Ich die Glucke

Wieso sind Kinder ungewollte Menschen?

17. Juni 2016

KinderIch bin ja grad im Urlaub und berichtete letzte Woche von unserem Flug. Das kinderunfreundliche Paar geht mir immer noch nicht aus dem Kopf und gerade lese ich von meiner wunderbaren Marsha einen Beitrag darüber, wie entsetzt sie ist, dass Eltern und Kinder nur „kindgerechte“ Sachen machen sollen.

Selbst viele Eltern sind der Ansicht, das Kinder nerven und sich doch mal am Riemen reißen sollen.

Kinder sollen ins Kindercafe, In die Kita, ins Babyplanschbecken im Schwimmbad, auf den Spielplatz oder in den Zoo. Die Happy Happy Ecke beim goldenen M ist auch erlaubt aber alles Andere ist für Familien verboten.

Mit einem Kind in eine Ausstellung gehen? Gott bewahre. Ich war mit dem Prinzen schon bei einer Vernissage und bei der Kunstausstellung in Karlsruhe. Kaum zu glauben aber wahr.

seht ihr den Mann mit Herz im Gesicht, der hatte Angst um die Kunst

seht ihr den Mann mit Herz im Gesicht, der hatte Angst um die Kunst

Auch gehen wir jedes Jahr an unserem Hochzeitstag in ein sehr schönes und edles Restaurant mit ihm. Er rennt dort die ganze Zeit rum und ja einige schauen doof aber niemand sagt was und wir lassen uns das ganz sicher nicht nehmen.

Jetzt muss ich zugeben, dass ich mir ein Kindercafe bei uns in der Stadt wünschen würde, allgemein würde ich mir mehr für Familien und Kinder wünschen. Wieso? Weil wir Eltern ja kein Problem haben, an Orte zu gehen an denen unsere Kinder besonders viel Spaß haben. Das Kuriose ist ja auch, dass man an uns Familien ein Haufen Geld verdienen kann,verdient und dennoch sind wir so, wie die blöden Verwandten, die man nur einmal im Jahr sehen will.

Wir lagen gestern am Strand und der Prinz und ich blödelten rum. Er hat ein unglaublich lautes Lachen und Organ und ich liebe es, da er seine Gefühle zeigt. Viele fremde Köpfe stiegen empor, um die Quelle des Bösen ausfindig zu machen und ich bin in einem sehr sehr kinderfreundlichen Land und dadurch besonders irritiert gewesen.

„Auch Mütter sollten mal Respekt vor anderen Menschen haben, die einen schweren Tag hatten.“

Das sagte eine Mutter zu meinem Flugzeugpost. Als erstes schnaufte ich wieder als ich das las, denn es ist irgendwie verräterisch. Wir Familien sollten doch in diesen Dingen zusammenhalten.

Dann dachte ich mir so, ja na klar. Eigentlich sollte ich die Fluggesellschaft anschreiben und auffordern, einen extra Flug nur für kinderlose Paare und Menschen die Kinder nicht um sich haben wollen, anzubieten.

Aber dann auch mit Aufpreis, wie für mein Kind ab Zwei.

Die Diskussionen nehmen wohl nie ein Ende. Letzte Woche Aufruhr wegen dem kinderfreien Biergarten. Letztes Jahr wegen dem kinderfreien Hotel.

Wenn ich mir ein Familienhotel anschaue, dann könnte ich von dem Wochenendpreis, woanders ne Woche im 5 Sterne „Normalo“ Hotel machen. Im Normalo Hotel sind aber Kinder meist genauso gern gesehen, wie ein dreckiges Bad.

Marsha hat recht, wir diskriminieren Kinder und deren Eltern natürlich mit. Wir bringen unseren Kindern aber gleichzeitig bei, zu teilen, offen und aufgeschlossen die Welt zu betrachten. Höflich zu sein und zu helfen.

Eigentlich ist das schon eine Parodie oder?

Eine Rentnerin, die kaum laufen kann, schnauzt rum, ich soll dem Prinz was zu essen geben, weil er weint. 10 Minuten später seh ich sie über die Straße rennen- 5 Meter neben dem Fußgängerüberweg. Wo ist da die gute Erziehung geblieben?

Ein Mann, hinter mir im Flugzeug, schnarcht so laut, dass wir unser eigenes Wort nicht mehr verstehen- aber es würde nie jemand was sagen-denn der gute Mann will doch nur schlafen.

Wieso nur ist die Gesellschaft so empfindlich gegenüber Kindern? Egal was Kinder machen, sie sind irgendwie auffällig. Es gibt immer rollende Augen, Seufzer und Kommentare.

Stillen in der Öffentlichkeit,ist ein Verbrechen. Ein Baby weint im Supermarkt und alle würden am liebsten Reißaus nehmen und ab sofort woanders einkaufen. Ein Kind spielt in einem Biergarten und das Bier schmeckt gleich schlechter. Ein Kleinkind rennt durch eine Kunstausstellung(ohne etwas zu berühren) und ein Aussteller erklärt mir, dass das Kunst ist und kein Spielzeug. Ach ne, da wäre ich niemals nie drauf gekommen.

Du willst ne Wohnung und hast 3 Kinder- du kannst nur asozial sein und die Wohnung wird innerhalb von Wochen heruntergewirtschaftet. Die Beispiele könnte man ins Unermessliche treiben.

Wisst ihr, ein Hotelbetreiber, der sich darauf spezialisiert, nur „kinderlose“ Menschen aufzunehmen, hat natürlich das Recht, es ist ja sein Hotel und ich habe auch nichts dagegen aber ein Wellnesshotel ohne Einschränkung, ist für alle Menschen und doch wurden wir ziemlich schief angeschaut von einigen Gästen. Das Personal war hingegen wunderbar zum Prinzen.

Ja unsere Welt ist schnellebiger und stressiger geworden aber es werden auch irgendwie weniger Kinder und wir leben länger. Wir beschweren uns eigentlich immer über alles aber die Kinder kommen am schlechtesten weg.

Was hat sich sonst so verändert, dass Kinder inzwischen wie die Pest angesehen werden?

Ich denke wirklich so oft darüber nach, denn es ist auch sehr auffällig in allen Lebenslagen. Sei es die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das Bildungssystem etc. Man wird immer wieder damit konfrontiert wie viele „Nachteile“ Kinder doch eigentlich haben und darstellen.

Aber wie soll das Ganze mal enden. Was denkt der Mann, der in 20 Jahren in Rente gehen will und es fehlen einfach mal die Einzahler. Wer soll später mal Kunst oder Geschichte lehren, wenn wir kaum noch Kinder bekommen und die die da sind, werden zwar zu Leistungsmaschinen gemacht aber ins Theater sollen Sie erst ab hmmm 10Jahre?

Welches Alter bei Kindern ist denn  gesellschaftsfähig?

Ich glaube wir Eltern fordern nicht allzu viel und unsere Kinder sowieso nicht. Sie möchten Liebe und Geborgenheit. Sie sehen darüber hinweg, wenn jemand Sie schroff anschreit. Sie spüren die Konflikte aber wirklich verarbeiten können Sie nicht, was diese Erwachsenen da vom Stapel lassen.wahre_Liebe

Und da komme ich auch schon fast zum Ende dieses aussichtslosen Gedankenwirrwarr. Ich dachte immer das ich keine Kleinkindmama bin. Ich dachte wirklich, ich bin schlecht, im Bemerken der Signale oder im Erfüllen der Bedürfnisse eines Babys. Ich habe eine Weile gebraucht. Ich habe mir gewünscht, dass der Prinz mit 3 Monaten sprechen kann, um mir zu sagen, was ihm weh tut. Ich dachte, ein Baby was die meiste Zeit liegt und schaut oder schläft oder weint, das ist nichts für mich. Ich war der Meinung, ich bin eine Mama ab Schulalter.

Inzwischen bin ich fast 3 Jahre Mama und der Prinz kann so viel. Er spricht und ist fast am Ende der Kleinkindphase und ich muss wirklich sagen, ich bin doch eine Babymama oder Kleinkindmama. Ich liebe diese kleinen Wesen, ich spiele unglaublich gerne mit Ihnen. Ich möchte Sie immer Trösten oder kuscheln oder mit Ihnen Shakern. Diese 3 Jahre waren einfach so fordernd aber auch inspirierend. Das würde ich immer wieder machen wollen. Diese Entwicklungen auf beiden Seiten. Ich habe wirklich großen Respekt vorm Schulalter. Ich habe Angst ob ich meinem Kind intellektuell oder mobil dann noch gewachsen bin? Findet er mich dann uncool? Er liebt vielleicht eine sich überschlagende Achterbahn und mir wird schon vom Schaukeln schlecht. Wie meistens wir die Pubertät? Wie erkläre ich ihm, das es Menschen gibt, die ihn nicht mögen? Es sind solo viele Fragen. Die eine Frage ob Baby oder eher größere Kinder hat das Elternhandbuch genauer unter die Lupe genommen und da gibt es schon einige Artikel.

All das beschäftigt mich und ich bin traurig darüber, dass unsere Gesellschaft sich damit beschäftigt, wo Kinder überall nicht hin sollen und sage auch: Liebe Eltern lasst euch nicht diskriminieren. Geht mit euren Kindern hinaus in die Welt und zeigt Sie Ihnen. Ob Theater oder Ausstellung oder ein schickes Restaurant oder oder oder… nur Ihr und euer Kind entscheidet das und nicht jemand anderes und um so mehr wir uns zurückziehen, je mehr Raum geben wir Menschen, die eine Welt ohne Kinder lebenswerter finden.

Wie seht ihr das? Macht ihr noch dieselben Dinge wie ohne Kind? Findet ihr es gut, dass sich so viele über Kinder beschweren?

Eure Glucke

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28 Comments

  • Reply Blogparade – Die Babyfrage – Der Rückblick 5. Januar 2017 at 12:40

    […] Auf „Glucke und so“ erzählt Dani aus Berlin von ihrem Familienleben. Unsere Blogparade hat sie dazu inspiriert, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob Kinder in unserer Gesellschaft grundsätzlich nicht gewollt sind. Wer mehr darüber wissen möchte, folgt diesem Link: https://gluckeundso.de/wieso-kinder-ungewollte-menschen/ […]

  • Reply Laura 20. Juni 2016 at 14:55

    Ich glaube halt, dass früher Kinder mehr einer harten Hand unterstanden, was heute glücklicherweise nicht mehr der Fall ist. Deshalb fühlen sich viele so bemüßigt, das negativ zu kommentieren, wie Kinder sind. Den Ansatz die Bedürfnisse der Kinder zu achten und respektieren gibt es glaub ich noch nicht so lange.

    Ich war früher selbst jemand, der sich nicht gefreut hat, wenn im Sommer Kinder draußen laut gespielt haben, weil ich neben der Arbeit studiert habe und dann gerne bei offenem Fenster gelernt hätte, was mir aber wegen des Lärms verwehrt blieb. Ich glaube, man selber kann das Leben mit Kindern nie so einschätzen, bis man selbst welche hat.

    Ich finde es schön, wenn man Kinder überall hin mitnimmt, denn nur so lernen sie die Welt kennen. Und zu dieser Welt gehören leider sich griesgrämige Leute.

    Das einzige, wo ich nicht übereinstimme ist, dass es nicht viele Kinder gibt. Ich glaube, es wird immer sehr viele Leute geben, die das Pensionssystem finanzieren können. Wenn das aktuell – wie in vielen Medien kolportiert – nicht durch Kinder passiert, dann durch Zuwanderung. Ich glaube nicht daran, dass es zu wenige Kinder gibt, wenn sich die Weltbevölkerung in den letzten 30 Jahren mehr als verdoppelt hat.

    • Reply Dani 20. Juni 2016 at 20:33

      liebe Laura,
      mit zu wenig Kindern, meine ich Deutschland und wir sind in der Geburtenrate sehr sehr weit hinten und die Tendenzen zeigen, dass es auch so bleiben wird.
      Liebe Grüße
      Dani

  • Reply Nicole 19. Juni 2016 at 22:46

    Die Einstellung von Brigitte finde ich super!!!
    Und natürlich erwarte ich keine Reaktion auf meinen Post. Ich dachte nur, dass man hier ehrlich seine Ansicht äußern darf. Meine Ansicht ist aber wohl zu unbequem für einige hier…..
    Und wieso glauben einige hier, dass ich kinderlos bin. Kann ich diese Meinung als Mutter nicht vertreten?

    • Reply Dani 19. Juni 2016 at 22:51

      Liebe Nicole,
      natürlich darfst du deine Meinung äussern aber wieso sprichst du von Kinderlosen wenn DU es nicht bist?
      Du bist Mama? Na dann ist deine Antwort noch unverständlicher für mich.
      Liebe Grüße
      Dani

  • Reply Christina 19. Juni 2016 at 22:29

    Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus, zu dem ein riesiger Innenhof gehört, auf dem sich ein Spielplatz befindet. Heute (Sonntag) waren wir mit unserer Tochter (3) für eine Stunde vorm Mittag unten und haben geschaukelt. Kurz vor 12 kam eine junge Frau, die wahrscheinlich auch in einem der Häuser hier wohnt vorbei und fragte uns ernsthaft, ob wir es okay und nicht eventuell etwas rücksichtslos fänden, dass man mit den Kindern an einem Sonntag hier auf den Spielplatz in den Hof geht oder ob wir da nicht mal auf den öffentlichen im nahe gelegenen Stadtpark gehen können… Die Leute, die in der Woche arbeiten, wollten am Wochenende doch mal ihre Ruhe und die Kinder seien so laut auf dem Spielplatz… Was soll man denn dazu sagen???

    • Reply Dani 19. Juni 2016 at 22:31

      Genau das meine ich, das ist unglaublich oder? Da fehlen mir die Worte…

  • Reply Nicole 19. Juni 2016 at 17:59

    Dieser Blog scheint zwar schon älter zu sein, aber sicher immer noch aktuell. Und was ich hier lese, regt mich so auf, dass ich einfach nicht anders kann, als was dazu zu sagen.
    Ihr Eltern tut mir wirklich leid….
    Habt ihr wirklich keine anderen Probleme?
    Schon mal eine Sekunde darüber nachgedacht, wieviel ungewollt kinderlose Paare es gibt, die sich nichts sehnlicher wünschen, als laute und lebenslustige Kinder? Für die es das kleinste Problem ( wenn überhaupt eins) wäre, wegen lauter Kinder schräg
    angesehen zu werden?
    Denkt öfter daran, was für ein großes Glück ein gesundes Kind ist. Und ihr werdet staunen, mit welcher Gelassenheit ihr genervte Blicke und teurere Eintritts- und Flugpreise ertragen werdet.
    Das sind, in meinen Augen, Luxusproblemchen.
    Gruß, Nicole.

    • Reply Dani 19. Juni 2016 at 18:23

      Liebe Nicole, was hat das eine mit dem Anderen zu tun? Wir Eltern lieben Kinder so wie die ungewollt Kinderlosen also sehen wir sicher die Dinge ähnlich. Ungewollt kinderlos zu sein ist wirklich sehr sehr traurig besonders da ich sehr wohl weiß wie sich es anfühlt also finde ich es etwas ungerecht alles immer als Luxusproblem darzustellen. Liebe Grüße

      • Reply Nicole G 19. Juni 2016 at 18:38

        Am besten gar nicht auf solche Posts reagieren Dani, auch wenn es mir selbst leid tut für Kinderlose. Das rechtfertigt aber nicht jemanden so anzugreifen.

        • Reply Dani 19. Juni 2016 at 18:39

          Ja ich finde ja immer das jeder in so einem Fall eine Antwort verdient hat aber wahrscheinlich hast du Recht.

  • Reply Brigitte 19. Juni 2016 at 13:35

    Hallo, ich bin Mittdreißigerin und Mama von zwei Prinzessinen. (5Jahre und 6Wochen alt)
    Und Nein- ich mach natürlich nicht mehr die selben Sachen wie vor den Kindern.
    Wieso sollte ich meine Kinder auch in eine Ausstellung schleppen wo es ihnen stinklangweilig ist und sie sich dementsprechend aufführen?
    Natürlich kommen in so einer Situation dann böse Blicke. Aber in erster Linie von mir.

    Es mag ja ein paar wenige Kinder geben die das betrachten von Kunst, das hören von Konzerten, das speisen in nem edlen Lokal interessant finden und sich darauf einlassen können. (Wirklich betrachten, zuhören, sitzen bleiben und essen)
    Aber ansonsten finde ich es egoistisch von den Eltern ihre Kinder zu solchen Unternehmungen zu schleppen.
    Denn wenn ich mit den Kindern was unternehme das sie spannend, interessant und/oder aufregend finde „benehmen“ sie sich wesentlich besser.

    Im Zirkus bleibt meine die vollen zwei Stunden gebannt sitzen.
    Das würde in nem Violinenkonzert nicht mal 10 Minuten gehn.

    Im Zoo läuft meine ganz interessiert von Gehege zu Gehege, stellt Fragen, oder erklärt mir was sie schon weiß.
    In einer Bilderausstellung wäre sie gelangweilt, würde quengeln, vermutlich rumrennen und raus/auf nen Spielplatz/nach Hause wollen.

    Natürlich gibt es auch Situationen in denen es sich nicht vermeiden lässt dass man Kinder mitnimmt obwohl sie keine Lust dazu / Angst davor haben / gelangweilt sind.
    z.B. Supermarkt, Zug, Flugzeug, etc.
    An solchen Orten habe ich auch vollstes Verständnis wenn Kinder weinen, quengeln, spielen oder schreien…

    • Reply Dani 19. Juni 2016 at 20:42

      Liebe Brigitte,
      vielleicht haben Sie meinen Blog noch nicht weiter verfolgt, was auch gar kein Problem ist aber Sie wüssten dann, dass ich meinen Sohn niemals irgendwo hinschleppe, wo er nicht hinmöchte, denn ich achte seine Bedürfnisse sehr. Aber Kinder mögen Kultur und auch gutes Essen. Zu pauschalisieren, dass Kinder das langweilig finden, finde ich sehr schwarz/weiss gedacht.
      Und Kinder sind keine dressierten Tiere-die funktionieren nunmal nicht so wie manche Erwachsene es gerne hätten und das ist auch gut so.
      Danke fürs Vorbeischauen
      Liebe Grüße
      Dani

  • Reply FaBa-Familie aus Bamberg 19. Juni 2016 at 12:56

    Ein wundervoller und vor allem inspirierender Artikel.
    Es ist so schade das es so viele Menschen gibt die einen böse ansehen und vor sich hin murren.
    Sicherlich kennst du die Phase in der Kinder besonders laut werden wenn man unterwegs ist und sie etwas möchten. Das machen sie weil sie wissen das andere schauen und erhoffen sich dadurch einen Vorteil. Statt unserem Schatz zuzuflüstern er soll doch bitte leise sein, sage ich ihm dann gerne das wenn er noch lauter ist und die Leute uns hören und uns ansehen es mir auch egal ist und das er es dann auch nicht bekommt. Ich sag dir, der Blick der Glotzer ist göttlich. 😉
    Liebe Grüße Marie

  • Reply Daniela Bänsch 19. Juni 2016 at 12:55

    Ich bin Tagesmama und erlebe solche Situationen tagtäglich.
    Gerne lege ich dir meinen Artikel vom März 2015 ans Herz.
    Hier der Link dazu:
    https://www.facebook.com/Kindertagespflege.Rappelkiste.Daniela.Baensch/posts/804806619566773:0

    • Reply Dani 19. Juni 2016 at 20:46

      vielen Dank für diesen Post, den habe ich gerne gelesen und schön von einer erfahrenen Frau, die mit Kleinkindern jeden Tag zu tun hat, dieselben Erfahrungen zu hören und sehr schön visualisiert niedergeschrieben.
      Eine tolle Tagesmama bist du.
      Liebe Grüße
      Dani

      • Reply Daniela Bänsch 20. Juni 2016 at 12:16

        Danke. Es ist nicht immer alles nur schwarz oder weiß, dazwischen gibt es auch ganz viel Buntes, Sonnenschein und super nette Leute. Und wenn ich hier so einige Kommentare lese, dann macht es mich doch ziemlich traurig, denn ich finde, Kinder gehören auch in Konzerte, gute Restaurants, Kirchen und viele andere Plätze, die „erwachsen“ sind, denn sie lernen von uns Großen, nicht von Gleichaltrigen. Ich mache all das auch mit meinen Tageskindern, eben so lange sie es aushalten. Wie wunderbar ist es, mit Kindern durch einen stillen Ort zu laufen (wie z.B.) die Kirche. Es ist schwer für die Kleinen auszuhalten, die kleinen Münder nicht lautstark rumtröten zu lassen. Und manchmal krakehlt eben doch eins los. Ich achte darauf, daß das nicht überhand nimmt, aber Kinder haben ein Recht bei all dem dabei zu sein und von uns zu lernen. Rücksichtnahme ist ein Geben und Nehmen. Im Gegenzug bin ich mir auch nicht zu fein, mich bei Leuten zu entschuldigen, die wir gerade wirklich gestört haben. Das sind dann aber die, die meistens eh Verständnis haben und es schön finden, Kinder auch an Kunst-, Kultur- und Gesellschaftsorten anzutreffen.

  • Reply Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit) 18. Juni 2016 at 15:42

    In Frankreich werden Kinder überall mit hingeschleppt: Ins Theater, das Restaurant, Vernissagen….

    Wie kinderlieb dieses Land ist, merkt man an der hohen Geburtenrate.

    Ach ja: Wenn sie sich nicht anständig benehmen – herumrennen, kreischen,… was Kinder halt so tun – kriegen sie eine Ohrfeige oder einen Klaps auf den Hintern. Genau so, wie wir früher.

    „Was hat sich sonst so verändert, dass Kinder inzwischen wie die Pest angesehen werden?“

    Verändert hat sich, dass Kinder heute Kinder sein dürfen. Sie dürfen lärmen, stinken, rennen, mit Gegenständen um sich schmeissen und alles anpfoten ohne dafür Klapse und Ohrfeigen einzufangen. Sie dürfen im Flugzeug weinen, ohne dass ein Elternteil sie mit dem Fegefeuer bedroht, wenn sie damit nicht unverzüglich sofort und gleich aufhören. Und das ist gut so!

    Der Preis dafür ist halt, dass sie damit nicht überall gerne gesehen werden.

    • Reply Dani 18. Juni 2016 at 15:45

      Frankreich ist für mich kein Vorbild- einmal weil Ohrfeigen erlaubt sind und Frauen nach 8 Wochen meist wieder arbeiten müssen- ja die Geburtenrate ist viel höher aber ich denke nicht dass die Familien zufriedener sind. Ohrfeigen und Gehorsam- stimmt, das könnte ein Grund sein- Kinder wachsen nicht mehr überall mit Angst auf.

  • Reply Ella 17. Juni 2016 at 16:17

    Liebe Dani, das ist ein ganz wichtiger Artikel für alle. Mir gibt die Gesellschaft auch oft das Gefühl, dass entweder mein Kind zu laut ist oder ich als Mutter in der Erziehung versagt habe. Und ja wir sollten mit unseren Kindern überall hingehen und uns den „Raum für Familien zurück erobern“ , denn wir sind genauso ein Teil der Gesellschaft, wenn nicht der wichtigste überhaupt.

    Liebe Grüße
    Ella

    • Reply Dani 19. Juni 2016 at 20:44

      Danke liebe Ella für deinen Zuspruch.
      liebe Grüße
      Dani

  • Reply Nicole G 17. Juni 2016 at 14:15

    Klar gibt es das, aber ich nehme das mit Humor, kommt auch schonmal ein Spruch alla: „Sorry kann das Kind nicht leiser machen, kein Schalter dran“. Wenn jemand böse guggt weil mein Kind zu laut, oder zu wild ist, dann gugge ich böse zurück und meistens drehen sie sich beschämt um. Wenn im Supermarkt geschaut wird dann lächel ich die Leute an und nehme das alles nicht so wichtig. Nicht unsere Kinder sind das Problem, sondern die Leute die nicht mit ihnen klarkommen und Grieskrämer gibts halt auch auf der Welt ;-).

    • Reply Dani 17. Juni 2016 at 14:18

      Ja ich versuche auch mich auf die zu konzentrieren die freundlich sind und ich weiß auch, das die Kinder nicht das Problem sind aber die Gesellschaft merkt es noch nicht so recht

      • Reply Nicole G 17. Juni 2016 at 14:37

        Lass sie einfach reden und guggen, die können nicht anders. In diesem Fall denke ich immer „armer Mensch“ und schon muss ich schmunzeln.

        • Reply Dani 17. Juni 2016 at 14:43

          Hast ja recht…

  • Reply Silvia 17. Juni 2016 at 11:02

    Hallo Dani, ich stimme Dir zu und denke aber, dass das, was Du beschreibst, ein sehr deutsches Problem ist. Ich bin Italienerin und bei uns regt sich keiner auf, wenn ein Kind im Supermarkt weint oder im Zug rumrennt. Im Gegenteil, da heißt es „Armes Kleines, warum weinst du?“ oder es wird gelächelt oder Grimassen gemacht. Natürlich gibt es in Italien auch kinderfeindliche Menschen, und in Deutschland liebe Rentner und Kinderlose, aber im Durchschnitt ist die Gesellschaft in D viel intoleranter gegenüber Kindern. Meiner Mutter fällt es besonders auf, wenn sie mich in Deutschland besucht. Sie sagt dann immer dazu „Solche Menschen müssen sich nicht wundern, wenn sie einsam sterben.“ Ändern kann man die Menschen nicht. Hier in Prenzlauer Berg, wo ich wohne, ist es anders, weil es sehr viele Kinder und sehr viele familienfreundliche Lokale gibt. Aber grundsätzlich finde ich schade, dass es, wie du sagst, Angebote für Familien und Angebote für alle anderen gibt. Ich bin aber auch, wie du, gegenüber Kommentaren und bösen Blicke resistent geworden bzw. habe auch schon zurückgeschnauzt. Ich denke, man muss auch die Menschen zu Toleranz erziehen. Liebe Grüße, Silvia http://www.eckenberlins.com

    • Reply Dani 17. Juni 2016 at 11:41

      Es kann durchaus sein das es ein deutsches Problem ist aber hast du Ideen wieso das so ist?

  • Reply Nicole 17. Juni 2016 at 9:35

    Liebe Dani,

    vielen, lieben Dank für dein „Gedankenwirrwarr“ 🙂 Ich habe das ehrlich gesagt nie so extrem empfunden, wie du es schilderst. Und denke generell: Wenn alle (egal wie alt sie sind) ein bisschen Rücksicht auf die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen achten,
    klappt das Zusammenleben ganz wunderbar. Lieben Gruß, Nicole vom Elternhandbuch

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