Montagspost

eine kunterbunte Welt voller Berührungen

27. April 2015

Hallo meine Lieben,

es ist wieder Montag und Zeit für einen Kaffee, Tee oder ne Schorle und die Montagspost. Heute ist die liebe Anna von Familie Motte mein Gast. Anna und ihre kunterbunte Welt lernte ich bei Facebook kennen. Sie beantwortete mir total schnell meine Fragen bezüglich Follow-und -NofollowLinks(fragt mich jetzt nichts darüber) und dann erzählte mir noch Nadja(eine meiner liebsten, (nichtmehr)Bloggerkolleginnen) auch  von ihr. Ja und so kamen wir dann über 3 Ecken bei meiner Montagspost zusammen.

 Familie Motte blog banner kunterbunte Welt 

Anna hat einen tollen Gastartikel vorbereitet. Sie sagte mir, dass Sie sehr gespannt ist auf die Reaktionen zu Ihrem Text und ich bin es ebenso.

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Ja und hier ist er, viel Spass!!

Wenn die Nähe zum Partner sich nach der Geburt verändert…und warum mir das Angst macht…

 Manchmal frage ich mich, ob das nur mir so geht: dass sich die Beziehung zu meinem Mann so verändert hat, seit wir Eltern dieser zauberhaften kleinen Maus geworden sind. Plötzlich war unser Leben so anders. Und damit meine ich nicht nur den Alltag und dass wir als Eltern völlig neue Seiten aneinander kennengelernt haben. Ich spreche auch von der Nähe…

Unsere Maus war ein absolutes Tragekind. Sie hat zu Beginn ihres kleinen Lebens nur auf unserem Arm oder unserer Brust geschlafen. Sobald wir sie abgelegt haben (in den Kinderwagen, den Stubenwagen oder ihr Bettchen) wurde sie wach. Erst als sie ungefähr fünf oder sechs Monate alt war, änderte sich das. Sie brauchte zwar immer noch extreme Nähe zum Einschlafen, konnte dann aber – wenn sie eingeschlafen war – auch mal eine Weile ohne Körperkontakt schlafen.

Ich habe diese Nähe, diese Kuschelmomente und die vielen, vielen innigen Stillmahlzeiten sehr genossen. Und auch heute noch ist die Mausi ein absolutes Kuschelkind und dabei sehr auf mich fixiert. Sie liebt es zu „muckeln“ (wie wir es nennen), kommt immer noch regelmäßig in mein Bett gekrabbelt und verteilt fleißig Küsschen und Umarmungen. Und unsere morgendliche Kuschelrunde im Bett, bei der sie mir auch viele Dinge erzählt, die sie beschäftigen und die sie erlebt hat, möchte ich nicht missen. Wir kuscheln eigentlich oft und gern – auch beim Vorlesen auf dem Sofa oder einfach zwischendurch, wenn die Maus eine Pause braucht.

Aber die Nähe zu meinem Mann hat anfangs darunter gelitten und das tut sie auch heute noch manchmal. Diese permanente körperliche Nähe zu meinem Kind hat mein „Nähebedürfnis“ eigentlich komplett gedeckt.

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Versteht mich nicht falsch: ich liebe meinen Mann. Sehr sogar. Und unsere Beziehung hat sich zwar verändert seit wir Eltern geworden sind, aber sie ist auch inniger geworden. Weil wir noch intensiver gemerkt haben, dass wir uns auf den jeweils anderen verlassen können, und weil wir nun – neben unseren eigenen Sorgen und Problemen – auch noch die Sorge um unser Kind teilen. Und auch, weil wir noch so viel mehr wunderbare und schöne Momente miteinander erleben. Und oft blicken wir uns in die Augen und sind stolz auf das was wir uns aufgebaut haben und glücklich über das Leben das wir führen.

Aber dadurch, dass unsere Maus so viel Nähe von mir einfordert vergesse ich manchmal, dass mein Mann diese Nähe vielleicht ebenso braucht. Gerade ganz zu Beginn unserer Elternschaft. Ich war manchmal so froh, als ich meinen Körper mal wieder für mich hatte, dass ich die Umarmungen meines Mannes gar nicht genießen konnte. Und das ist auch heute noch manchmal so. Wenn die Maus mal wieder einen extrem anhänglichen Tag hatte zum Beispiel.

Und ich gebe zu, dass es mir nach der Geburt auch unheimlich schwer gefallen ist diese Nähe zu ihm zuzulassen. Meine Geburtsverletzungen waren ziemlich heftig und ich hatte einfach Angst vor den Schmerzen. Ich musste erst wieder lernen meinem Körper zu vertrauen. Und das hat eine ganze Weile gedauert.

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Geht das eigentlich vielen Mamis so? Ich habe das Gefühl, dass dies irgendwie ein echtes Tabuthema ist. Niemand redet so richtig darüber. Vielleicht aus Angst oder Scham oder anderen Gründen – ich weiß es nicht. Und auch mich hat es viel Überwindung gekostet dies hier aufzuschreiben. Weil ich Angst vor den Reaktionen habe.

Aber gerade in meiner aktuellen Situation – schwanger in Woche 28 – ist unterschwellig diese Angst von damals wieder da. Wie wird das nach der Geburt der Zwillinge sein? Kann ich diesmal anders mit diesen Gefühlen umgehen. Wird es genauso wie damals sein, dass meine Kinder so viel Nähe einfordern, dass mein Mann zurückstecken muss?

Ich möchte das nicht. Weil die Nähe zu meinem Mann etwas Besonderes ist. Weil sie natürlich ganz anders ist als die zu meinen Kindern. Aber auch, weil ich ihm zeigen will, dass er einen festen Platz in meinem Herzen und in meinem Leben hat.

 

Danke liebe Anna für deine offenen Worte und was soll ich sagen, Sie hätten auch meine sein können. Der Prinz ist soooo unglaublich liebebedürftig und ich geniesse das in vollen Zügen. Aber mein Mann bekommt natürlich dann dadurch weniger Kuscheleinheiten, als vorher. Ich empfinde es auch als Tabuthema aber ich weiss nicht wieso. Ich denke gerade viele Bloggerinnen schreiben gar nichts über ihre Partnerschaft und vllt. deshalb? Ich werde meinem Mann deinen Text auch zeigen, um ihm mal mit anderen Worten die Situation zu erklären.

Ich denke aber, so wie bei vielen anderen Dingen auch, dass es eine Phase ist, die vorüber geht. Ich finde Kommunikation ist da sehr wichtig. Seinem Partner erklären, dass man einfach auch mal sein Körper nur für sich haben möchte, auch wenn es komisch klingt. Ich finde toll, dass du darüber geschrieben hast. RegrettingMotherhood hat ja eins ganz deutlich gemacht.

Wir Frauen und Mütter können öffentlich und offen sprechen und schreiben ohne uns zu schämen. Es wird immer 2 oder 3 Lager geben aber etwas ansprechen führt, meines Erachtens, meist zu etwas Positivem.

Wenn ihr gern auch noch mit Anna twittern wollt dann hier entlang.
Sie freut sich über euren Besuch.

Wie ist es in eurer Partnerschaft? Sind eure Kinder auch so liebe- und kuschelbedürftig wie die Motte und der Prinz?

Erzählt uns davon.

ich freu mich auf nächsten Montag

Eure Glucke

Und wer gerne etwas für die Montagspost schreiben möchte der kann sich hier alle Infos holen.

 

 

 

 

 

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5 Comments

  • Reply Nadin 27. April 2015 at 18:14

    Ein sehr ehrlicher Text, der mich zum Nachdenken angeregt hat. Bei uns war es am Anfang nicht so, dass der Knirps anhänglich war.Aber ich glaube, mein Mann hatte am Anfang Schwierigkeiten, damit klar zu kommen, dass er mich teilt und/oder seine Bindung mit dem Knirps eine andere ist. Egal,wie sehr man sich versucht auf ein Leben zu dritt vorzubereiten, ist es ja doch immer was anderes, wenn es soweit ist. Liebe Grüße

    • Reply Glucke 27. April 2015 at 18:32

      Hi,
      Ja wenn man immer zu zweit ist und dann ein neues Wesen seinen Platz beansprucht dann ist das schwierig aber es ist auch schwierig dem Partner das zu erklären.
      Anna freut sich sicher sehr über deine Worte.
      Liebe Grüsse
      Dani

  • Reply Bettie 27. April 2015 at 17:47

    Den Blog von Anna mag ich auch sehr. Vor allem finde ich, dass sie immer so wunderbar ungeschminkt schreibt. Auch hier. Ein schöner Montagspost. 🙂 Gruß aus Berlin, Bettie

    • Reply Mama Motte 27. April 2015 at 18:08

      Vielen Dank liebe Bettie ❤️

    • Reply Glucke 27. April 2015 at 18:33

      Hi Bettie,
      Siehst du, Anna hat schon geantwortet.ich find es so gut dass der Text von ihr und nicht von mir ist, obwohl er auch meine Gedanken widerspiegelt und ich finde toll, dass ihre Befürchtungen nicht eingetroffen sind, denn ich denke viele Frauen fühlen so.
      Liebe Grüße
      Dani

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