Ich und So

Wohin soll Glucke und So gehen?

1. April 2016

Glucke und so wohin?Als ich vor über einem Jahr begann und meinen Blog online stellte, war mir vieles gar nicht klar. Man kann, wenn man so will sagen, dass ich ziemlich naiv war was das Thema angeht. Diese Naivität stellte nicht unbedingt Probleme dar, denn ich füllte meinen Blog mit Leben, schrieb in unglaublich kurzer Zeit viele Artikel. Mein Leben bot einiges an Schreibstoff und ich schrieb und schrieb.

Der Blog fing an zu wachsen. Ich fing mit den sozialen Netzwerken an und versuchte eine Bindung zu meinen Lesern aufzubauen. Natürlich versuchte man auch eine Art Bindung zum Online Clan, den anderen Bloggern, aufzubauen. 

Ich mischte mich einfach in Gespräche bei Twitter ein, um so kurz anzuklopfen „Hallo ich bin neu hier. Redet doch mit mir.“ Das funktionierte mal gut aber meist eben nicht. Schnell saß ich vor meinem Bildschirm und dachte mir, was wollen die denn alle? 

Es gab dann eine kleine Empörungswelle von einigen Bloggern, auch mir, in der wir uns beschwerten, dass die „Großen“ erfolgreichen Blogs alle in ihrer Clique sitzen und uns „Kleinen“ nicht rein lassen. Ja im Ernst, das dachte ich auch wirklich. Nicht alle können gleich erfolgreich sein und dieser Schwanzvergleich untereinander bringt nur Frust.

Also was änderte sich an meiner Meinung?

Als ich ca. 6 Monate dabei war und so ein wenig ein Gefühl dafür entwickelte, was ich gut kann und was eben auch nicht, kam ich langsam zur Vernunft. Ich merkte fast täglich wie viel Arbeit so ein Blog bedeutet. Natürlich hat man einen Flow, dann schreibt sich der Artikel quasi von selbst. Noch ein bis zwei Bilder dazu und aus die Maus. Aber so ist es nicht. Wenn ich mir fast jeden meiner Artikel anschaue dann kann ich sehen, dass ich noch locker 3-8 Mal daran gearbeitet habe. Es tauchen immer wieder kleine Rechtschreibfehler auf oder der Sinn in einem Satz, erschließt sich mir selber nicht mehr. Gedanken kommen dazu. Die Größe der Schrift ist zu klein u.s.w. Ein Leben außerhalb des Blogs existierte ja auch.

Ich merkte, das ich darüber nachdenken muss, wo ich mit Glucke und So hin möchte und was nur ich dafür tun kann und muss.

Ich weiss, dass Erfolg durch andere eintreten kann aber ihn dann zu halten, ist die Kunst. Grundsätzlich ist man aber für seinen Erfolg selber verantwortlich und keine Susanne Mierau von Geborgen Wachsen oder BerlinMitteMom muss meinen Beitrag teilen, weil ich ja noch so frisch und klein bin und jetzt den tollsten Artikel überhaupt geschrieben habe. Ich will so erfolgreich werden wie Sie? Dann muss ich ganz alleine dafür arbeiten.

Ich kenne inzwischen über 100 Blogs und im Ernst, die kann man nicht alle lesen. Ob man will oder nicht, das funktioniert nicht und demnach funktioniert es auch nicht, sich darauf zu verlassen, dass andere Blogs mich lesen und nur drauf warten meinen Content(also Inhalt) auf ihren Plattformen zu teilen. Jeder hat einen anderen Lesegeschmack und das ist auch gut so. Wir haben wirklich genug Einheitsbrei in der Bloggerszene. Ich habe aber auch so viele tolle Bloggerkollegen und Kolleginnen in dieser Zeit kennengelernt. Es gibt viele, die man alles fragen kann und Sie helfen immer. 

Ich wusste nun, dass Glucke und So nicht mehr nur ein Blog für mich war. Die Liebe und Arbeit die hier drin steckte, kostet viel Zeit und auch Geld und eine Professionalisierung war geboren. 

Was bedeutet das für mich und den Leser?

Für mich bedeutete es zu lesen. In die Materie einsteigen. Mich mit Themen wie SEO, Marketing, Werbemaßnahmen, Werbeetat, dem Steuerrecht und dem Design zu beschäftigen. Ich sage euch, ich habe nicht wirklich viel Plan und auch keine Millionen auf dem Konto um das von Profis machen zu lassen. Ich habe nur Leidenschaft und versuche Ausdauer und Geduld zu trainieren. 

Ja, ich möchte Geld verdienen mit meinem Blog ABER ohne dafür mich oder meine Leser zu verkaufen.

Ein zweischneidiges Schwert ist das. WERBUNG-ein böses Wort für fast jeden aber dennoch werden wir alle in gewisser Weise bewusst oder unbewusst davon beeinflusst.

Ich bin ehrlich,

  • mein Blog kostet im Monat ca. 50€. Mal mehr mal weniger. 
  • mein Blog kostet am Tag ca. 3-6 Stunden Zeit
  • mein Blog hat bis jetzt, zwecks Design und Wartung etc. ca. 150€ gekostet.

Ja ein Hobby/eine Leidenschaft kostet Geld und nein ich jammere keineswegs. Ich habe mir das so ausgesucht und ich liebe was ich hier tue. Dennoch kann man die Liebe und Leidenschaft ja verbinden, mit einer Art der Berufung. Werden mir Produkte angeboten, die der Prinz liebt und die auch ihr lieben könntet, dann schreibe ich sehr gerne einen Bericht darüber, ob das Produkt wirklich so toll ist oder auch gar nicht toll.Verlage schicken mir Bücher. Natürlich rezensiere ich die und verlose Sie dann unter euch, da wir eine sehr große Bücherliebe verspüren.

Ein Magazin fragt nach einem Interview. Natürlich sage ich ja und ja dafür bekommt man auch ab und an Geld. Ich stelle ja dem Magazin etwas zur Verfügung. Ein Arzt operiert ja auch nicht jeden Patienten umsonst nur weil er seinen Job liebt. Wichtig ist, ich teile euch immer mit, durch das Wort Werbung, dass ich etwas für diesen Beitrag bekommen habe.

Ich versuche wirklich akribisch die Balance zu halten, denn Artikel ausschließlich für Google und die Suchmaschinenoptimierung zu schreiben, kommt mir nicht in die Tüte. Genauso wenig, werde ich über Produkte schreiben, die weder zu mir noch zu meinem Blog passen, nur um Geld zu verdienen, denn das würde gehen aber nicht für mich.

Das ist dumm?-würden jetzt einige Profis sagen.

Ja vielleicht. So werde ich es wohl nie zu einem Boom Blog schaffen aber Glucke und So ist authentisch und ehrlich und das soll so bleiben. Schreibe ich über ein Sportmagazin oder eine Autobatterie, wer sollte mir das denn abkaufen? So gut ich diesen Artikel schreiben könnte, so idiotisch würde ich mir dabei vorkommen. Ich würde mich und euch verraten und das ist es nicht wert.

Geld verdienen JA, um jeden Preis, NEIN

Eine zentrale Frage ist immer wieder. Was wollen meine Leser? Wen lesen meine Leser noch? Wollen Leser bei 10 ihrer Lieblingsblogs denselben Artikel über das gleiche Thema lesen, weil Firmen diesen 10 Bloggern dafür Geld geben? 

Ihr Lieben, ich schreibe und lebe diesen Blog aber ihr lest ihn oder auch nicht. Ihr könnt hier mitbestimmen. Ihr seid meine Co-Autoren. Eure Anerkennung ist natürlich viel viel mehr wert als 100€ für einen Artikel.

Sagt mir was ihr möchtet und was nicht.

Jessi von Feiersun machte eine Bestandsaufnahme ihres Blogs und sagt unter #MeinBlogundich, Sie möchte jemand in der Blogosphäre sein. Ich denke das wollen fast alle Blogger. Sie wollen für ihr Herzblut belohnt werden und Anerkennung. Sie wollen als Experten auf ihrem Gebiet gesehen werden.

Ich möchte das auch. Ich möchte Glucke und So weiter etablieren. Ich möchte mehr Leser, die zu mir finden und sich hier gut aufgehoben fühlen. Ich möchte mehr Vernetzung zu meinen Bloggerkollegen. Ich möchte mehr Transparenz und weniger Konkurrenz im Online Clan. die Professionalisierung von Blogs führt auch zu Neidern und Missgunst. Es wäre toll, wenn mehr das Denken, das Platz für alle ist, da wäre und man gemeinsam die Blogosphäre stärkt. Ich möchte mehr Akzeptanz von den Unternehmen und Marketingabteilungen denn ich habe das verdient und ich arbeite weiter daran, es auch zu bekommen.

Also wohin soll Glucke und So gehen?

Glucke und So soll gar nicht gehen. Glucke und So soll wachsen und weiterhin soviel Freude bereiten, wie es jetzt schon tut. Mich lesen mehrere Tausend Menschen im Monat und das muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen und das macht mich sehr sehr stolz. Glucke und So wird es so lange geben, so lange mein Herz mit Begeisterung weiter an Ideen und dem eigenen Erfolg arbeitet und ihr lesen wollt, was ich so schreibe.

Ihr seid wieder gefragt. Habt ihr Vorschläge? Was vermisst ihr? Was nervt euch? Und meine lieben Bloggerkollegen, was könnte ich noch verbessern besondern hinsichtlich der Reichweite?

Ich freue mich auf den Austausch mit euch.

Eure Glucke

 

Teilen

You Might Also Like

14 Comments

  • Reply Was ich an der FamilyCon so einzigartig fand? ~ Glucke und So 14. Oktober 2017 at 22:05

    […] von From Munich with love sprach übers Geld verdienen mit dem Blog. Sehr sympathisch mit polnisch-bayrischem Akzent erzählte Sie uns über das derzeit wichtigste […]

  • Reply Mein Blog, meine Baustelle ~ Glucke und So 26. April 2016 at 12:14

    […] Firmen besser verkaufe. Aber das sollte doch nicht die einzige Erfüllung eines Bloggers sein oder? Ich bin auch für Professionalisierung aber eben in meiner Geschwindigkeit, mit meinen Regeln und meinen […]

  • Reply sara 1. April 2016 at 16:05

    Geld verdienen JA, um jeden Preis, NEIN

    Mein Gott, wie oft lese ich diesen Blödsinn, wenn es um Werbung geht. jeder versucht sich mit dem gleichen Statement schönzureden. Damals in der Entstehungszeit sollte das Internet kostenpflichtig sein. Leider haben viele Kräfte genau das Gegenteil bewirkt und das Netz zum kostenlosen Mülleimer gemacht. Werbung gehört nun einmal dazu. Und ein Blog, der Werbung hat, geht in eine professionelle Richtung. Fertig und Gut.

  • Reply Gabi Saler 1. April 2016 at 14:31

    Danke für Dein offenes Teilhabenlassen an Deinem Weg. Als großmütterliche Jung-Bloggerin folge ich Dir gern, weil du anderen Mut machst ihren eigenen, individuellen Ausdruck im Netz zu finden. Inhaltlich wie geschäftlich. Authentizität spielt da eine wichtige Schlüsselrolle 🙂 Alles Gute Dir und den Deinen, liebe Glucke und obendrauf noch eine Prise Glück und so 🙂

    • Reply Daniib3005 1. April 2016 at 22:23

      Witzig unsere Blognamen…. Vielen Dank für deine lieben Worte.

  • Reply Sabrina 1. April 2016 at 13:39

    Hallo Dani,

    wir werden uns auf dem #RNEB treffen, ich freue mich schon 🙂
    Ich habe mich auch oft gefragt, was soll mein Blog sein, was soll er mal werden.
    Ich hab für mich entschieden, Geld will und werde ich wohl nie damit verdienen, es wird ein Hobby bleiben… ok, man weiß nie was die Zukunft bringt. 😉

    Angefangen habe ich einfach, weil ich dachte, ein Art Tagebuch zu schreiben, meine Gefühle in Worte zu fassen, um mich irgendwann auch daran erinnern zu können und vielleicht ist es auch lesenswert für andere. Diesen Gedanken habe ich auch weiterhin und blogge immer dann, wenn es die Zeit eben ermöglicht, also meine freie Zeit dafür ausreicht 🙂

    Liebe Grüße und auf die nächsten Jahre deines Blogs,
    Sabrina
    http://wunschkind-herzkind-nervkind.blogspot.de/

    • Reply Daniib3005 1. April 2016 at 22:23

      Echt wir lernen uns kennen? Da freu ich mich drauf.

  • Reply Nico 1. April 2016 at 13:24

    Hi Dani,

    ich wünsche mir, dass du glücklich bist. Das möge gern auch dein Blog mit beeinflussen. Zur Bedingung mache ich ihn nicht.

    Ich könnte gut auf Gluckeundso.de verzichten, wenn ich dafür weiß, dass es dir gut geht.
    Denn: „Ein Leben außerhalb des Blogs existiert ja auch.“ Nicht wahr?

    Best, Nic

    • Reply Daniib3005 1. April 2016 at 13:28

      oh das ist lieb aber auch traurig. Gluckeundso ist ein sehr fester Bestandteil meines Lebens da ich so viele Erfahrungen seitdem gemacht habe. Ich habe mich weiterentwickelt und bin über mich hinaus gewachsen. Ich bin reflektierter und offener und toleranter geworden.
      Glücklich bin ich mit und ohne aber ohne würde inzwischen was fehlen.
      Liebe Grüße
      Dani

  • Reply Nicole 1. April 2016 at 13:14

    Liebe Glucke, ich kann Dich gut verstehen. Ich stehe am selben Punkt. Aber ich habe für mich beschlossen – mein Blog ist genau das: MEINS. Ich möchte über MEINE Themen schreiben und MICH wiederfinden, nicht etwas, was meinen Lesern womöglich besonders gut schmecken würde oder einem Kooperationspartner, hinter dessen Produkt ich nicht stehen kann oder es mich schlicht nicht interessiert. Geldverdienen ist eine schöne Sache, aber ich will meine Marke aufbauen und mich nicht dafür verkaufen müssen. Mach einfach das, was DICH ausmacht. Ich glaube daran, dass Leser authentische Blogs lesen wollen. Und keine geschönten und aufpolierten.

    • Reply Daniib3005 1. April 2016 at 13:19

      Hi Nicole,
      genau deswegen mache ich es auch so weiter wie bisher. Ich hoffe auch das Authentizität und nicht Masse sich durchsetzen wird.
      Liebe Grüße
      Dani

    • Reply sara 1. April 2016 at 16:06

      Eine Marke aufbauen? Ohne Werbeeinnahmen … Na, dann viel Glück und nach ein paar Jahren Erfahrung wird das ganze schon anders aussehen.

  • Reply prislacht 1. April 2016 at 8:30

    Hey… Ich hänge an einem ähnlichen Punkt wie du… Allerdings habe ich mir überlegt die Kooperationen mehr auszusieben indem ich mich nicht mehr kostenlos hergebe. Und dann zurück zu kehren zum eigentlichen Ursprung: Hobby und Spaß am Schreiben. Will ich wirklich professionell hauptberuflich bloggen und jedes Wochenende unterwegs sein zu irgendwelchen Bloggerevents? Das Leben außerhalb des Blogs ist so voll und so vielseitig und so voller Freunde… Es ist definitiv momentan wichtig die Zeit für den Blog zu begrenzen.

    • Reply Daniib3005 1. April 2016 at 9:11

      Ich renne nicht jedes We zu Events, werde gar nicht so oft eingeladen. Ich halte die Balance, es soll ein Nebenberuf sein. ich will die Leidenschaft ja nicht verlieren und mich auch nicht verkaufen denn wie du sagst das Leben ist aufregend genug

    Leave a Reply

    Cookies sind für die korrekte Funktionsweise einer Website wichtig. Wir verwenden Cookies, um Ihnen Inhalt bereitzustellen, der auf Ihre Interessen zugeschnitten ist, sowie die Sicherheit unserer Nutzer zu erhöhen und um statistische Daten zur Optimierung der Website-Funktionen zu erheben. Klicken Sie auf „Zustimmen und Fortfahren“, um Cookies zu akzeptieren und direkt zur Website weiter zu navigieren. Detaillierte Informationen zu unseren Cookies und dazu, wie du die Kontrolle darüber behältst, findest Du hier: Cookie Einstellungen anzeigen

    The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

    Close