20 Tatsachen über

20 Tatsachen über den Kaiserschnitt

1. September 2016

20Tatsachen über KaiserschnittGuten Morgen ihr Lieben,

ich bin wieder dran mit „20 Tatsachen über“ und freue mich riesig über die Vielfalt der Themen, die Jess und ich hier zusammentragen. Heute habe ich Jil zu Gast. Jil ist der Kopf hinter „von Herzen und bunt“. Welch schöner Blogname oder? Jil Jil_Kaiserschnittist 30 und Mama von Zweien. Sie ist verheiratet und ihr Mann bloggt ebenfalls. Ihr Blog ist ihr Ausgleich und ihr Sprachrohr. Heute spricht Sie über ein Herzensthema und ich freue mich ganz besonders denn auch ich habe einen Kaiserschnitt gehabt und die vielen Vorurteile gehen mir auch manchmal ziemlich auf den Keks. Jedoch gibt es auch viele viele traumatische Kaiserschnitte. Es ist gut darüber zu sprechen und aufzuklären, damit zum einen diese „Form“ der Geburt nicht verteufelt wird aber auch zum Anderen, um Frauen die Schreckliches erlebt haben, ein Gesicht zu geben, damit dies nicht mehr passiert. Der „Roses Revolution Day“ ist eine globale Aktion gegen Gewalt in der Geburtshilfe und hat sich unglaublich etabliert. Meine Kollegin Jana vom Hebammenblog klärt dazu auf.

 

Los gehts mit 20 Tatsachen über den Kaiserschnitt von Jil

HeaderWP_kaiserschnitt

 

  1. Ein Kaiserschnitt kann ein schönes Erlebnis sein
  2. Auch Kaiserschnittmamas können stillen und sollten darin bestärkt werden
  3. Auch bei einem (geplanten) Kaiserschnitt können die Eltern Einfluss auf den Ablauf nehmen und ihre Wünsche und Vorstellungen kund tun, z.B. mit Hilfe eines Geburtsplans.
  4. Ein Kaiserschnitt bedeutet nicht automatisch eine „einfache“ Geburt
  5. Ein Kaiserschnitt hinterlässt oft mehr als körperliche Narben

  6. Ein Baby, das per Kaiserschnitt auf die Welt kommt, kann ebenso eine enge Bindung zu seiner Mama aufbauen wie jedes andere („Bonding“ gibt es heute auch bei Kaiserschnitten)
  7. Nicht jeder Kaiserschnitt ist notwendig und ich kann nur empfehlen auf sein eigenes Gefühl zu hörenKaiserschnitt_Baby_Bindung
  8. Viele eingeleitete Geburten enden im Kaiserschnitt
  9. Kaiserschnitt-Mamas können meist schon wenige Stunden nach der OP wieder auf eigenen (wackligen) Beinen stehen
  10. Kaiserschnitt-Mamas haben Nachwehen
  11. Das Neugeborene muss nicht direkt von den Eltern getrennt werden, geschweige denn in Abwesenheit der Eltern zunächst gebadet werden, so wie wir es erleben mussten
  12. Ein Kaiserschnitt ist eine große Operation

  13. Ein Kaiserschnitt erfordert nicht zwangsläufig einen langen Krankenhausaufenthalt
  14. Kaiserschnitt-Mamas sollten Angebote der Rückbildungsgymnastik wahrnehmen
  15. Kaiserschnitt_GeburtKaiserschnitt-Mamas sind auch tolle Mütter
  16. Bei einem Kaiserschnitt spürt man schon ein bisschen was
  17. Das Gefühl in den OP geschoben zu werden und zu wissen, dass man mit Baby wieder herauskommt, ließ mich zwei Mal richtig emotional werden
  18. Ein Kaiserschnitt bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Nabelschnur sofort durchtrennt werden muss (man sagt, je länger das Neugeborene noch an der Nabelschnur sein kann, desto besser)
  19. Ein Kaiserschnitt heißt nicht, dass weitere Geburten auch Kaiserschnitte sein müssen
  20. Kaiserschnitt-Mamas machen ganz schön was mit und sollten einfach mal fest umarmt werden

Liebe Jil, vielen Dank für deine Eindrücke. Für mich ist eine Geburt ein lebensveränderndes Erlebnis egal wie das Kind zur Welt kommt. Eine Frau die 48 Stunden lang kämpft ihr Baby auf „normalem“ Weg zu gebähren ist eine genauso gute Mama wie eine Frau die ihr Kind durch eine Operation zur Welt bringt. Jede Geburt ist einzigartig, anstrengend und für Mama und Kind sehr einschneidend. Mein Kaiserschnitt war sehr aufregend aber Dank des wunderbaren Teams verlief alles sehr sehr gut ab. Die Schmerzen danach waren schon ne Hausnummer, auch wenn ich bereits Bauchoperationen hatte aber mit einer frischen 15cm langen Narbe ein Kind zu versorgen war etwas völlig anderes. Ich brauchte ca. 3 Monate bis alles „vergessen“ war. Meine Narbe sieht wunderbar aus und macht kaum Probleme.

Lasst die Frau und die Ärzte entscheiden. Einen Kaiserschnitt „freiwillig“ wählen würde ich nicht, da es eben eine Operation ist mit wirklich sehr vielen und einschneidenden „Nebenwirkungen“ die auftreten KÖNNEN aber wer ihn wählt, den verurteile ich nicht. Ich verurteile nur die Krankenhäuser, Ärzte und das Personal, die Frauen und ihre Bedürfnisse nicht ernst nehmen und wie Fleisch behandeln.

Jedes Kind und jede Frau hat das Recht dieses Erlebnis so angenehm und respektvoll zu erleben, wie es möglich ist-denn darauf kann man aufbauen. Das sollte der Start sein für dieses neue Leben als Familie.

Wie war eure Geburt? Ein Erlebnis oder eher ein Trauma?

In 2 Wochen gehts wieder bei Jess weiter und wer gerne mitmachen möchte, schreibt mir einfach an herz(ät)gluckeundso.de eine Email. Ich freue mich drauf.

Eure Glucke

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4 Comments

  • Reply Francesca 22. Juni 2017 at 9:10

    Mein 1. Sohn kam auf natürlichem Weg. Ich hatte einen Blasensprug und 5 Stunden später war er da. Es war schmerzhaft aber 4 Stunden später saß ich am Tisch und konnte schon essen. Nur der Dammschnitt tat 2 Tage etwas weh. Ansonsten war alles super.
    Bei meinem 2. Sohn hatte ich gehofft, das es genauso wird. Leider war das nicht der Fall. Meine Frauenärztin hat den kleinen 3 Tage vor Termin auf 4400-4500 g geschätzt. Ich sollte dann ins Krankenhaus zur Geburtsplanung und dort wurde er auf 4700g von 2 verschiedenen Ärzten geschätzt. Mann sagte mir das der Kaiserschnitt der bessere Weg sei, da es bei einer normalen Geburt Komplikationen auftreten können. Mein erster war 3290 g schwer und der 2. ordentlich schwerer. Da ich nichts riskieren wollte, wurde er am Geburtstermin per Kaiserschnitt geholt. Der kleine Wog 4350g. Die Schmerzen danach waren schlimm. Ich konnte weder aufstehen noch laufen und hatte schlimme Schmerzen. Den Weg ins Schwesternzimmer konnte ich erst nach 2 Tagen erreichen. Dann bekam ich noch eine Entzündung und musste länger im Krankenhaus bleiben. Ich bin froh das der Kaiserschnitt beim 2. Kind war und nicht beim ersten, sonst weiss ich nicht ob ich noch ein 2. bekommen hätte.
    Ich denke es ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Die Frau nehmen mir hatte auch einen Kaiserschnitt und am nächsten Tag war sie schon auf den Beinen und Fit.
    Mein kleiner und ich hatten auch eine schöne Zeit auch wenn ich schmerzen hatte.
    Nur mit dem Stillen klappte es nicht, aber das war beim ersten auch so. Ich finde es nicht schlimm, wir genießen und Zweisamkeit auch so.

    • Reply Glucke 22. Juni 2017 at 21:36

      Ja mir ging es wie dir, ich hatte solche Schmerzen nach dem KS musste aber nach wenigen Stunden aufstehen. Es dauerte Monate bis alles wieder gut war.Bei mir war es nun bei 1. Kind aber es war nie ein Grund deswegen kein 2. zu bekommen.
      Ich bin dennoch gespannt, wie die 2. Geburt ablaufen wird.
      Ich freue mich für euch, dass ihr nun einen neuen kleinen Erdenbürger bei euch habt. Wie läuft denn das Familienleben zur Viert?
      Viele Grüße
      Dani

  • Reply Ina 7. Oktober 2016 at 9:03

    Ich hoffe, dass ich nie wieder einen Kaiserschnitt bekommen muss, denn unsere Geburt war die Hölle mit vielen schlimmen Komplikationen aufgrund des Kaiserschnitts… Ich würde mir wünschen, dass die Frauen viel besser aufgeklärt werden, denn ein Spaziergang ist es definitiv NICHT. Aber mich hat diese Erfahrung geprägt und darin bestärkt, mich besser zu informieren und beim zweiten Mal vieles anders zu machen. Ich wünsche mir beim zweiten Baby selbstbestimmtes und natürliches Geburtserlebnis

    • Reply Dani 7. Oktober 2016 at 20:35

      Liebe Ina,
      wow so schlimm war es für Dich? Ich finde es auch verwunderlich wie leichtfertig manche Mamas sich für einen Kaiserschnitt entscheiden. Meiner verlief problemlos und dennoch hatte ich starke Schmerzen und es hat einige Monate gedauert bis da wieder alles in Ordnung war.
      Ich wünsche Dir, das dein Wunsch nach einer selbstbestimmten Geburt, in Erfüllung geht.
      Liebe Grüße
      Dani

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