Ich die Glucke

Wie Bob, Leo Lausemaus und Jonalu in mein Leben traten

25. Februar 2015

Leo und Bob

Als ich schwanger war, hatte ich bereits klare Vorstellungen was ich für den Prinzen will und was nicht. Vehement diskutierte ich mit meinem Mann darüber dass der Prinz weder Fernsehen schauen soll noch später ein eigenes Handy bekommen soll.

Mein Mann sagte immer „Warts mal ab“ und ich entgegnete immer “ nein ich will das nicht“.

Ha und nun 18Monate später muss ich mal wieder schweren Herzens zugeben, dass mein Mann recht hatte.

Die heutige Technik, auch in unserem Haushalt, hat mein Vorhaben durchkreuzt. Wir hatten ein lange Autoreise vor uns und der Prinz wurde nach knapp 4Stunden Fahrt, verständlicherweise, unruhig. Ich probierte natürlich erstmal alles aus meiner Mamazaubertrickspielekiste aus, aber nach nach 30Minuten hatten wir jedes Buch durch. Ja und was soll ich sagen, auf dem Tablet waren bereits, von mir mühsam ausgesuchte Babyapps. Ja es gibt Babyapps, sogar sehr viele.Ich zeigte ihm diese App und siehe da er war ganz entzückt und entspannte sich und wir uns dadurch auch.

Naja einmal gezeigt, da wisst ihr was kommt. Irgendwann wusste der Prinz von Funktionen auf dem Tablet, die wir nicht kannten, Oh je dachte ich, so war das nicht geplant.

Auf dem Tablet tauchte auch irgendwann ein Videokanal auf und der Prinz entdeckte Bob und seine Lieblinge, die Jonalus. Inzwischen haben wir Sie auf DVD, damit er nicht in diesen kleinen Bildschirm schauen muss. Ich kenne inzwischen jedes Lied der Jonalus auswendig und seit wir Leo Lausemaus entdeckten, singe ich voller Inbrunst das Titellied mit. Ich habe auch meine Liebe für Kindersendungen wieder entdeckt, da Sie so fröhlich sind, so farbenfroh und so fantasievoll und musikalisch.

 Ich musste zum Zahnarzt und der Prinz musste mit, es musste nur was angepasst werden und der Prinz saß auf meinem Schoß und ich gab ihm mein Handy, er durfte eine Wimmelbuchapp anschauen und der Doc konnte so ganz schnell und unkompliziert seine Anpassungen machen. Die Zahnarztgehilfin schnalzte mehrmals mit der Zunge und hätte nicht was in meinem Mund gesteckt, hätte ich ihr dazu was Passendes gesagt.

Aber wenn ich mich zurück erinnere, als ich selber noch kinderlos war und ein Kind mit Handy sah, da schnalzte ich auch mit der Zunge.

So ändert sich die Sichtweise, sobald ein Kind da ist.

Wir hatten wirklich eine Phase, da war der Prinz zu fast nichts mehr, außerhalb des Tablets, zu bewegen. Wir fühlten uns grauenhaft, als schlechte Eltern, wir versuchten wirklich alles, wir versteckten sämtliche Technik aber er wusste wo und wir fanden es dann auch irgendwie unpassend ihm etwas zu verbieten was wir selber jeden Tag konsumieren.

 Aber urplötzlich ging das Interesse weg und wir waren froh.

Inzwischen ist es so, dass wir es locker sehen, wir surfen viel und die Geräte liegen rum und wenn der Prinz möchte dann zeigt er es und dann kann er ein bisschen spielen oder etwas schauen aber es ist selten der Fall. 

Der Fernseher läuft tagsüber bei uns nie, es sei denn die Sportschau kommt oder der Prinz mag eine DVD schauen.

Das Witzige ist, dass so mehr wir uns Gedanken gemacht haben, wie wir all das vor ihm fernhalten können, umso mehr hat er es gefordert. Seitdem wir total entspannt damit umgehen und diese Dinger auch mal helfen ein Essen in Ruhe einzunehmen oder das Kind aus einer Stresssituation rauszuholen, seitdem ist alles prima. Ist vielleicht nicht pädagogisch wertvoll aber Kind & Eltern sind zufrieden.

 Ja auch wir wissen, dass die Augenprobleme bei Kindern extrem zugenommen haben, seitdem alle in Smartphones oder Tablets schauen und wir achten auch darauf aber sind wir eine Ausnahme??? Machen es wirklich alle anderen Eltern anders???

Wie sieht es bei euch aus, wie oft und wie lange dürfen eure Kinder ans Smartphone, Tablet oder den Fernseher?

Macht ihr euch Sorgen über die Entwicklung eurer Kinder??

 

Eure Glucke

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2 Comments

  • Reply Andrea 25. Februar 2015 at 16:31

    Sehe das ähnlich. Tablet und PC sind bisher tabu, haben aber eine Riesen-Anziehungskraft. Fernsehen gibt es, aber nur in Form von DVDs wie Yakari oder Astrid Lindgren und zeitlich begrenzt. Apps gibt es bisher nicht, hatte noch keine Zeit und Lust, was passendes zu suchen. Auf dem Smartphone schauen wir nur gemeimsam Fotos. Denke ein gewisses Maß sollte nicht überschritten werden, dann ist es auch sinnvoll.

    • Reply Glucke 25. Februar 2015 at 19:35

      Hey,
      Na da seid ihr ja zumindest der Technik noch nicht verfallen. Ja auf das Maß achten wir, es ist eine „Notlösung“.
      Liebe Grüsse
      Dani

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