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Leben

Ich die Glucke

Zweifel, Fehler, Müdigkeit und die Worte der Anderen

7. Juli 2018

Zweifel, Fehler, MüdigkeitIch dachte wirklich ich bin eine gute Mutter. Das dauerte eine Weile aber ich war an einem Punkt, an dem ich mich selbst betrachtete und trotz aller meiner Dämonen, Spleens und Fehler, empfand ich mich als gute Mutter.

Ja dann wurde ich das 2. Mal Mutter und dieses Gefühl verflog schneller als ich bis 3 zählen konnte. Ja es waren extreme Tage vor und nach der Geburt. Die emotionelle Hilfe gab mir viel zurück. Vertrauen, meine Instinkte und mein Bauchgefühl aber das Wissen und die Überzeugung gut zu sein ist mir verloren gegangen.

Das 1. Jahr ist hart. Zweifel, Erschöpfung und Gedanken, die unendlich erscheinen.

Das sagen alle Eltern und vor Allem Mehrfacheltern. Theoretisch weiss ich das Alles und ich kann gar nicht so richtig beschreiben, was genau mich umtreibt aber ich bin erschöpft.

Ich bin erschöpft davon, dass dieser kleine Mensch den Tag so früh beginnt. Ich bin erschöpft davon, das der Prinz es so schwer hat im Leben und vor Allem bin ich erschöpft von mir selbst.

Von dem Selbst, dass selbstbewusst ist aber null Selbstvertrauen hat.

Zweifel werden größer und die Worte der Anderen lassen mein Gehirn Ping Pong spielen. Ping Pong deshalb, da sich Engelchen und Teufelchen streiten. Das ist so anstrengend, dass ich einfach nicht mal mehr richtig zuhören kann. Ich schwanke durch den Tag und nehme Vieles nur noch verschwommen mit. Mein Kopf ist so voll, das er sich wohl einfach denkt, er lässt die Tür für Neues zu, da kein Platz mehr ist.

Die Worte der Anderen, dass ich meine Kinder nicht richtig erziehe, dass ich keine Grenzen setze, dass ich Sie bemuttere und sowieso immer jammere und übertreibe, dass ich überfordert bin mit meinem „Job“ als Mutter und nix gebacken kriege.

Es gibt Tage, da können diese Worte mir gar nix. Aber es gibt mehr Tage, da erwirken diese Worte, das ich alles an mir anzweifle und glaube, ich habe die letzten 5 Jahre wirklich alles falsch gemacht.

Ich habe den Prinzen so gemacht- auch ein Satz der öfters kommt.

Ist das so? Trage ich die Verantwortung dafür, dass er hochsensibel und gefühlsstark ist? Es sind genetische Veranlagungen und eine Formung durch Bezugspersonen, die das Gehirn und die Persönlichkeitsbildung beeinflussen. Gefühlsstärke beschreibt meine liee Rabenmutti hier genauer, ich werde auch noch separat dazu schreiben.

Also habe ich durch meine Dramen, Spleens und eigenen Krankheiten, meine Kinder vermurkst oder verformt? Mache ich Ihnen das Leben schwer?

Wie kann ich diese Fehler je wieder gut machen? Wie kann ich gerade biegen, was ich da in den Augen der Anderen und auch manchmal meinen eigenen, versaut habe?

Spricht aus mir nur diese unendliche Müdigkeit und Überreizung?

Ich bin übermüdet durch Überreizung und überreizt durch Übermüdung. Bin ich denn so schwach, dass ich das Leben mit 2 Kindern nicht gebacken kriege?

Das dieser kleine Mensch mit seinen fast 7 Monaten so eine Turboentwicklung hinlegt ist grandios und gleichzeitig so zermürbend für uns, da unser Alltag sehr geprägt davon ist. Wir alle sind müde. Wir alle versuchen eine bessere Schlafsituation zu schaffen. Wir haben schon einiges versucht aber bis jetzt klappt es nicht wirklich. Ja wir wissen auch, es sind Phasen im Leben, die wieder vergehen aber im Moment ist es einfach so so viel.

Die letzten Monate schlauchen und mein großer Prinz ist in so einem wichtigen Alter. Ein Alter, in dem er uns viel viel mehr braucht, als in den letzten 2 Jahren. Er ist bald ein Vorschüler und wird wieder operiert. Diese Operation beschäftigt uns nun schon Monate. Monate die wir versuchen, ihn darauf vorzubereiten was kommt. Mit Liebe und Geduld, vielen Gesprächen und Mut. Aber der Prinz weiss genau was da auf ihn zukommt und seine Angst ist meine Angst. Seine Angst rührt mich zu Tränen. Tränen, die ich aber ihm nicht zeige, da ich seine eigenen trockne.

Das ist mein Job. Meine Kinder zu beschützen und Ihnen die Sicherheit gebe, dass Sie alles schaffen und das wir alles gemeinsam schaffen. Das Netz von Freunden und Familie fehlt einfach. Momente, in die man mal abtauchen und Kraft tanken kann.

Wir jonglieren gemeinsam und schenken uns einige Stunden ohne Kinder um aufzuatmen. Aber der Tag kann gar nicht genug Stunden haben, um diese Stunden zu bekommen. Es ist ein Kreislauf. Ein Kreislauf gegen den wir versuchen anzurennen.

Ja und nun sitze ich hier und merke selber, wie sehr ich jammere. Ich jammere obwohl ich ein schönes und gesundes Leben führe aber ich brauche das gerade um nicht durchzudrehen.

Ich fühle mich schlecht, dass ich so fertig bin, da ich eben immer in meiner Mutterrolle aufgegangen bin. Ich finde Kinder wundervoll und schäme mich schon fast, dass ich im Moment meine Mutterrolle als so überlastend empfinde.

Ja und warum schreibe ich das alles hier auf? Vielleicht um beim Schreiben zu merken, dass es ok. ist auch mal fertig zu sein. Oder das ich hören möchte, dass es nicht nur mir so geht? Das die Fehler vielleicht keine Fehler sind, sondern Momentaufnahmen, über die wir in 2 Monaten wieder lachen, weil alles anders ist?

Dieser Job als Mutter ist einfach ein scheiss harter Job und ja alles hatten recht, mit 2 Kindern gehts anders rum und es ist ein absoluter Kraftakt, das alle Bedürfnisse in irgendeiner Form Beachtung finden. Aber wir schwimmen im Moment und sind froh bald wieder fest mit beiden Beinen auf der Erde zu stehen und bis dahin muss ich wohl weiter jammern.

Gehts euch genauso? Habt ihr Tipps um Kraft zu tanken?

Eure Glucke

 

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20 Tatsachen über

20 Tatsachen über das Leben auf großem Fuss

23. November 2017

20 Tatsachen über das Leben auf großem FußGuten Morgen ihr Lieben,

wieder ein Monat rum und somit die Gelegenheit euch spannende Tatsachen bzw. Fakten über ein bestimmtes Thema näher zu bringen. Heute habe ich Sylvi zu Gast. Ich lernte Sie dieses Jahr kennen und Sie ist so eine herzliche Frau. Ich finde Sie total witzig und mitfühlend und als Sie mich fragte ob Sie bei 20 Tatsachen über mitmachen kann und mir dann auch ihr Thema nannte, war ich total begeistert und musste schmunzeln.

Das Leben auf großem Fuss hat ja doch durchaus mehrere Bedeutungen.

Ich hatte Schuhgröße 42 und das ist für eine Frau echt ziemlich blöd. Ich habe nie schöne Schuhe gefunden. Heute bin ich bei 41 und es ist schon deutlich besser geworden aber das Regal für 41 ist 1Meter lang und Schuhgröße 38 nimmt den restlichen Laden ein.

Auf großem Fuss leben bedeutet aber ja auch in Saus und Braus das Geld aus dem Fenster zu schmeißen. Bei Geolino fand ich die tatsächliche Herkunft und die Geschichte zum Graf von Anjou. Sylvi gehts aber eher um ihre Schuhgröße und Sie erzählt uns heute mal mit viel Humor, wie aufregend das Leben mit Schuhgröße 44 ist.

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Ich und So

Mein Weg ist noch nicht zu Ende

8. November 2016

mein-weg-ist-noch-nicht-zu-endeGuten Morgen ihr Lieben,

als ich ungefähr 12 Jahre alt war stand fest wie ich meine Tochter irgendwann mal nennen möchte und ich fing an über mein Leben als Erwachsene nachzudenken.

Wohin soll mein Weg gehen? Eine Hochzeit? Welcher Job? Eine andere Stadt? Kinder? Ja mit 12 Jahren fing ich an darüber nachzudenken.

Ich wollte Gerichtsmedizinerin werden. Wieso? Ich fand es total spannend Fälle zu lösen. Heraus zu finden was im Körper des Menschen passierte, faszinierte mich. Als ich mich an der Brotschneidemaschine schnitt und ohnmächtig wurde aufgrund des Blutes-wurde mir bewusst, dass das wohl nichts wird mit dem Job.

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Ich und So

Eine schöne Erinnerung reicht nicht

12. April 2016

Erinnerung_an_Dich von pixabay.comIn einem Monat ist es wieder soweit. Der Todestag meiner Schwester jährt sich zum 27. Mal. 27 Jahre bist Du nicht mehr bei mir. Eigentlich mein ganzes Leben. Wie komme ich gerade jetzt wieder darauf.

Dadurch:

Daran erinnerte ich mich und musste lächeln. Dieser Tag, diese Erinnerung ist die letzte schöne Erinnerung an Sie. Meine Schwester. Meine beste Freundin. Mein Zwilling. Ein großer Teil meiner Seele. Es war Ostern, als wir Mittagsschlaf machen sollten aber nicht wollten. Wir hatten dicke Federbetten und Kissen und niemand weiß, wie wir auf die Idee kamen aber wir zerrissen eins der Kissen und rupften die Federn heraus. Wir sprangen auf dem Bett herum und spielten mit Schnee. Wir riefen und jauchzten vor Glück „Es schneit, es schneit.“

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Montagspost

Das Leben zwischen Windeln und Büro

22. Februar 2016

Guten Morgen,

 

wie war euer Wochenende? Hattet ihr Spaß? Bei uns war ja die Oma vom Prinzen ein paar Tage da und wir hatten richtig viel Spass, trotz des Schmuddelwetters. Mein Rücken macht mir ziemlich Probleme aber ich werd ja auch langsam älter.

Ich verzweifle langsam etwas mit dem Bewerbungen schreiben bzw. mit den nicht vorhandenen Reaktionen der Arbeitgeber. Man zweifelt schon ab und an an sich selbst und ein Leben zwischen Windeln und Büro fehlt mir schon. Die sympathische Mia von „Mama Mia“ cropped-cropped-mamamia_logo_BGhat genau das und oben drein noch zwei zuckersüsse Kinder, einen Mann, tausende von treuen Lesern und eine herzerwärmende und klare Art zu schreiben, dass das auch kein Wunder ist. Ich freue mich sehr, dass ich Sie begrüßen darf und Sie für uns meine Fragen beantwortet hat.

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