Ich und So

Wenn die Großeltern zu Fremden werden-Gastbeitrag

20. Mai 2016

Grosseltern_FremdeErst kürzlich war das Thema Schwiegereltern, die ja auch Großeltern sind, groß und hat viele BloggerInnen beschäftigt. Auch bei mir hat sich jemand mal alles von der Seele geschrieben. Ich weiss wie wichtig es als BloggerIn ist, auch Herzensthemen, die raus müssen, aber vielleicht nicht auf den eigenen Blog passen, bei einer Kollegin unter zu bekommen.

So auch heute wieder. Die liebe Isa von Lari Lara hat etwas auf dem Herzen, was schwer liegt wie Blei und hier hat sie nun die Möglichkeit sich davon zu befreien.

Die Großeltern werden zu Fremden

 

Unsere Kinder haben 3 Omas und 2 Opas. Meine Eltern sind geschieden und ein neuer Lebenspartner ist dazu gekommen. Das hört sich toll an. In meinem Kopf sehe ich die Kinder mit Oma und Opa Kuchen backen, Unfug treiben und einfach nur Spaß haben. Abends sind die Kinder wie auch Oma und Opa kaputt – aber glücklich.

RRRRRT – zurück in die Gegenwart. So ist es nicht. Wir wohnen alle 550 bis 600 km auseinander. Es sind Rentner, nur mein fast 75-jähriger Papa geht noch 2x die Woche arbeiten. Aus Lust. Der Beruf war und ist sein Leben. Aber um über die Runden zu kommen, muss er das nicht tun.

Frühlingsanfang

Jetzt ist bald Ende April. Zuletzt war ich mit den Kindern über Weihnachten zu Besuch bei den Schwiegereltern. 1 Woche. Jeweils für 1 Stunde kamen die anderen Parteien dazu. Auch die Tanten und ein Onkel. Der andere zeigt gar kein Interesse.

 

Zuletzt in Hamburg hatten wir Besuch von meinem Vater und Lebensgefährtin – im November – die werden auch die Ersten im Mai sein, die wieder kommen. Im September kamen die Schwiegereltern. Meine Mutter war zuletzt im August da. Na, wie klingt das? Nach Interesse oder Desinteresse? Nach Faulheit oder Resignation? Ich sage: nach allem. Denn es sind andere Dinge wichtiger: eigene Reisen, eigene Hobbies, eigenes Sofa. Eigene Freunde.

Und wenn sie dann mal da sind, sind es 3 Tage. Dagegen würde ja nichts sprechen, wenn es denn öfter als alle paar Monate wäre.

 

Meine Kinder tun mir leid

Mir tut es für die Kinder leid. Die ohne Großeltern aufwachsen zu müssen. Die nie erfahren werden, wie es ist, Onkel und Tanten zu haben. Die übrigens alle keine Kinder haben (bzw: seit 1 Monat erst). Keiner ist flexibler, als wir es sind mit Kindern und Arbeit. Klar, es macht Spaß das Auto vollzuladen mit Windeln, Spielsachen & Klamotten. Sich 7 Stunden ins Auto zu setzen, denn in den Zug bekommen wir das ja alles nicht rein.

Die Großeltern haben kein Interesse

Was habe ich bitte für ein Familienumfeld? Mir tut das leid. Denn ich bin ein totaler Familienmensch. Das einzige, was ich tun kann, es später bei meinen Mädchen besser zu machen. So oft wie möglich da zu sein. Ohne mich bitten zu lassen. Für sie, und auch für die Enkel. Und nicht nur wegen der Enkel.

Grosseltern sollten da sein

So sollte es sein

In unserer Nachbarschaft ist ein älteres Ehepaar – beide arbeiten noch. Sind selbstständig. Ihre Kinder und Enkelkinder leben in Schweden. Sie reisen sehr oft dort hin, wenn z.B. beide Elternteile beruflich unterwegs sind. Das steht gar nicht zur Frage. Das ist Selbstverständlich. Auch wird öfter ein Kurztrip gemacht. Sie erfreuen sich so an den Kindern und sind froh, ihre eigenen Kinder zu sehen. Sollte das nicht auch normal sein?

 

Rentner haben nie Zeit

Für meine Kleine sind sie fast wie Fremde! Meine Schwester war noch nie in Hamburg und wir wohnen nun fast 4 Jahre hier. Ihr Mann zeigt sowieso kein Interesse. Aber es scheint, dass man ohne Kinder oder als Rentner einfach keine Zeit hat. Zeit für die wichtigen, die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Und das ist die Familie. Wer weiß, wie viel Zeit uns allen noch bleibt.

Das Leben ist kurz.

Bis bald

eure Isa

 

Liebe Isa, das tut mir so leid. Ich spüre wie wichtig Dir Familie ist und wie sehr es Dich verletzt, dass es wohl keine Änderung geben wird. Diese Entwurzelung, die ich auch habe, macht wirklich zu schaffen. Man lebt sich auseinander. Es ist ein Kraftakt für alle Seiten, ein Treffen zu vereinbaren. Die eigene Familie wird älter und träger. Wir „Jungen“ sind gestresster und leben meist in einer völlig anderen Welt. Alle wünschen sich eigentlich dasselbe aber die Realität sieht oft anders aus.

Ich habe keine Lösung gefunden, die für alle Parteien das Beste wäre, denn leiden würde immer jemand. Für unsere Kinder ist es einfach sehr schade, da doch die Beziehung zu den Großeltern eine ganz besondere sein sollte.

Wie seht ihr das? Geht es euch genauso? Habt ihr vielleicht Lösungen für uns?

Isa könnt ihr übrigens auf ihrem Blog Larilara finden und dann gleich weiter gehen zu Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest. Schaut unbedingt mal vorbei und keine Sorge, bald stelle ich Sie euch auch noch etwas genauer vor.

Isa, ich danke dir für dein Vertrauen und wünsche Dir und deiner Familie nur das Beste.

Eure Glucke

 

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13 Comments

  • Reply Anna 11. November 2019 at 10:57

    Bei uns ist es ähnlich und wir sind damit nicht die Einzigen. Ich bin mittlerweile mit vielen anderen Eltern befreundet und erfahre dadurch ganz ähnliches.

    Bei uns ist es konkret dass sowohl die Eltern meines Mannes als auch meine kein Interesse am Enkelkind zeigen, aus den verschiedenstens Gründen. Meine Mutter wuchs in einer Großfamilie auf und hasste es viele jüngere Geschwister zu haben und wenig finanzielle Mittel, die eigenen Kinder hat sie aus finanziellen Vorteilen bekommen (wäre eine längere Erklärung) jedenfalls nicht weil sie Kinder haben wollte. Am Enkelkind hat man deshalb überhaupt kein Interesse.
    Die Schwiegermutter wiederum wurde als Teenager mit meinem Mann schwanger und hat diesbezüglich ihr Trauma(chen) weg, denn er wäre schuld dass ihr Leben so war wie es war…Sie Großväter bzw. Väter sind überhaupt nicht vorhanden, die machten sich bereits bei den eigenen Kindern aus dem Staub und man kennt sie nicht. Da hat man also die Gründe in unserem Fall. Man sieht sich zweimal im Jahr zu Geburtstag und Weihnachten – aber auch nur dann wenn wir hinfahren und im Prinzip lassen sie mehr und mehr durchleuchten dass ihnen auch das bereits eigentlich zu viel ist, denn die Großmütter verschwinden bei diesen Anlässen ganz gerne für einige Stunden zu ihren Freunden, auf einmal sitzt man nur noch mit der restlichen Familie da. Die ganze Situation ist höchst unnormal aber die Details erspare ich hier denn das würde den Rahmen sprengen.
    Bei uns ist es auch wie eine andere Mutter oben bereits geschrieben hatte, wir haben einen 3,5 stündigen Fahrtweg, sind die Einzigen mit kleinen Kindern und sobald wir ankommen, müssen wir dort das Essen kochen und den Weihnachtsbaum schmücken, teilweise erst einkaufen und nebenher auf die Kinder achten um die sich nicht gekümmert wird (oder beachtet).
    Angesprochen habe ich das schon X-Mal, aber das ändert nichts daran. Egal wie der Einzelfall bei jedem sein mag, sie wollen nicht, und man kann sie nicht zwingen, Punkt. Es wäre vieles um einiges einfacher wenn es anders wäre, ist es aber nicht. Meine Cousine war in den ersten 2 Wochen nach der Geburt schon öfter mit ihrem Mann ausgegangen als ich in den letzten 5 Jahren um nur ein Beispiel zu nennen. Ihr Kleiner ist gerade 2 Jahre alt und seit dem 4. Monat 2 Tage pro Woche bei der Schwiegermutter und 2 Tage pro Woche bei der anderen Oma, effektiv kümmert sie sich also 3 Tage pro Woche selbst um ihr Kind (und sie arbeitet nicht) Also das ist wieder das andere Extreme dazu. Im besten Fall hat das Kind eben eine sehr feste Bindung zu beiden Großmüttern zusätzlich zur Mutter. Wenn die Beteiligten damit zufrieden sind ist das kein Problem. Aber meine Realität ist, die Großmütter wollen nichts mit den Kindern zu tun haben. Auch keine Geburtstage. Idr kaufe ich ein Geschenk von den Großeltern zwischen 20-50 € und dieses Geld wird mir dann geschickt und das wars. Das ist zweimal im Jahr, Geburtstag/Weihnachten mehr gibt es auch finanziell gesehen nicht. Nikolaus und Ostern wird gänzlich vergessen.
    Im Prinzip geht es bei dieser Problematik um zwei Punkte. Zum einen fehlt dem Kind der Bezug zu den Großeltern, was schade ist, weil eine Familie dann tatsächlich nur aus Mutter und Vater besteht (die kinderlosen Onkeln und Tanten machen nämlich auch lieber etwas anderes)
    Der zweite Punkt ist ganz klar die Entlastung die fehlt. Während es für andere selbstverständlich ist, dass sie ab und an auch mal Erledigungen/Kinogänge/Restaurantbesuche/Freunde treffen, ohne Baby/Kleinkind machen können weil es auch mal kurz bei der Oma bleiben kann für 1-2 Stunden. Oder dass im Notfall jemand zur Seite steht. Das ist so ein kleiner Punkt der mir nun eben fehlt. Das kann man höchstens über einen Babysitter ausgleichen, aber ein komisches Gefühl bleibt dennoch, eine relativ fremde Person mit einem noch sehr kleinen Kind alleine zu lassen (was der Grund war, weshalb ich das nicht gemacht habe) Kinderfreie Tage/Wochenenden gibt es mit dieser Methode sowieso nicht, höchstens ein paar Stunden und spontan ist das auch meistens nicht möglich.
    Leihgroßeltern waren nicht auffindbar. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Meisten eigene Enkelkinder haben um die sie sich kümmern (oder auch nicht weil sie nicht wollen aber dann kommen sie als Leihgroßeltern auch nicht in Frage), und es wirklich nur einen kleinen Teil gibt welche sich wirklich Enkel wünschen aber einfach keine haben. Am ehesten organisiert man sich soziel mit anderen Eltern die im selben Boot sitzen. So haben die Kindern wenigstens Bezug zu anderen Menschen mit denen man sehr eng befreundet ist, spielen mit deren Kindern und abgesehen davon kann man sich auch mal gegenseitig unterstützen. Zwar nicht für Kinderkrankentage wenn man zur Arbeit muss, aber zumindest an den Wochenenden und in den Ferien, damit man nicht gar so alleine in der Luft hängt sondern gemeinsame Unternehmungen machen kann, oder die Kinder auch mal bei diesen übernachten und umgekehrt damit den Eltern auch mal ein kinderfreier Abend gegönnt wird. Klappt super so.

  • Reply Monika Pfeifenberger 13. Juni 2019 at 13:08

    Die Eltern meines Mannes haben klar und deutlich gezeigt und mitgeteilt, dass sie kein Interesse an ihren beiden Enkeln haben. Sie kennen unsere Kinder nicht mal.
    Sie hatten sich eine andere Frau für ihren Sohn gewünscht.
    Mein Mann hat die falsche Frau geheiratet. 😀

    Gott sei Dank sind meine Eltern sehr liebevolle Großeltern.

    Mittlerweile kränkt mich das Verhalten meiner Schwiegereltern nicht mehr.
    Ich bin sogar sehr glücklich darüber, dass der Kontakt seitens meines Mannes abgebrochen wurde. Somit sind die Kinder nicht irgendwelchen Intrigen, Falschheiten, Gemeinheiten ausgesetzt.
    Wenn die Zwerge das dementsprechende Alter dafür erreicht haben, werden wir sicher die richtigen Worte finden, warum es so ist, wie es ist!

    Liebe Mütter dieses Blogs… lasst euch nicht unterkriegen von versagenden Großeltern… genießt die gemeinsame zeit mit eurer eigenen kleinen Familie und seit stark.

    Und an alle bösen Schwiegermütter (falls das eine lesen sollte) – lasst die junge Generation einfach nur in Ruhe und kümmert euch um eure eigenen Probleme. Ihr könnt echt schlimmer sein, als 10 Geliebte auf einmal. Lässt eure Söhne ziehen und ein eigenständiges Leben führen.

  • Reply Soulfirechen 11. Juni 2019 at 22:38

    Danke für den Artikel. Bei uns wohnen unsere Eltern nur 5 bis 15 Minuten weit weg. Unsere Kinder haben sogar vier GroßelternPaare. Doch leider ist es wohl so, einmal Scheidungskind immer Scheidungskind.
    Ich versuche bereits seit Jahren dass gerade mein Vater und seine Frau mehr Zeit mit uns verbringen möchten. Bereits bevor wir unsere Tochter hatten. Am besten ist es hier, wenn man spontan anruft und fragt ob sie jetzt in diesem Augenblick Zeit haben. Alle Planungen in der Zukunft also über 120 Minuten sind kaum möglich. Was wirklich traurig und verletzend ist. Möglicherweise hat mein Vater so viel für seine Kinder getan und geopfert (seine Worte), dass er keine Kapazitäten mehr übrig hat. Er ist im Herzen ein liebevoller Mann. Ich finde es zunehmend traurig, dass er unsere Tochter kaum sieht. Von sich aus hat er unser Kind noch nicht sehen wollen, jedenfalls nicht geäußert. Wenn wir uns dann sehen, braucht er eine Weile bis er freundlich wird und seinen kalten und stichelnden Mantel beiseite legt. Wenn es soweit kommt.
    Was sagt dies aus, ich versuche reflektiert zu sein und zu akzeptieren. Doch dies gelingt mir nur bedingt.

    Wir versuchen es anders zu gestalten und jeden zu nehmen wie er ist. Auch wenn es schwer ist. Wir genießen unsere Zeit.

  • Reply Mary 9. Mai 2019 at 9:28

    Guten Morgen, bei uns ist es auch so – mit dem traurigen Unterschied, dass die Großeltern nur 15 Minuten mit dem Auto entfernt wohnen. Alles ist wichtiger als unsere beiden Kinder (Baby und Kindergartenalter). Man muss regelrecht bitten und betteln, damit zB bereits der sich in Rente befindliche und sehr aktive Opa Mal vorbei kommt. Und wenn dies tatsächlich alle paar Monate eintrifft, dann gibt es tolle Ratschläge. Denn wir machen so absolut verrückte Dinge mit dem Baby wie stillen. Und – oh mein Gott – wir haben sogar Babytragen/Tücher. Das geht natürlich gar nicht! Auch bedürfnisorientiertes Handeln wird aufs Schärfste kritisiert. So gesehen, ist es auch nicht schön, dieses Treffen. Nur manchmal braucht man einfach Hilfe,gerade mit zwei Kindern. Unsere Tochter hat noch keinen Kindergartenplatz bekommen und so war es eine besondere Herausforderung. Ach ja, was mich so deprimiert: vorher wohnten wir in Hamburg und die Besuche (selten, 1-2 Mal im Jahr) waren gut. Also zogen wir extra hierhin, da es immer hieß, dass sie ja alle so viel machen würden, wenn wir nur näher wohnen würden. Das ist so bitter für uns und traurig. Auch bei anderen Aktionen ist keine Hilfsbereitschaft zu erwarten wie schon beim Umzug, nach der Geburt des Babys…. ich könnte so viele Beispiele nennen und je mehr mir einfallen, desto trauriger ist es. Sie sagen zB am Telefon auch nur so Dinge wie „Richtet euren Kindern viele Grüße aus.“ Völlig unpersönlich irgendwie. Langsam zweifeln wir aber auch an uns selbst. Ich habe mir das vorher so schön vorgestellt, als Familie zusammen etwas unternehmen etc. Derzeit ist es so, dass wir meistens mit viel Gepäck dahin fahren, dort spielen wir mit den Kindern, die Großeltern sitzen auf dem Sofa und kommentieren. Oder es heißt zu mir “ Es wäre ja viel schöner, wenn du wie die Tochter von dem und dem wärst. Die ist ja viel entspannter. Und immer gut gelaunt. Und auch schlank (ich habe übrigens Größe 38 nach zwei Geburten). Und so erfolgreich (bei mir reicht leider selbst ein Studium etc nicht aus).“ Es ist auch einfach demütigend und dennoch frage ich mich, was sie davon haben, außer vielleicht Genugtuung?? Wenn bei einem solchen Treffer die Große fragt „Opa, spielst du bitte mit mir Lego?“ , dann sagt er leider immer sowas wie „Ich trinke gerade Kaffee. Ich unterhalte mich gerade. Etc“. Alle Gespräche dazu führen ins Leere, die Worte werden einem im Mund umgedreht. Hätte ich nicht meinen Mann, würde ich – so wie früher in der Kindheit- irgendwann wohl tatsächlich glauben, es ist so wie er sagt. Alles Entgegenkommen, Einladen etc ist sinnlos und ich Frage mich nur noch, warum??? Mein Vater sagt dazu übrigens: “ Jetzt bin ich in einer tollen Lebensphase. Ich bin finanziell unabhängig, muss nicht arbeiten und auf keinen Rücksicht nehmen. Ich mache nur das, wozu ich Lust habe. “ Wie ist das dann, wenn die alt sind? Soll ich dann auch so antworten? Manchmal denke ich, keine Beziehung ist besser als eine solche. Es ist und bleibt schwierig. Am besten ist es wahrscheinlich, an sich zu arbeiten, damit einen das nicht so trifft. Letztens habe ich sogar nach einer Leihoma gegoogelt, denn wer das macht, hat sicher Freude am Kindern.

    Danke für diesen Artikel, der mir aus der Seele spricht!

    • Reply Soulfirechen 11. Juni 2019 at 22:42

      Ich verstehe dich sehr. Solche verletzenden Kommentare kenne ich zur genüge. Vermutlich sind sie alle nicht im reinen mit sich oder beneiden uns um unser Glück.

      Denke positiv und seid in euch glücklich und dankbar

    • Reply Dani_S 21. Oktober 2019 at 9:45

      Danke für den Artikel und diesen Kommentar dazu. Ich habe mich und meine Lebenssituation so sehr wieder erkannt, nur dass es bei mir klassicherweise die Schwiegereltern sind.
      Es tut gut sich die Enttäuschung von der Seele zu schreiben und zu versuchen diese Verletzungen nicht an sich heran zu lassen.
      Letztlich machen wir unseren Kindern einfach die schönste und beste Zeit, die sie haben können trotz Alltag, denn die Großeltern werden es mit Sicherheit nicht tun.
      Euch alles liebe und ihr seid nicht allein!

  • Reply Anna 13. Januar 2019 at 0:35

    Bei uns ähnlich. Die Großeltern wohnen 280 km weit entfernt. Sie sind allerdings seit 15 und 35 Jahren nicht mehr arbeiten aufgrund Erbe, das reicht ihnen noch eine Weile. Das heißt sie hätten Zeit. Theoretisch. Man sieht und hört nichts von ihnen. Wir haben 1 Kind, und das ist der einzige Enkel bisher. Zu Feierlichkeiten sieht man sich, aber auch nur wenn wir hinfahren. Mit Sack und Pack. Windeln, Spielzeug und Essen weil sie es meist nicht schaffen vorher einkaufen zu gehen, auch nicht mit 3 Monate Vorankündigung. Geschenke für den Enkel besorgen sie auch nicht, das mache ich und bekomme dann hinterher das Geld. Zu seinem 2. Geburtstag hieß es dann sie kämen in Zukunft nicht mehr (obwohl sie noch nie da waren) weil sie der Meinung sind das Kind möge sie nicht.
    Das Kind kennt sie einfach nur nicht sie sind wie Fremde, 2 Weihnachten, 2 Ostern, 1 Geburtstag bisher. Meine Eltern sind Narzissten und keine Falilienmenschen, von ihren Brüdern und Schwestern sowie Eltern haben sie sich ebenso abgekapselt. Zur Geburt unseres Kindes hörte ich keinen Glückwunsch sondern den Satz „Wir brauchen ihn nicht sehen wir wissen wie Babies aussehen und der wird auch ohne uns groß.“ Etwas später „Wir haben keine Lust auf den Familiensch***“
    Das waren exakt ihre Worte.
    Bei der Schwiegermutter ist es nicht besser, sie holt ihre verlorene Jugend nach, weil sie mit 17 ungewollt schwanger wurde und alleinerziehend war, mit 24 dann ein zweites mal von einem anderen der ebenfalls keine Lust hatte, also 2 Kinder alleinerziehend. Verständlich dass sie es nun nachholt. Aber man könnte sich ja wenigstens an den Feierlichkeiten mit Kind beschäftigen. Aber auch das nicht. Keine Sekunde. Wenn ich aufs Klo gehe und frage ob sie 2 Minuten aufpasst höre ich ihn schon schreien weil er aus dem Stuhl gefallen ist. Das war das einzige Mal dass das passiert ist und das nur weil die Schwiegermutter ein einziges Mal 2 Minuten aufpassen sollte. Mittlerweile verkneife ich es mir einfach für die 3-4 Stunden. Sie fahren allesamt 4-5 Mal im Jahr in den Urlaub, sie sind also schon noch fit, aber man sieht und hört nie was von ihnen. Die jetzigen Großeltern hatten uns fast dauerhaft bei unseren Großeltern (als wir selbst Kinder waren und sie die Eltern waren)
    Die Einzigen die sich immerhin mit Kindi beschäftigen (auf Feierlichkeiten) sind Onkel und Tante. Aber alle gewollt kinderlos, und am Wochenende lieber in Musicals oder anderen Shows, Theater, Grand Kinos, Urlaub, etc pp. Also keiner dabei in der Familie der mal Lust hätte Zeit zu verbringen oder mal vorbeizukommen. Und so funktionieren wir 24/7. Kriegen Arbeit, Umbau, Kind unter einen Hut und an Feierlichkeiten wie Ostern oder Weihnachten müssen wir immer hinfahren. Dann kriegt er höchstens so einen popligen Schokoosterhasen geschenkt denn er mit 11 Monaten ja noch gar nicht beißen konnte. Ein Daran sieht man eben man macht sich auch keinerlei Gedanken. Ich schenke eben für sowas Kleinigkeiten her wie zum Beispiel Malbücher, Geschichtenbücher, Steckspiele, Holzpuzzles das kostet auch bloß je 5-10€, so Kleinigkeiten eben. Aber was kriegen wir? Ein Legospiel für 7-9 Jährige, die ganz kleinen Legoteile, das steht vorne groß und fett drauf und einen Schokohasen. Und warum? Weil man zufällig beim Rossmann war und einfach irgendwas gekauft hat damit man nicht ganz blöd dasteht. Ein Spielzeugladen hätten sie 2 km entfernt. Und selbst beim Rossmann gibt es Babyspielzeug. Aber da hab ich nichtmal was zu gesagt weil ich es vor langer Zeit aufgegeben habe.

    Das Fazit aus dem Ganzen: Man kann es nicht ändern. Was will man schon machen. Sie haben auf gut Deutsch einfach keine Lust. Deshalb ist es mir auch ganz egal mittlerweile. Ich gleiche das so gut wie möglich aus und der Rest interessiert mich nicht mehr. Ist nicht umsonst die Generation Spaß genannt, nicht nur uns geht es so.

  • Reply Regina Bröse 3. Juni 2016 at 21:27

    Wir leben in einem Mehrfamilienhaus mit meinen Eltern und es ist recht anstrengend. Sie mischen sich übermäßig oft ein und erlauben sich ziemlich viel, was uns als Eltern gegen den Strich geht. Dafür hat meine Tochter in ihrer Oma eine sehr wichtige Bezugsperson und da nehme ich gern den Stress in Kauf. Auf unsren baldigen Umzug einen Ort weiter freue ich mich aber riesig, der Abstand ist bitter nötig!

    • Reply Dani 4. Juni 2016 at 20:17

      Hallo Regina,
      ja ich glaube auch das ein gewisser Abstand notwendig ist um die Differenzen, die ganz klar zwischen den Generationen entstehen, zu entschärfen. Einen Ort weiter zu ziehen klingt ja toll, da man ja die Großeltern ja trotzdem in der Nähe hat.
      liebe Grüße
      Dani

  • Reply Yolanda 22. Mai 2016 at 21:57

    Meine Eltern sind schon tot. Mein Bruder wohnt mit Familie auch 600km weit entfernt. Da ist wenig Kontakt. Er kommt nie zu Besuch. Schwiegereltern wohnen 30km entfernt, haben aber kein Interesse.

    • Reply Dani 22. Mai 2016 at 21:58

      klingt auch sehr sehr traurig und tut mir leid für euch.

  • Reply Kerstin 22. Mai 2016 at 10:22

    Ich kann das gut nachvollziehen, bei uns ist es genaus. Wir wohnen auch 600 km von m Inter Familie entfernt und meistens sind wir vier es, die zu Besuchen fahren. Wir werden nur bei größeren Familienfeiern besucht. Dabei sind wir die einzigen, die zwei kleinere Kinder haben von denen einer behindert ist. Das ist jedesmal mit einem Act verbunden, aber das interessiert keinen. Liebe Grüße Kerstin

    • Reply Dani 22. Mai 2016 at 17:16

      Ach es ist so schade, wie vielen es so geht. habt ihr es mal angesprochen?

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