Ich die Glucke

#Papakanndas-aber nicht Jeder sieht das

15. Juli 2015

Geschlechter

Thea von Ratzefatze- Pustekuchen ruft mit Papapelz zusammen zur Blogparade unter dem Hashtag #Papakanndas. Es geht darum, dass den Vätern  nicht unbedingt viel zugetraut  und wenig Respekt entgegengebracht wird, wenn es um die Kinder geht und Sie, als Väter mit Kids alleine unterwegs sind.Zumindest, geht es aus den Berichten, die auch zu dieser Blogparade führten heraus. Als ich diese Beiträge so las und Thea und Steffen nun aufriefen, andere Erfahrungen zu lesen, hatte ich das Bedürfnis mich oder diese Menschen zu verteidigen. Wieso?
Also bei uns gab es noch nie eine derartige Situation mit Außenstehenden. Wirklich, mein Mann wurde noch nie so behandelt, wie in einigen Berichten geschrieben. Da wir aber auch, wegen seinem Beruf, das ganz klassische Familienmodell haben, gibt es auch kaum Momente, wo es passieren könnte.
Aber ich hab ihn mal so behandelt bzw. denke in gewissen Punkten auch so. Ich habe nicht gedacht, dass er irgendwas nicht kann aber ich dachte am besten kann bestimmte Dinge, wie Trösten die Mama und die sollte es eben auch machen.
Ich dachte lange, dass nur ich alles richtig mache. Wirklich nur ICH und kein Anderer. Das war  schwierig, denn mein Mann hat von Anfang an gewickelt, gebadet, Flasche gemacht, ist einkaufen gegangen. Alles was ich auch mache, hat er ebenso gemacht und er wollte es auch so aber ich hatte immer was zu meckern oder Bedenken.
Bei einigen Situationen ist das heute noch so. Z.B. wenn die Zwei spielen und sich kitzeln und Flugzeug spielen oder dergleichen, dann denke ich immer: „Gleich passiert was“ oder wenn ich Abends mal weggehe und mein Mann den Rest macht, dann denke ich oft, dass das ins Bett bringen, wohl nicht klappt. Es liegt aber nicht daran, weil er ein VATER oder MANN ist, sondern es liegt an mir und an dem was ich, Idiotin, anderen manchmal zutraue oder eben nicht. Meine Wahrnehmung ist einfach bei meinem Prinzen eine andere. Sie ist nicht rational. Wir sind seit fast 2 Jahren zusammen, ohne Trennung. Wir haben einen Rhythmus, wir haben unsere Eigenheiten.

Gewohnheit

©Glucke und So

Es kann niemand genauso machen wie ich und deshalb habe ich dann mein Kopfkino geschaut.
Mein Mann macht das alles aber total super aber anders super. Mit dem anders habe ich mich angefreundet. Ich finde nicht immer alles gut, aber er  auch nicht bei mir. In den wichtigen Fragen sind wir uns einig und inzwischen beide die Nr. 1 für den Prinzen.
Jetzt versuche ich mich in Außenstehende, Fremde zu versetzen. Da muss man wahrscheinlich auch ein paar Jährchen zurückgehen, als die klassische Rollenverteilung eben vorgab, dass die Frau für Kind und Herd zuständig ist und der Mann für das Geld.

Bildrechte: Vaterleben.ch klassisches Familienbild

Bildrechte: Vaterleben.ch
klassisches Familienbild

Dieses Bild, ist bei vielen einfach fest verankert. Viele kommen mit den, in deren Augen, „neumodischen“ Männern nicht zurecht. Sie denken, fälschlicherweise, dass die Kinder einen Schaden davon tragen, wenn die Mutter jetzt nicht dabei ist. Ja es ist unverständlich und ärgerlich für Papas, besonders wenn es Papas sind, die sich um diese Rollenverteilung null Gedanken machen, sondern einfach Papa sein wollen, wie Sie es eben für richtig erachten. Sie wollen eben an der Erziehung genauso teilhaben. Sie wollen mitentscheiden bei Themen, die früher nicht relevant waren und es ist natürlich ihr absolutes Recht.
Ich will hier niemanden schützen aber ich denke wir sind hier in einem Wandel. Ich glaube Eltern im Jahr 2015 gab es so, noch nicht. Wir Eltern haben uns so schnell weiterentwickelt das die Gesellschaft damit nicht zurecht kommt.
Ich komme mit vielen Themen auch noch nicht zurecht, Stichwort Gender..ich hab kein Plan davon, es ist mir befremdlich, aber das ist ein anderes Paar Schuhe. Auch diverse Methoden nach Jesper Juul, sind für mich nicht ganz nachvollziehbar. Auch möchte ich, für mich, nicht mehr Vollzeit arbeiten gehen. Es gibt Sie einfach die Themen rund ums Familie sein und werden, die immer auf  Unverständnis treffen.
Ich möchte  sagen, dass Väter oder Männer emotionaler geworden sind, was diese Themen angeht und es deswegen auch mehr Gegenwind gibt. Ja man vertraut wahrscheinlich,aus tiefster Überzeugung immer der Mama mehr als dem Papa. Es gibt eben auch nach wie vor Familien, in denen, die klassische Verteilung gelebt wird und auch gut so ist. Ich werde das nicht beurteilen. Die Menschen, die Vätern dieses Misstrauen öffentlich äußern, die sind wahrscheinlich einfach nur unsicher oder empfinden es als unangenehm. Ich hoffe mein Mann kommt niemals in die Situation bzw. ich hoffe, dass er sich dann dazu äußert und sagen kann, dass er ein gleichberechtigtes Elternteil ist.

Wie seht ihr das? Kennt ihr solche Momente? Werden Väter wirklich anders behandelt oder sind es Einzelfälle?

eure Glucke

 

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7 Comments

  • Reply Die Top 12 meines Jahres 2015 ~ Glucke und So 20. Dezember 2015 at 8:04

    […] für sich zu haben. Dieses zweischneidige Schwert ist manchmal schwierig zu handlen da jeder der Familie gerecht werden will. Auch die Zeit als Paar ist eigentlich nur am Wochenende abends gegeben und […]

  • Reply Ein neuer Schritt ~ Glucke und So 17. Oktober 2015 at 10:13

    […] macht. Denn das wird er tun. Er wird es mit links machen. Die zwei sind ein Team. Sie machen vieles anders aber mit soviel Spaß und mehr Lockerheit als ich es tue. Mein Mann ist der Good Cop und der Prinz […]

  • Reply Steffen Pelz 16. Juli 2015 at 11:54

    Liebe Dani,

    vielen Dank für deinen Beitrag zur Blogparade!
    Zwei Gedanken hatte ich während des Lesens deines Textes, die ich gern noch als Kommentar da lassen würde:
    1. Vollzeitarbeit
    Jede/r sollte die Möglichkeit haben, sich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten das Leben so zu gestalten, wie es optimal für sie/ihn ist. Dazu gehört natürlich auch, nicht Vollzeit arbeiten zu müssen. Die Norm dafür kommt auch eher daher, dass sich das menschliche Leben den wirtschaftlich optimalen Gegebenheiten unterzuordnen hat. Nach der Maßgabe „Die Wirtschaft dient dem Menschen, nicht andersherum!“ muss die Wirtschaft eben damit leben, dass du ’nur‘ Teilzeit oder auch gar nicht arbeiten möchtest.
    2. Emotionalere Väter
    Ich bezweifle, dass sich am Hormonhaushalt der gleichberechtigt auftretenden Väter etwas maßgeblich geändert hat. Was sich geändert haben dürfte ist, wie sie das aktuell ausleben (können). Der ungleich radikalere Umgang mit Menschen jenseits der heterosexuellen Dimension in der Vergangenheit dürfte der Grund sein, warum diese wahlweise ihre Neigungen unterdrückten oder eben nicht offen in die Gesellschaft trugen.

    Und ganz grundsätzlich: Jenseits gelernter und gelebter eigener Normen andersdenkende zu akzeptieren, wie sie sind: Das reicht vollkommen. Wenn die eigenen Vorstellungen, wie die Welt funktionieren sollte, auf Augenhöhe sind mit dem, wie auch immer das Gegenüber es sieht, dann reicht das vollkommen aus. Wenn jemand was vom anderen übernehmen möchte, weil das in ihren/seinen Augen Sinn macht, dann gern.

    • Reply Glucke 16. Juli 2015 at 13:20

      Akzeptanz ist etwas schwieriges und selbst wenn man akzeptiert kann es einen doch Befremden. Ich finde auch das sollte man akzeptieren.
      Das mit der Teilzeit/Vollzeitarbeit..was soll ich sagen, ich passe nicht ins Gesellschaftsbild des Staates und es ist ok aber nicht gut.
      Ich glaube nach wie vor dass Väter emotionaler sind, ich denke nicht, dass das alles nur unterdrückt wurde, sicher es gab schon immer die emotionalen, gleichberechtigt- auftretenden Väter aber weit weniger als heute.
      Es gibt im anderen „Extrem“ wahrscheinlich auch deutlich mehr um sich von den emotionaleren abzugrenzen.
      Ich tue mich immer schwer in ein Extrem zu gehen, das Mittelmaß ist meistens das Optimum aber schwer zu erreichen.

  • Reply Nadin 15. Juli 2015 at 20:30

    Ich glaube es kommt stark auf das Umfeld an Und wie man selbst damit umgeht.ich kenne viele,die einen Mann als Tagespflegeperson ablehnen.andere bevorzugen gerade einen Mann,da der anders mit Kindern umgeht.Männer werden immer noch schief angeguckt,wenn sie Elternzeit nehmen.Und das ist traurig.aber auch Ärzte,sind zum Teil Männern gegenüber offener,als zu den Müttern.Es ist bestimmt jeder Mama schon passiert,dass es hiess,“es ist das erste kind,da ist eine Mutter schon mal überängstlich“.zu einem Papa hab ich das noch nie sagen hören.Ich hab deswegen die Kinderärztin gewechselt,als ich merkte sie nimmt mich nicht für voll und redet nur mit meinem Mann.und meine Intuition als Mutter hat sie völlig ignoriert,obwohl sich rausstellte,ich habe recht.ich glaube,man muss sich bewusst sein,dass Mama und Papa unterschiedliche Herangehensweisen haben,aber immer das Ziel:das Wohl des Kindes.

    • Reply Glucke 16. Juli 2015 at 13:21

      Deine Betrachtungsweise ist sehr interessant und ja da ist es mir auch schon oft so ergangen, besonders in der Kita, ich werde da oft nicht ernst genommen. Die Väter sind da lieber gesehen aber mir egal.
      Liebe Grüsse

  • Reply Petra 15. Juli 2015 at 10:52

    Meine liebe Daniela ,dazu muss ich einfach mal was kurzes dazu schreiben ich habe oder kenne kaum jemanden der so helfen tut und alles aber auch alles tut ,dein Mann macht und kann was du als Mama machst von kochen bis waschen usw.und so einen muss man suchen du kannst wirklich stolz auf ihn sein ,das tust du ja das weiß ich.Das musste ich mal schreiben.

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