Es dauert keine 10 Minuten da geht der Streit um irgendetwas los und von Außen könnte man meinen 20 Kinder schreien sich an, es sind aber nur 2.

Das ist der Moment in dem bei mir alles aussetzt. Die schlaflose Nacht, die vielen kleinen Stressfaktoren und meine Überreizung finden einen Abschluss und ich brülle: „Ruhe jetzt! Ich möchte bitte Ruhe“

Die Kinder schrecken hoch und machen weiter. Ich schreie und gehe dazwischen. Versuche zu vermitteln aber viel zu laut. Alles ist viel zu laut und ich raste aus.
Jetzt könnte ich sagen, das passiert einmal im Jahr und so tun als ob unser Leben mit zwei Kindern und unser bedürfnisorientierter Weg immer ruhig, sachlich und total harmonisch ist aber warum sollte ich das tun?
Meine Kinder hassen es wenn ich schimpfe. Wer hasst es nicht angeschrien zu werden. Wer will denn schon freiwillig Schreien. Das ist etwas an meiner Elternschaft, das mich tatsächlich an Grenzen bringt, die ich noch nicht aufbrechen konnte. Für mich und meinen Weg gibts da auch kaum eine Entschuldigung, denn natürlich hat niemand so einen Umgang verdient.

Aber stelle ich meinen Weg dadurch in Frage? NEIN Bin ich eine schlechte Mutter und behaupte, das bei bindungsorientierten Eltern sowas nie vorkommt? NEIN

Aber das ist der Punkt, ich könnte nun dieses BO verfluchen. Ich könnte aufhören mich zu hinterfragen. Ich bin felsenfest davon überzeugt, das Eltern die bindungsorientiert leben genau da den Unterschied machen. Sie sind nicht perfekt aber Sie versuchen ihren Weg zu leben. Der Weg ist ein Prozess. Dieser Prozess ist oftmals anstrengend aber wir durchlaufen ihn, da wir davon überzeugt sind, dass unser Weg der Richtige für uns und unsere Kinder ist. erziehen ohne schimpfen artgerecht

Nicola Schmidt fragt: Ist unser Familienleben artgerecht?

Sie berichtet von einem Volk, die !Kung San, das aus Botswana und Namibia kommt. Dieses Volk wurde sehr lange erforscht. Warum? Bindungsforscher beschreiben dieses Volk als unendlich geduldig und friedlich.

„Bei den !Kung sollen Kinder in erster Linie spielen-niemand erwartet von einem Kind unter 14 Jahren, dass es den Erwachsenen regelmässig hilft….() Gleichzeitig gibt es sehr klare Regeln.“(Zitat, Seite 49, Erziehen ohne Schimpfen)

Unser Leben hier in z.B. Deutschland ist nicht artgerecht. Denn wir leben isoliert als Kleinfamilie in einer meist anonymen Nachbarschaft ohne dieses berühmte „Dorf“. Genau das macht es alles andere als artgerecht. Denn unsere Vorfahren haben in Gruppen gelebt. Es ging gar nicht anders, wenn Sie überleben wollten. So haben aber viele Generationen zusammen Kinder grossgezogen, begleitet und die Regeln des Lebens erlernt.

Wir sind hier zu Viert alleine, denn unsere Familie lebt 400km weg.

So geht es vielen Familien und das macht es so verdammt schwer, den vollen Rucksack und den vollen Kopf, die Müdigkeit und eben den schlechten Tag auf einer Arschbacke abzusitzen.

Dann passieren Aussetzer. Dann geraten wir in die rote Stressebene in unserem Gehirn. Unser Gehirn geht in den Kampfmodus um es wieder zurückzuschaffen in den grünen Bereich. Kampfmodus ist bei mir Schimpfen und laut werden.

Es ist gut dieses Wissen zu haben. Es ist gut, sich zu reflektieren und zu wissen, was eigentlich schief läuft und für mich ist es eben gut, Literatur und Menschen zu haben, die sich genau mit diesen Themen auseinandersetzen. Glaubt mir, ich kann mir derzeit Schöneres vorstellen als Ratgeber zu lesen. Ich habe oft gar keine Kraft überhaupt etwas zu lesen. Mein Gehirn will eigentlich meistens nur schlafen oder schlummern. ABER ich möchte meinen Weg gehen.

  • Ich möchte meine Kinder so begleiten, wie ich mir das vorstelle und Bücher wie „Erziehen ohne Schimpfen“ machen aus mir nicht einen anderen Menschen aber ich habe Alltagsstrategien, die ich anwenden kann.
  • Ich erlange Hintergrundwissen zu Vorgängen in meinem Gehirn, die ich als Laie nicht wissen kann.
  • Ich habe Aha- Momente. Ich kann mich ausprobieren.

Ja aber hör doch einfach auf deinen Bauch und nicht auf Bücher?

Ich bin ein Kopf- Herz- und Bauchmensch und dennoch arbeitet mein Gehirn eben manchmal nicht so wie ich es eigentlich möchte. Bücher, Blogs und Wissen können mich auf meinem Weg begleiten. Es gibt Sie, die Fanatiker in jedem Lebensbereich und ja auch diese tummeln sich laut im Internet. Ja Sie üben Druck aus. Ja ich empfinde alles was fanatisch ist, als nicht zielführend aber es gibt eben auch die Anderen. Die die ihr Wissen, ihre funktionierenden Alltagsstrategien mit uns teilen und so unser nicht vorhanden Dorf ein wenig simulieren.

Ich bin ehrlich, hier in meiner Stadt habe ich wenig Menschen, die bindungskund bedürfnisorientiert leben und ja ich fühle mich wie eine Minderheit. Mir geht es auch gar nicht um den Stempel BO.

Es geht mir darum, dass es schwer ist, wenn man alleine mit dieser Einstellung zu Kindern und Familie ist. Wo geht man also hin? Ins Internet. Man sucht sich Gleichgesinnte. Man tauscht sich aus, man hält sich virtuell die Hände. Deswegen ist man noch lange keine Gruppierung, die andere bekehren möchte.

Ich traf mich letztens mit einer meiner liebsten Leserinnen. Sie ist für mich eine total entspannte Mutter, die BO lebt und scheinbar viele Hürden, wie das Schimpfen etc. schon längst beseitigt hat. Wir sitzen also im Restaurant und erzählen von unserem Tag und wir lachen und merken- Es geht uns total gleich. Wir erzählen uns von unseren schlechten Tagen, wie wir was vielleicht anders angehen können und wir verbringen einen total schönen Abend. Wir merkten eben auch, dass es kurze Momente sind, in denen wir den anderen erleben-egal ob online oder offline.

Wir haben uns nicht gegenseitig verurteilt, wir haben uns nicht das Blaue vom Himmel gelogen und vor Allem wir verteufeln keine Erziehungswege(ausser ein Weg, der ausschliesslich aus Gewalt besteht). Wir haben aber dennoch beide gleichzeitig gesagt, dass wir Eltern die BO leben(wollen) eine Minderheit sind und oft einsam sind. Wir müssen uns immer wieder erklären und werden mit solchen oben genannten Aussagen konfrontiert.

„Erziehen ohne Schimpfen“ zeigt deutlich, dass bindungsorientiert Leben nicht bedeutet, dass keine Fehler entstehen oder das Leben mit Kindern ausschliesslich rosa ist.

Nicola Schmidt lebt auch BO und Sie ist die Autorin dieses Buches. Das Buch gibt Verständnis, zeigt auf warum gewisse „Fehltritte“ passieren und vor Allem wie wir Sie angehen können. erziehen ohne schimpfen BO AlltagsstrategienEs gibt keinen Zeigefinger und auch kein Du musst und nur so geht es. Ich habe kurz nachdem ich das Buch gelesen hatte, total motiviert festgestellt, das es funktioniert. Mein Gehirn hatte es verinnerlicht.

3 Wochen später gabs aber wieder einen Moment der das Fass zum Überlaufen brachte und alles was verinnerlicht war, war weg.

Ihr seht, kein Ratgeber oder Text oder Gespräch dieser Welt kann von jetzt auf gleich, dauerhaft irgendetwas komplett verändern. Es ist Arbeit. Es ist harte Arbeit und es gibt Rückschläge aber so ist das Leben. Wir wachsen und lernen ein Leben lang. Wir haben die Wahl, wie wir leben wollen und vor Allem wir Eltern haben immer wieder die Wahl, zu hinterfragen ob unser Weg so richtig ist. Wir müssen nicht alleine alle Fragen beantworten. Es gibt Sie, die Menschen da Draussen oder auch näher als man denkt, die den Tellerrand verschwinden lassen. Die einfach Impulse geben und Druck, den wir uns meist selber machen, nehmen können.

Also wir bindungs- und bedürfnisorientierten Eltern sind keine Aliens oder Freaks. Wir sind keine allmächtigen Götter und vor Allem kochen wir mit demselben Wasser den Tee wie alle anderen Eltern auch. Ich glaube Vorurteile entstehen aus Angst vor den eigenen Zweifeln. Ich will hier niemanden missionieren BO leben zu müssen aber bitte verurteilt auch nicht Eltern, die so leben möchten.

Der GU Verlag war so lieb und hat mir ein weiteres Exemplar von „Erziehen ohne Schimpfen“ zur Verfügung gestellt.

Beantwortet mir folgende Fragen: Was ist eure beste Strategie um aus dem Schimpfmodus rauszukommen?

Weitere Teilnahmebedingungen sind:

  • kommentiert unter dem Beitrag und beantwortet die o.g. Frage und landet somit im Lostopf.
  • pro Haushalt/Familie bitte nur einmal kommentieren
  • ihr seid mindestens 18 Jahre jung und habt eine gültige Lieferadresse in Deutschland
  • Die Teilnahme beginnt am 17.11.2019 und endet am 24.11.2019 um 24 Uhr. Verlost wird nach Teilnahmeschluss.
  • der/die Gewinner/in werden im Anschluss nach dem Zufallsprinzip ermittelt und unter dem Kommentar hier/oder per Email benachrichtigt. Schaut deswegen einfach wieder vorbei, ob Ihr ausgelost wurdet.
  • Die Verlosung steht in keiner Verbindung zu Facebook oder sonstigen sozialen Netzwerken
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.

Eure Glucke

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17 Comments

  • Reply Claudia Schubert 28. November 2019 at 13:24

    Eine schwierige Frage!
    Wenn ich merke, dass ich die Ruhe verliere, schalte ich entweder für alle Musik an oder verziehe mich und widme mich irgendeiner Aktivität nur für mich allein…Ist aber nicht immer so leicht, da es in mir oft noch eine ganze Weile brodelt!

  • Reply Melanie 24. November 2019 at 23:59

    Es klappt nicht jedes Mal, aber meistens versuche ich mehrmals durchzuatmen, um wieder runterzukommen und mich zu besinnen. Und dann entschuldige ich mich wenn nötig und erkläre, weshalb ich so aufgebracht bin. Da kommt tatsächlich oft Verständnis und wir können entspannter weiter machen.

  • Reply Nicole G 24. November 2019 at 23:22

    Meistens sage ich meiner Tochter das ich jetzt sehr wütend bin und mal kurz für mich sein muss. Dann gehe ich in ein anderes Zimmer und nehme mir eine Auszeit. Klar hilft das nicht immer, aber oft schon. Liebe Grüße, Nicole.

  • Reply Nicola Mayer 24. November 2019 at 22:45

    Ich verlasse die gekippte Situation erstmal, ziehe mich zurück und trinke ein Glas Wasser. Ich mache mir dabei Gedanken, was gerade schief lief, was mein Kind wohl gerade braucht, was ich aber vermutlich nicht erkannt habe… Einmal noch durchschnaufen, Kind drücken und je nach Tageszeit nochmal kurz mit Mini-Me darüber reden.

    • Reply Glucke 2. Dezember 2019 at 10:07

      Liebe Nicola,
      ja meistens mache ich das auch so aber es klappt leider nicht immer. Du hast aber das Buch gewonnen und bitte schick mir deine Adresse.
      Liebe Grüße
      Dani

  • Reply Nike 24. November 2019 at 18:05

    Atmen. Bis 10 zählen und mich fragen, wie „schlimm“ es wirklich war. Eigentlich ist es nie wirklich schlimm. :))

  • Reply Svenja 24. November 2019 at 17:49

    Ich versuche mein Kind immer erst einmal in den Arm zu nehmen, dabei durchzuatmen und dann das Problem zu besprechen. Klappt aber natürlich auch mal besser und mal schlechter…

  • Reply Vera 24. November 2019 at 14:47

    Wir haben ab Januar 2020 einen Kitaplatz bekommen, in einer GFK (GewlatfreieKonnunikation) Kita nach Reggio . Kurz um, ich hätte nach dem Jahr richtig Lust wieder „Literatur“ zu lesen,mir neue Ansichtspunkte (auch für mich selbst) anzueignen, die sich nicht auf Posttraumatische Belastungsstörungen, Totgeburt u Co bezieht. Mitmenschen sind alles, nur nicht immer Einfühlsam…. Privat bin ich für mich aufs Hörbuch umgestiegen ❤

  • Reply Tina Gräbner 24. November 2019 at 14:04

    Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und erlebe meine Gefühle immer sehr intensiv. Daher hilft oftmals nur rausgehen. Mittlerweile funktioniert es auch gut, wenn ich mich zu meinem Kind runterhocke. Schimpfen auf dieser Ebene klappt nicht so gut.;-) und eben auch viel selbstkritisches Hinterfragen und Perspektivenwechsel.

  • Reply Mama Blume 18. November 2019 at 17:41

    Ich hab noch keine richtige Strategie, weil ich merke, dass sie nicht immer funktionieren.
    Mal reicht es, zwei oder drei Schritte zurück zu gehen (Perspektivwechsel) und durchzuatmen, mal nicht. Mal reicht es, sich bewusst zu machen, dass sie noch so klein sind und nix machen, um uns bewusst zu ärgern. Im Gegenteil. Und mal reicht auch das nicht. Manchmal legt sich für einen Moment die Erinnerung daran, wie mir das jeweilige Kind nach der Geburt in die Arme gelegt wurde über die Situation und bringt mich wieder herunter, manchmal klappt das auch nicht. Und selten beiße ich mir (wirklich stark) auf den Finger um mich mit diesem Reiz wieder selbst herunter zu holen und hin und wieder klappt auch das dann nicht mehr.
    Ich merke, dass das schon sehr stark von meinem Zyklus abhängig ist. Die Woche vor meiner Mens klappen die Strategien tendenziell schlechter als bspw. kurz vor meinem Eisprung. Ich bin schneller genervt, wenn ich versuche, mit starken Mensschmerzen den Alltag zu wuppen als sonst.

    Ich hab die leise Hoffnung, dass mir dieses Buch da vielleicht ein bisschen weiter helfen könnte..

  • Reply Ella 17. November 2019 at 22:23

    Liebe Dani,

    ich mache gerade einen PMS Kurs bei Stefanie bewusst-weiblich.de und sie hat innerhalb des Kurses diese Übung geteilt: Wenn man aus einem Muster oder Gedankenkarusell ausbrechen will: Denk an 5 Dinge die du gerade siehst (Stuhl, Bild, Pflanze…), denk an 5 Dinge die du gerade hörst (Atem, Schritte, Autos..), denk an 5 Dinge die du gerade auf deiner Haut spürst (Pullover, eigene Hand, Schmuck), denk an 4 Dinge die du sieht, 4 Dinge die du hörst, 4 die du spürst, 3 die du siehst, 3 die du hörst, 3 die du spürst etc.

    Habe das sogar mit meiner Tochter gemacht, als sie von einem Alptraum aufgewacht ist und wirklich sehr fertig war. Man kommt einfach runter und alles relativiert sich, weil man nachdenken muss und seinen Körper wahrnimmt.

    Alles Liebe,
    Ella

  • Reply Anna Möllenkamp 17. November 2019 at 21:05

    Mir mein Kind als Baby vorstellen. Gerade wenn ich auf 180 hochgehen, hilft das ungemein. 🙂

  • Reply Angelika 17. November 2019 at 20:55

    Atmen atmen u mir verinnerlichen es gibt so viel schlimmeres u schaue meinen Kids in die Augen u dann kommt die Dankbarkeit

    • Reply Sarah 24. November 2019 at 21:21

      Ich versuche tief durchzuatmen, mir bewusst zu machen, dass er auch mit fast 6 Jahren einfach immer noch klein ist und denke daran, wie er mich erleben und wahrnehmen muss, wenn ich so meckere. Ich möchte meinem Kind nicht so in Erinnerung bleiben… Dann entschuldige ich mich und wir kuscheln einen Moment.

  • Reply Francesca 17. November 2019 at 20:27

    Ich brauche ein paar Minuten um mich wieder zu beruhigen und dann nehme ich sie in den Arm und sage ihnen, das ich sie lieb habe und das es doof von mir war zu schreien und erkläre ihnen warum es passiert ist.

  • Reply kami 17. November 2019 at 14:09

    Ich atme tief durch und umarme meine Kinder. Irgendwann beruhigen wir uns gemeinsam. Wenn es ganz schlimm ist gehe ich und verbringe 5 Minuten für mich um die Situation zu reflektieren.

  • Reply Miriam 17. November 2019 at 14:08

    Ich versuche zu atmen und singe dann laut etwas oder mache komische Geräusche. Dann lachen wir uns es wird besser

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