20 Tatsachen über

20 Tatsachen über den Beruf der Krankenpflegerin von Mamasmäuse

17. März 2016

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Guten Morgen ihr Lieben,

es ist fast März und vier Wochen sind wieder vorbei, seit die wunderbare Severine von Mama on the Rocks mal gezeigt hat, wie Homeoffice mit Kindern abläuft. Heute heisst es wieder 20 Tatsachen über und meine liebe Katha von Mamasmäuse hat mir Rede und Antwort gestanden.

Sie arbeitet in einem der schwersten Berufe. Sie ist im sozialen Sektor und hat Gesundheits- und Krankenpflegerin gelernt und ich bewundere jede Pflegekraft in Deutschland. Die Personaldecke ist gering und alle übrigen Bedingungen auch nicht gerade optimal und trotzdem geben sich der Hauptteil dieser wunderbaren Pflegekräfte, sehr sehr viel Mühe kranke und hilfsbedürftige Patienten rundum gut zu behandeln.

Katha erzählt uns heute ein wenig über ihren Beruf und ich freue mich sehr darüber. 

Katha Kurmel Mal 5 Profil

20 Fakten über mich und meinen Beruf als Gesundheits- u. Krankenpflegerin

1.Gesundheits- u. Krankenpfleger ist der neue Ausdruck für die alt bekannte Krankenschwester und löste 2006 diesen Begriff ab.

2.Die Ausbildung zur Gesundheits- u. Krankenpflegerin ist Deutschlandweit einheitlich und dauert drei Jahre, kann aber unter besonderen Umständen über 4 Jahre gezogen werden.

3.Als Gesundheits- u. Krankenpflegerin versorgt und betreut man kranke und pflegebedürftige Menschen und sorgt vor, dass gesunde Menschen nicht erkranken. Daher der Begriff Gesundheitspflege.

4.Mit bestandenem Examen und dem Titel Gesundheits- u. Krankenpflegerin kann man in den Unterschiedlichsten Bereichen arbeiten:  Krankenhäuser , Fach-Arztpraxen, Gesundheitszentren, im ambulanten Pflegedienst, in Alten- u. Pflegeheimen, in Einrichtungen für Menschen mit  Behinderungen, im Hospiz, auf Krankenstationen von Schiffen (Kreuzfahrtschiffen zum Beispiel) usw.

Kathas Blog neu kurmelMal55.Viele nutzen die Ausbildung als Sprungbrett für das Medizinstudium, weil sie auf den NC angerechnet wird.

6.Der Beruf der Gesundheits- u- Krankenpflegerin ist noch immer eher eine Frauendomäne, auch wenn es immer mehr Pfleger gibt.

7.Ich habe die Ausbildung, nach meinem gescheitertem Abitur, im September 2006 begonnen

8.Für mich war schon sehr früh klar, dass ich unbedingt einen Beruf im sozialen Bereich machen möchte. Welcher das sein sollte, dass wusste ich noch nicht.

9.Viele aus meiner Familie sind in dem Bereich der Krankenpflege unterwegs (Mama, Tanten …).

 

„Für mich ist meine Arbeit nicht nur ein Job. Es ist eine Berufung.“

10.Meine Mama arbeitet in einem Haus, in dem ein Orden sein Kloster hatte. Dort durfte ich als ganz kleines Kind bereits mit den Ordensschwestern in die Patientenzimmer gehen und Ihnen Assistieren.  Das hat mich vielleicht geprägt und mich für diesen Beruf sensibilisiert11. ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass ich täglich ins Büro müsste. ich würde mich wie ein Hund fühlen, der im Zwinger eingesperrt wird. Ich muss für mich wissen, dass ich an und mit Menschen für Menschen arbeite. Dann geht es mir gut.

11.Ein Lächeln, ein Händedruck eine liebe Geste gibt einem so unglaublich viel in diesem Beruf, wenn es von den Patienten/ Bewohnern und auch Kollegen oder Ärzten kommt.

12.Ohne Menschen, die diesen Beruf ausüben, sähe unsere Gesellschaft dumm aus der Wäsche. Viele unwissende Menschen betiteln uns als „Pfannen Träger“. Aber wenn man mal auf jemanden aus der Pflege angewiesen ist, dann lernt man uns zu schätzen und versteht, dass die Pflege nicht einfach nur ein Popo sauber machen und waschen ist.

13.Meine Ausbildung lief gerade mal etwas über als ein halbes Jahr, da wurde ich schwanger. Ich musste mit meinem Direktor sprechen und wurde mit Ihm einig, dass ich noch bis zum einsetzen des Mutterschutzes weiter mache.krankenschwester

14.Danach habe ich in der Ausbildung ein Jahr Elternzeit genommen und bin dann nahtlos wieder eingestiegen. Ich habe dann natürlich den Kurs gewechselt, aber dennoch meine Ausbildung 2010 beendet, nach insgesamt 3 Schuljahren mit einem Jahr Pause.

15.Eine Ausbildung mit Kind machen, ist alles andere als Zucker schlecken. Vor allem während des Schichtdienstes. Dennoch haben wir das gewuppt und es ist möglich.

16.Mit super viel Organisation, einer guten Betreuung für das Kind (in unserem Fall eine KiTa mit den Öffnungszeiten 7-17Uhr) ist eine Ausbildung machbar. Zumal es auch Ausbildungen in Teilzeit gibt. Auch in der Gesundheits- u. Krankenpflege ist dieses an bestimmten Stellen in Deutschland möglich.

17.In meinem ersten Jahr als examinierte Pflegekraft habe ich in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie gearbeitet. Diese Arbeit hat mir unheimlich gefallen und mich gelehrt nach meinem Dienst einen Schalter im Kopf umzulegen, damit ich nichts mit nach Haus trage. Dieses ist noch heute so und ich bin sehr froh, dass ich das kann. Mittlerweile arbeite ich seit 3 Jahren in einem Pflegeheim als Dauernachtwache. Dies ist für uns derzeit die beste Möglichkeit um alles Drumherum gewuppt zu bekommen(KiTa, Schule, Haushalt, Zeit für die Familie!). Mit den Früh-Spät- u. Nachtschichten im Wechsel wäre es deutlich komplizierter.

18.Für mich ist meine Arbeit nicht nur ein Job. Es ist eine Berufung. Ich freue mich, dass ich Menschen helfen darf und ich mache es sehr gerne!

19.Meine Arbeit ist für mich persönlich ein schöner Ausgleich zum normalen Familienalltag und umgekehrt. Ich freue mich aufs arbeiten und ich freue mich danach auf zu Hause. ich habe mich als Mama und Gesundheits.- u. Krankenpflegerin gut eingespielt und liebe beide Teile in meinem Leben. Dennoch ziehe ich feste Grenzen zwischen meinem Arbeitsleben und meinem Privatleben.

20.Am Tag meines Examens war meine große 2 Jahre alt und hat mir, als ich mein Examen entgegen genommen habe eine rote Rose geschenkt. Sie kam nach vorne gelaufen und streckte mir die Rose entgegen. In dem Moment haben sich meine Schleusen geöffnet und ich habe bitterlich vor Freude und Erleichterung geweint. Denn diese ganze Mühe, den Stress zwischen Ausbildung, Mutter, Hausfrau, habe ich für mein Kind auf mich genommen. Ich habe mir Vorgenommen für mein Kind diesen Weg zu gehen, auch wenn er nicht immer leicht für uns war. Ich wollte und will meinen Kindern etwas bieten können und brauche für mich diesen Ausgleich mit einem Berufsleben zum Familienalltag.

Noch heute weiß ich was ich geleistet habe und bin froh, dass ich es gewagt habe. Ich bin noch immer stolz auf meinen Beruf und ich tätige Ihn mit Leib und Seele!

 

Liebe Katha, danke dass Du uns ein wenig in deinen Arbeitsalltag eingeführt hast. Man spürt wie sehr Du deinen Job liebst und wieviel Du auf Dich genommen hast um Familie und deine Berufung unter einen Hut zu bekommen. Da kannst Du wirklich sehr sehr stolz auf Dich sein. Ich wünsche mir, dass eure Arbeitsbedingungen besser werden und Berufe, die mit dem Leben der Menschen zu tun haben, mehr geschätzt werden und auch besser entlohnt werden.

Musstest ihr bereits Pflege in Anspruch nehmen? Für die Großeltern vielleicht? Erzählt mir doch davon.

Eure Glucke

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4 Comments

  • Reply Fremdgebloggt bei den "20 Tatsachen" von Glucke und so - Kurmel mal Fünf 3. November 2017 at 15:11

    […] sind,  könnt ihr bei ihr auf dem Blog lesen. Viel Spaß bei meinen 20 Tatsachen über “ 20 Tatsachen über den Beruf der Krankenpflegerin von Mamasmäuse […]

  • Reply Ich durfte bei den "20 Tatsachen" mitmachen - Mamas Mäuse - Katha bloggt 7. März 2017 at 20:28

    […] sind,  könnt ihr bei ihr auf dem Blog lesen. Viel Spaß bei meinen 20 Tatsachen über “ 20 Tatsachen über den Beruf der Krankenpflegerin von Mamasmäuse […]

  • Reply Andreas 23. März 2016 at 17:15

    Die arbeit ist kein Zuckerschlecken. Vor allem wenn man sich überlegt, das überall immer mehr gespart wird. Mehr Druck, weniger Zeit und das für ein nicht gerade hohes Gehalt. Da kann man nur den Hut ziehen.

  • Reply Mamas Mäuse- Mama bloggt 17. März 2016 at 7:27

    […] sind,  könnt ihr bei ihr auf dem Blog lesen. Viel Spaß bei meinen 20 Tatsachen über ” 20 Tatsachen über den Beruf der Krankenpflegerin von Mamasmäuse […]

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