Ich die Glucke

Zeit für klare Worte

5. Oktober 2015

„Du bist ein in Luxus lebender, sozialschmarotzender Parasit und Deutschenhasser.“

„Du bist ein Rassist.“

„Dir würde ich auch keinen Job geben.“

„Du profilierst Dich über fremde arme Kinder.“

„Frauen wie Du, sind daran schuld, das Frauen wie ich, depressiv werden und sich wie eine schlechte Mutter fühlen. Nur weil es bei mir keine Minischeissgugelhupfe oder sauteure Ausflüge gibt.“

„Du bist einer dieser Supermuttis, die niemand um sich haben will.“

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Es ist an der Zeit für klare Worte.

Das ist ein kleiner Auszug aus den Nettigkeiten, die mir seit kurzem entgegenstürzen. Die meisten Wörter kann ich hier einfach nicht wiederholen. Ganz genau genommen seit diesem Artikel hier, habe ich den Unmut vieler Menschen auf mich gezogen. Ich habe überlegt und überlegt, ob ich mich separat dazu äußere oder nicht. Interessiert es meine Leser, dass ich beschimpft und beleidigt werde? Ich weiß es nicht, ob es euch interessiert aber meine Devise war schon immer, Dinge laut anzusprechen und Sie so ungefährlicher zu machen und dem Ganzen die Macht ein bisschen zu nehmen.

Ich bin ehrlich, solche Worte treffen mich so hart, dass mir die Tränen kommen. Mein Verstand weiß, dass diese Menschen mich verletzen wollen und alles sagen würden. Aber mein Herz tut weh und ich verstehe einfach nicht, wie der Wunsch, jemandem zu helfen, solchen Hass auslösen kann.

An das Gute im Menschen zu glauben, ist naiv!

die Verfasser, ja es sind mehrere, haben sicherlich nicht nur mich auserkoren, um ihre bösen Gedanken in Worte zu fassen aber all dieses rationale Wissen macht es nicht besser.

Ich fühle mich, wie so oft wenn mir Unrecht getan wird, in die Ecke gedrängt und ich verspüre dann den Drang mich zu rechtfertigen und da es sich hier um wirklich, grundsätzliche und sehr wichtige Themen für mich handelt, gibt es diesen Post.

Denn es ist angebracht, ein paar klare und ja auch rechtfertigende Worte zu schreiben.

Ich bin für mein Leben, in großen Teilen selbst verantwortlich. Ich arbeite seit meinem 17. Lebensjahr voll und viel und gerne. Ich habe mich immer selbst finanziert und mir alles selbst erarbeitet. Das Leben und die Liebe hat, wie bei jedem Anderen auch, einige Überraschungen parat gehabt. Diese und Ich selbst haben zu dem Leben, was ich jetzt gerade lebe geführt. Wenn das einige als Luxus betiteln, ok. Wir leben alle im Luxus. Wir leben in einem Land, das grundsätzlich, erst einmal jeden sozial absichert. Das ist Luxus, den sich die halbe Welt nicht leisten kann. Meinen „Luxus“ habe ich mir mit meinem Mann selbst erarbeitet und Neid ist einfach eine schlechte Eigenschaft. Für unser Lebensmodell muss ich mich schon vor Hinz und Kunz rechtfertigen obwohl es keine Sau was angeht und wäre unser Land familienfreundlich, dann wäre ich jetzt sicher auch nicht arbeitslos oder vielleicht doch? Man weiß es nicht, ich werde euch aber davon berichten, sobald ich neue Infos hab.

Ich lebe seit 32 Jahren in Deutschland, das ist meine Heimat und ich habe hier so viele Erinnerungen wie nirgends auf der Welt. Kritik an meiner Heimat, darf ich trotzdem äußern, denn wir haben eine Meinungsfreiheit und die gilt auch für mich, Ich bin dennoch kein Deutschenhasser. Hass ist ein sehr mächtiges Wort, welches ich, in seiner Bedeutung niemals unterschätzen würde. 

Ich bin für eine bunte Welt, in der alle Rassen, Religionen, Traditionen und Sitten friedlich und gemeinsam leben. Dieser Wunsch ist unrealistisch, das zeigt unsere Geschichte und dennoch werde ich mir das weiterhin wünschen und auch soweit ich das kann, dafür kämpfen, das es möglich ist. Wisst ihr, ich bin keine Aktivistin oder dergleichen. Ich versuche mit meinen Mitteln und Fähigkeiten etwas zu tun. Das ist immer noch mehr, als das, was die machen, die mich Rassisten nennen. Ja ich bin, ein -kann man sagen – feiger Mensch, spüre ich Gefahr, dann gehe ich lieber. Wem bringt es was, wenn ich immer dazwischen gehe( hab ich alles schon gemacht) und dann verletzt oder sonst was werde. Dann kann ich gar nicht mehr helfen. 

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Der Artikel für den Wunsch, Geld zu gewinnen für Flüchtlingskinder, der das jetzt alles ausgelöst hat, war nie dafür da, um hier Klicks für den Blog zu generieren. Natürlich möchte ich gelesen werden, welcher Blogger, Autor, Journalist und Schreiberling möchte das nicht aber doch nicht um mich zu profilieren. Ich brauche doch nicht andere Menschen dafür, dass ich weiß, das ich uneigennützig bin und Anderen zu helfen, mir immer ein Bedürfnis ist. Bestätigung dahingehend benötige ich nicht und werde ich auch nie benötigen. Mein gesunder Egoismus reicht anscheinend nicht aus. Ich schaffe es über den Teller zu schauen und zu erkennen, dass es mir gut geht. Manchmal frage ich mich, ob ich mir nicht doch einfach etwas ganz eigennütziges hätte wünschen sollen, um so sinnfreien Äußerungen damit zu entkommen. Aber auch das wäre weit gefehlt, denn ein weiterer Beitrag, hat ähnliche Auswirkungen gezeigt. Denn wie mans macht, ist es sowieso falsch.

Ich bin eine Frau, die gerne backt, kocht, es sauber hat. Ich bin ein Kontrollfreak, der vieles gleichzeitig und schnell macht. Ich zeige gerne meine Rezepte und Gerichte und freue mich, wenn andere sich daran erfreuen. Das sind Dinge, die ich gut kann, liebe und wofür ich auch gerne Bestätigung bekomme. Wenn das bei jemandem negative Gefühle auslöst, dann ist das nicht mein Problem. Ich habe genau das vor einigen Jahren gelernt. Jemand fühlt sich durch mich schlecht. Dann hat der Jemand ein Problem. Man kann diese Probleme gerne angehen und klären aber dann doch bitte nicht mit mir, sondern mit professioneller Hilfe.

 Also, Du fühlst Dich wie eine schlechte Mutter, durch meinen Blog. Hör auf ihn zu lesen. Niemand zwingt dich. Ist es so wie bei einem Unfall , sooooooo schrecklich aber gaffen muss ich trotzdem?

Vielleicht ist Frauentausch oder ein anderes Format, eher was für Dich.

Zu dem Thema Supermutti, verweise ich sehr gerne auf diesen Artikel. Zu Äußerungen, in denen vor das Wort Mutter, Mutti oder Mama etwas angefügt wird, reagiere ich nicht mehr, denn diese Wörter dienen einzig allein dazu, andere abzuwerten. Den Sinn werde ich nie verstehen.

Ich bin Bloggerin und habe mich ein Stück weit in die Öffentlichkeit begeben. Ich schreibe über Themen, die über das Mamadasein hinaus gehen. Was ich hier schreibe und zeige, gefällt nicht jedem. Muss es auch nicht aber dann lest mich nicht. Was bringt euch das, mir eine Email zu schreiben und euren Frust in 2000 Worten, an mir auszulassen. Wir kennen uns doch gar nicht? Niemand hat das Recht, andere Menschen so zu beschimpfen, zu beleidigen, zu bedrohen und zu ängstigen.

Ob ich mich schäme, wurde ich mehrfach gefragt. Ja ich schäme mich, für Menschen wie ihr es seid. Meine Wertvorstellungen und Prinzipien verbieten mir, euch genau so zu behandeln, wie ihr es mit mir und anderen tut aber tut euch doch einen Gefallen, bleibt mir einfach fern. 

Ich werde mich jedenfalls weiterhin für Flüchtlinge und sämtliche andere Menschen, die Hilfe benötigen, mit meinen Mitteln auf meine Weise einsetzen. Ich werde weiterhin Bilder posten, auf denen leckeres Essen zu sehen ist. Ich habe Spaß an all dem und das ist das Wichtigste.Ich werde weiterhin mich und meine Lieben verteidigen. Wer kein Bock auf mich hat, dem steht es ja frei nicht hinzuschauen. Es gibt ja zum Glück hundertfünfzigmillionen andere Blogs, Bücher und Fernsehsendungen die vielleicht besser zu EUCH passen. Sollte mein Beitrag euch erst recht anregen, eure Anfeindungen auf ein neues Niveau zu heben bedenkt eins. Eure Namen und Emailadressen und alles was ihr hier so geschrieben habt, kann ich jederzeit öffentlich machen.

 

Eine Frage an meine BloggerkollegenInnen. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gerade gemacht? Wie geht ihr damit um. Wie geht man mit solchen Menschen um. Ich versuche es zu ignorieren aber manche macht das richtig aggressiv.

Ich bleibe

eure Glucke

 

 

 

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11 Comments

  • Reply Die Welt in der ich lebe verändert sich ~ Glucke und So 26. Juli 2017 at 20:05

    […] Ich bekam Drohungen und traf auf Unverständnis und äusserte mich bereits schon mal zur Meinungsfreiheit. Dieses Thema wird so heikel behandelt wie kein Anderes. Aber wieso?  Meine Solidarität gehört den Menschen, die in Gefahr sind, in Not sind und andere Menschen brauchen um den Weg in ein Leben zurückzufinden. […]

  • Reply schimpfmalmama 9. Oktober 2015 at 21:08

    Wow, was war denn da los? In den USA kam ich gar nicht zum Mitlesen und bin gerade etwas sprachlos, warum du so angefeindet wirst! Ich finde deinen Artikel zu dem Wunsch Flüchtlinge zu unterstützen toll. Du hast genau getroffen, wie ich mich auch fühle und auch eigentlich alle fühlen sollten. Wir haben Kleidung, Essen, Spielsachen und ein Dach über dem Kopf und viele Flüchtlinge hausen in Notunterkünften und haben nichts! Ich kann deinen Wunsch den Gewinn zu spenden 100%ig nachvollziehen und finde die Idee wirklich toll. Wie können denn dazu solche Anfeindungen kommen? Du hast doch absolut nichts verwerfliches geschrieben, ganz im Gegenteil! Lass dich von den Kommentaren bloß nicht runterziehen, das sind meist alles einfach Neider, die nicht wissen, wie sie sich sonst ausdrücken sollen. Meine Unterstützung hast du ☺️.

    • Reply Glucke 10. Oktober 2015 at 20:53

      Ich sag’s Dir, da ging es richtig ab, erst bei Twitter und dann per Mail, Wüste Beschimpfungen.
      Ich weiß nicht wieso sich Menschen so sehr daran stören, wenn man etwas für andere tut. Aber auch meine Votingzahlen zeigen, dass es wenige gibt die meinen Wunsch teilen. Da bekommen ganz persönliche, „eigennützige“ Wünsche Hunderte von Stimmen und ich bin bei 80. Traurig aber wahr. Ich mache trotzdem weiter und lasse mich auch nicht mundtot machen aber ich werde vorsichtiger sein, denn ich und meine Familie stehen an 1. Stelle und vielen Dank für deinen Zuspruch.
      Liebe Grüße
      Dani

      • Reply schimpfmalmama 10. Oktober 2015 at 21:45

        Ach herrje, das ist echt krass! Und so sinnlos… Dein Wunsch hat wenigstens Sinn, aber das scheinen viele wohl nicht zu verstehen. Das tut mir echt leid, dass du dir sowas anhören musstest. Ja, es ist wichtig sich zu schützen. Und wir sind als Blogger ja leider nicht anonym. Dass man oft negative Kommentare und andere Meinungen bekommt ist ja di eine Seite, aber Beschimpfungen gehen echt zu weit! Lass dich wirklich nicht unterkriegen und ich vote glich mal für dich :-).
        LG, Julia

  • Reply perlenmama 6. Oktober 2015 at 9:51

    Um Himmels Willen, was ist denn da los? Also ich hab ja einiges erwartet bei diesen Kommentaren, aber ich finde beide Artikel, auf die es solche Kommentare gegeben hat, einfach nur harmlos. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das jemandem so dermaßen aufstößt.
    Lass dich nicht unterkriegen, die Kleingeister sind es nicht wert.
    Ich hatte vor kurzem auch so ein Erlebnis, doch da wurde mein Blog im persönlichen Umfeld und hinter meinem Rücken zerrissen und darüber gelästert. Ich habe mich, wie du jetzt auch, für die Flucht nach vorne entschieden und habe darüber gebloggt. Einerseits, um zu zeigen, dass ich mich nicht unterkriegen lasse und andererseits, wie du auch schon sagtest, um mich zu rechtfertigen. Ich denke das ist ein guter Weg, auch um alles für einen selber rauszulassen.
    Ich hoffe es beruhigt sich alles wieder für dich und du bleibst in Zukunft von solchen Kleingeistern verschont. Das braucht echt keiner.
    Und bleib nie still, mach einfach weiter so wie bisher. Ich lese dich gern. <3

    • Reply Glucke 6. Oktober 2015 at 13:29

      Was soll ich sagen. Wir werden wohl immer mal wieder so etwas erleben aber ich fand es s hon heftig. Danke für deine Worte es hilft ungemein, zu wissen das man nicht allein ist und auch Rückhalt hat.

  • Reply mamAhoi 6. Oktober 2015 at 9:49

    Ich kann mir vorstellen, wie schwer es ist, sich das nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen. Ich hoffe du hast mindestens genauso viele positive Rückmeldungen zu deiner tollen Idee erhalten. Ich bin mir auch sicher, dass nur Leute, die mit sich selbst sehr unzufrieden sind, solche Äußerungen von sich geben. Leider ist nicht jeder in der Lage, abzuwägen, wann Kritik Sinn macht und zu erkennen, wann man daran sparen sollte, weil man selbst nur ein Ventil benötigt um eigene, aufgestaute Emotionen loszuwerden. Mach weiter so wie bisher!!!

    • Reply Glucke 6. Oktober 2015 at 13:30

      Hi,

      Oh Wow danke danke danke für deine positiven Worte und nein eigentlich hält es sich in Grenzen mit den positiven Stimmen zu der Idee.
      Aber es war ein Versuch wert.
      Liebe grüsse

  • Reply Was hab ich heut eigentlich gemacht ~ Glucke und So 5. Oktober 2015 at 22:05

    […] zu, Mittagschlaf machen. Der Prinz schläft schnell ein und ich surfe ein bisschen und schreibe diesen Post, da er mir sehr wichtig […]

  • Reply lilith 5. Oktober 2015 at 21:21

    In diesem erwähnten ‚argen ‚ artikel ist überhaupt nix arg. Die menschen, die so drauf reagieren sind arg. Es gibt leider viele verrückte und ekelhafte menschen. Warum kann man nicht wertschätzender und freundlich miteinander umgehen? Werde ich nie verstehen. Auf jeden fall kopf hoch!! Nicht zu nah rankommen lassen. Du bist trotzdem ein wertvoller und liebenswerter mensch. Vor allem für deine familie! Die verrückten sind sowieso mit sich selbst gestraft und scheinbar eh mit ihrem leben unzufrieden. Ansonsten würden sie nicht wolche aktionen machen 😉

    • Reply Glucke 5. Oktober 2015 at 21:26

      Hallo Lilith,
      vielen Dank für deine aufmunternden Worte. Es ist gut zu wissen, dass nicht alle so denken.
      Liebe Grüße
      Dani

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