Ich die Glucke

Die 8 schlimmsten „Das tut man nicht“

13. Mai 2016

Das tut man nichtKennt ihr diesen Spruch “ Das tut man nicht.“ Ich frage dann immer wer sagt das und ärgere mich meist, da doch oftmals sehr widersprüchliche Aussagen dazu kommen. Ich habe mal ein wenig gesammelt und für euch die allerschlimmsten Das tut man nicht, vielleicht fallen euch ja auch noch ein paar ein.
Popeln- als Kind ist es ein Meilenstein wegen der Augen Hand Koordination oder so ähnlich und als Erwachsener total verpönt, denn das tut man nicht. Und doch sehe ich jeden zweiten Autofahrer popeln als ob seine Scheiben nicht durchsichtig wären und man sagt:

das tut man nicht.

Pupsen- als Kind wird man beklatscht als obs nen Oscar gäbe und als Erwachsener schaut jeder verstohlenen Blickes um sich rum, nicht erwischt zu werden und den zu suchen, der hochrot anläuft, weil er es einfach nicht mehr zurückhalten konnte. Luft muss raus und die wird mehr umso älter man wird und doch

das tut man nicht.

Matschen, Kleckern und schmutzig sein– zu einer richtigen Kindheit gehört Dreck, im Matsch und vor allem mit Matsch spielen. Sogar Matschküchen werden für die Kleinen gebaut. Als Erwachsener wirste mit nem Fleck auf der Jacke angeschaut als ob Du keinen Cent, keine Gehirnzelle und kein Geschmack hättest, denn das tut man nicht.
Lügen- bei Kleinkindern beginnt es und wird als magische Phase betitelt. Es gibt wilde Geschichten die Kreativität bezeugen und glitzernde Augen hinterlassen. Sagt ein Erwachsener die Unwahrheit, wird er meist mit Ignoranz bestraft und doch sind wir doch ehrlich. Fast jeder der gefragt wird wie es ihm geht, der lügt, denn wer will die Wahrheit schon wissen und dennoch:

das tut man nicht.

Mit offenem Mund essen- Bei Kindern ist man froh, wenn Sie überhaupt essen. Der Mund ist meistens offen- gerne um auch mal was rauslaufen zu lassen oder die verrotzte Kitanase zu belüften. Isst ein Erwachsener mit offenem Mund gibt’s große sich verleiernde Augen und Tritte unterm Tisch vom Gegenüber. Glaubt man aber gewissen Kniggeregeln gehört Kommunikation am Esstisch dazu und zeigt hervorragende Manieren wenn man sich beim Essen gepflegt unterhält. Wie man das allerdings mit geschlossenem Mund machen soll, sollte ich vielleicht mal David Copperfield fragen? Die Mehrheit sagt:

das tut man nicht.

Kacken- Wenn Kinder kacken oder etwas vornehmer gesagt, Stuhlgang haben, dann haben meist die Mütter erleichternde Gedanken, denn der Windelinhalt spielt immer eine große Rolle. Die ganz Kleinen beweisen damit einen gut funktionierenden Darm und die größeren, dass Sie keine Verstopfung haben. Je nach Konsistenz kann man bestimmte Krankheiten ausschließen oder aber dem Arzt vortragen. Erwachsene Menschen, man mag es kaum glauben haben auch Stuhlgang aber darüber zu reden, würde ihnen niemals einfallen. Was auf der Toilette passiert bleibt auf der Toilette, nur die Aromen verraten was man da tut und das ist auch richtig so denn:

das tut man nicht.

Schimpfen, fluchen – wenn Kinder schimpfen fängt das im Babyalter an und zeigt, hier stimmt was nicht. Hunger, Pipi, Müde oder Langeweile sind oft die Ursache. Schimpfen entwickelt sich aber schnell durch andere Laute bis hin zu Wörtern weiter. Glücklich darüber, dass das Kind endlich deutlicher kommuniziert flucht man innerlich, was man sich da nur gewünscht hat denn „Du bist kacke.“ „Du bist blöd.“ sind nur wenige Beispiele für eine neue Schimpfärea. Wo hat das Kind das nur her, denkt man während man sich wieder mal über den Fahrer, der 20 in der 50er Zone fährt, lauthals beschwert.

Schimpfen, das tut man nicht erklärt man dem Kind dann schimpfend.

Fernsehen schauen- Alle Medien die es heutzutage gibt gehören weggesperrt, zumindest vor Kindern denn das verblödet, zerstört Gehirnzellen und verhindert das eigenständige Denken und Handeln aber siehe da, sind die Kids auf der Schaukel oder im Bett, wird das Handy gezückt und die Fernbedienung parat gelegt. Man lässt sich berieseln und schlummert gemütlich vor der Kiste ein, die ja gar keine viereckigen Augen macht aber

das tut man nicht.

Wie man sieht, viele tut man nicht gibt’s und dennoch tut man es, denn wir sind Menschen und keine Maschinen. Natürlich hat man Werte die man vermitteln möchte, um Rücksicht auf seine Mitmenschen zu nehmen und dennoch sollten wir alle mal etwas entspannter mit uns unseren Körpern und unseren Richtlinien umgehen oder?
Hab ich einige tut man nicht vergessen? Dann immer her damit.

Eure Glucke

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8 Comments

  • Reply Kerstin 24. Juli 2017 at 14:46

    Schön sind deine Gedanken zum Thema TABU.
    Mit fiel dazu sofort der Song von Pe Werner mit dem Titel TABU ein. … man bohrt nicht in der Nase, man raucht nicht im Bett, man macht auf Mutters Tischdecke keinen Fleck… … …
    … Und wen der Pabst in Rom liebt, geht niemand was an.. tabu, was man nicht dürfen darf..
    ;-);-)
    Danke dafür, Kerstin

    • Reply Glucke 27. Juli 2017 at 20:10

      Hi Kerstin,
      das Lied kannte ich gar nicht. Danke dafür.
      Liebe Grüße
      Dani

  • Reply Olga 20. Juni 2017 at 22:38

    Oh man, beim Lesen müsste ich doch ganz schön schmunzeln! Ich gehöre auch zu der Sorte, die öfter mal „das tut man nicht“ zum Töchterchen sagt. Und das schlimmste oder auch das lustige, die Kleine sagt mir nun auch, was man nicht tut

    • Reply Glucke 20. Juni 2017 at 22:48

      Haha siehste und wie findeste das?

  • Reply Anna aus der Eifel 13. Juni 2016 at 17:54

    Wer ist eigentlich man(n)? Für uns (Puppen) Kinder gibt es den Mann mit einem „n“ eigentlich gar nicht! Wir Kinder finden es gut, wenn die Erwachsenen sagen was sie von uns wünschen und nicht immer was der man(n) tut oder nicht tut…Manchmal sind Erwachsene ganz schön kompliziert, aber es gibt „Glucken“ und so, die uns einfach verstehen! DANKE…deine Anna aus der Eifel!

    • Reply Dani 13. Juni 2016 at 18:37

      oh wie lieb von Dir und ja du hast ganz recht.
      Liebste Grüße aus Apulien
      Dani

  • Reply Dalia 14. Mai 2016 at 11:19

    Coolster Artikel ever! Obwohl ich schon sehe, wie manche Dinge, die man nicht tut zum besseren Miteinander führen (Pupsen), und es einfach bessere und schlechtere Zeiten gibt um über Kacke zu sprechen, ist manches doch super willkürlich. Schmatzen, z.B. stört doch nur, wenn man es anders gelernt hat. Meine koreanischen Arbeitskollegen schmatzen, sprechen aber beim Essen kein Wort. In Frankreich ist es unhöflich, schnell zu essen, der Aufwand will zelebriert werden. Ich hatte in meiner antiquierten Schule ja gelernt, dass eine Dame beim Essen gar kein Geräusch macht, auch kein Löffel auf das Porzellan treffen darf und man immer wartet bis der Gastgeber zu essen begonnen hat. Und bin daher umgeben von unhöflichen Barbaren…
    Gerade seit der Kleine da ist, denke ich über meine Gewohnheiten nach, weil man daheim doch andere Manieren hat als draußen. Und ich muss oft schmunzeln, welche Selbstkasteiungen stolz vorgetragen werden, wer NIE ein Handy in der Anwesenheit der Kinder verwendet und NIE die Kinder in irgendeinen Bildschirm schauen lässt. Mir ist es da lieber, er lernt einen gesunden Umgang mit Medien. Einen, den ich mir selber mühselig beibringen musste, weil ich nach einer Kindheit ohne Fernseher quasi jede freie Minute davor verbracht habe… Aber Medien sind ein anderes Thema…

    • Reply Dani 14. Mai 2016 at 19:02

      Hi Dalia,
      ja DU hast natürlich recht. Ich übertreibe auch etwas in meinem Text aber es nervt doch schon wie anständig sich einige immer betiteln. Manieren ws ist das? Es ist wirklich kulturell überall anders. Wenn Menschen freundlich sind und hilfsbereit finde ich das viel wichtiger als ob sie schmatzen-auch wenn ich selbst schmatzen als Schmerz verspüre. hehe
      Liebe Grüße

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