Montagspost

Bunt und quietschig-ganz die nordische Quirlimum

13. Juni 2016

Montagspost-Quirlimum

Guten Morgen ihr Lieben,

sonnige Grüße aus dem Süden Italiens schicke ich euch. Ich hatte euch ja bereits gestern, ein paar Eindrücke gezeigt und hoffe euch gehts allen gut. Heute habe ich Besuch aus dem hohen Norden. Das Witzige ist, das Sandy den Norden nicht unbedingt bräuchte sondern eher im Süden, da wo ich gerade bin, sich wohler fühlt.

Sandy aka die Quirlimum ist eigentlich schon ein richtig alter Hase im Bloggeschäft. Aber durch wunderbare Ereignisse, gab es immer mal ein Päuschen. Jetzt ist Sie aber wieder voll da und da lass ich es mir doch nicht nehmen, Sie euch ein wenig genauer vorzustellen.

Habt viel Spaß.

Mit der Geburt deines Sohnes vor 6 Jahren, hast du deinen Blog online gestellt. Du sagst, du bist quirlig, aufbrausend, chaotisch und spontan oder war der Blog lange geplant?

Oh ne, das war wirklich eine absolut spontane Idee! Ich bin schon früh dem Internet verfallen und befand mich bereits mit 16 in irgendwelchen City-Chats und in Autoren-Foren. Damals primär mit ausgedachten Storys, Gedichten und einfach nur lustigen Geschichten. Es war alles also nur eine Frage der Zeit ;o)
Als deine Motte auf die Welt kam wurde es still auf deinem Blog und erst 3 Jahre
später 2015 hast du neu gestartet. Wieso hast du pausiert?

Kids_quirlimum

Die Babyzeit mit dem Großen war schön aber anstrengend, zumal er durch seinen weichen
Muskeltonus (Davon sind übrigens mehr Kinder betroffen als man denkt) erst relativ spät mobil wurde.
Er lief erst mit 23 Monaten alleine, zwei Monate später kam seine Schwester zur Welt.
Kurzum: Ich war sehr gut ausgelastet und fand kaum Zeit für mich, deswegen musste ich meine Leidenschaft etwas zügeln, schrieb jedoch in meinem MaiMami2010er Forum relativ aktiv. Das langte vorerst, doch der Wunsch mehr von dem nach Außen zu tragen, war steht’s da!

Du schreibst persönlich aber trotzdem gibst du wenig von Dir preis. Wer ist die Quirlimum?

Ha, da musste ich gerade schmunzeln. Denn das mache ich ehrlich gesagt völlig unbewusst.
Vielleicht sollte ich mal einen Post über mich schreiben? ;o)
Tja wer ist Sandy, die Quirlimum?

Quirlimum_profil

Ich bin eine aufgeschlossene, lebensfrohe und chaotische Mutter über 30.
Ich liebe es zu Lachen, mich mit Freunden zu treffen, mit den Kindern ordentlich Quatsch zu machen und einfach auch mal die Seele baumeln lassen zu können.Ich bin der Typ Mutter, der sich spielplatztauglich anzieht (damit mein ich keine Jogginghose), sich auf diverse Klettergerüste zwängt, sofern dies gewünscht ist von den Kids (und sofern diese laut TÜV mein Gewicht aushalten ;o) ) und die sich mit dem Loslassen schwer tut, es aber meist gekonnt überspielt.
Ich halte mich für relativ normal.
Du sollst einer Person, die keine Ahnung von Internet hat erklären
was Du als Bloggerin bist und machst?

Ich kotze mich auf einem virtuellen Blatt Papier aus und kopiere dies tausendfach, um es überall zu verteilen. Teils in der Hoffnung, auf Gleichgesinnte zu treffen und teils einfach nur, um meiner Seele Luft machen zu können.
Du arbeitest im sozialen Sektor. Wie erlebst Du die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und was muss sich ändern?

Oh ein Thema, das sich kaum in wenige Sätze zusammenfassen lässt.

Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden mit MEINEN Chefs, denn die sind absolut tolerant, unterstützen mich und bieten mir
Möglichkeiten, die ich wohl kaum woanders erwarten könnte.

DAS ist dann auch schon der Kasusknacktus.
Es würde sich einiges für uns Eltern erleichtern, wenn mehr Chefs so denken und handeln wie meine.
Das soll hier jetzt kein Geschleime sein, sondern eher das Aufzeigen der Beweise, das es halt auch anders geht.
Nach dem ersten Geburtstag des Großen kam ich für 2 Vormittage zurück, kurz darauf wurde ich wieder
schwanger. Als ich nach der Lütten zurückkehrte, fing ich genauso an und steigerte nach einem knappen
Jahr meine Stunden auf 20 pro Woche. Damit fahre ich super.Als wir letztes Jahr über 4 Wochen den KiTa Streik hatten,
waren meine Chefs für mich da. Kein Gezicke, kein Streß, alles völlig entspannt. DAS wünsch ich mir für alle.

Mehr Verständnis, weniger Existenzangst.
Es muss sich also einiges ändern!

Was nützt einem das Elterngeld für ein Jahr oder gesplittet auf zwei, wenn man damit kaum über die Runden
kommt? Was ist danach? Man wird doch quasi gezwungen seine Kids früher in die KiTa zugeben.
Gerade in den Städten wo die Kosten so exorbitant hoch sind, hat man nicht wirklich eine Wahl. Das ist doch traurig.

Ein großer Traum von dir ist es, in die USA zu reisen, wieso und wo genau willst du hin?

Diesen Traum hab ich schon als Kind. USA hört sich groß, mächtig und einfach COOL an. Jeder will dahin,
also hey? Ich bitte auch! ;o)
L.A. und NY sind natürlich ein muss, aber auch alle anderen Staaten würden mich reizen .
Am besten einmal Querbeet von Ost nach West und wieder zurück.
Irgendwann wird es defintiv so sein…
Du lebst im Norden. Was verbindet dich mit Wasser und der Seeluft?

Quirlimum_Sohn
Ganz ehrlich?
Nichts.
Hahaha, ohne Witz die Ostsee und auch die Nordsee sind schön, keine Frage, aber ich bin an der Elbe
aufgewachsen und dort zieht es mich absolut mehr hin, als in den Norden. Wenn ich mich aber wirklich erholen und so richtig schönen Urlaub machen will, dann findest du mich im Süden. Von Mallorca bis zu den Kanaren.
Dort war ich damals mit meinen Eltern oft im Urlaub und DAS (warme) Wasser dort und die Luft sind für mich Erholung pur.

 
Was ist das tollste Spiel von Dir und deinen Kindern?

Momentan spielt der Große am liebsten „lernen“ da er bald in die Schule kommt und unbedingt noch
mehr Buchstaben schreiben können möchte, als die, die in seinem Namen vorkommen. Die Lütte hingegen
malt sehr gern und ist grade völlig in ihre Puppen vernarrt.
Gesellschaftsspiele sind hier derzeit nur ganz wenige hoch im Kurs. Spontan fällt mir da „Das Wurmspiel“
ein und „Ubongo Junior“.
Ich stehe ja seit der Schwangerschaft mit dem Prinzen total auf Süßkram und glaub mir, das war
vorher nicht so. Welche Leidenschaft hat sich bei dir entwickelt und ist geblieben?

Verrückter Weise habe ich keine neue Leidenschaft bekommen, allerdings ist ein „Hobby“ von mir mittlerweile
nahezu unmöglich geworden.
Ich kann beim besten Willen keine Horrorfilme mehr gucken.

Ich klops mir in die Büggs und kann nicht mehr hingucken.Völlig verrückt, da ich damals gern mit Freundinnen die Kinos gestürmt habe, sobald ein neuer Horrorthriller draußen war.Sowieso bin ich nach den Schwangerschaften die totale Heulsuse geworden. Da brauch nur ein Serienheld sterben und ich heul Rotz und Wasser. Zur Weihnachtszeit reichen auch die unzähligen Spendenaufrufe für kranke Kinder aus, um mich außer Gefecht zu setzen.
Ich las heute einen Spruch. „Als ich schwanger war, hatte ich Angst, die Leute denken ich bin fett.
Jetzt habe ich Angst, Sie denken ich bin schwanger.“ Machst Du dir Gedanken über deine Figur
und was andere darüber denken?

Schwanger_Quirlimum

(Beim Große hatte ich damals über 22kg zugenommen,
hier auf dem Bild kam 4 Stunden später die Lütte zur Welt)

Ich sags mal so: Was andere über meine Figur denken interessiert mich nicht die Bohne.

Was mein Mann darüber denkt hingegen schon. Ich möchte mich nicht gehen lassen und irgendwann vor ihm her rollen.
Ich möchte auch für IHN attraktiv bleiben, genauso wie ich es für mich ja auch sein will. Allerdings fand ich es schon erschreckend wie viele mich Anfang letzten Jahres darauf angesprochen haben, das ich ja so toll abgenommen hätte. Dabei fand ich mich selbst nicht wirklich dick und hab auch kein Stück dafür getan..
Tja, jetzt hätte ich allerdings doch noch gern ein paar Kilos weniger, damit mein „Gesamtbild“ wieder passt. Aber ich stress mich damit nicht.

 

Du könntest Dir ein Logo deiner Wahl, für deinen Blog, gestalten, wie würde es aussehen?

Bunt, quietschig, wild. Hach ich mag es bunt! Mein jetztiges „Logo“ ist momentan schlicht, irgendwann
hätte ich aber gern eins, bei dem man sofort an mich denkt und schmunzeln muss.
Dein Sohn ist ja nun bald ein Schulkind, welche neuen Hürden kommen da auf euch zu oder
seid ihr durchweg positiv eingestellt?Geschwister_Quirlimum

Ich bin zwar ein absoluter Optimist und sag zu allem „Das schaffen wir schon“ doch mein Mutterherz blutet.
Er ist 6. – SECHS -. Wahnsinn. Sechs Jahre hört sich doch schon so alt an, so Nicht-Kleinking-mäßig. Einerseits freu ich mich auf die kommende Zeit, andererseits bin ich wirklich etwas wehmütig. Damit sind wir dann auch wieder beim Thema „Loslassen“.
Ich bin gespannt wie er sich macht, ob er gut und schnell Anschluß findet, sich wohlfühlt und ob er mit der
„Ganztagsschule“ klar kommt. Ich hab Angst ihn zu überfordern und irgendwie fühlt es sich etwas nach Abschieben an.. hach.. ein leidiges Thema, welches ich demnächst auch auf meinem Blog noch näher
erörtern werde.

Danke liebe Dani für deine tollen Fragen! Mir hat es großen Spaß gemacht sie zu beantworten!

 

 

Meine Liebe Sandy, vielen Dank für deine schönen und ehrlichen Antworten-das gefällt mir. Das Loslassen, fällt mir ja auch ziemlich schwer und demnach kann ich total verstehen, wie Du dich fühlst. Sechs ist wirklich ein stattliches Alter und die Schule nochmal eine ganz andere Hausnummer. Wir haben zum Glück, kann man fast sagen, noch eine Weile Zeit, dem Prinzen eine Kindheit mit viel Spaß und Schlamm zu bescheren. Sobald die Schule losgeht habe ich große Angst das es dann vorbei ist. Mach ich mir da zu sehr Gedanken oder ist es wirklich so.

Habt ihr da Rat für mich und auch für Sandy. Wie ist es ein Grundschulkind zu haben. Einmal für die Eltern und besonders für die Kids?

Wir lesen uns hier in 2 Wochen wieder, mit sehr internationalen Gästen, also schaut vorbei.

Eure Glucke

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2 Comments

  • Reply Who am I ? - Quirlimum 30. Januar 2017 at 13:58

    […] mich damals die liebe Dani von Gluckeundso interviewte, fand ich einen Satz, beziehungsweise eine Frage sehr […]

  • Reply Vereinbarkeit und andere Mythen - Quirlimum 29. November 2016 at 10:18

    […] Denn wie vereinbar ist Familie mit dem Beruf eigentlich? Ich schwärmte bei dem Interview mit Dani von Glucke und so bereits über meine Chefs, die wirklich vieles möglich machen. Vieles, ja, aber es SO […]

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