Buchrezension

Mein bisher bestes Jahr-Buchrezension

19. April 2017

mein-bisher-bestes-jahrWisst ihr noch, wie ihr euch mit 12 gefühlt habt? Wenn ich an diese Zeit zurück denke, dann sehe ich erste kleine Pickelchen, die ersten großen Schmetterlinge im Bauch, Stress mit den Eltern und viele Freunde und die erste Discoerfahrungen.

Mit 12 bekam ich meinen ersten richtigen Kuss.Er hieß Uwe und es war nicht sonderlich toll. Ich verliebte mich zum ersten Mal in einen Jungen und träumte jede Nacht von ihm. Ich ging jeden Samstag zur Kinderdisco und schrieb Tagebuch. Die Schule war ätzend und die Eltern sowieso.

Ja so ungefähr war diese Zeit mit 12 als Mädchen. Es war nicht einfach und wie ein Junge dachte, hat mich immer interessiert.

Daniela Böhle und ihr Sohn haben genau über dieses eine Jahr geschrieben:

„Mein bisher bestes Jahr“ vom Satyr Verlag-und ich durfte es rezensieren.

Das Besondere an dem Buch ist, dass Julius, Daniela Böhles Sohn die Geschichte zum Buch vorgegeben hat und es demnach wirklich sehr realitätsnah ist, wie ich finde.

Es geht um Paul, 12 Jahre alt, ein eigentlich denke ich ganz „normaler“ Junge, der ein ganzes Jahr aus seiner Perspektive erzählt- beziehungsweise erzählt er seinem Tagebuch all das. Es war witzig als Frau mal die männliche Pupertäts-und Schulperspektive zu lesen.

Paul ist auch das 1. Mal verliebt, hat einen besten Freund und einen älteren Bruder, der ihn meistens nervt. Viele kennen das sicher, obwohl ich ja die ältere Schwester bin und trotzdem in dem Alter, total genervt war von meinem kleinen Bruder.

Paul beschreibt seinen Alltag und als ich im Urlaub angefangen habe das Buch zu lesen, musste ich wirklich immer wieder schmunzeln. Paul hat mich in mein 12jähriges Ich zurückversetzt und ich konnte mich in Vielem wieder finden.

Das Buch ist immer, wie es meist in Tagebüchern ist, in Wochentage untergliedert aber nicht chronologisch sondern es werden eben immer die Wochentage genannt an denen was los war und Paul das aufschreiben wollte.

Dienstag

„Meine Mutter hat mich heute den ganzen Tag nicht rausgelassen wegen der Englischarbeit morgen. Woher weiß Sie überhaupt davon?

Pauls Eltern empfand ich in dem Buch als „cool“. So hätten wir es früher gesagt. Man fand wahrscheinlich sowieso immer die anderen Eltern cooler als die Eigenen. Er sieht das zwiegespalten. Seine Mutter lernt mit ihm für die Schule, lädt die Eltern seines Freundes ein und ist sehr fürsorglich. Paul kommt für mich als ein sehr sensibler, vernünftiger Teenager rüber, der clevere und ganz typische Gedankengänge vereint.

Er ist der beste Freund, den man sich vielleicht in diesem Alter wünscht. Er ist eher unauffällig aber mit den richtigen Menschen um sich, stellt er eben auch mal selten komischen Blödsinn an.

Freitag

„Wir streiften einmal durch die gesamte Schule, bevor Leon die lustige Idee hatte, unheimlich Geräusche zu machen. Er rief Huhu! und Huuuiiii!, eigentlich total lächerlich und kindisch, aber es war doch abartig unheimlich.“

Pauls bestes Jahr hat wirklich einiges zu bieten und ist nicht nur für 12jährige ein wunderbarer Lesebegleiter.

Auch Eltern von Pubertieren und eben Menschen wie ich, die einfach gerne lachen und neugierig sind, haben Spaß mit diesem Buch. Wenn ich daran denke, wieviel Zeit ich manchmal investiert habe um Spickzettel für Klausuren zu schreiben. Das war immer die beste Lernhilfe.

Aufregend für mich, war es auch das man wirklich merkt, dass ein Teenager hier mitgeschrieben hat, die Sprache des Buches ist jung, frech und einzigartig. Es werden Wörter gebraucht, die ich schon ewig nicht mehr verwendet oder gar gehört habe. Ich habe ja kaum Kontakt zu Teenagern. Ich klinge gerade wie eine alte Oma oder?

Auch sehr sehenswert sind die Illustrationen von Katharina Greve, die sicherlich Einigen ein Begriff ist.

Dieses Buch ist für laue Sommerabende ein super Spaß und auch hiervon kann ich am Welttag des Buches ein Exemplar an euch verlosen, also schaut am 23.04.17 unbedingt auf dem Blog vorbei oder wer nicht warten möchte kann natürlich das Buch hier beim Satyr Verlag direkt käuflich erwerben.

Ja und jetzt erzählt mir doch mal von eurem besten Jahr, also als ihr 12 Jahre alt gewesen seid. Ich wollte euch noch ein Bild von mir zeigen, als ich 12 war-aber so leid es mir tut-ich habe einfach keins gefunden.;-)

Die meisten Bücher die ich am 23.04. verlosen werde, habe ich hier rezensiert, einige kommen aber erst am Welttag des Buches zum Vorschein:

 

Eure Glucke

 

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1 Comment

  • Reply Ich schenke Lesefreude am Welttag des Buches ~ Glucke und So 23. April 2017 at 19:38

    […] habe für euch die wichtigsten Fakten des Buches hierwichtigsten Fakten des Buches hier zusammengefasst und ein Exemplar kann ich heute an euch […]

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