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Ich und So

Ich und So

In meinem Blog geht es ja hauptsächlich um mein Leben als Mama und das ganze Drum herum.
Aber ich bin ja auch noch Frau und interessiere mich für ( wenige) Dinge, die nichts mit Babies, Kindern, Windeln, Spielzeug etc. zu tun hat.

Um diesem weiteren Ich gerecht zu werden find ich es ist an der Zeit diese Rubrik hier einzufügen. Nach 17 Monaten Mama sein habe ich auch wieder etwas mehr Zeit für eben auch andere Sachen.

Ich denke hier fallen mir ein paar spannende “Nicht-Mama” Themen ein.

Eure D.

Ich und So

Wenn Morgen nichts mehr da wäre

6. August 2015

Wir gehen wie jeden Abend ins Bett.

Was ist wenn morgen Krieg wäre? pixabay.com

#TausendmalWillkommen

Wir werden mitten in der Nacht wach. Was ist das nur für ein Krach? Wieso riecht es so verbrannt? War das gerade ein Erdbeben? Wir springen sofort auf, um aus dem Fenster zu schauen. Mein Mann rennt die Treppe runter und reißt die Haustür auf. Mir laufen bereits die Tränen und ich schnappe mir den Prinzen. Was ist hier los. Sirenen, Feuer, Schüsse, Hubschrauber, schreiende Menschen. Ich renne ebenfalls  die Treppe runter. Mein Mann sagt es ist Krieg. Wir schauen uns an und verstehen die Welt nicht mehr.

Krieg? Quatsch sowas gibt’s doch nicht bei uns. Oder doch? Ok. Schnell in den Keller und mehrere Reisetaschen holen und so schnell es geht, das Nötigste einpacken. Der Prinz weint, er versteht gar nicht was hier los ist. Wir verstehen es auch nicht aber es nützt nix. Wir packen Sachen ein, ein bisschen Spielzeug, unsere Pässe und unsere Telefone, Medikamente, Essen und Trinken. Als ob wir in den Urlaub fahren würden. Aber wo fahren wir überhaupt hin? Wie sieht es denn außerhalb unseres Stadtrand-Kosmos aus? Was wird uns erwarten? So etwas wie Krieg, kennen wir nur aus Erzählungen, Geschichtsbüchern und dem Fernsehen.
Mein Mann schaut kurz in die Nachrichten und was wir da sehen, ist wie ein Albtraum. Anscheinend, hat die ganze Nation diesen Ausnahmezustand.

Wir haben keine Zeit mehr. Wir rennen raus.

Der Prinz und ich zuerst. Der Mann schleppt alles ins Auto, was er tragen kann und ich habe Todesangst. Ich habe Angst zu sterben. Ich weiß nicht, was hier los ist aber ich habe Angst um mich, meine Familie und alle Menschen da Draußen. Mein Mann sitzt und wir rasen los.

Aber wohin. Egal, einfach weg und in Sicherheit bringen. Irgendwo muss es sicher sein. Wir sind hier in Deutschland und nicht im Kriegsgebiet.
Wir fahren und was wir sehen ist katastrophal. Überall Polizei, überall rennende Menschen, Feuer. Es klingt so, als ob Bomben einschlagen würden, die Erde bebt immer wieder. Ich versuche aus diesem Albtraum aufzuwachen.
Das kann doch nicht die Wirklichkeit sein.
Wir fahren und fahren. Wir bleiben nicht stehen. Nicht solange das Auto fährt. Wir werden immer wieder angehalten und uns wird gesagt wo wir hin sollen. Wir sollen aus dem Land. Wir sollen Richtung Österreich fahren. Dort ist alles in Ordnung. Ok. Ein Ziel.

Wir fahren und fahren. Der Prinz schläft. Wir zittern. Wie geht es weiter? Was wird aus unserem Zuhause? Wie geht es unseren Familien? Das Handynetz ist komplett zusammengebrochen. Wir können niemanden erreichen. Leben Sie? Wo sind Sie? Was ist hier nur los?

Ich will jetzt endlich aus diesem Albtraum aufwachen.

Wir kommen nach über einem Tag in Österreich an. Die Erste Raststätte wurde umfunktioniert. Dort stehen Polizisten die alle einweisen. Wir sollen warten. Dort warten Hunderte. Ich sehe Familien, Alte und viele Kinder. Die meisten weinen und sehen verzweifelt aus.

Was machen wir hier. Ich will nach Hause. Das kann doch alles nicht wahr sein. Wir sind sehr müde und warten. Wir warten fast einen Tag.

Hätten wir vorgestern gewusst was Morgen passiert, wir hätten gelacht.

Wir sitzen auf der Erde und man gibt uns Essen und Trinken. Ab und zu, gehen wir zur Toilette und machen uns frisch. Die Kinder laufen durch die Raststätte. Ein Fernseher läuft und zeigt, in Deutschland ist Krieg. Es gibt viele Tote und man soll einfach nur das Land verlassen.
Wir warten und warten. Endlich kommt jemand. Er nimmt unsere Pässe und trägt uns in eine Liste ein. Dann gibt er uns einen Zettel, mit einer Adresse und sagt, dort sollen wir hin. Dort müssen wir dann erstmal bleiben. Ich frage müssen und wie lange? Ja müssen und wie lange, keine Ahnung, sagt der Mann. Ich breche zusammen. Ich kann nicht mehr. Ich weiß überhaupt nicht was hier los ist. Ich will doch einfach nach Hause. Ich will in mein Bett. Ich will mit meinem Prinzen spielen. Ich will mein Leben wieder haben.
Wir kommen da an und es ist eine Turnhalle. Es stehen Menschen in einer Schlange. Wir stellen uns in die Schlange und warten. Wir warten und warten. Mehrere Stunden passiert kaum etwas. Der Prinz ist fix und fertig. Er schläft zwischendurch ein.

Wir sind endlich dran. Man gibt uns Decken und Matratzen und sagt, wir müssen jetzt eine Weile hier bleiben, bis sich die Situation entspannt. Wir fragen, ob wir nicht in ein Hotel gehen können. Man lacht uns aus. Hotels sind voll. Entweder wir bleiben hier oder wir schlafen ungeschützt im Freien,  ohne alles. Wir senken unsere Köpfe und gehen rein. Es gibt viele Helfer. Sie sind sehr nett. Sie zeigen uns alles. Es gibt Pläne, wer wann Küchendienst hat oder die Toiletten putzt. Wer die Kinder betreut oder die Halle fegt.

Wir weinen. Wir weinen und können einfach stundenlang nicht mehr aufhören.

Ich schrecke hoch. Wo bin ich? Ich bin klatschnass und ich bin zu Hause, in meinem Bett. Der Prinz und mein Mann sind da. Ich renne raus und schaue aus dem Fenster.

Es ist ruhig. Die Sonne scheint. Es ist Morgen.

ES WAR EIN ALBTRAUM
Es war nur ein Traum. Es war der schlimmste Traum, den ich je hatte. Ich war ein Flüchtling. Ich musste aus meinem Land fliehen, weil wir dort nicht mehr sicher waren.

Ihr Lieben Menschen. Ich sage euch #1000malWillkommen.
Ich schäme mich für meine Landsleute, die euch das Leben in unserem Land schwer machen. Glaubt mir, wir sind nicht alle so. Ich heiße euch Willkommen und hoffe, ihr könnt die schrecklichen Bilder und Erfahrungen aus eurem Kopf verbannen. Ich hoffe, ihr könnt irgendwann wieder glücklich werden, auch wenn es nicht in eurer Heimat sein wird.

Ich wünsche euch das Beste und werde tun, was ich kann um euch nicht das Gefühl zu geben, ihr seid hier nicht Willkommen.

Ich freue mich über einen regen Austausch aber rechtes Gedankengut werde ich auf meinem Blog nicht dulden und sofort löschen. Ich danke euch.

Viele wundervolle Menschen haben sich zusammen geschlossen um zu zeigen, dass wir für Menschen sind und unter dem Hashtag #bloggerfuerfluechtlinge informieren wir euch über alles Wissenswerte. Wir können alle helfen.

Eure Dani, die Glucke

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Ich und So

2 Buecher die auf Reisen gehen

19. Juli 2015

Letzte Woche stellte ich euch die Wahnsinns- Bücher von Rike Drust hier vor.

viele von euch haben erzählt, wie sehr Sie sich von dem 1. Buch von Rike, Muttergefühle, verstanden gefühlt haben. Es ist toll solche schönen Geschichten dazu zu hören und auch Rike hat sich sehr gefreut, denn dafür schreibt man ja. Man möchte die Leser erreichen und begeistern. Das hat Rike definitiv geschafft und deswegen freue ich mich jetzt euch zu sagen wer jeweils ein Exemplar von Muttergefühle und Familiensafari gewonnen hat.

2 Buecher gehen nun auf Reisen.

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Ich und So

Muttergefühle die eine Familiensafari machen

12. Juli 2015

Hallo meine Lieben,

 vor einigen Monaten, als Welttag des Buches war, sah ich bei einer Bloggerin, die Verlosung von zwei Büchern von Rike Drust.

Wer ist Rike Drust? Ok. Ich Schussel.

Rike_Drust

Bildrechte Rike Drust

Die liebe Rike, ist in erster Linie eine wirklich total geerdete, liebenswerte und witzige Persönlichkeit, die auch Mama von zwei Kindern  ist und einen sehr begabten Stift hat, der unglaublich tolle Geschichten in Buchformat auf ihrem Blog und überall wo man ihn lässt, schreibt. Sie hat auch noch unglaublich viel beruflich gemacht aber das und vieles mehr könnt ihr hier nachlesen.

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Ich und So

Zum 2. Mal geboren

11. Juli 2015
Die Zeit zurück drehen

Die Zeit zurück drehen

Gerade fand ich bei Anja, von der Kellerbande ihren Beitrag zu einer unglaublich tollen Blogparade. Bei dieser Blogparade geht es darum, nochmal neu geboren zu werden mit dem Wissen, das ich jetzt habe. 
Wow dachte ich mir und sofort ratterte mein Kopf. Ich mein ich schrieb ja mal darüber, dass ich meinem Vergangenheits- Ich in gewissen Phasen etwas mitteilte.

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Ich und So Montagspost

Eine Lehrerin mit 12 Sinnen und 2 Kindern

22. Juni 2015

Hallo meine Lieben,

auch aus dem Urlaub gibt es für euch die Montagspost und heute dabei ein Blog, den ich erst über „Bloggerhausen“ und die dazugehörige Beurteilung verschiedener Blogs kennenlernen durfte.

Bildrechte: Limalisoy

Bildrechte: Limalisoy

Die Rede ist von Yvonne vom wunderschön klingenden Blog Limalisoy. Yvonne und ihr Blog war mir anfangs wirklich etwas suspekt aber inzwischen konnte ich Sie und ihren sehr sehr persönlichen Blog, näher kennenlernen. Yvonne und ich haben viel gemeinsam und sind doch sooooo unterschiedlich. Ich schätze wirklich sehr an ihr, dass Sie auch so mutig ist über Tabuthemen zu sprechen und ehrlich dazu zu stehen, dass es sehr üble Tage gibt. Ich bewundere Sie sehr dafür, dass Sie all Ihre Abenteuer so gut meistert und kann nur jedem and Herz legen, mal bei ihr vorbeizuschauen. Das geht auf dem Blog, bei Facebook oder auch Twitter.

Damit ihr Yvonne auch ein bisschen besser kennenlernen dürft, war Sie so lieb und beantwortete mir einige Fragen. Ich finde immer mehr Gefallen daran, Interviews zu führen und hoffe ihr habt genauso viel Spaß damit. 

Los geht’s!

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