Ich die Glucke

Mami ich möchte für immer ein Kind bleiben

21. Juni 2017

„Mami ich möchte nie ein Erzieher sein.“

„Mama ich möchte nicht weiter wachsen.“

 

Ja diese 3 Sätze sagt der Prinz inzwischen seit Monaten. Immer mal wieder. Einfach aus dem Nichts heraus. Ich höre eine ernsthafte Melancholie. Er weiss genau was er da sagt und er meint das total ernst.

Eine zeitlang machte es mich ein wenig traurig, da er das Gefühl hat, erwachsen zu sein scheint das Schlimmste, was ein Kind sich vorstellt.

Inzwischen nach vielen Momenten dieser Art, sehe ich es etwas anders. Ich freue mich. Wir scheinen etwas richtig gemacht zu haben. Wir scheinen unserem Kind das Gefühl zu geben, er kann Kind sein. Er kann frei sein.

Kind sein zu können kann nicht jedes Kind.

Kind bleibenIch bin glücklich darüber, dass er ein glückliches kleines Kind ist, das es liebt ein Kind zu sein. Er liebt es frei zu spielen. Er liebt es, dass wir ihn lassen wie er ist. Wir lieben ihn wie er ist. Wir knüpfen daran nichts. Er ist genauso eigen wie wir aber wir geben uns den Raum, so zu sein.

Der Prinz scheint zufrieden zu sein mit seinem Leben. Er scheint immer noch den Flow zu spüren, für den ich Ihn schon immer bewundere. Es scheint, als gehen wir halbwegs gut und richtig mit den schwierigen Situationen um.

Glaubt mir auch hier steppt der Bär.

Auch hier gibts Geschrei und Diskussionen über Tshirts, die Badewanne oder den Sand aber es sind Phasen. Es sind schwierige Phasen und manche scheinen nie zu enden aber wir interpretieren dort nichts hinein nicht immer etwas hinein. Wir schauen ob er durch Vorkommnisse überreizt ist. Wir fragen in der KiTa nach, ob es irgendwelche gravierenden Änderungen gab oder fragen ihn.

Meistens ist unser Riecher richtig und wir können gut darauf reagieren. Wir haben traurige Momente, in denen er abends Situationen schildert, die ihn geärgert haben oder traurig gemacht haben aber er kann dann weinen oder toben und wir fangen ihn auf. Wir sind da.Zusammen-Kind-bleiben

Wir sind immer da und das ist es was zählt. Das ist es, was ich meinem Kind immer vermitteln wollte. Das ich da bin. Das ich mir Zeit nehme. Das er so sein kann, wie er sich eben gerade fühlt. Er kann wüten, toben, schreien und weinen. Ich lasse ihn. Er kann frei sein-sich frei entfalten und noch ohne Druck eben ein Kind sein.

Ich hoffe wir können ihm dieses Gefühl wirklich noch ganz lange geben auch wenn Situationen, wie im Krankenhaus ihn sicherlich schwer getroffen haben, als wir ihn einfach haben gehen lassen obwohl er uns brauchte.

Auf seine Aussagen antworten wir übrigens sehr ehrlich.

Wir sagen ihm, dass jedes Kind erwachsen wird. Das er weiter wachsen wird, da es der Lauf des Lebens ist. Er wird irgendwann so groß sein wie sein Papa und dann wird er genauso glücklich und zufrieden sein wie jetzt.

Er mag das jetzt nicht so empfinden und er hat ja auch irgendwie recht. Kind sein ist einfach die schönste Phase des Lebens, wenn man eben Kind sein darf.kind sein

Noch viel besser daran ist, das auch wir immer wieder unser kindliches Ich herauslassen können und ein wenig Unbeschwertheit gemeinsam geniessen können.

Oder wie seht ihr das?

Eure Glucke

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4 Comments

  • Reply Jil 22. Juni 2017 at 10:06

    Ich dachte ich schreibe dir meinen Kommentar noch mal hier, weil ich das eigentlich viel besser finde als auf Facebook.. Ich hoffe das ist okay. Also:
    Wir haben hier auch oft Kommentare dieser Art. Er möchte auch überhaupt nicht erwachsen werden und besonders mit dem Gedanken irgendwann einmal arbeiten zu gehen, kann er sich aktuell nicht anfreunden. Das ist ja auch noch unheimlich früh und braucht ihn überhaupt nicht zu interessieren. Als Mutter macht mich das dennoch irgendwie etwas stutzig. Ich kenne nur diese Sätze wie „Ich werde mal Polizist“ und mein Sohn möchte das alles gar nicht 😀 Ich werde darüber auch noch mal bloggen, aber ich weiß nicht recht, wann ich dazu kommen werde 😉
    Übrigens finde ich es super, dass ihr ehrlich sagt wie es ist und dem Prinzen nichts vormacht <3
    Liebe Grüße Jil

    • Reply Glucke 22. Juni 2017 at 21:34

      Meinst du es liegt an der Hochsensibilität? Das glaube ich ein wenig und auch die Phantasie des Prinzen spielt eine große Rolle, er fühlt sich einfach wohl in seinen Routinen und Abläufen.
      Ich finde es total spannend und freue mich wenn du drüber schreiben würdest.
      Liebe Grüße
      Dani

  • Reply Nicole G 21. Juni 2017 at 12:39

    Ja genau das macht eine Kindheit aus. Frei sein, spielen und das Leben genießen, aber immer im Hinterkopf zu haben das die Eltern da sind und auffangen wenn mal etwas nicht so klappt. Ganz toll geschrieben und klasse wie wunderbar ihr mit dem Prinzen umgeht. Liebe Grüße, Nicole.

    • Reply Glucke 21. Juni 2017 at 14:52

      Danke liebe Nicole…

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