Ich und So

Angststörung und Mutterschaft- Gastbeitrag

18. Juli 2016

Angststoerung_MutterschaftGuten Morgen meine Lieben,

wie war euer Wochenende? Ich hatte Samstag einen ganz besonderen Ausflug, von dem ich euch bald berichten werde. Ansonsten haben wir das schönere Wetter genossen.

Heute habe ich einen besonderen Gast. Eine meiner Stammleserinnen hat eine Angststörung und ich habe Sie gefragt, ob Sie nicht Lust hat darüber auf meinem Blog zu schreiben. Es ist ihr „Erstes“ Mal und Sie ist etwas aufgeregt aber das muss Sie gar nicht. Ich bewundere immer Menschen, die ihr Wissen weitergeben und auch anderen Betroffenen helfen. Also Bühne frei für die liebe Nicole.

Angststoerung-und-Mutterschaft-NicoleVielen Dank liebe Dani das ich heute meinen Beitrag zum Thema „Angst und Mutterschaft“ in deinem Blog veröffentlichen darf. Viele verstehen gar nicht was es heißt mit dieser Erkrankung als Mutter zu leben und welche Hindernisse man dadurch leider hat. Alles kann ich natürlich nicht schreiben, das würde bestimmt den Rahmen sprengen, aber einen kleinen Einblick wie/was/weshalb gebe ich gerne.

 

Wovor hast Du denn Angst? Du brauchst doch keine Angst zu haben! Reiß Dich doch mal zusammen, Du hast ein Kind!

Fragen und Aussagen die man als „Angsthässchen“ nur zur Genüge kennt und die die Mutterschaft nicht unbedingt leichter machen. Aber trotz allem wunderschön. Die meisten können sich unter einer Angsterkrankung nichts vorstellen und können es nicht verstehen das es Tage gibt, an denen man eben mal nicht so kann, wie man gerne möchte, an denen das Spielen mit dem Kind, trotz tollem Wetter eben doch in der Wohnung sein muss und das das Kind trotz allem glücklich ist.

Was kann man sich unter einer Angststörung vorstellen?

Es gibt verschiedene Arten davon.

Meine nennt sich generalisierte Angststörung, was quasi bedeutet, dass man vor allem und nichts Angst hat. Klingt erstmal komisch, aber ist wirklich so. Z.B. bei einer spezifischen Angst weiß man genau wovor man Angst hat (vorm Fliegen, in engen Räumen, vor Spinnen ect.), bei einer generalisierten eben nicht. Das Angstgefühl (Herzklopfen, Schwindel, Schweißausbrüche, das Gefühl man kippt gleich um, man bekommt einen Herzinfakt, dreht durch, schwache Beine und verschleierte Sicht und den großen Wunsch „ich muss hier weg“) kommt aus heiterem Himmel. Mal zu Hause, mal irgendwo draußen. Es ist auch nicht immer am gleichen Ort. Manchmal kann man z.B. Einkaufen gehen, ein anderes Mal geht es wieder nicht und man steht mitten im Laden und die Angst kommt.

Die einzige Chance dem Teufelskreis zu entkommen ist, in dem Moment eben nicht aus der Situation zu flüchten sondern sich der Angst zu stellen, was wahrlich nicht immer einfach ist. Bei mir ist es auch so, dass wenn ich körperlich nicht ganz fit bin, auf meinen Körper verstärkt achte und Symptome falsch interpretiere. Ich denke gleich es könnte was Schlimmes sein und schon ist das innerliche Gedankenkarussell wieder angeworfen und die Angst kriecht den Nacken hoch. Dann ist es auch egal wo ich bin, das ist zu Hause genauso wie draußen, nur wenn es zu Hause schon losgeht, dann traue ich mich nicht mehr raus.

Es gibt Tabletten dagegen, aber das wollte ich nie weil ich vor diesen Medikamenten einen heiden Respekt habe.

Deshalb habe ich es vor Jahren schonmal ohne Tabletten durchgezogen und versuche es jetzt wieder.

Unter der Angststörung leide ich nun schon seit mehreren Jahren, war aber lange Zeit stabil und konnte ganz normal damit leben. Als der Kinderwunsch immer größer wurde, wurde ich natürlich auch gewarnt, das in 90% der Schwangerschaften die Angststörung, wegen der Hormonumstellung, zurückkommt.

Hm, ja, ich war naiv…ich dachte ich gehöre bestimmt zu den 10% bei denen es nicht wiederkommt…war halt nicht so…shit happens, ich habs schon einmal da rausgeschafft, ich schaffs auch wieder.

So einfach war´s natürlich mit Kind diesmal nicht. Es folgte eine Mutter-Kind-Kur, nachdem die Kleine etwa ein halbes Jahr alt war. Gebracht hat es mir zwar nicht wirklich was, aber um eine Erfahrung war ich reicher:

“ Frau G. ist hoffnungslos verloren, vielleicht können wir wenigstens noch der Kleinen helfen!“

Ja ehrlich, diese Aussage kam von der Oberärtzin, nicht gerade aufbauend, aber ich ließ mich nicht unterkriegen, holte mir Hilfe und manövrierte mich Stück für Stück ins Leben zurück. An Tagen an denen ich nicht rauskonnte (und das war anfangs eigentlich fast jeden Tag so) halfen meine Engel (so nenne ich sie), damit die Kleine an die frische Luft kam. Auch eine Tagesmutter half mit. Viele Tränen vergoss ich in der Zeit, fühlte mich so oft als schlechte Mutter, weil ich meinem Kind nicht das geben konnte was andere ohne Probleme konnten.
Ich bin eine Frohnatur, habe mich noch nie unterkriegen lassen und so kämpfte ich weiter. Jeden Tag, Stück für Stück, mal dahin, mal dorthin. Man, war das schwer und jedes mal die Angst im Nacken, aber auch den Gedanken an meine Tochter der mir Kraft gab. Auch heute bin ich noch nicht ganz fit, kann an manchen Tagen noch nicht raus, habe dafür immer noch meine Helfer. Ich mache mir Gedanken wie es wird, wenn die Kleine in den Kindergarten kommt. Dann muss ich ja jeden Tag raus, oder doch nicht? Hört man auf andere, dann ist es selbstverständlich das das Kind jeden Tag hin muss. Ich sehe es nicht so. Da ich nicht berufstätig bin und eigentlich auch die Zeit hätte mein Kind weiterhin selbst zu betreuen, empfinde ich es als nicht schlimm, wenn sie mal 2-3 Tage im Monat nicht hin kann. Ich werde auch dafür die passende Lösung finden.
Mit einer Angsterkrankung ist planen schier unmöglich, dabei gibt Planung eigentlich Sicherheit. Nur was, wenn genau am Planungstag alles daneben geht und man nicht rauskann? Dann muss man improvisieren aber sich leider auch oben genannte Sprüche anhören,

Krone richten, alles überhören und weiterkämpfen als ob nichts gewesen wäre.

Nicht leicht, aber machbar und mit jedem Tag den man wieder gemeistert hat wächst das Selbstvertrauen das man es auch als Mutter mit Angst schaffen kann.
Überängstlich was mein Kind betrifft bin ich übrigens nicht. Mir bleibt zwar bei ihren Aktionen öfters mal fast das Herz stehen, aber welche Mutter kennt das nicht *grins*.

Liebe Nicole, wow… Du bist eine Kämpferin. Ich kenne ja auch diese Ängste aber meine sind „planbar“. Ich habe eben Angst vor Spinnen etc. Ich finde es bewundernswert wie Du das meistert. Du bist stark und leistest sehr sehr viel um für Dich und deine Tochter ein schönes Leben zu ermöglichen. Behalte Dir das bei.

Kennt ihr diese Ängste? Was macht ihr dagegen? Habt ihr Tipps für Nicole?

Eure Glucke

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27 Comments

  • Reply Das Kawasaki-Syndrom und eine Frage an euch ~ Glucke und So 18. November 2017 at 21:57

    […] Sie schrieb vor einigen Wochen über ihre Angststörung hier bei mir und ich war sehr beeindruckt von ihren Worten. Wir blieben in Kontakt und es kristallisierte sich die Idee heraus, ihr regelmässig ein Plätzchen auf meinem Blog zu geben. […]

  • Reply Gastbeitrag bei Glucke und so - Angststörung und Mutterschaft. - LiNiChri 2. November 2016 at 13:58

    […] Weiter geht´s „hier“… […]

  • Reply Tina N. 21. Juli 2016 at 14:58

    Liebe Dani, liebe Nicole,
    heute hab ich mir den Mut gefasst und den Beitrag endlich veröffentlicht. Tagelang habe ich ihn mir angesehen, überlegt, ob ich mich damit zu angreifbar mache, ob schlechte Kommentare kommen, ob ich als schlechte Mutter bezeichnet werde wenn jemand das liest. Als ihr Anfang der Woche den Beitrag veröffentlicht habt, hatte ich wieder das „Ich bin wirklich nicht allein“ Gefühl. Deshalb nun endlich mein Beitrag. http://www.jutima.at/more-info/wenn-der-koerper-nicht-mehr-mitspielt.html
    Freue mich auch über eine private Nachricht von euch, falls ihr euch austauschen wollt. Alles Liebe <3

    • Reply Nicole G 21. Juli 2016 at 21:15

      Hallo Tina, ich finde es sehr mutig von Dir den Beitrag zu veröffentlichen, denn auch ich kenne den Gedanken das man als schlechte Mutter dasteht, aber seltsamer Weise kommt das gar nicht oft vor. Zwar trifft man oft auf Unverständnis, aber das Muttersein wird nicht so angezweifelt. Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg.

  • Reply JesSi Ca 20. Juli 2016 at 10:20

    Liebe Gastautorin, liebe Dani,

    langsam aber sicher schreibe ich auch hier und dort über meine eigene Angststörung. Momentan lebt es sich mit ihr, aber auch ich hab Medikamente immer abgelehnt. es ist unglaublich wie lange ich das schon mit mir rum trage und wie sehr ich das heute erst reflektieren kann.

    Nach einer Verhaltenstherapie suche ich nun eine Anlaufstelle für eine tiefen-psychologische Therapie. Warum ich erst die Verhaltenstherapie machte? Ich stand als Mutter und mit einem Haus, Pflegekind und Beruf einfach so sehr im Leben, ich brauchte konkrete schnelle Hilfe. Ein Ausfallen meiner Person war unmöglich. Das war es auch. Aber auf lange Zeit gesehen, brauche ich eine tiefere Hilfe. Leider muss man ja zwischen den Therapien so lange warten bis man eine neue anfangen kann und ich hoffe so sehr, das ich dann wieder die Kraft dazu haben werde.

    Die Angst ist ein Arschloch und das schlimme an ihr: sie ist immer da und wir müssen stärker sein.
    Aber wir sind stark – die wir können Angst in Stärke umwandeln – oder zumindest mit dieser gegen die Angst antreten. Jeden Tag. Das ist ein harter Kampf…

    Drück Dich und bleib stark!
    JesSi Ca

    • Reply Dani 20. Juli 2016 at 20:55

      Hi meine Liebe,
      ich wusste ja gar nicht, dass du eine Angststörung hast…..
      Eine tiefen-psychologische Therapie würde ich auch gerne machen aber hier gibt es kaum Therapeuten in meiner Nähe, also dieselben Probleme wie DU.
      Ich drücke dich auch ganz fest.
      Dani

    • Reply Nicole G 20. Juli 2016 at 21:43

      Hallo JesSi Ca,

      vielen Dank für Deienen Post. Ich habe auch schon eine Therapie gemacht, allerdings hat mir Tiefenpsychologie nicht soviel gebracht. Verhaltenstherapie schon eher. So verschieden ist es, obwohl es die selbe Krankheit ist.

      Ich drück Dich auch.

  • Reply Sebastian 20. Juli 2016 at 7:10

    Gut gemeinte Ratschläge, wie „Dir kann doch nichts passieren. Entspann dich doch mal. Davor brauchst du doch keine Angst haben“, kenne ich ebenfalls.

    Ich finde das total mutig, dass du so offen darüber sprichst, gerade als junge Mutter. Das wird dir dabei helfen, die Angststörung zu überwinden. Da bin ich sicher. Und ich bin sicher, dass du eine gute Mutter bist.

    Lieben Gruß.

    Sebastian

    • Reply Nicole G 20. Juli 2016 at 21:44

      Danke Sebastian. Ich finde es toll das Du als Mann auch dazu stehst. Ja diese Sätze kenne ich auch,
      aber naja, junge Mutter stimmt nicht so ganz, bin schon 41 :-).

  • Reply Saskia Epler 18. Juli 2016 at 16:47

    Hey Dani und Nicole,

    ich hatte auch eine GA und habe Medikamente immer abgelehnt.
    Habe – wie Du, Dani, ja weißt – vier Kinder im Alter von 2,5 bis fast 14 Jahren.

    Für mich waren verschiedene Dinge hilfreich: Eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie als Basis. Meine Erfahrung und mein Wissen zur GA (knapp umrissen):
    Die Ängste stellen sich vor die Gefühle, die man wirklich hat und durch die Angst quasi automatisch verdrängt, weil man sie nicht ertragen kann.
    Dahinter stehen oft tiefgreifende Erlebnisse. Die Angst ist ein Schutzmechanismus der Psyche. Da man die Angst mit der dazu gehörenden Introversion oder Regression besser zu ertragen glaubt, als sich anzuschauen, was man „in Wirklichkeit“ fühlt.
    Das zumindest deckt sich mit meiner Erfahrung.

    Ich habe zudem noch nach meiner Kur eine Nachsorge-Gruppe bei einer sehr kompetenten Heilpraktikerin für Psychotherapie, in der wir mit verschiedenen Ansätzen arbeiten. Das tut mir ebenfalls sehr gut.

    Meine Kinder haben von meiner GA eigentlich erst erfahren oder etwas bemerkt, als ich es ihnen mitgeteilt habe (den beiden Größeren).

    Wenn Du, Nicole, Dich gerne persönlich austauschen möchtest: Dani hat meine Kontaktdaten und könnte von mir aus eine Nachricht von Dir an mich weiterleiten. Zudem habe ich auf unserem Familienblog („Essential Unfairness“) immer mal wieder etwas zum Thema (Suchworte Angst/Angststörung) geschrieben, auch zu meinen persönlichen Auslösern und zum Hintergrund. Vielleicht hast Du Lust, nachzuschauen.

    Herzliche Grüße – Du bist nicht alleine <3

    Saskia

    • Reply Dani 18. Juli 2016 at 16:52

      Wie lieb von Dir… Ich leite gerne alles weiter.

    • Reply Nicole G 18. Juli 2016 at 21:05

      Hallo Saskia,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Sehr gerne nehme ich das Angebot an.
      Dani darf Dir gerne meine E-Mailadresse geben, oder mir Deine Kontaktdaten,
      dann melde ich mich bei Dir :-).
      Auch Deinem Blog war ich auch eben schon schnuppern, gefällt mir sehr gut.

  • Reply MamaBlume 18. Juli 2016 at 13:07

    Liebe Nicole 🙂

    nicht nur unsere Namen sind gleich, auch die Symptome sind es und auch der Werdegang ähnelt sich..

    Allerdings hab ich eine etwas andere Karriere hingelegt: Tagesklinik und Tabletten habe ich, im Gegensatz zu Dir, ausprobiert. Und muss sagen: Geholfen hat mir beides nicht, im Gegenteil! Durch die Tabletten hatten sich meine Angstzustände noch verstärkt. Meine Angststörung bezieht sich leider vorallem auf meine Kinder und es ist nicht leicht eine Grenze zu ziehen zwischen meiner Angst und einer tatsächlichen und realen Gefahr für meine Kinder. Zum Glück aber hab ich einen Partner, der mich gut kennt, mich unterstützt, für mich da ist und mir hilft, wenn es akut wird.

    Meine Angst ist bei mir übrigens viel besser geworden, seit ich nicht mehr hormonell verhüte. Besser gesagt, schon am zweiten pillenfreien Tag hab ich mich fast wie ein neuer Mensch gefühlt. Noch immer ist die Angst da aber nicht mehr so krass und allumfassend wie früher. Ich hab auch heute noch Tage, an denen es mir schlecht geht. Ich glaube, ich werde das auch nie wieder völlig los aber die Besserung, seit ich natürlich verhüte, ist mit nichts zu vergleichen.

    • Reply Nicole G 18. Juli 2016 at 20:58

      Hallo Namensvetterin :-).
      Ich darf schon seit 2012 nicht mehr hormonell verhüten (also schon vor der Schwangerschaft), weil ich eine Thrombose hatte. Allerdings könnte es bei mir genau umgedreht sein. Ich hatte seit ich natürlich verhüte mehr Probleme (Mittelschmerz, Reizbarkeit usw.) und seit der Geburt der Kleinen habe ich immer um den Eisprung oder wärend der Regel verstärkt Probleme mit der Angststörung. Es hängt wohl wirklich irgendwie damit zusammen.

      • Reply MamaBlume 18. Juli 2016 at 22:09

        🙂 Erstaunlich finde ich ja, wie verschieden sich die hormonelle Verhütung auswirkt.
        Klar, die negativen Seiten (Mittelschmerz vorallem o.O ) gibt es natürlich auch, insgesamt erlebe ich mich seit Absetzen der Pille dennoch als stabiler, obwohl auch ich die Woche vor der Mens und die ersten Tage während der Mens selbst die größten Probleme habe mit der Störung, das hab ich grad im Urlaub erlebt. Wir waren an der Ostsee. Zwei Wochen lang, wirklich wunderschön und erholsam… wenn ich nicht permanent Horrorszenarien vor Augen gehabt hätte was meine kleine Tochter anbetrifft, die immer unbedingt am Wasser spielen musste. Ich hab ständig Kopfkino gehabt, was alles passieren könnte, wenn ich sie auch nur eine einzige Sekunde aus den Augen lasse. Um mich herum lauter Mütter, die unbesorgt am Strand brutzelten und ich muss mich zusammenreißen um mir die Kleine nicht ans Bein zu binden… ich versuchs mir schönzureden im Sinne, dass ich mir halt nichts vorzuwerfen habe, falls doch was passiert aber Entspannung sieht anders aus. Mein Sohn ist zum Glück schon groß und kann ziemlich gut schwimmen und trotzdem hab ich permanente Angstgefühle gehabt, wenn er sich 15-20 Meter weg vom Strand war weil ich den Gedanken hatte, dass ich ihn im Notfall nicht retten kann ohne meine Tochter aus den Augen zu lassen… Übrigens: An jedem einzelen Strandtag war auch der Papa meiner Tochter mit dabei, der ebenfalls hervorragend auf sie aufpassen kann und trotzdem hatte ich ständig diese Angst, dass gleich etwas passieren kann. Am letzten Urlaubstag kam dann endlich die Mens (war ein wenig überfällig.. o.O ) und erst ab da wurde ich wieder etwas „normaler“ 😉
        Es hängt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit alles irgendwie mit den Hormonen zusammen. Eigentlich auch logisch, der Zyklus wird ja schliesslich von Hormonen gesteuert, ebenso wie unsere Gefühlswelt.. manche reagieren halt nur irgendwie empfindlicher auf diverse Schwankungen.. Ich hab bei beiden Kindern deutlich vor dem positiven Test geahnt, dass ich schwanger sein könnte.. ohne sagen zu können, woher ich das Wissen nehme. Es war aber auch eher ein Gefühl im Sinne von „ich bin nicht mehr allein hier drin!“ Ich glaube, aufgrund dieser Empfindlichkeit bin ich schlussendlich auch an der GA erkrankt.

        Ich finde, dass Du Deine Sache sehr gut machst! Ich lese heraus, wie gut Du Dich selbst reflektierst und die entsprechenden Schlüsse daraus ziehst. Eine Fähigkeit, die Dir in jedem Fall sehr weiterhelfen wird, egal wie es mit Dir und Deiner GA weitergeht und ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Kraft für die Bewältigung Deines Alltags.

        • Reply Nicole G 20. Juli 2016 at 21:48

          Danke für Deine lieben Worte, das Lob kann ich nur zurückgeben, finde, so wie ich das lese, das Du es ebenfalls toll meisterst.
          Die Angst um das Kind kenne ich, lasse es aber nicht so zu.
          Ich wünsche Dir auch ganz viel Kraft, die brauchen wir „Angsthässchen“ wirklich jeden Tag aufs Neue.

  • Reply Anika 18. Juli 2016 at 10:48

    Vielen Dank für den interessanten Einblick. Darf ich fragen, woher du die Information mit den 90% hast? Gibt es dazu Studie?

    • Reply Nicole G 18. Juli 2016 at 10:59

      Vielen Dank für Dein Lob :-).
      Ob es eine Studie gibt weiß ich nicht. Mir wurde es damals so erklärt. Ebenso könnten die Wechseljahre später auch wieder Auslöser (Verstärker) der Angststörung sein.

  • Reply Nicole G 18. Juli 2016 at 10:24

    Vielen lieben Dank Dani, das Du meinen Beitrag veröffentlicht hast, ich freue mich riesig darüber und hoffe ich konnte einen kleinen Einblick gewähren.

    • Reply Nicole G 18. Juli 2016 at 10:28

      Danke auch für das tolle Lob. Aufgeben war nie eine Option für mich, auch wenn es manchmal schwer ist. Aber ein Blick in die Augen meiner Tochter gibt mir wieder die Kraft weiter gegen die Angst anzugehen.

  • Reply Christiane Rümmler 18. Juli 2016 at 6:52

    Ich habe die gleiche Diagnose und kenne das leider nur zu gut. Ich bin damals den Weg über die Tabletten gegangen um wenigstens einigermaßen stabil zu sein und bin inzwischen echt froh darüber.
    Ich kann ihr nur den Tipp geben nicht aufzugeben.

    • Reply Nicole G 18. Juli 2016 at 10:26

      Mir wurden Tabletten damals auch angeboten, aber wie geschrieben habe ich viel zuviel Resekt davor und die Nebenwirkungen die kommen können, sind genau meine Angstauslöser (Schwindel, Übelkeit usw.), daher habe ich es ohne versucht.

      • Reply Christiane Rümmler 18. Juli 2016 at 10:58

        Respekt davor, dass du es ohne schaffst. Ich weiß ja wie schwer es ist. Für mich war es der rettende Strohhalm, ohne den ich jetzt nicht da wäre wo ich bin.

        • Reply Nicole G 18. Juli 2016 at 11:02

          Danke 🙂
          Die Tabletten helfen in der Regel auch, nur kann es halt auch sein das zu Beginn Nebenwirkungen auftreten und diese scheue ich.
          Hast Du ebenfalls Kinder?

          • Christiane Rümmler 18. Juli 2016 at 11:09

            Ich hatte auch Nebenwirkungen, aber die waren im Gegensatz zu meinem damaligen Zustand ein Spaziergang.
            Knapp 3 Jahre hab ich es ohne Tabletten versucht und es nicht geschafft. Ich habe eine Tochter. Sie musste in der schlimmsten Zeit viel zurück stecken. Inzwischen ist sie alt genug um zu verstehen was mit mir los ist und das hilft mir ungemein im Alltag.

          • Nicole G 18. Juli 2016 at 20:55

            Ich glaube so richtig versteht unsere Kleine das noch nicht. Sie wird drei.

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