Ich und So

#MydigitalDay

8. Oktober 2015

Die liebe Severine von MamaOTR und Scoyo, die Lernplattform, machen sich Gedanken über die digitale Mediennutzung pro Tag. Wieviel Zeit verbringen wir pro Tag an Handy, Tablet,  PC und Co.

Eine Blogparade ist daraus entstanden, um mal zu schauen wie das so bei uns ist. Puhhh und hier kommt ein Beispiel (m)eines digital day.

Infografik_Internet

Es ist 7:00Uhr morgens und der Wecker klingelt. Es ist kein Handy sondern ein richtiger Wecker. Unsere Handys bleiben immer im Wohnzimmer, wenn wir ins Bett gehen. Check, alles gut oder?

Mein Mann steht meist zuerst auf und der Prinz und ich danach. Ich mache mich und den Prinzen fertig und wenn ich nicht das Tablet mit ins Bett genommen habe, um noch eine Serie zu schauen, habe ich keinerlei Möglichkeiten, zu twittern oder dergleichen. Gegen 07:40Uhr essen wir alle gemeinsam Frühstück und auch hier haben wir uns auferlegt, solange wir essen gibt es keine Bildschirme in die wir schauen, sondern in unsere bezaubernden Gesichter. Wir besprechen dann meist die Woche oder Einkäufe. Check, immer noch nicht schlecht oder?

Meist haben wir nun noch ein bisschen Zeit und schwupp di wupps, schaue ich auf mein Tablet und Handy und checke What`s App, Facebook und Twitter. Kurze Zeit später, gegen 8Uhr fahre ich den Prinzen in die Kita. Wenn ich dann Termine habe, schaue ich immer zwischendurch auf mein Handy und poste ein Foto über Instagram oder zwitschere ein bisschen oder teile einen meiner Artikel. Wenn ich sofort nach Hause fahre, dann kommt drauf an was ansteht.

Wenn ich das Haus putze, dann schaue ich zwischendurch aufs Handy. Mein Laptop ist eigentlich nur ein Mal die Woche an, es sei denn ich muss Dokumente bearbeiten oder dergleichen, was mit dem Tablet nicht geht. pixabay.com

Wenn ich online bin, dann meist in den sozialen Netzwerken, Online Shops und ich checke meine Mails.

14Uhr fahre ich spätestens los und hole den Prinzen ab. Hier gab es eine Zeit, da wollte der Prinz auch ständig das Tablet haben und Bagger gucken. Wir merkten, dass das an uns liegt. Wenn wir ständig irgendwo drauf schauen, dann will er das auch. Demnach gibt es inzwischen einfach ein paar klare Regeln. Wie z.B. beim Essen, da  gibt es keine Tablets bei uns. Wenn der Prinz fertig ist mit essen aber wir nicht, dann darf er, wenn er danach fragt ein bisschen schauen aber das Fragen ist weniger geworden und wir platzieren auf dem Tisch, Bücher die er mag und Traktoren zum Spielen.

Der Fernseher ist bei uns eigentlich nur ein Dekogegenstand. Er ist fast immer aus. Uns wäre es aber lieber, wenn der Prinz darüber seine Bagger schaut,statt auf diesen kleinen Tabletbildschirm, da dieser einfach nicht gut für die Augen ist aber irgendwie hat er seine Vorliebe fürs Tablet.

Wenn der Prinz und ich für den Nachmittag keinerlei Verabredung oder Verpflichtung haben, versuchen wir viel Zeit draussen zu verbringen. Ich erwische mich immer wieder, wie ich auf das Handy schaue und die sozialen Netzwerke kurz „abchecke“. Der Prinz lässt sich davon aber nicht beirren. Möchte er was von mir, bin ich sofort da. Spielt er alleine im Sandkasten, dann schaue ich aufs Handy. Ich finde es aber komischerweise auch ok. Ich meine, ich bin zwar eine Glucke aber ob ich nun ein Buch lese, oder einen Kaffee trinke und mich unterhalte, das macht für mich keinen Unterschied. Ich bin einfach ein paar Minuten für mich in dieser Zeit. Sind wir mit anderen Mamas unterwegs, dann ist mein Handy aber meist in der Tasche denn das ist irgendwie unhöflich, wenn man ständig am Handy hängt statt sich mit seiner Begleiterin zu unterhalten.

Ich habe immer rechtzeitig die Notbremse gezogen oder aber auf die Signale, von meinem Mann und dem Prinzen gehört. Es wird immer Ausreißer geben. Ist Online viel los, bin ich aktiver. Sind wir im Urlaub und haben Zeit zu Dritt, dann ist das digitale Leben einfach kaum da.

Gegen 18-18:30Uhr mache ich das Abendessen und der Prinz und ich essen gemeinsam, da der Papa da noch nicht da ist. Danach spielen wir und warten auf den Papa oder machen uns dann gegen 19-19:30Uhr bettfertig. In dieser Zeit, schaue ich natürlich auch immer ab und zu auf das Handy.

Es ist eben immer in der Nähe und schon ein Alltagsgegenstand der intensiv genutzt wird. Ist der Prinz im Bett, dann mache ich noch sauber oder bespreche noch Dinge mit meinem Mann. Danach schmeissen wir uns beide auf die Couch und nehmen unsere Tablets, wir lesen oder schauen Serien.(Ich) Wir unterhalten uns über Nachrichten oder diverse Dinge, die wir recherchieren oder ich gehe nähen und mein Mann begleitet mich aber liest weiter.iphone-6-458150_1280

Auch für meinen Mann, ist es Entspannung sich einfach nur berieseln zu lassen und zu surfen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ich definitiv mehr Zeit online bin als mein Mann, das war aber schon immer so. Wir versuchen dennoch, zu gewissen Zeiten offline zu sein. Es tut unserer Familie sonst nicht gut, da wir den Blick füreinander verlieren würden und auch weniger sprechen würden. Ich glaube, das ist die größte Gefahr der digitalen Mediennutzung, man spricht und sieht sich weniger.

#mydigitalday wird niemals komplett ohne Mediennutzung auskommen aber das ist ok. Wir leben nunmal im digitalen Zeitalter und sich dem zu verwähren, ist keine Lösung. Es ist alles darauf ausgelegt. Man muss halt darauf achten, wieviel man wirklich davon zulässt, bis es Schaden anrichtet.

Das ist bei jedem individuell und  nicht verallgemeinernd zu sagen. Von Vorbild würde ich hier auch gar nicht sprechen, da es impliziert,dass man nur ein Vorbild ist wenn man was? Gar nicht online aktiv ist? Ein Mensch, der jeden zweiten Tag seinem Hobby nachgeht, ist genau so wenig präsent wie ein Blogger der bloggt. Vorbild ist man, wenn man die Mediennutzung gemeinsam bespricht und auch kontrolliert oder?

Wie ist es bei euch? Wieviel Zeit pro Tag verbringt ihr am Handy,Tablet und PC? Beeinträchtigt es euer Leben? 

Ich wünsch euch was.

Eure Glucke

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10 Comments

  • Reply Analyse der Blogparade #mydigitalday - Mama on the rocks 12. Juni 2018 at 15:44

    […] gutes Kommunikationsmittel mit ihrem Mann, um sich schnell und unkompliziert auszutauschen. Auch Glucke Dani kann bestätigen: Das Smartphone «ist eben immer in der Nähe und schon ein […]

  • Reply Wie ein Tag ohne Smartphone wäre? ~ Glucke und So 13. April 2016 at 11:45

    […] Da mein Smartphone ein Problem mit seinem Akku hat, bin ich relativ oft ohne Smartphone, weil es ein…Generell ist es aber immer dabei, da es meine Uhr ist. Da ich irgendwie auch süchtig danach bin und da die Kita anrufen könnte. Also ein Tag ohne Smartphone wäre schon ziemlich schlimm für mich. Oh man das klingt schrecklich oder? […]

  • Reply Die Fiete Farm. Eine spannende Kinder-App mit #Verlosung # Werbung ~ Glucke und So 18. März 2016 at 19:20

    […] 2 Jahren vorschlagen und ja der Prinz durfte da schon Apps benutzen. Wir haben kein Problem mit der Mediennutzung solange sie kontrolliert und altersgerecht […]

  • Reply Analyse der Blogparade #mydigitalday – Mama on the rocks 6. März 2016 at 14:06

    […] gutes Kommunikationsmittel mit ihrem Mann, um sich schnell und unkompliziert auszutauschen. Auch Glucke Dani kann bestätigen: Das Smartphone «ist eben immer in der Nähe und schon ein […]

  • Reply MamaOTR 9. November 2015 at 22:22

    Danke für Deinen Beitrag, liebe Dani, ich habe das sehr gerne gelesen <3
    Ich finde es toll, wie ihr drei harmoniert und aufeinander hört.
    Alles Liebe
    Séverine

    • Reply Glucke 10. November 2015 at 7:56

      Hallo Severine,
      Das Thema war sehr schön und hat auch nochmal dazu geführt, dass man alles genauer betrachtet und schaut, dass man seine offline Zeiten aufrecht erhält.
      Also kann ich euch auch danken.
      Liebe Grüße
      Dani

  • Reply Dalia 8. Oktober 2015 at 11:32

    Ich muss gestehen, dass ich mir langsam über mein digitales Verhalten Sorgen mache. Mein Kleiner ist 4 Monate alt und ein 24-Stunden Baby, d.h. er schläft nur mit mir direkt daneben und da kommt mir das Smartphone sehr gelegen. Manchmal kommt es mir auch vor als ob es den sozialen Kontakt ersetzt, der mit so kleinen Zwergen oft schwer zu halten oder sehr stressig ist.
    So richtig erschrocken war ich als ich auch wenn mein Kleiner munter oder mein Mann da war immer wieder aufs Handy geschaut habe und versuche gerade mir das abzugewöhnen.

    • Reply Glucke 8. Oktober 2015 at 20:38

      Liebe Dalia,
      geh nicht zu hart mit Dir ins Gericht. Du bist zu Hause mit dem Baby und das Handy und das Netz sind einfach auch soziale Kontakte, die wir brauchen bei dieser großen Lebensumstellung.
      Du findest die richtige Balance für euch.
      Liebe Grüße
      Dani

  • Reply Miri 8. Oktober 2015 at 9:27

    Ich gehöre tatsächlich zu den wenigen Menschen, die kein eigenes Handy haben. Mein Mann und ich haben ein gemeinsames Handy – zum Aufklappen ohne Foto und mit 12 Tagen Standby-Zeit. Und wenn das Handy leer ist, piepst es noch 2 Tage bevor es tatsächlich ausgeht 🙂

    Aber im Gegenzug werde ich hypernervös, wenn ich mal 5 Stunden am Stück keine Mails gecheckt habe… Dafür habe ich dann ein Tablett. Allerdings gibt es auch da bei uns die Regel, dass wir nur surfen, wenn keine Kinder im Raum sind.

    Ich denke, Mediennutzung gehört in der heutigen Welt genauso dazu, wie unser Sport und unsere anderen Hobbies. Allerdings genieße ich es, dass ich kein Handy habe. Mich macht es ziemlich kirre, dass im Falle eines gehackten Handys die Kamera und das Mikrophon aktiv sein können, obwohl das Handy auf Standby ist…. Bin da ein bisschen paranoid… das gebe ich zu…. Aber jeder hat ja so seine Phobien 🙂

    Ciao, Mirjam

    • Reply Glucke 8. Oktober 2015 at 9:33

      Liebe Miri,

      Wow, wie erreicht ihr euch denn? Ich weiß es gibt fast überall Festnetz. Das ist echt konsequent. Wir sind da leider gar nicht so und ich hoffe, dass die Augen vom Prinzen nicht irgendwann darunter leiden. Ich lasse regelmäßig die Augen untersuchen. Da ich ja ein bisschen kontrollsüchtig bin und mein Mann fast immer unterwegs ist, bin ich ganz froh dass ich ihn immer erreichen könnte. Es ist ein kompliziertes Thema, was wir uns als Kinder gar nicht hätten vorstellen können. In 10 Jahren fliegen wir mit Autos durch die Gegend. Wetten?
      Liebe Grüsse

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