Ich und So

Wieso mich der Feminismus nervt?

24. März 2016

emancipation- FeminismusGlaubt mir, ich finde Feminismus extrem wichtig und bin auch froh, dass es viele Frauen gibt, die auch für mich und meine Rechte einstehen und etwas bewegen wollen und auch schon viel bewegt haben.

Gestern las ich diesen wirklich spannenden Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Ein richtig gutes Interview mit Laurie Penny. Eine britische Bloggerin und linke Feministin. Ich hatte nie etwas von ihr gehört, obwohl Sie wohl in Deutschland ein Star ist und ihre Bücher ein Renner. Frau Penny sagt wirklich viele viele wunderbare Dinge, die ich mit ihr zu 100% teile und dennoch kann ich Sie nicht als dessen Ernst nehmen, als was Sie gesehen werden möchte, da Sie mich als leidenschaftliche Mutter, die eine Schwangerschaft als ein Wunder ansieht, durch eine Sache völlig rauskickt. Frau Penny meint:

„…().Es ist eine Schande, dass Frauen sich immer noch zwischen Mutterschaft und allem anderen entscheiden müssen. Außerdem bin ich überhaupt nicht wild auf eine Schwangerschaft. Dafür sollte es wirklich technische Alternativen geben…().Warum sollten Babys nicht im Labor entstehen? Wieso ist eine technische Alternative zum Mutterleib so undenkbar? Schon in den Siebzigern haben Feministinnen über künstliche Gebärmütter nachgedacht.“

Das muss man erstmal sacken lassen oder? Ich meine, ja Eizellen werden in der Petrieschale befruchtet um Paaren, die auf natürlichen Weg keine Kinder bekommen können, dieses Wunder trotzdem zu schenken aber ein Gerät zu haben, was das Baby dann austrägt, das ist einfach nur gruselig und es von einer Frau zu lesen, die ja für Frauen einsteht, das lässt den Feminismus für mich einfach nur ein Stück weit negativ aussehen. Diese Aussage hätte ich eher von einem Mann erwartet der denkt, dass in unserer Leistungsgesellschaft eine Frau durchweg dem System zur Verfügung stehen sollte. Sowohl optisch, als auch weiterhin zu 100% belastbar, keine Ausfälle durch Schwangerschaftsübelkeit oder hormonelle Veränderungen. Weiterhin wäre Sie auch eine Vollverdienerin, die mehr konsumieren kann. Wenn nach der Geburt, die Maschine auch noch die Erziehung des Kindes übernimmt, bis es selber zur Toilette gehen kann und durchschläft, braucht eine Frau Penny sich keine Sorgen mehr um Kacke machen.

Der Feminismus wäre dann eigentlich an seinem Höhepunkt angelangt, da alle Menschen gleichgestellt wären, da die Frau sich „nur“ noch durch körperliche Eigenschaften von einem Mann unterscheidet.

Aber ist es das, was der Feminismus wirklich will? Die Frau wird zum Macho, indem Sie ihre Bedürfnisse über die des Kindes stellt.

Wieso sind viele Feministinnen immer so extrem? Wieso MUSS immer alles und wieso MÜSSEN auch alle Frauen dann dasselbe wollen und glauben? Ich begebe mich vielleicht auf dünnes Eis aber wieso muss es eine gesetzliche Frauenquote in Deutschland geben? Sollte man nicht aufgrund seiner Leistungen in die Führungsriege aufsteigen und nicht aufgrund ihres Geschlechtes?Feminismus _Emanzipation

Männer werden nur aufgrund ihres Geschlechtes öfters und schneller befördert? Ja das mag in vielen Branchen noch so sein aber ein Zwang für Frauen, kann doch nicht die Lösung sein. Ich weiss selber als arbeitssuchende Mutter, wie schwer es ist. Ich wurde schwanger und verlor sozusagen mein berufliches Standing und werde nur noch als Mutter gesehen, die ja ausfallen könnte weil das Kind krank ist oder nochmal ein Kind bekommen könnte und sowieso nicht so belastbar wie eine Kinderlose oder ein Mann ist aber dennoch möchte ich mein Kind selber bekommen.

Ja, es muss noch viel geschehen und ja der Feminismus ist unumstößlich, um darauf aufmerksam zu machen aber wie kann eine Feministin, die nicht mal Kinder möchte, da Sie die Schwangerschaft so beschreibt als ob man die Pest hätte, für meine Rechte einstehen? Woher will diese Frau wissen, wie eine Mutter sich fühlt und was eine Mutter benötigt? Wieso muss jede Mutter trotzdem Karriere machen wollen um irgendwem irgendwas zu beweisen?

Ich muss niemandem irgendwas beweisen. Das ist doch verschwendete Müh. Wir müssen doch mal aufhören, uns als Frauen immer in einer grundsätzlichen Opferrolle zu sehen und zu verallgemeinern. 

 

Ich weiss, das eine Meinung  immer auch Lösungen parat haben sollte.

  • Ich bin dagegen, Kinder von Maschinen bekommen zu lassen.
  • Was ist mit der Mutter-Kind-Bindung?
  • Was ist mit den Veränderungen in dem Körper der Frau während der Schwangerschaft?
  • Die Bindungstheorie würde ausser Kraft gesetzt werden? Wir reden hier von Menschenkörpern.
  • Die Lösung sollte sein, Frauen zu unterstützen, die ein Leben schenken. Keine Sonderstellung sondern Gleichberechtigung.
  • Gleichberechtigung durch z.B. Grundeinkommen oder Anpassung des Lohnniveaus

Eine Mutter zu sein sollte etwas nicht Sonderbares sondern Wunderbares sein.

Mutter zu sein und Elternzeit zu nehmen, sollte befürwortet werden. Als Vater Elternzeit zu nehmen, sollte auch befürwortet aber nicht erzwungen werden. Elternzeit zu nehmen sollte finanziell für jede Gehaltsstufe sein, denn wenn ein Paar zusammen nur 2000€ verdient kann keiner lange zu Hause bleiben wenn er nur ein bisschen mehr als die Hälfte seines Lohnes bekommt.

Eltern zu werden, ist in Deutschland immer noch gefühlt ein Übel aber anstatt Eltern als etwas gemeinsames zu betrachten werden entweder die Väter oder die Mütter für etwas benutzt. Ich finde das ist der falsche Ansatz. Meine Meinung mag  nicht ausgereift sein, da ich mich selten mit extremen Ansätzen oder Verbindungen auseinander setze aber ich bin für Familie und nicht für Einzelkämpfer und ganz ganz wichtig für mich ist: Eine Mutter sollte ihr Kind selber bekommen und nicht eine Maschine.

Seid ihr Feministin? Sehe ich es grundsätzlich falsch oder was sagt ihr dazu? Findet ihr es nicht auch merkwürdig, dass eine Maschine ein Kind bekommen sollte?

Ich bin wirklich gespannt auf eure Meinung.

Hier kommt eine wunderbare Beantwortung meiner Fragen und auch wenn ich nicht allem zustimme-ich mag die Autorin und ihre Ansichten sehr und würde mir wünschen, dass es mehr von ihr gäbe.

Eure Glucke

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30 Comments

  • Reply hengra 12. September 2017 at 19:05

    Nach dem ich, als in den ‚Sozialen‘ -Medien mal wieder eine Feminismus-Debatte wegen Nichtigkeiten mir anschauen musste, ich in meiner Branche mich dafür rechtfertigen muss, warum jetzt diese Frau als Bikini-Modell genommen wird und nicht die andere (bevor ihr weiter nachhakt, ich bin alles andere als ein optisch perfekter Adonis, ich muss nun mal nach Kundenvorgaben arbeiten! Und das sind sogar berechtigte Vorgaben!) und mich (MICH! Der der Zuhören kann, der der immer versucht höflich zu sein und jedem gleich behandelt, egal welches Geschlecht, welche Religion, welche Hautfarbe, welche Herkunft) wegen eines witzigen, von der weiblichen Gegenseite auch so gesehenen, Spruches von einer Frau mir sagen lassen musste das ich ein sexistischer Wichser bin, nach den Stichworten „Feminimsmus nervt“ gesucht hab.

    Fand ich diesen Artikel.
    Und muss einfach Sagen: Vielen Dank! War gut zu lesen.
    Und spiegelt auch meine Meinung wieder.

    Beste Grüße!

    • Reply Glucke 12. September 2017 at 20:03

      Hi,
      oh je was haben Sie oder hast Du denn gesagt, das die Frau so erbost ist? Ich bin ja nicht gegen den Feminismus nur gegen diese dogmatische und fanatische Form, denn die hilft niemandem.
      Beste Grüße
      Dani

  • Reply "Neues Kind, neues Glück"-Muttergefühle 2-Rezension ~ Glucke und So 7. September 2017 at 20:05

    […] spielen Feminismus, Bildung etc. in den Alltag einer Familie […]

  • Reply Fifty Shades of Grey ~ Glucke und So 26. Januar 2017 at 19:44

    […] gehen Frauen Vollzeit arbeiten und machen Karriere. Viele Frauen bekommen gar keine Kinder mehr. Viele Männer sind Hausmänner. Viele Männer können deutlich besser kochen als ihre Frauen. […]

  • Reply Sandy 7. Januar 2017 at 9:40

    Ich habe jetzt bewusst nicht die vorherigen Kommentare gelesen, sorry 😉
    Aber ich las hier grade deinen Text und mir platze fast die Hutschnur, als ich Frau Pennys Zitat sah.
    Ich sehe es genauso wie du! Ich würde sogar soweit gehen und sagen: Ich finde es gut das es Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt!Das soll auch bitte auf ewig so bleiben! Das wir nahezu gleichgestellt sind mittlerweile, ist gut, aber dieses „mindest Frauenquote“ usw ist nicht das was ICH mir für uns Frauen wünsche!!! Leistung soll überzeugen und durch diesen Quatsch, werden wir gleich wieder als „Anders“ abgestempelt. Im Prinzip arbeiten wir damit gegen den Feminismus, wenn man es genau betrachtet! Fakt ist doch, das wir unterschiedlich sind und es immer bleiben werden! Das wir geistig auf gleicher Höhe sind JA, aber körperlich kommt bei uns Frauen nun mal die ein oder andere Schwangerschaft dazwischen und das ist TOLL ! Wer das nicht will: OK, aber schiebt das bitte nicht auf den Feminismus!

    Liebste Grüße,
    Sandy

    • Reply Glucke 7. Januar 2017 at 12:05

      Wie man an der Diskussion auf Facebook sieht, versteht nicht jeder den Artikel so wie er gemeint ist und vor allem äußern sich genau jene Feministinnen, die Mitschuld daran tragen, das der Feminismus kaputt geht aber sollense machen, ich muss nur lernen die Klappe zu halten und nicht mehr auf sowas zu reagieren

  • Reply [Links der Woche #5 & #6] Vom Elternsex, Mamasein, Bloggercafé bis hin zu Disney, DC und Star Wars | Klaudia bloggt ... 3. April 2016 at 9:21

    […] Noch einmal kurz einen Abstecher zu Dani gemacht. Die liebe Glucke ist nämlich vom Feminismus genervt. Klar, wir brauchen Feminismus. Feminismus ist wichtig. Aber es gibt Exemplare von Feministinnen, die man einfach nicht ernst nehmen kann. […]

  • Reply Michaela 26. März 2016 at 0:26

    Och liebe Dani, danke für deinen wieder ganz wundervollen Beitrag! Ich bin überzeugt davon das auch ganz viel an Bindung und Prägung schon im Mutterleib geschieht und wage mir garnicht auszudenken, was passieren würde, würde in Zukunft eine Maschine unsere Kinder austragen. Ich glaube auch, daß der „Geburtsschmerz“ und auch die gesunden Schwangerschafstbeschwerden irgendwie auch dazu gehören. Kinder zu bekommen ist so ein unfassbar großes Wunder, in das man oft erst langsam reinwachsen muss und ich kann mir nicht vorstellen das Bindung so natürlich gelingt, wie wenn man sein Kind heranwachsen spürt und man sich vom ersten Augenblick so nah ist, als in dem Moment an dem das Baby anfängt in deinem Bauch zu wachsen. Bei mir war es jedenfalls so.

    • Reply Daniib3005 26. März 2016 at 10:26

      Ja ich kann es mir auch nicht vorstellen. Wenn man ein Kind adoptiert um ihm ein schönes Leben zu ermöglichen dann denke ich schon, dass man dieselbe Bildung zu ihm aufbauen kann aber eine Maschine kann das eben nicht.

  • Reply Andrea 25. März 2016 at 11:49

    Ich bin ganz Deiner Meinung. Ich selber habe keinen Kinderwunsch, ich erkläre Kindern gern etwas und berate mehr. Dennoch ist es Unterschied, eine künstliche Maschine zu erschaffen oder Leben. Ein Baby braucht menschliche Nähe, vor allem zur Mutter. Es gibt eine grausame Studie mit Kindern (in Zimbardo Psychologie beschrieben), die Versuche starteten, Kinder ohne Berührung oder Nähe groß zu ziehen. Die Kinder starben fast dabei. Ein Mensch lebt mit, durch und von Berührung. Die Befruchtung mag noch möglich sein, aber ohne Gebärmutter bzw Mutter eine Fragwürdige These von Penny. Ich muss da Spontan an Matrix denken und ob ich in so einer Welt leben will… ? Nein. Femminismus hat seine Berechtigung, nur wird es vielleicht einfach Zeit in unserer Gesellschaft die Idee von Trennung, Klasse, Rasse, Herkunft Geschlecht aufzugeben? Ein Mann sollte im aufgeklärten 21. Jahrhundert nicht mehr verdienen, weil er ein Mann ist. Sondern weil er mehr Qualifikation hat. Und eine Frau sollte nicht am Existenzminimum leben, wenn sie für den Erhalt der Menschheit sorgt.

  • Reply wolfcat01 24. März 2016 at 22:49

    da ja meine Vorrednerinnen schon alles gesagt haben was es zu diesem Thema zu sagen gab möchte ich nur noch eins dran hängen : als meine Tochter im Kreißsaal lag um ihr erstes Kind zu bekommen war ich als Mutter von der ersten wehe bis zum durchtrennen der Nabelschnur dabei . Und eins ist gewiss , dieses Gefühl eine Baby auf die Welt kommen zu erleben das kann mir keine Maschine ersetzen. Es ist ein großer Unterschied selbst zu gebären oder eine Geburt mitzuerleben . Das ist mit keinem Geld der Welt bezahlbar.

  • Reply Maik 24. März 2016 at 11:09

    Stimmt Alles. Toller Bericht- Übrigens sind wir Männer nun am Werk. Auch wir fordern natürlich eine Gleichberechtigung. Dazu gehört: Jedes Jahr eine neue Frau auswählen zu können. Am besten wäre es, wenn alle Frauen in einer Stadt im Internet eingetragen würden und wir Männer können einfach ein Kreuz unter dem gewünschten Profil machen. Die Frau wird danach für ein Jahr exklusiv zur ausgeliefert.

    • Reply Daniib3005 24. März 2016 at 11:10

      wow… na das sind ja mal Wünsche… aber danke für deine Zustimmung.

  • Reply Catharina Ertl 24. März 2016 at 10:48

    Liebe Dani,

    vielen Dank, dass du diesem Thema hier einen Rahmen gibst! Ich bin sehr vertraut mit Laurie Pennys Veröffentlichungen und finde es wichtig, dass man sich mit allem, was einen beschäftigt kritisch auseinandersetzt. Für mich ist eine technische und künstliche Alternative von Schwangerschaft und Geburt ebenfalls undenkbar. Nicht nur wenn es um Menschen geht. Und wie Manuel denke ich, dass Extremismus am Ende mehr schadet, als positive Entwicklungen zu fördern.

    Aus meiner Sicht möchte Laurie Penny in dem zitierten Interview bewusst polarisieren (was wiederum, wie auch dein Artikel hier, zu Diskussionen anregt und Themen Raum gibt, damit sie bearbeitet werden – also auch positive Seiten hat) – und zwar mit ihrem persönlichem Empfinden, dass in diesem Punkt einen schier unvorstellbaren Weg bestreitet. Technisch gesehen ist das sicher nicht unvorstellbar, Moral und Ethik ist der Schauplatz auf den sie hier eine Diskussion bringen möchte und das ist nunmal ihr Thema. Diese Äußerung ist radikal und ich bin strikt gegen eine solche Entwicklung, aber ich glaube, wie sie im zweiten Teil des Interviews anspricht, dass es ihr grundsätzlich darum geht, dass das „Persönliche politisch ist“ und jedem Individualismus zugestanden werden sollte. Ich finde es richtig, dass sie feststellt, dass Feministinnen für dieselben Ziele kämpfen können, auch wenn sie im Detail andere Auffassungen haben. Die Auffassung, die sie an dem von dir angesprochenen Punkt anspricht, teile ich mit Sicherheit nicht, das bringt mich trotzdem nicht dazu, den Feminismus an sich negativ zu betrachten.

    Solche Aussagen haben zwei Seiten: Einerseits verhindern sie, dass ein Thema in der Versenkung verschwindet, wie es dem Feminismus leider immer wieder passiert, andererseits haben sie zur Folge, dass sich viele kluge und starke Frauen – wie du, wie ich annehme -, die der Sache vielleicht eigentlich verbunden wären, sich vom Feminismus abwenden, weil eben dies die Dinge sind, die von ihnen wahrgenommen werden. Und kaum einer findet im alltäglichen Geschehen Zeit sich mit mehr als diesen publikumswirksamen Extrempositionen auseinanderzusetzen. Was nicht so öffentlich und medial aufgebauscht wird, sind für mich die wirklich interessanten und wichtigen Bereiche des Feminismus. Die Presse sieht das in der Regel anders 😉

    Warum und wie ich Feministin geworden bin, kannst du hier nachlesen: http://spieltriebe.com/2016/03/20/auf-augenhoehe-zwei-welten-in-einem-menschen/

    Viele liebe Grüße, Cathi

    • Reply Daniib3005 24. März 2016 at 10:53

      Liebe Cathi,
      vielen Dank für deinen Artikel und deinen Kommentar. Ich wende mich dem Feminismus nicht ab und mein Beitrag sollte ja auch polarisieren, genau wie der von Laurie nur das Sie ja sehr bewusst ihr mediale Größe nutzt und das finde ich ist eben der falsche Ansatz um den Feminismus aus dem Extremen rauszuholen. Für mich sind leider auch Frauen wie Alice Schwarzer keine Vorbilder des Feminismus. Ich teile wirklich viel aus dem Interview aber als Mutter, die ich bin, finde ich es sehr beschämend von einer Frau solche Aussagen zu hören und im Ernst, der Feminismus spricht ja auch sehr sehr stark uns Mütter an, denn wir sollen ja akzeptiert werden und wieder Karriere machen können und uns individuell ausleben können aber dann doch bitte nicht von einer Kinderlosen repräsentiert werden, die Kinder aus der Maschine holen möchte.
      Ich werde jetzt mal ein bisschen bei dir stöbern und wünsche Dir schöne Ostertage.
      Liebe Grüße
      Dani

    • Reply Maik 28. März 2016 at 18:52

      Ja, das sind tolle Wünsche und ich würde DICH auch als erstes wählen.

    • Reply hengra 12. September 2017 at 19:06

      „bewusst polarisierend …“ dann verlange ich auch, das nicht so getan wird das die welt untergeht, wenn mal ein nicht ernst gemeinter Spruch kommt.

  • Reply Anni 24. März 2016 at 9:51

    So ist es! Der wichtigste Satz für mich: “ Wieso muss jede Mutter trotzdem Karriere machen wollen (…)“ Ich kenne tatsächlich keine einzige Mutter, die sagt, sie möchte Karriere machen. Es ist die Politik, es ist die Gesellschaft, die so tut, als wäre es das, was Frauen wollen. Die wollen, dass dies das ist, was Mütter wollen. Die Mütter die ich kenne, die 30 Stunden und mehr arbeiten, sind ständig mega gestresst und gehetzt. Zerren ihre Kinder von A nach B (Los, schnell, schnell). Denen geht es nicht wirklich gut! Die können es nicht wirklich genießen, Mutter zu sein! Ich finde das nicht erstrebenswert und habe das Gefühl, dass immer mehr Mütter das auch erkennen. Arbeit wird viel zu viel Bedeutung beigemessen. Man sollte arbeiten, um zu leben – nicht andersrum. Ich kann auf den Feminismus pfeifen, wenn er auch nur wieder versucht, mich in eine bestimmt Schublade zu pressen, mich wieder unfrei in meinen Wünschen und Entscheidungen macht. Solange Frauen diejenigen sind, die Kinder austragen (und ich möchte das nicht von einer Maschine übernehmen lassen, was für ein völlig weltfremder Gedanke einer Kinderlosen, die offensichtlich über 0 Empathie und Vorstellungskraft verfügt), gibt es keine wirkliche Vereinbarkeit im Sinne von, ich mache Karriere UND bekomme 2 oder 3 Kinder. Und das sollte meiner Meinung auch nicht so sein und ist für niemanden erstrebenswert. Außer für die Wirtschaft. Und Psychotherapeuten, die sich über die ganzen Burn Out- Mütter freuen. Und ja, ich bin auch gegen eine Frauenquote.

    • Reply Daniib3005 24. März 2016 at 10:23

      Hi Anni,
      uihh ich merke dieser Artikel hat dich ebenso aufgewühlt wie mich. Ich bin grundsätzlich wirklich dem Feminismus dankbar denn ich kann mich als Frau sehr frei bewegen und darf Entscheidungen treffen, die ich früher hätte nicht treffen können jedoch finde ich es von einer Feministin sehr vermessen solche Aussagen zu treffen, die den Feminismus eigentlich mit Füßen treten.
      Und ja ich kenne auch kaum Mütter die Mutter werden wollen und wieder Karriere anstreben, das sind Normen die vorgegeben werden die kaum zu erfüllen sind und immer bleibt mindestens einer auf der Strecke.
      Liebe Grüße
      Dani

      • Reply Tina 24. März 2016 at 14:55

        Liebe Dani! Liebe Anni!
        Ihr beiden sprecht mir aus dem Herzen! Ich sehe das sehr sehr ähnlich … wenn nicht genauso! Wir Frauen haben dem Feminismus wirklich viel zu verdanken. Aber es gibt Themen, die ich nicht nachvollziehen kann. Die Frauenquote zum Beispiel. Will ich als Frau nun einen höheren Posten bekommen, weil ich es verdient habe, oder weil ich eine Quote erfüllen soll und deswegen ein besser geeigneter männlicher Kollege zurückstecken muss? Sowas sorgt nur auch wieder für böses Blut. Und ich fand es damals ehrlich gesagt auch gut, als der Geschäftlseiter unseres Unternehmens sich dagegen ausgesprochen hatte.
        Genauso diese Annahme, dass jede Frau Karriere machen will … Es gibt genug Beispiele von erfolgreichen Frauen, die zeigen, dass es möglich ist, wenn man es nur will. Es ist nicht fair, dass Frauen da offensichtlich mehr Steine in den Weg gelegt werden. Das sollte auf jeden Fall aus der Welt geschafft werden. Aber davon auszugehen, dass jede Frau eine große Karriere zum Ziel hat, finde ich falsch. Und so vermitteln es Politik und Medien leider. Ich glaube die von der Leyen hat das damals sogar mal gesagt, dass ja eigentlich gar nicht jede Frau Karriere machen will. Sie hat das richtig erkannt.

  • Reply Nadin 24. März 2016 at 8:19

    Liebe Dani, ein toller Text und an dich Einen dicken Kuss. Auch wenn meine 2.Schwangerschaft,genauso wie die erste, besch…eiden verläuft,möchte ich dieses Gefühl,diesen Stolz,diese Verbundenheit und die Sorge,die damit verbunden ist,nicht missen.und die Narben auf meinem Körper, sind kein Zeichen von Schwäche sondern Liebe und Hingabe…Schade,dass es Menschen gibt,die sich über Dinge äußern, obwohl sie nie die Erfahrungen gemacht haben..liebe Grüsse Nadin

    • Reply Daniib3005 24. März 2016 at 10:19

      danke ja ich finde es auch sehr schade das Sie so etwas sagt und schicke dir einen Kuss zurück.

  • Reply Dampfbloque 24. März 2016 at 8:12

    Kann viele Punkte, die du ansprichst vollumfänglich teilen. Als Mann habe ich/hat man es immer schon schwer, wenn man Aspekte am Feminismus kritisiert, weil man ja männlich sei und dementsprechend Teil des Bösen. Für meinen Geschmack wird in diesem Bereich viel zu häufig zu theorielastig argumentiert, was zur Folge hat, dass der konkrete Bezug zur Realität verloren geht. Witziger Nebeneffekt: Extremer Feminismus arbeitet mit denselben Mustern wie das gehasste Patriarchat. Denn 1. beschreibt dieser Feminismus immer wieder eine unterdrückte Frau (wiederholt stur das, was ja aufgelöst werden soll – Stichwort: performativer Sprechakt, Sprache schafft Realität) und dreht den Spieß einfach um, indem der Mann zur Zielscheibe wird.

    Es ist immer schwierig, wenn einige wenige als Sprachrohr und Vertreter einer großen Masse fungieren. Da bleibt einiges auf der Strecke, wie beispielsweise auch der Wunsch vieler Frauen, Kinder zu bekommen. Vor Kurzem noch las ich in einer Diskussion davon, dass eine Mutter letztendlich ihr Potenzial verschenke. Und da frage ich mich, ob es denn nicht auch irgendwie auf einer Ebene abseits des Arbeitsmarktes ebenfalls ein Potenzial ist, das ausgeschöpft werden darf, wenn man es denn möchte. Vielleicht ist es nämlich für manch eine verschenktes Potenzial, wenn sie zugunsten ihrer Arbeitskraft auf das Kinderkriegen verzichtet. Und das sind nicht mal meine Worte, sondern die der Frau, die in unserer Wohnung lebt. 🙂

    • Reply Daniib3005 24. März 2016 at 10:17

      Die Frau, die in eurer Wohnung lebt hat vollkommen recht und genau das sollte doch der oder die vielen Feminismusse oder Feminismen, aussagen und bestärken. Wir Frauen sind doch nicht Geburtsmaschinen oder Karierregeil oder oder… Das regt mich so auf und Männer sind nicht alle abgrundtief böse oder sehen sich nur als Ernährer.
      Das Thema ist sehr weitreichend aber ich bin überrascht, das mein Beitrag gar nicht so zerpflückt wird, wie ich dachte.
      Liebe Grüße
      Dani

    • Reply Dalia 24. März 2016 at 10:50

      Ich finde es ja immer schwierig, wenn man von seinem eigenen Lebensentwurf aus probiert Gesellschaftsmodelle zu bauen, was Laurie Penny tut, ebenso wie jemand der meint sein Potenzial sei als Mutter verschwendet. Nun, wenn das für eine Frau so ist, dann darf sie das sagen, auf Mutterschaft verzichten (Dank Feminismus kein großes Problem mehr) oder dafür kämpfen, dass Frauen Mütter werden und trotzdem ihre Potenziale ausleben können. Ich persönlich war trotz Job, Studium und Hobbies nicht ausgelastet, und bin erstaunt wieviel Energie/Talente/soft skills der Kleine erst freigelegt hat.

      • Reply Daniib3005 24. März 2016 at 10:55

        Ich habe eine Art der Karriere gemacht und sehr bewusst darauf verzichtet als ich mich für eine Familie entschieden habe. Ich werde täglich dafür vom System bestraft da es mir keinerlei Möglichkeiten bietet mich so beruflich zu entfalten wie ich es gerne möchte und das nervt mich und da sollte Feminismus stark werden und nicht Kinder aus der Maschine holen. Und ja seit ich Mutter bin kann ich Dinge, die ich vorher niemals hätte für möglich gehalten.

  • Reply Dalia 24. März 2016 at 8:03

    Ja, ich bin Feministin. Kann ich der Frau zustimmen, nein.
    Ich denke manchmal dass niemand Vorschläge zu etwas machen soll, dass ihn nicht betrifft und das er nicht erlebt hat. Sie will nicht schwanger sein und will nichts mit der dreckigen Seite von Kindern zu tun haben. Es gibt genug Frauen die so empfinden, Kinder von anderen Frauen austragen lassen und sie dann an Nannies übergeben, und sie nur adrett gekleidet zum Tee ausführen.
    Als ich noch kein Kind hatte fand ich auch vieles ekelig. Was ich nicht wusste war wie eng man sich mit jemandem verbunden fühlen kann, es ist als wäre seine Kacke meine Kacke, sozusagen. Und das entsteht sicher nur durch eine wahre Flut an Hormonen, die nur durch Schwangerschaft entsteht. (Ich halte es aber nicht für unmöglich das auch gegenüber adoptierten Kindern zu empfinden, wenn man bereit ist sich darauf einzulassen. Was diese Dame wohl nicht ist.)
    Allerdings muss ich sagen, während ich schwanger war (Hyperremesis, Müdigkeit, ärgste Rückenschmerzen) dachte ich auch warum muss ich das machen, warum sind wir nicht wie Kängurus… Müßige Gedanken, der körperliche Unterschied ist real.
    Ich fände es bei weitem wichtiger über machbare Veränderungen der Gesellschaft zu sprechen, über die Aufteilung der Betreuung, über mehr Respekt und Achtung vor Müttern/Vätern, auch über den Zwang immer auch noch hübsch auszusehen…

    Da bin ich auch nur genervt von Feministinnen wie ihr, deren Geplapper Schlagzeilen macht und alle zum Gackern bringen, während die machbaren Anliegen unterm Teppich von „Wieso Feminismus nervt“ landet. Verkauft mehr Zeitungen, schätz ich mal.

    • Reply Daniib3005 24. März 2016 at 10:25

      Liebe Dalia,
      ich gebe dir natürlich recht, eine Schwangerschaft kann auch schrecklich sein und viele Dinge verursachen aber dennoch ist es doch abstrus ein Kind von einer Maschine austragen zu lassen damit man weiterhin der Gesellschaft zur Verfügung stehen kann. Das nervt mich wirklich so dermaßen.
      Als ob das Kind nur Mittel zum Zweck wäre um eine neue Leistungsmaschine für das System heranzuzüchten.
      Da gruselt es mich gleich wieder.
      Liebe Grüße
      Dani

      • Reply Dalia 24. März 2016 at 10:42

        Bitte, es kommt mir so vor als ob die „Mainstream“ Erziehung nur darauf ausgerichtet ist, brave Arbeiter zu erziehen, die ja nicht mucken und nichts in Frage stellen. Und ich habe als Mutter nur die Babysitter-Funktion, bis er soweit ist.
        Ich bin eine stolze Glucken-Mama, auch weil ich in Zukunft eine Gesellschaft will in der auch Männer weinen dürfen und in der man seinen Kummer nicht schlucken muss. Das muss er jetzt nicht, und ich will dass er es auch in der Arbeitswelt nicht macht.
        Und ich will auch dass Arbeit als Arbeit respektiert und geachtet ist, ob dies monetär vergütet wird oder nicht. Als ob Mutter sein keine Arbeit wäre. Immerhin züchte ich hier die großen Veränderer der Zukunft… Oder so. 😛

        • Reply Daniib3005 24. März 2016 at 10:48

          haha, ja genau für mich ist MutterSein auch eine Arbeit, die sehr sehr schlecht finanziell vergütet wird aber sehr sehr gut mit Liebe und ich bin natürlich eine Verfechterin des Gluckendaseins und stimme dir natürlich zu.

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